Die Botschaft lautet – „Sapere aude“! (Habt Mut zum Verstand)

(www.conservo.wordpress.com)

Von Stefan Buchtzik, Herausgeber und Chefredakteur Arnstädter Stadtecho

Liebe Leserinnen und Leser,                                                                                                                wie Sie vielleicht wissen, bin ich ein neugieriger Mensch und habe von Natur aus Interesse an Allem und Jedem. Deshalb bin ich mit meiner Berufswahl aktuell auch sehr zufrieden. Denn viele Menschen, ganz unterschiedlicher Natur, kreuzen fast täglich meinen Lebensweg. Dankbar bin ich dafür und vor allem für die vielen Denkansätze, die mir diese liefern. Häufig kreisen Gedanken darum noch tagelang in meinem Kopf. Angst, daß ich mich in diesen vielen Gedankensträngen verheddere, muß ich nicht haben, denn Themen wie Lego-Steine, volle Windeln und nächtliches Geschrei erden mich dann immer ganz gut.

In letzter Zeit allerdings enden manche Gesprächsrunden immer öfter mit blauen Flecken, wie mir ein Freund bestätigte. Kennen Sie das auch? In Geburtstagsrunden, ob man will oder nicht kommt man nach dem zweiten Stück Torte oder der dritten Bratwurst immer wieder auf die gute bzw. schlechte Politik zu sprechen. So daß sich meistens die werten Gattinnen genötigt sehen, den angeheirateten Teil unter dem Tisch mit dem entsprechenden Kniff oder Tritt gegen das Schienbein davon überzeugen zu wollen, doch lieber mal über das Wetter, die Kinder, den nächsten Urlaub oder über Krankheiten zu referieren. Wenn man so will, sind die Träger der vielen blauen Flecke politische Opfer in unserem demokratischen Entwicklungsland. Ich Gott sei Dank noch nicht.

Während meiner jahrelangen Beobachtungen mußte ich feststellen, daß immer weniger Menschen eine eigene Meinung haben und stattdessen mir die Nachrichten erzählen oder was in der Zeitung steht. Kurz gesagt: was die großen Medienkonzerne uns bewußt und unbewußt „einflüstern“ wollen. Gewollt ist das und keinesfalls überraschend. Denken Sie mal kurz über das Wort Nachrichten nach – Nach … richten! Die Weisheit der Sprache verrät es, wir sollen uns NACH den verbreiteten Meldungen RICHTEN! Also werden nur Nachrichten verbreitet, die systemkonform sind. Übrigens haben Sie sich nach den Nachrichten schon einmal so richtig gut gefühlt? Nein? Genau das beabsichtigen die Nachrichten auch. Sie sollen Angst und Sorgen verbreiten, denn damit beherrscht man ein gutgläubiges Volk am besten. Selber denken ist out. Experten und Medienprofis, die uns die Welt erklären, sind In.

Gefährlich ist es allerdings, das Denken anderen zu überlassen. Grundsätzlich existieren wohl drei Gruppen von Menschen, wie ich einmal hörte. Eine große Gruppe von Menschen, die alles glaubt. Eine noch größere Gruppe, die nichts mehr glaubt. Dabei entstammt sie vormals der ersten Gruppe. Und die kleinste Gruppe von Menschen bildet sich in Abwägung verschiedener Positionen eine wirklich eigene Meinung. Zu welcher Gruppe würden Sie sich zählen? Wie bilden Sie sich eine Meinung? Glauben Sie lieber Experten oder sind Sie ihr eigener?

In diesen Tagen sind Fragestellungen wie diese richtungsweisend, um durch den aufbrausenden Sturm möglichst unbeschadet hindurchzukommen. Als bekennender Expertenallergiker mißtraue ich Fachleuten mit beständiger Regelmäßigkeit. Und zu Recht! Denn Experten sind seit Jahren nicht in der Lage in Berlin einen Flughafen zum Laufen bzw. zum Fliegen zu bringen oder Wirtschaftsexperten wollen mir erklären, warum Armutsflüchtlinge Deutschland voranbringen.

Mein Bauchgefühl sagt mir, daß besonders bei Expertenmeinungen äußerste Vorsicht geboten ist, zumal ja auch Laien die Arche Noah gebaut haben und Experten die Titanic. Ich möchte Sie gern dazu ermutigen, selbst über die Dinge, die in diesen Tagen auf uns alle einströmen in Ruhe nachzudenken, mal im Internet oder im guten alten Lexikon nachzuschlagen und nicht blindlinks irgendwelche reißerischen Meldungen kritiklos anzunehmen.

Während ich diese Zeilen schreibe ist die Meldung, daß Menschen bei der Überfahrt von Afrika nach Europa ertrunken sind, erst wenige Stunden alt. Ein traurige Nachricht, die mit unzähligen Krokodilstränen beweint wurde. Mit geringstem Aufwand und etwas nachdenken wäre diese Katastrophe und auch vorangegangene zu vermeiden gewesen. Denn in Zeiten modernster Technik kann man per Satellit in Echtzeit erkennen, wann ein illegales Boot die afrikanische Küste verläßt. Man müßte das Boot stoppen, zur Küste zurückbringen, die Menschen an Land gehen lassen und das Schiff versenken.

Ein Dutzend solcher Aktionen würde Mittelmeertote verhindern. Doch das ist nicht gewünscht. Menschen, die aus aller Welt nach Europa strömen, haben nämlich eine politische Funktion und werden dafür mißbraucht – die multikulturelle Gesellschaft in ganz Europa zu installieren. Der verstorbene Alt-Kanzler Helmut Schmidt hatte schon 1992 dazu eine klare Meinung:

„Die Vorstellung, daß eine moderne Gesellschaft in der Lage sein müßte, sich als multikulturelle Gesellschaft zu etablieren, mit möglichst vielen kulturellen Gruppen, halte ich für abwegig. Man kann aus Deutschland mit immerhin einer tausendjährigen Geschichte seit Otto I. nicht nachträglich einen Schmelztiegel machen.“

Und dennoch wird es probiert. Nicht etwa zu unserem Wohl, sondern zum Wohle der Wirtschaft. Schon jetzt ist diese der große Gewinner des Menschenstroms nach Europa und Deutschland. Denn Asylbewerber sind perfekte Konsumenten, auch der Staat nimmt über die anfallende Mehrwertsteuer viel Geld ein. Auch Landtagsabgeordnete wie Jörg Heydorn (SPD) profitieren. Seine Firma „Comtact“ kassiert momentan für eine leere Flüchtlingsunterkunft in Schwerin-Süd monatlich 125.000 Euro vom Innenministerium. Auch wenn das Milliarden an Steuergeldern kostet, so ist das Geld nicht verloren, sondern lediglich umverteilt und zwar mal wieder von unten nach oben. Da braucht man sich über die Briefkastenfirmen gar nicht zu echauffieren. Erst recht nicht der Finanzminister Wolfgang Schäuble, der vor Jahren illegale Parteispenden für seine christliche Partei entgegennahm.

Die Lüge ist omnipräsent, doch mit etwas Nachdenken kommt man ihr auf die Schliche und der Wahrheit auf die Spur. Egal ob 11. September, NSU, GEZ, Arabischer Frühling und so vieles mehr. Sie wissen ja, wer nichts weiß muß alles glauben. Also lassen Sie uns gemeinsam Widerstand leisten, nicht mit Gewalt, sondern geistigen Widerstand allein durch Nachdenken. Meinen Kindern, das habe ich mir fest vorgenommen, werde ich als wichtige Botschaft des Lebens mitgeben „Habt Mut, euch eures Verstandes zu bedienen“ oder wie die Lateiner sagen – sapere aude!

(conservo dankt Stefan Buchtzik für die Abdruckgenehmigung.)

www.conservo.wordpress.com

  1. April 2016

Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 20 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 36 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen.
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4 Antworten zu Die Botschaft lautet – „Sapere aude“! (Habt Mut zum Verstand)

  1. wreinerschoene schreibt:

    Sehr guter Artikel, und sehr gut aus dem Leben gegriffen. Bei uns waren solche Geburtstagsrunden legendär, und politische Gespräche nach Kaffee und Kuchen gehörten einfach dazu. Das trug dazu bei, sich wirklich eine eigene Meinung zu bilden unabhängig der Systemmedien. Um ehrlich zu sein, als es in Deutschland aufkam die neue junger Generation, als „Fun-Gesellschaft“ zu etablieren und zu bezeichnen, war mir klar daß diese Generation keine Zeit und keine Lust mehr hat sich mit politischen Themen wirklich auseinander zu setzen.

  2. Pingback: Die Botschaft lautet – „Sapere aude“! – Der BRD Schwindel | ERWACHE!

  3. Man könnte auch einfach Libyen etc. pro zerstörtem Schiff 1 Mil versprechen.Was meint ihr wie schnell die verschrotter wären?

  4. Paul schreibt:

    Bin in der Blogerwelt einem User begegnet der den Nick „nachdenken_schmerzt_nicht“ hat. Es ist wirklich wahr: Es schmerzt nicht. Ich habe es ausprobiert. Zugegeben, es macht ein wenig Mühe. Aber wehtun? Nein wehtun tut es nicht! Bei manchem Menschen habe ich aber das Gefühl, dass sie Angst davor haben, es würde doch weh tun. Oder ist es nur Bequemlichkeit, dass sie nicht selber nachdenken, sondern lieber andere nachdenken lassen.

    Eine kleine Anmerkung sei mir gestattet:

    Denn Asylbewerber sind perfekte Konsumenten, auch der Staat nimmt über die anfallende Mehrwertsteuer viel Geld ein.

    Das stimmt zwar, aber wenn der Staat es nicht für die „Flüchtlings“hilfe verpulvern würde, dann würde er noch mehr Geld sparen und könnte es sinnvoll für die grob vernachlässigte Infrastruktur ausgeben. Das wäre, ökonomisch gedacht, sinnvoller und würde auch noch mehr Menschen Arbeit und Brot bringen.

    Zur Verhinderung der „Flüchtlings“toten bin ich ganz Ihrer Meinung. Aber auf uns hört niemand. Da wird immer von der Verletzung der Hoheitsrechte anderer Länder gefaselt. Als ob man, um Menschenleben zu retten, dies nicht tun dürfte. Ich glaube auch nicht, dass ein Land Nordafrikas deswegen den Seekrieg gegen die eindringenden Rettungsschiffe eröffnen würde.
    Jedenfalls sollte es Deutschland oder ein NGO-Schiff mal darauf ankommen lassen. Gegen Israel versuchen die NGO’s es auch. Ach so, vergessen, da geht es ja nicht um die Rettung von Menschenleben, sondern um Waffenschmuggel. Das ist dann ja mal gaaaanz was anderes.

    Herzlich, Paul

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