Die AfD und ihre Aufgabe

(www.conservo.wordpress.com)

Von Herbert Gassen *)afd1

Der Bundesvorstand der AfD ist für jede Überraschung gut.

Will er doch den stärksten Mann seiner Partei aus dem Verkehr ziehen, läßt er sein bestes PR-Pferd draußen vor der Tür stehen und löst gar ganze Landesverbände auf, weil sie in ihrer personellen Zusammensetzungen nicht seinen Geschmack treffen. Bei sachlicher und objektiver Überprüfung seiner Forderungen konnte er sich jedoch nicht durchsetzen. Das sind Kapriolen, die einer inzwischen bedeutenden Bundespartei nicht würdig sind.

Der Bundesvorstand läßt keine Gelegenheit aus, auf dem Niveau der linksgedrallten etablierten Parteien seine politische Position zu verteidigen. Er will nicht rechts, kann aber auch nicht links sein, mal ist er konservativ und dann wieder liberal.

Das liegt daran, daß sich diese Partei nach ihrer Gründung nicht umgehend um ein einheitliches Programm bemüht hat. Die regionalen Festlegungen waren es, mit denen die AfD die großen Erfolge bei den Landtags- und Kommunalwahlen errungen hat. Es waren die Repräsentanten der AfD vor Ort, die die Wähler auf sich gezogen haben. Sie haben sich an die politische Situation der Bundesrepublik gehalten und forderten eine grundsätzliche, unbedingte Änderung ihrer Struktur. Sie hielten sich an das ursprüngliche Konzept des Grundgesetzes und seiner christlich-ethischen Auslegung. Ihr politisches Ziel ist die nationale Selbstbestimmung, der Schutz vor internationaler kapitalistischer Ausbeutung, die Wahrung der garantierten Freiheiten und die Einhaltung demokratischer Regeln, auch in Zusammenarbeit mit den Nationen der Welt. Ihre politische Meinung wollen die Mitglieder der AfD nicht an längst verbrauchten Ideologien ausrichten.

Das war die Vorstellung der Millionen Menschen, die ihre Stimme in den Landtagswahlen der AfD gegeben haben. Die bedeutendste Erkenntnis ist, daß sie aus allen Bereichen der seitherigen Parteienkonstellation, von links bis rechts und zu einem großen Teil aus der Gruppe der Nichtwähler kamen. Damit wird deutlich demonstriert, daß die AfD eine international aufgeschlossene, patriotische Partei ist.

Mit einer fundamentalen Aussage zu dem Problem des Islam in Deutschland hat der Vorstand aktuell eine existentielle Feststellung getroffen: Der Islam gehört nicht nach Deutschland. Wer dieser Weltauffassung eine moralisch-sittliche Gleichstellung zum Christentum zugesteht, will nicht erkennen, daß sie auf der Einhaltung der Suren des Korans beruht, die die Tötung Andersgläubiger als Gottesauftrag befehlen. Wer diesem Befehl nicht folgt, ist kein Islamist, kein Moslem. Die Vernachlässigung dieses islamistischen Gebotes durch die Anhänger des Christentums bedeutet auf Zeit seine Ausrottung, die Vernichtung der jüdisch/christlichen Kultur.

Der Islam ist grundgesetzfeindlich. Der im Geiste der Erstellung des GG in seiner Präambel festgelegte Gottesbezug kann kein anderer als der christliche sein. Mordauftrag, Frauenmißachtung und Dschihad stehen im Widerspruch zu unserem Grundgesetz.

Wenn die AfD sich derart kantig profiliert, kann sie an der Reaktion der CDU, von den anderen Parteien allemal, erkennen, wen mit welchen Hintermächten sie sich zum Gegner gemacht hat. Die protestantische Pfarrerstochter hat den geschichtlichen, kulturellen Überblick längst verloren oder gar nie gehabt, indem sie behauptet, daß der Islam zu Deutschland gehört. Es war IHRE Entscheidung, die ‚Gotteskrieger‘ unkontrolliert einwandern zu lassen.

Der Bundesvorstand der AfD hat in einer existentiellen Frage für Deutschland Partei gegen ein mächtiges Establishment ergriffen, das längst nicht mehr gewillt ist, es im Sinne des Art. 56 GG zu schützen und zu wahren. Es kommt jetzt auf seine politische Fähigkeit an, alle Bürger unseres Landes an sich zu binden und eine bedingungslose Entschlossenheit, der Zerstörung Deutschlands, ja Europas Einhalt zu gebieten. Für Tändeleien auf Nebenkriegsschauplätzen ist die Zeit vorüber. Das muß der Bundesvorstand der AfD umgehend beherzigen.

*) Herbert Gassen ist Dipl.Volkswirt, Bankkaufmann und regelmäßig Kolumnist auf conservo

www.conservo.wordpress.com 19.4.16

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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 41 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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3 Antworten zu Die AfD und ihre Aufgabe

  1. karlschippendraht schreibt:

    Eine Spaltung unseres Volkes wird wahrscheinlich unvermeidbar sein , wenn die AfD jetzt auch fest zu ihren politischen Grundsätzen steht . Aber eine solche Spaltung schafft auch klare Fronten und verdeutlicht die Mehrheitsverhältnisse. Unentschlossene , Zauderer und bisher Uninteressierte werden sich dann wohl oder übel für ein politisches Lager entscheiden müssen . Für Zwischentöne wird dann kein Raum mehr sein , die zunehmende Islamisierung Europas wird die Menschen zu eindeutiger Stellungnahme zwingen ! Die jetzt von den Qualitätsmedien losgetretene Kampagne der Gegenargumentation wirkt bereits kraftlos , hilflos , nicht mehr überzeugend . Das Einzige , was das Gutmenschentum noch mit voller Energie zustande bringt sind Beschimpfungen , Verleumdungen , Lügen , Bedrohungen , Gewalt und Sabotage.
    Allerdings wäre die AfD gut beraten , auch in ihren eigenen Reihen klare Linie zu schaffen , in personeller Hinsicht . Wenn man Unentschlossene mitschleppt , nur um die Mitgliederzahl zu erhöhen so kann sich Das in entscheidenden Momenten verhängnisvoll auswirken weil man dann
    nicht nur den politischen Gegner im Auge behalten muss sondern zusätzlich noch die eigenen Unsicherheitskandidaten . Klare Kante in jede Richting – anders geht es nicht !!!

  2. Dass es in einer jungen Partei wie der AfD teilweise heftig gärt, ist völlig normal und war immer wieder bei anderen jungen Parteien – wie beispielsweise damals Ende 70er/Anfang 80er bei den „Grünen“ – zu beobachten. Die schnelle Aussicht auf Mandate lockt eben viele (u.a. bei anderen Parteien bereits gescheiterte) Existenzen an, Krisengewinnler, Sofastrategen und Glücksritter jeder Provinienz. So weit, so normal. So etwas regelt sich meistens mit Austritten bzw. Ausschlüssen, bis sich ein allseits akzeptierter „Meinungskorridor“ innerhalb der Partei gebildet hat, innerhalb dessen dann jeder sein Plätzchen finden kann.

    Was mich allerdings etwas stutzig werden läßt, ist das nun zur Anwendung kommende innerparteiliche Kampfmittel der Auflösung von Landesvorständen und ganzen Landesverbänden durch die Bundeszentrale, welches man bislang eigentlich nur bei „Republikanern“, NPD oder den K-Gruppen der 70er beobachten konnte, wo sich Gruppen, Grüppchen und Splittergrüppchen gegenseitig „exkommunizierten“….

    Bei einer Partei, welche derartige Hoffnungen entfacht und solide Erfolge an der Wahlurne einfuhr, halte ich dies jedoch für ein alarmierendes Signal fehlender politischer Reife. Wenn die AfD wirklich eine brauchbare Alternative für Deutschland darstellen will, muss sie schleunigst mit derartigen sektiererischen Sperenzchen aufhören, ansonsten sehe ich ihre Akzeptanz durch die bürgerliche Mitte gefährdet.

  3. „grundgesetzfeindlich“ was soll der Schwachsinn? Seit 1990 kann man das GG nicht mehr anwenden wegen fehlendem Geltungsbereich.
    Es sind AGBś mehr nicht.

    Die Aufgabe der AfD ?

    Ganz einfach die Schlafschafe zum Wählen bringen die keinen bock haben auf die viel Farben Parteiendiktatur, wozu natürlich die AFD auch gehört.

    Bringt mal Fakten und nicht Manipulation…………..

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