Der 9. April 1241 – Schicksalstag für das auch heute bedrohte christliche Abendland!

(www.conservo.wordpress.com)
Von Peter Helmes

Mongolenschlacht bei Liegnitz,  Darstellung aus dem 14. Jahrhundert

Mongolenschlacht bei Liegnitz,
Darstellung aus dem 14. Jahrhundert

Die Erinnerung an damals ist Mahnung für heute
Das heute in vielen Schulen vermittelte Grundwissen über unsere Vergangenheit ist zunehmend ideologisch belastet. Die Nachfolgegenerationen der ´68er (Frankfurter Schule) haben ganze Arbeit geleistet. Nationale Entwicklungen werden in den Hintergrund gedrängt, Geschichte weitgehend entchristlicht.

Wer weiß denn noch, daß das christliche Abendland dreimal schwer geprüft wurde durch türkische Horden (zweimal) und durch eine Hunneninvasion?

„Die Türken vor Wien“
„Die Türke vor Wien“ war ein Schrei des Entsetzens, der durch ganz Europa hallte. Die Erste Wiener Türkenbelagerung war ein Höhepunkt der Türkenkriege zwischen dem Osmanischen Reich und den christlichen Staaten Europas. Sie fand im Rahmen des ersten österreichischen Türkenkrieges statt. Vom 27. September bis zum 14. Oktober 1529 schlossen osmanische Truppen unter dem Kommando von Sultan Süleyman I. dem Prächtigen Wien ein, das damals Hauptstadt der Habsburgischen Erblande und eine der größten Städte Mitteleuropas war. Unterstützt von anderen Truppen des Heiligen Römischen Reichs konnten sich die Verteidiger behaupten.

Die Zweite Wiener Türkenbelagerung war nach der Ersten Wiener Türkenbelagerung von 1529 eine weitere erfolglose Belagerung Wiens durch das Osmanische Reich, sie dauerte vom 14. Juli bis 12. September 1683. Verteidigt wurde Wien, damals die Residenzstadt des römisch-deutschen Kaisers, durch Truppen des Heiligen Römischen Reiches, Polen-Litauens, der Republik Venedig und des Kirchenstaates.

Entscheidend für den Sieg des Abendlandes war letztlich die „Schlacht am Kahlenberg“. Am 11. September (1683) besetzten die alliierten christlichen Truppen das Kahlengebirge. In den Morgenstunden des 12. Septembers griff das Entsatzheer mit Truppen aus Venedig, Bayern, Sachsen, Franken, Schwaben, Baden, Oberhessen und Polen an, ca. 54.000 bis 60.000 Mann. Die osmanischen Kommandanten konnten sich über die Taktik für den Zweifrontenkrieg nicht einigen.

Nach zwölfstündigem Kampf griff die Kavallerie unter dem Oberkommando von König Sobieski von den Höhen des Wienerwaldes her ein. Die gesamte christliche Streitmacht ging zum Generalangriff über, denn auch die Wiener begannen mit einem Ausfall, als sie sahen, dass die Schlacht zugunsten der Christen ausging, und stürmten die Laufgräben der Osmanen. Das osmanische Heer flüchtete überstürzt. Erst jenseits der Schwechat, ca. 10 km von Wien entfernt, gelang es Kara Mustafa, einen Teil seiner Truppen zu sammeln und nach Győr (Ungarn) zurückzuführen.

„Die Erinnerung ist Mahnung“. Heute heißt die neue Gefahr Islam. Und der steht nicht mehr nur vor Wien, sondern zieht immer tiefere Spuren durch ganz Europa. Von einem einigen, christlichen Abendland ist nichts zu sehen und also auch kein Widerstand spürbar. Lassen Sie uns das Mahnung sein“.

Eine Mahnung ist auch die Geschichte über den Einfall der Mongolen in Europa. Heute ist der Jahrestag. R. Maywald, stv. Vorsitzender der Schlesiervereine in Oberbayern, schreibt dazu:

Vor 775 Jahren wurde die blutige Invasion der aus Asien kommenden Mongolen, auch Tataren genannt, gestoppt.
Mitteleuropa stand im Jahr 1241 vor der größten Gefahr seit der Hunnen-Invasion. Der Einfall der Mongolen in Ungarn und Polen schockierte das Abendland und rückte die lange unterschätzte Gefahr brutal in den Vordergrund der Aufmerksamkeit. Für die betroffenen Gebiete und den Rest Europas kamen die Mongolen plötzlich wie aus dem Nichts.
Grausig-schreckliche Kunde mußten Europas Chronisten Mitte des 13. Jahrhunderts über die Mongolen verbreiten. „Sie kommen mit der Schnelligkeit des Blitzes, verheeren und töten; sie erfüllen jedermann mit Schrecken und unvergleichlichem Entsetzen“, wußte etwa der Mönch Matthäus Paris zu berichten.
Ein mongolisches Heer überrannte im Frühjahr 1241 Polen.

Gegen das christliche Abendland
Nach der Einnahme Kiews 1240 war Batu Khan der Prächtige (* 1205; † 1255), ein Enkel Dschingis Khans, ein mongolischer Teilherrscher, zu einem Eroberungszug in das christliche Abendland aufgebrochen und war in Polen eingefallen. Er zerstörte Sandomir im südöstlichen Polen an der Weichsel gelegen und Krakau, rund 350 km südwestlich von Warschau entfernt. Im Winter 1240/41 teilte Batu sein Heer. Eine Heeressäule unter den beiden Prinzen Baidar und Orda zog nach Nordwesten, Batu selbst zog mit dem Hauptheer nach Süden.

Auf dem Weg nach Westen lag Anfang 1241 nur noch das Herzogtum Schlesien zwischen Mitteleuropa und der nördlichen Heeressäule der Mongolen. Heinrich II., genannt „der Fromme“, (* 1196/1207; † 9. April 1241, ab 1238 Herzog von Schlesien) stellte sich vor Liegnitz, nördlich von Breslau an der Katzbach gelegen, zur Schlacht. Er blieb ohne Chance.

Aber auch die Sieger wurden zu Verlierern.
Heinrich entstammte der schlesischen Linie der Dynastie der Piasten. Seine Eltern waren Herzog Heinrich I. von Schlesien, „der Bärtige“ (* um 1165 in Glogau; Niederschlesien, † 19. März 1238 in Crossen an der Oder, ab 1201 Herzog von Schlesien) und die später heiliggesprochene Hedwig, (* 1174 in Andechs; Ammersee, Oberbayern, † 15. Oktober 1243 in Trebnitz, ca. 20 Kilometer nördlich von Breslau gelegen), Herzogin von Schlesien, Tochter des Andechser Grafen Berthold IV. († 12. August 1204, war Graf von Andechs und Herzog von Meranien).

Heinrich II, mutig und selbstbewußt, erkannte die akute Bedrohung. Er stellte in aller Eile eine Streitmacht zusammen. Er sammelte die verbliebenen Reste des geschlagenen polnischen Heeres, die den Mongolen entkommen waren, und rief die schlesische Ritterschaft zu den Fahnen. Auch Ordensrittern der Templer und Deutschritter waren darunter. Allerdings war er weitgehend auf sich allein gestellt. Kaiser Friedrich II. war in Italien gebunden, Der König von Ungarn, Béla IV., stand selbst vor der Invasion der südlichen Heeressäule der Mongolen. Am 10. / 11. April fand dort die Schlacht bei Muhi, ein Dorf in Nordungarn, statt. Sein Schwager, König Wenzel I. von Böhmen, sagte Heinrich Hilfe zu.

Des Weiteren folgten einige deutsche Kontingente seinem Hilferuf, darunter Herzog Friedrich II. von Österreich. (* 15. Juni 1211 in Wiener Neustadt; † 15. Juni 1246 in der Schlacht an der Leitha, aus dem Geschlecht der Babenberger, von 1230 bis 1246 Herzog von Österreich und der Steiermark.)

Schwachpunkt war das Fußvolk. Es bestand hauptsächlich aus bewaffneten Zivilisten – Stadtbürger von Liegnitz, Bauern und Bergknappen aus den Minen des nahegelegenen Goldberg (an der Katzbach, etwa 20 Kilometer südwestlich von Liegnitz entfernt). . Sie wurden von einigen gepanzerten Söldnern zusammengehalten. Insgesamt umfaßte das Heer Heinrichs nach Ansicht des Historikers Jan von Flocken kaum 4000 Mann, Angaben zeitgenössischer Chronisten von 40.000 Mann seien übertrieben.
Das mongolische Heer war vor allem an Reitern weit überlegen (Flocken: 10.000 Mann, zeitgenössische Chronisten: 100.000).

Im Zeichen des Kreuzes
Als Heinrich II von Liegnitz kommend zum Kampfplatz ritt, löste sich von der Turmspitze der Kirche zur Heiligen Jungfrau, wo am Tag zuvor der Schutz der Göttlichen Majestät erfleht worden war, ein Stein und hätte dem in seiner glänzenden Rüstung vorbeiziehenden Herzog fast den Kopf zertrümmert. Diesen Vorfall deuteten alle als Warnung des Himmels oder – wie es sich dann erweisen sollte – als schlechtes Vorzeichen.

Angesichts seiner zahlenmäßigen Unterlegenheit hätte Heinrich nach Süden ausweichen können, wo sein Schwager, König Wenzel von Böhmen, mit einem starken Heer anrückte (Flocken: 5.000 Mann, zeitgenössische Chronisten: 50.000 Mann). Heinrich entschloß sich, den Kampf aufzunehmen und gleichsam als heiligen Kreuzzug zu führen. Fast alle seine Kämpfer befestigten ein Kreuz an ihrer Kleidung, um dies zu dokumentieren. Das Heer König Wenzels war am Tag der Schlacht noch einen Tagesritt entfernt, immerhin war die berittene Vorhut der Böhmen inzwischen eingetroffen.

Auf der Wahlstatt, einer Anhöhe zwischen der Katzbach, linker Oderzufluß, und der Weidelache, rechter Nebenfluß der Katzbach, südöstlich von Liegnitz, stießen die beiden Heere am 9. April 1241 aufeinander.
Das christliche Heer war in zwei Reihen aufgestellt: Vorn im Zentrum stand das Fußvolk, rechts und links flankiert von den polnischen Reitern und den Ordensrittern. Dahinter stand die schlesische Ritterschaft, verstärkt durch deutsche und böhmische Ritter und berittene Berufskrieger.

Das vorderste Kontingent von Heinrichs Heer überrannte die mongolische Vorhut. Nach schneller Flucht formierten sich die Asiaten mit ihrer Hauptmacht neu und wandten eine ihrer berüchtigten Kriegslisten an. Als sie einige der weiß-roten polnischen Fahnen erspähten, sprengten die Mongolen in vollem Galopp auf den Gegner zu und schrieen aus Leibeskräften in polnischer Sprache: „Ratujcie sje! Ratujcie sje!“ (Rettet euch! Rettet euch!) Den Polen lag der Mongolenschreck noch so sehr in den Knochen, daß sie voller Panik das Feld verließen.
Im tatarischen Heer war neben anderen auch eine riesige Fahne, auf der das Zeichen „X“ zu sehen war und auf der Spitze der Fahnenstange ein schwarzer, bärtiger Kopf. Als die Tataren sich nun zur Flucht wandten, begann der Fahnenträger besagten Kopf aus Leibeskräften zu schütteln. Da schlug Feuer aus ihm heraus, und über dem polnischen Heer verbreiteten sich Rauch und Nebel von so durchdringendem Gestank, (Schwefel?) daß die Kämpfenden fast ohnmächtig und, kaum mehr am Leben, kampfunfähig wurden … ein entsetzliches Gemetzel begann.
Das Heer Heinrichs wurde von den Mongolen vernichtend geschlagen und der Herzog fiel in der Schlacht. Sein Kopf wurde auf einer Lanze als Trophäe vor die Stadttore von Liegnitz getragen. Die Mongolen stießen trotz des Sieges nicht weiter nach Nordwesten vor.

Der deutsche Blutzoll des Kampfes war ungeheuer. Sämtliche höheren Kommandeure kamen ums Leben, allein der Babenberger Herzog Friedrich „der Streitbare“ von Österreich konnte sich retten. Sechs schlesische Adelsfamilien verloren bei Liegnitz nahezu alle ihre Väter und Söhne. Die späteren Grafen von Strachwitz beklagten 14 Gefallene. Von der Familie Rothkirch starben sämtliche männlichen Familienmitglieder, bis auf einen nach der Schlacht geborenen Knaben. Schwere Verluste erlitten auch die Familien Nostitz, Seydlitz, Prittwitz und Zedlitz. Doch die Einbußen der Mongolen waren ebenfalls außerordentlich.

Das Schlachtfeld war von toten Kriegern überseht. Hedwig suchte unter den Toten ihren gefallenen Sohn Heinrich, den sie an einer Anomalie seines Fußes erkannt. Der Leichnam Heinrichs wurde in der Breslauer St. Vinzenzkirche bestattet.

Nach einem vergeblichen Versuch, Liegnitz zu erobern, stoppten die mongolischen Sieger den weiteren Marsch nach Westen und zogen südlich zur Hauptmacht nach Ungarn.
(Quellen: Wikipedia, Internet, eigenes Wissen; zusammengestellt: R. Maywald)
http://www.conservo.wordpress.com
10. April 2016

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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 44 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. conservo ist ein überzeugter Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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2 Antworten zu Der 9. April 1241 – Schicksalstag für das auch heute bedrohte christliche Abendland!

  1. Wolfhilta schreibt:

    Hat dies auf wolfhilta rebloggt.

  2. robertknoche schreibt:

    Hat dies auf Freiheit, Familie und Recht rebloggt und kommentierte:
    Das Grundwssen über unsere Vergangenheit wird von den jeweiligen Machthabern zurecht geschnitten und den Schülern passend vermittelt.

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