Allahu akbar statt Big Ben?

(www.conservo.wordpress.com)

Von Thomas Böhm *)

Thomas Böhm

Thomas Böhm

Es ist vollbracht. London hat seinen ersten muslimischen Bürgermeister bekommen. Konsequent, schließlich sind auch die meisten Wähler in dieser Weltmetropole mittlerweile Muslime, sind die „einheimischen“ Briten in die Minderheit geraten.

Diese schicksalsträchtige Wahl gibt uns einen Einblick in die Zukunft Europas, denn wie damals die 68er-Generation ist es der islamischen Vorhut gelungen, mit ihrem Marsch durch die Institutionen wichtige Posten in allen Bereichen der Politik und Gesellschaft zu besetzen und so werden wir in absehbarer Zeit ähnliche Wahlergebnisse in anderen großen und kleinen Städten des Kontinents zugunsten des Islams ertragen müssen.

In dem Wissen, dass für JEDEN gläubigen Muslim die Vorgaben des Koran wichtiger einzuschätzen sind als die Freiheit, als Recht und Gesetz, als die Demokratie, so wie wir sie uns erkämpft haben, können wir wohl erahnen, wie Europa sich in den nächsten Jahrzehnten verändern wird.

Wir sind gespannt, wie dieser neue hoch gelobte Bürgermeister mit den Problemen Londons fertig werden will. Hier wäre mal so ein Beispiel, das zeigen könnte, was in ihm steckt:

In Zentren britischer Städte läuft an Wochenenden oft ein unappetitliches Stück über die Bühne. Jugendliche, nicht selten Frauen, torkeln in zweifelhaftem Zustand über den Asphalt, die Hand um die Bierflasche gekrallt oder um die Schulter eines Freundes. Verstreut am Boden liegen die schon Gefallenen, kampfbetrunkene, verlorene Menschheit.

Polizisten tauchen auf, sammeln auf, was sich einfangen lässt, und führen die Exemplare des Elends zum nächsten Taxi oder in eine wärmende Ausnüchterungszelle. Das Bild gehört zum britischen Alltag, regt immer wieder auf – nur um sogleich zu den Akten gelegt zu werden als endemisches Übel, nicht zu behandeln.

Doch es gibt Jugendliche, die Anstoß nehmen, eine islamische Gruppe unter dem Namen Muslimische Patrouille. Die greift zur Selbstjustiz, formiert sich als Bürgerwehr, versteckt unter Kapuzen, und durchstreift Ost-Londoner Stadtteile wie Waltham Forest, Whitechapel oder Tower Hamlets, um die Menschen, „die Allah beleidigen“ durch Alkohol und leichte Kleidung, aus der Umgebung von Moscheen zu vertreiben wie Eindringlinge mit sündhafter Absicht… (http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article112996346/Muslime-in-London-auf-Scharia-Patrouille.html)

Was nun Herr Bürgermeister? Mehr Betrunkene oder mehr Scharia?Natürlich feiern die „Muslimbrüder“ in den linken Medien diesen islamischen Erfolg. Das sind sie ihren neuen Herrschern einfach schuldig. Und so wird dank der Hilfe unserer gottesstaatlichen Politiker und Journalisten bald auch aus den Rathäusern und aus Parlamenten der Ruf „Allahu akbar“ erschallen.

Möge der Herr uns beistehen und wir hoffen natürlich, dass sich der neue Bürgermeister nicht irgendwann als etwas ganz Anderes entpuppt, wie man es aus anderen Bereichen unserer Gesellschaft ja mittlerweile kennt:

Ein britischer Marineoffizier, der an einer der renommiertesten Marineuniversitäten Großbritanniens ausgebildet wurde, hat sich nach Syrien abgesetzt, um für den IS zu kämpfen.

Sicherheitsexperten warnen: der 28jährige in Kuweit geborene Ali Alosaimi besitze einen hohen Kenntnisstand über die nationale Flotte und ist somit eine Bedrohung für die Sicherheit des Landes.

Seit langem gibt es die Befürchtung, dass nach Passagierflugzeugen auch Schiffe und Fähren ein Ziel für die islamischen Krieger werden können.

„Ein Mann mit diesem Wissensstand eröffnet den Terroristen ein ganz neues Feld für ihre Aktivitäten“, erklärt der britische Admiral Lord West. (http://www.dailymail.co.uk/news/article-3578888/Navy-officer-trained-British-college-joins-ISIS.html#ixzz482E8YvDL)

Hier eine Auswahl der untertänigsten Jubel-Arien:

Der Spiegel

„Die Bürgermeisterwahl zeigt, dass London liberaler, schlauer, toleranter ist, als die Schlammwerfer der Konservativen wahrhaben wollten. Die britische Hauptstadt spielt auch hier eine Vorreiterrolle in Europa, Khans Wahlsieg öffnet Einwanderern der zweiten Generation die Tür zu politischen Spitzenämtern…

…Auch die Europäer können vorerst aufatmen. Khan hat immer wieder betont, dass ein EU-Austritt für London eine wirtschaftliche Katastrophe sei – noch ein Unterschied zu Goldsmith, einem Brexit-Befürworter. London hat mit der Wahl daher zugleich ein wichtiges Signal für das EU-Referendum am 23. Juni gesetzt. Die Chancen stehen zumindest nicht schlecht, dass die Hauptstadt eher europafreundlich gesonnen ist…“ (http://www.spiegel.de/politik/ausland/sadiq-khan-wird-in-london-erster-muslimischer-buergermeister-a-1091213.html)

Die Zeit

„Der Menschenrechtsanwalt von der Labour-Partei hat sich gegen den Konservativen Goldsmith durchgesetzt. Khans muslimischer Glaube war ein beherrschendes Wahlkampfthema…

Khan bezeichnet sich selbst als „britischer Muslim“ und sagte mehrmals, er kämpfe gegen Extremisten. Damit wehrte er sich gegen den Vorwurf, Kontakte zu islamistischen Terroristen zu haben. Im Wahlkampf hatten Goldsmith und der britische Premierminister David Cameron dem muslimischen Labour-Politiker vorgeworfen, in der Nähe von Terroristen zu stehen. Corbyn nannte die Kritik „abscheulich“.“ (http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-05/grossbritannien-sadiq-khan-london-muslim-buergermeister)

Frankfurter Rundschau

„…Der in London geborene Sohn einer Näherin und eines Busfahrers hatte in der Endphase des Wahlkampfes mit hässlichen rassistisch-religiösen Vorurteilen zu kämpfen. Khans Labour-Partei reagierte nur zögerlich auf eine Serie von antisemitischen Äußerungen durch Parteifunktionäre, darunter auch Khans Vorgänger im Bürgermeisteramt. Zudem brachten die Torys den früheren Strafverteidiger ohne greifbare Belege mit islamistischen Extremisten und sogar Terroristen in Zusammenhang. Khans konservativer Gegenkandidat Zac Goldsmith habe dadurch das Image der Partei beschädigt und im Kampf um ethnische Wählergruppen „Brücken gesprengt“, kritisierte Andrew Boff, Fraktionschef im Rathaus, seinen Parteifreund…“ (http://www.fr-online.de/politik/london-sadiq-khan-wird-buergermeister,1472596,34193820.html)

Süddeutsche Zeitung

„Ja, es gibt Naheed Nenshi, den muslimischen Bürgermeister der kanadischen Millionen-Stadt Calgary. Ja es gab Abdul Razak Osman, der von 2012 bis 2013 als erster muslimischer Bürgermeister die mittelenglische Industriestadt Leicester regierte und seinen Nachfolger Mustafa Kamal, der den Job bis 2014 machte. Ja, es gibt Ahmed Aboutalebl, der mit einem niederländischen und marokkanischen Pass seit 2008 die Geschicke Rotterdams bestimmt. Ja, es gibt Sadiq Kahn, der gerade zum Mayor von London gewählt wurde. Was sie eint: Sie alle sind Muslime.

Und ja, so etwas gibt es auch in Deutschland. Bislang nur auf kleinem Niveau, künftig vielleicht aber auch in Großstädten wie Berlin oder Frankfurt. Bereits seit 2012 ist die Sozialdemokratin Hatice Kara Bürgermeisterin des schleswig-holsteinischen Urlaubsortes Timmendorfer Strand. Ihr Parteifreund Halil Öztas ist seit Ende 2015 Bürgermeister der Kleinstadt Heusenstamm bei Frankfurt am Main. Es gibt SPD-Staatsministerin Aydan Özoğuz, Bundesbeauftragte für Migration. Es gab mit Aygül Özkan (CDU) die erste muslimische Ministerin in Niedersachsen.

Trotz allem: Einwanderer und ihre Nachkommen hatten es lange Zeit nicht leicht in der deutschen Politik. Aber die Zeiten ändern sich – die großen Parteien haben längst damit begonnen, ihren Nachwuchs auch unter Bürgern mit Migrationshintergrund zu rekrutieren… (http://www.sueddeutsche.de/politik/migranten-in-der-politik-muslimische-buergermeister-werden-zur-normalitaet-auch-in-deutschland-1.2983881)
www.conservo.wordpress.com 10. Mai 2016
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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 41 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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3 Antworten zu Allahu akbar statt Big Ben?

  1. Nur der Vollständigkeit halber: Bislang wurden Christen nicht von Moslems abgehalten, in ihre Kirchen zu strömen. Tun sie aber trotzdem nicht. Katholische Kirchen werden immer leerer, in evangelischen Kirchen sind ausser dem Pastor sowieso nur Leute, die dort vor dem Regenschauer hinein geflüchtet sind…
    Späßle gmacht 😉
    Hier waren nicht Islamisten, sondern sozusagen „kirchliche 68er“ am Werke, die vorsätzlich den Glauben entkernten, die Pastoral politisierten und so in Massen die Gläubigen vertrieben (PEGIDAS „christliches Abendland“ läßt grüßen…). Der politische Islam muß mit dem Christentum in unseren Breiten ja gar nicht kämpfen, da es sich schon längst aus der Fläche zurück gezogen hat.

  2. wreinerschoene schreibt:

    „London Has Fallen“, sage ich.“ Die Bürgermeisterwahl zeigt, dass London liberaler, schlauer, toleranter ist, als die Schlammwerfer der Konservativen wahrhaben wollten. Die britische Hauptstadt spielt auch hier eine Vorreiterrolle in Europa, Khans Wahlsieg öffnet Einwanderern der zweiten Generation die Tür zu politischen Spitzenämtern.“
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/sadiq-khan-wird-in-london-erster-muslimischer-buergermeister-a-1091213.html
    Sagt der Spiegel. Somit sind die Standpunkte klar gemacht.

  3. karlschippendraht schreibt:

    Koloniales Späterbe !!!
    Wer hoch steigt der fällt tief . Wer einst sein Weltimperium auf der Unterdrückung anderer Völker aufbaute , wer aus purer kolonialer Übergeblichkeit blind war für die politische Realität und sich aufgrund seiner Insellage für unbesiegbar hielt , der darf sich nicht wundern wenn ihn die Vergangenheit jetzt einholt und eiskalt schonungslos mit der Realität konfrontiert.

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