Diese armen Menschen

(www.conservo.wordpress.com)

Von Thomas Böhm *)

Thomas Böhm

Thomas Böhm

„Die Armut wird sichtbar“

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) – umgangssprachlich auch Antidiskriminierungsgesetz genannt – ist ein deutsches Bundesgesetz, das „Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern und beseitigen soll“. Zur Verwirklichung dieses Ziels erhalten die durch das Gesetz geschützten Personen Rechtsansprüche gegen Arbeitgeber und Private, wenn diese ihnen gegenüber gegen die gesetzlichen Diskriminierungsverbote verstoßen. Mit seinem Inkrafttreten wurde das Beschäftigtenschutzgesetz abgelöst… (https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeines_Gleichbehandlungsgesetz)

So viel zur Theorie. Die Praxis sieht in Deutschland leider mittlerweile ein wenig anders aus, und da man eine Gesellschaft daran messen sollte, wie sie mit den armen Menschen umgeht, müssen wir wohl in diesem Fall schlechte Noten verteilen:

Auf einmal ist die Armut sichtbar. Die bunten Zelte reihen sich zu einer Schnur entlang der Spree im Berliner Regierungsviertel. Das Bundeskanzleramt ist um die Ecke. Menschen ohne feste Bleibe haben sich vor aller Augen häuslich eingerichtet, so gut es eben geht. Vor den Zelten stehen Tüten, Flaschen, jemand scheint auf einem Tuch gebrauchte Bücher anzubieten.

So etwas hat es auch in früheren Jahren schon gegeben, doch die Bewohnerzahl in diesen Elendsquartieren scheint zu steigen. Zumindest haben Experten diesen Eindruck. Derzeit kommen einige Faktoren zusammen, die die Lage verschärfen: Wohnungen für den kleinen Geldbeutel sind in Berlin rar wie nie. Das Winter-Notprogramm für Obdachlose ist für dieses Jahr gerade ausgelaufen. Und vor allem aus Osteuropa kommen Migranten, die hier ihr Glück suchen und im Elend stranden. Flüchtlinge gelten nicht als typische Camp-Bewohner…

…Wie viele solcher Lager es mittlerweile in der Hauptstadt gibt, überblickt niemand. Schon bisherigen Schätzungen zufolge leben in Berlin zwischen 3000 und 6000 Obdachlose. Hinzu kommen mehr als 10.000 Wohnungslose, deren Übergangsunterkunft von den Sozialämtern getragen wird. Verlässlich und aktuell beziffern kann die Gruppen aber niemand. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe geht von einem Anstieg der Zahl der Wohnungslosen zwischen 2012 und 2016 bundesweit um ein Drittel aus…

…Die Stadtmission versuche, den Menschen wenigstens einen Schlafsack mitzugeben – als Zuhause, berichtet Wohlwend… (http://www.focus.de/politik/deutschland/platz-in-notunterkuenften-reicht-nicht-obdachlose-in-regierungsviertel-mitten-in-berlin-entstehen-minislums_id_5454836.html)

Erschütternd, oder? Gott sei dank geht es nicht allen armen Menschen in Deutschland so schlecht (oder werden schlecht behandelt):

…Über Nacht beschloss das Land, das Herrenhaus in dem 36-Seelen-Dorf als Flüchtlingsunterkunft mit 320 Betten herzurichten. Zwei Tage später zogen die ersten Menschen aus Afghanistan, Albanien, Armenien, Eritrea, Irak, Iran, Jemen, Kosovo, Serbien und Syrien ein. Der Monumentalbau ist jetzt eine sogenannte Folgeunterkunft. Die Flüchtlinge kommen aus den Erstaufnahmeeinrichtungen hierher. Um sie kümmern sich 20 ehrenamtliche Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Plöner Land. Tagsüber sind zwei Polizeibeamte vor Ort. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes bewachen die Anlage rund um die Uhr. Der Weg ins Schloss führt über eine Freitreppe. Von der Eingangshalle aus geht es in das DRK-Büro und zur Polizeiwache. Parterre liegen auch die Schlafsäle, insbesondere die für die alleinreisenden Männer. Geschlafen wird hier unter Stuck und Kronleuchtern.

Das größte Herrenhaus Schleswig-Holsteins ist als Flüchtlingsunterkunft wohl einmalig. „Eigentlich zu groß für die Anzahl von Menschen“, sagt Christian Pagel, ehrenamtlicher DRK-Vorsitzender im Plöner Land. Andererseits optimal, weil sich die Menschen auch mal aus dem Weg gehen können. Das trägt zur Entspannung bei.

Die Raumhöhe von sechs bis acht Metern ist beeindruckend. Das Lachen spielender Kinder hallt durchs Haus. Sie laufen auf den mit rotem Teppich belegten Parkettböden hin und her, hüpfen die steinernen Treppen rauf und runter. Die übergroßen in Gold gerahmten Gemälde von adeligen Persönlichkeiten nehmen die Kleinen allerdings kaum wahr. Auch nicht die historischen Kachelöfen in den Zimmern, an denen sich einst Grafen und Barone wärmten… (http://www.abendblatt.de/region/schleswig-holstein/article206284869/Wo-Fluechtlinge-unter-Stuck-und-Kronleuchtern-schlafen.html)

Deutschland 2016 – Alles und das Beste für diejenigen, die behaupten Flüchtlinge zu sein und ein Schlafsack für diejenigen, die das Pech haben, sich schon etwas länger in diesem Land aufzuhalten.

Wozu benötigen wir eigentlich noch ein Gleichbehandlungsgesetz, wenn dieses nicht für ALLE armen Menschen Gültigkeit hat.

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*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo

http://www.conservo.wordpress.com

24. April 2016

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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2 Antworten zu Diese armen Menschen

  1. karlschippendraht schreibt:

    Deutschland 2016 – Alles und das Beste für diejenigen, die behaupten Flüchtlinge zu sein und ein Schlafsack für diejenigen, die das Pech haben, sich schon etwas länger in diesem Land aufzuhalten……..

    In diesem Satz liegt unendlich viel schicksalsträchtige Wahrheit !!!
    Und es kommt Ekel auf wenn man daran denkt , wie menschenverachtend die Etablierten ihrer Selbstherrlichkeit frönen . Gleichzeitig aber auch Verachtung für eine Volksmasse die zu feige und zu dumm ist den Kopf aus der Schlinge zu ziehen , solange das noch möglich ist !

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    • sozialismusisruine schreibt:

      Zitat von karlschippendraht: „Gleichzeitig aber auch Verachtung für eine Volksmasse(,) die zu feige und zu dumm ist(,) den Kopf aus der Schlinge zu ziehen , solange das noch möglich ist !“…Frage: Ordnen Sie sich bei der Volksmasse ein? Oder sind Sie vielleicht ein Teil der Etablierten? Schon seit der Agenda 2010 (Vorbereitung ab 2003 unter SPD Gerhard Schroeter&Bündnis 90/GRÜNE und Herrn Hartz IV, ebenfalls SPD) packten bereits viele Bürger ihren Schlafsack ein, die schon länger in „diesem Land“ lebten. Da war noch weit und breit keine Massenbewegung an Flüchtlingen zu sehen!!! Und die etablierten Parteien sahen dem Geschehen in „diesem Land“geduldig zu!

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