April vorbei, Narretei im Mai!

(www.conservo.wordpress.com)

Von Wolfgang Thüne *)

Dr. Wolfgang Thüne

Dr. Wolfgang Thüne

Der Mensch in seinem Hochmut steht immer mehr in Konflikt mit dem Wetter. Über alles hat er Macht, nur das Wetter gehorcht ihm nicht. Es macht, was es will. Das ist zwar seit Urzeiten so und wird sich auch nicht ändern. Deshalb gelten unverändert die alten Bauernregeln:

„Donnert’s im Mai, ist der April vorbei“!

„Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt, wie es ist“!

Erinnert Ihr Euch noch an die Absage des Rosenmontagszuges in Mainz, der jetzt am Muttertag unter anderer Etikette nachgeholt wurde? Doch war damals das ungehorsame Wetter wirklich schuld, oder nicht doch menschliches Unvermögen? Wettervorhersagen sind eine Kunst im „wissenschaftlichen Mäntelchen“, denn eine exakte Wettervorhersage -punktgenau und zeitgenau (!) – wird es nie geben. Auch wenn immer größere und schnellere Computer eingesetzt und die tollsten Versprechungen gemacht werden.

Auch die Computer entbinden den Menschen nicht, sein Hirnschmalz zu bemühen, denn noch ist seine Intelligenz der „künstlichen Intelligenz“ weitaus überlegen. So wurde schon im Vorfeld die Prognose des Wetterdienstes kritisiert und damit die Absage des Rosenmontagszuges. Nun, das ist Vergangenheit und am Muttertag hatten die Narren Glück. Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Was will man mehr?

Es war wirklich verdammt viel Glück dabei, denn wenige Tage später schlugen brutal die „Eisheiligen“ zu. Die Narren hätten wieder gefröstelt und wieder etwas zu meckern gehabt. Was das Wetter betrifft, ist der Mensch in der Rolle des Hundes, der den Mond anbellt. Auch der nimmt das Bellen und Knurren nicht zur Kenntnis. Aber der Mensch ist von seinem „hohen Ross“ nicht auf den Boden der Tatsachen zu holen. Er greift zu den Sternen, auch wenn seine Ärmchen viel zu kurz sind.

Er will das Klima schützen, obwohl er weiß, dass das Klima sein eigenes Konstrukt ist. Es ist vom Wetter abgeleitet, von dem „Ding“, das mit ihm ständig Katz und Maus spielt. Ist das nicht toll? Nachdem ihn das Wetter ständig genarrt hat, stellt er es als „Klima“ unter Schutz und erklärt sich selbst als „Klimakiller. Was ist der Mensch doch für ein hoffnungsloser Träumer und Angeber. Aber irgendwie macht ihn das sympathisch, Helau

Euer Wolfgang, 18. Mai 2016

*) Wolfgang Thüne (www.derwettermann.de) ist Diplom-Meteorologe und Dr. phil. Er war 16 Jahre lang „Wetterfrosch“ des ZDF und ist regelmäßiger Kommentator auf conservo.
www.conservo.wordpress.com  19. Mai 2016

Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 20 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 36 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen.
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2 Antworten zu April vorbei, Narretei im Mai!

  1. anvo1059 schreibt:

    „Wettervorhersagen sind eine Kunst im „wissenschaftlichen Mäntelchen“, denn eine exakte Wettervorhersage -punktgenau und zeitgenau (!) “
    Und dank moderner „Wetterpfuscher“ sind alle guten alten Bauernregeln unbrauchbar und jede seriöse Voraussage ein Lotteriespiel !

  2. Also, könnte ich so nicht sagen. Durch den konsequenten Gebrauch diffuser Angaben ist die Wettervorhersage mittlerweile absolut zuverlässig: „überwiegend“ bedeckt, „stellenweise“ Niederschläge, „hin und wieder“ Regen, „zeitweise“ Schauer, aber „meistens“ freundlich. Da gibt es den „Wechsel aus Sonne und Wolken“, aber, keine Angst: nach Aufheiterungen kann die Sonne durchkommen. Auch von der präzisen Angabe von beispielsweise 3° C hat man sich verabschiedet und meldet „gefühlte“ Grad.
    Alles diffuses Geschwätz, unklar und unbrauchbar.
    Paßt zur Buntrepublik und zum Papst 😉

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