Ayman Mazyek ein Späher des Islamfürsten Erdogans?

(www.conservo.wordpress.com)

Von Thomas Böhm *)

Thomas Böhm

Thomas Böhm

Man wird ja komischerweise immer etwas misstrauisch, wenn der Oberboss der Muslime, Ayman Mazyek, in Deutschland einen Kommentar abgibt.

Dass dieses Misstrauen berechtigt ist, zeigt ein neuer Beitrag im Zentralorgan der Islamisierung Deutschlands, der „Zeit“. Darin weist der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) Forderungen zurück, keine Imame mehr aus der Türkei nach Deutschland zu holen.

„Die Ditib-Imame sind verfassungstreu, predigen einen gemäßigten Islam“, sagte der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek der Neuen Osnabrücker Zeitung. Sie trügen so wesentlich zum „Bollwerk gegen Fanatiker und Radikale“ bei.

970 türkische Imame in Deutschland                                                       Die Welt am Sonntag hatte zuvor unter Berufung auf die „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib)“ berichtet, in deutschen Moscheen predigten derzeit rund 970 Imame, die von der türkischen Religionsbehörde entsandt worden sind. Die Ditib betreibt in Deutschland zahlreiche Moscheen. Cem Özdemir vonn den Grünensprach in diesem Zusammenhang davon, das sei „nichts anderes als der verlängerte Arm des türkischen Staates“. Und CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer erklärte, die Finanzierung von Moscheen oder islamischen Kindergärten aus dem Ausland, etwa aus der Türkei oder aus Saudi-Arabien, müsse beendet werden.

Völlig unverständlich: Das Bundesinnenministerium hatte jüngst die Ditib gelobt und betont, der Verband arbeite „kontinuierlich und konstruktiv in der Deutschen Islamkonferenz mit“.

Mazyek nannte Forderungen nach Absetzung der Imame aus der Türkei „verfassungswidrig“ und „von Doppelmoral durchzogen“. Würde man diese Imame jetzt alternativlos absetzen, stärke das die Extremisten. Derartige Forderungen diskreditierten die muslimischen Gemeinden. „Sie stellen eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Religion dar.“ Es gebe Hunderte von Gemeinden anderer Religionsgemeinschaften in Deutschland, die selbstverständlich ausländische Priester und Rabbiner hätten…(Mayzek) (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-04/zentralrat-muslime-aiman-mayzek-imame-tuerkei-ditib)

Interessant. Wenn man also die türkischen Imame wieder nach Hause schicken würde und stattdessen Imame, die hier in Deutschland aufgewachsen sind, einsetzt, würde man die Extremisten stärken?

Will uns Herr Mazyek etwa damit sagen, dass der radikale Islam in unserem Land noch viel besser organisiert ist, als in der Türkei?

Wahrscheinlich. Aber es steckt noch etwas anderes dahinter: Parlamentspräsident Ismail Kahraman will die Trennung von Religion und Staat in der Türkei aufweichen: Er fordert eine islamische Verfassung für sein Land. „Wir sind ein muslimisches Land. Als Konsequenz müssen wir eine religiöse Verfassung haben“, sagte das Mitglied der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Anadolu. Säkularismus dürfe in der neuen Verfassung keine Rolle mehr spielen… (http://www.tagesschau.de/ausland/tuerkei-verfassung-101.html)

Da liegt nämlich der Hase im Pfeffer. Mit den türkischen Imamen, die hier predigen, werden auch ihre Vorstellung von einem islamischen Staat Deutschland unter das türkisch-muslimische Volk gestreut. Auf dass sie sich einst erheben und unsere Demokratie und Freiheit nach Erdogans Ebenbild ein wenig „aufhübschen“.

Wie man mit solchen Typen am besten umgeht, zeigen mal wieder die Niederländer:                                                                                             Erdogans Vorgehen gegen Jan Böhmermann scheint „De Telegraaf“ nicht sehr zu beeindrucken. Die Zeitung zeigt den türkischen Präsidenten als Affen, der auf der Meinungsfreiheit in Europa herumtrampelt… (http://www.welt.de/politik/ausland/article154760397/Niederlaendische-Zeitung-verhoehnt-Erdogan-als-Gorilla.html)

Also immer schön misstrauisch und wachsam bleiben!

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*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo

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  1. April 2016

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. 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Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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