Die Epoche der Anwälte

(www.conservo.wordpress.com)

Von Thomas Böhm *)

Thomas Böhm

Thomas Böhm

In einer Zeit, in der jeder mit dem Presslufthammer auf sein Recht pocht, gehört es auch zum guten Ton, den Mitmenschen bei der kleinsten Kleinigkeit gleich und mit aller Entschlossenheit in Grund und Boden zu verklagen.

Mal klagt die eine Partei gegen die andere, mal verklagt man sich in einer Partei gegenseitig. Dann wird Frau Merkel verklagt und dann wieder der böse Deutsche, der einem Moslem den Parkplatz weggeschnappt hat, ja selbst die Linken beharren auf ihren Rechten und gehen dafür durch jede Instanz, wenn es denn den anderen schadet.

Deutschland ist zum Land der Klagegeister mutiert, in dem es von beleidigten Leberwürsten wimmelt und Anzeigen gegen Volksverhetzungen zum Volkssport geworden sind. Wir reiten auf den Paragraphen im Schweinsgalopp mit dem Gesetzbuch als neuer Bibel in der Hand.

Das gesellschaftliche Klima ist in Deutschland mittlerweile dermaßen vergiftet, dass jede Diskussion, jede politische Auseinandersetzung, jede Debatte, jeder Disput vor dem Kadi landet. Politische Kontrahenten haben sich zu Todfeinden gemausert, unterschiedliche Sichtweisen und Anschauungen werden mit Stacheldraht gesichert, Provokationen mit Kanonenschlägen beantwortet.

Irgendeiner fühlt sich immer von irgendjemanden wegen irgendetwas beleidigt. Trainingskurse für Schnappatmung und Wehklagen stehen hoch im Kurs. „Nicht ohne meinen Anwalt“, lautet die Losung, wenn man aus dem Haus geht, und fast jede Begegnung endet in einem Rechtsstreit. Kläger und Beklagte – unzertrennlich, bis das der Richter sie scheide.

Tief Luft geholt wird nur noch im Keller, wenn es keiner mitkriegt.

Kandierte Zankäpfel, beleidigte Leberwurstbrote gehören schon längst zu den Grundnahrungsmitteln, die unsere Magensäure kochen lässt, die Streitaxt ist mittlerweile fester Bestandteil jeder gepflegten Unterhaltung. Jeder Husten ist justiziabel. Zum Mittag wird das Amtsgericht serviert. Kanzleien sind die neuen Wohnzimmer für Bürger, die ihre Angelegenheiten nicht mehr alleine regeln können. Man schaltet lieber gleich den Anwalt ein, anstatt das eigene Gehirn. Das Urteilsvermögen wird Dritten in die Hände gegeben, bei Fehlurteilen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Es ist die Epoche der Anwälte, der Richter und Staatsanwälte hinter denen sich die Feiglinge verstecken, wenn sie ihre hinterfotzigen Angriffe auf die Andersdenkenden, Kontrahenten und Nachbarn starten.

Die Juristen können dabei nicht verlieren, sie erhalten ihr sicherlich wohl verdientes Honorar, egal, wie die Prozesse ausgehen, entweder von ihren eigenen Mandanten oder vom Mandanten der Gegenseite.

Die Gerichte sind entsprechend überlastet, so dass die wirklich wichtigen Dinge bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag aufgeschoben werden müssen, weil sie sich alle auf Nebenkriegsschauplätzen herumtummeln und nicht mehr herausfinden.

Was waren das für Zeiten, in denen man noch mit offenem Visier gestritten hat, sich ohne Zeugen gegenübersitzen konnte und Meinungen ausgetauscht hat, ohne dass diese strafrechtlich relevant wurden? Da wurde auch mal mit der Faust auf den Tisch gehauen, ohne dass hinterher das Möbelhaus wegen gravierenden Materialfehlern verklagt werden konnte.

So pervertiert ist unser „Rechtssystem“ bereits, dass mittlerweile selbst kulturelle Angelegenheiten vor Gericht landen, billige Witze in teuren Strafverfahren enden, die freie Meinungsäußerung hinter schwedischen Gardinen verschwindet und selbst irgendein dahergelaufener Ausländer sich über seinen Anwalt in unsere inneren Angelegenheiten einmischen darf.

Typisch für Deutschland ist es auch, dass sogar so genannte Flüchtlinge sich hinter Anwälten verschanzen können, um diejenigen, die für ihr Leib und Wohl bezahlen, noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.

Ein Ergebnis dieses allumfassenden Rechtssystems, dass das normale gesellschaftliche Miteinander abgelöst hat, ist auch unser Justizminister.

Der heißt Heiko Maas, und den haben wir uns mittlerweile redlich verdient.

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*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo
http://www.conservo.wordpress.com  12. Mai 2016

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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3 Antworten zu Die Epoche der Anwälte

  1. herby1646 schreibt:

    IRRTUM! Heiko Maas ist nicht „mein Justizminister“ ebenso wenig wie Frau Merkel „meine Bundeskanzlerin“ ist. Das war einmal. Mittlerweile kann man nur noch mit Verachtung und unter Zuhilfenahme einer souverän-respektvollen Respektlosigkeit erhobenen Hauptes an diesen „Volksverrätern“ vorüber gehen. WIDERSTAND ist angesagt! Ich drehe ab sofort die D-Flagge um, damit das SCHWARZE (CDU/ISIS) auf den untersten Rang kommt und Deutschland als Staat aus den Ruinen der Geschichte wieder aufsteht und zum Segen für die Völker der Welt wird (=GOLD) . Das kann Jeder und mit der Liebe zu unserem Land und der Hilfe Gottes schaffen wir das! Für mehr Infos bitte googeln: „Hambacher Fest“ oder „Bundesstaat Deutschland“ oder „Die BRD-GmbH“ oder „Wenn das die Deutschen wüssten“ – bitte googeln!).

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  2. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  3. Pholym schreibt:

    Hat dies auf Pholym rebloggt und kommentierte:
    man kann nur mit dem Kopf schütteln. Hier noch was: https://pholym.wordpress.com/2016/02/16/rechtsberatungsgesetz/

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