Unglaublich: Gemeinsames Grußwort der Kirchen zum Ramadan 2016!

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Der göttliche GrundauftragFerizaj, Mosque and Church

Es hätte mir auch was gefehlt! Endlich – mit zwei Tagen Verspätung – kommt das gemeinsame Grußwort der ev. Landeskirchen NRW und der kath. Bistümer in NRW, das ich so vermißt habe. Es geht ja schließlich um ein „gemeinsames Engagement für Flüchtlinge und gegen Fremdenfeindlichkeit“, wobei natürlich „der göttliche Grundauftrag das Christentum und den Islam verbindet“. Gepriesen sei der Herr – egal, ob er GOTT oder Allah heißt. (Den Unterschied kennen die braven Kirchenführer eh nicht mehr.)

Soviel Gemeinsamkeit mit unseren moslemischen Glaubensbrüdern darf doch wohl sein! (Daß von Glaubensschwestern hier keine Rede ist, verbuchen wir als nicht vermeidbaren Kollateralschaden des „göttlichen Grundauftrages“ und decken den Mantel der christlichen Nächstenliebe drüber.)

Warum aber kommt die pastorale Grußwurfbotschaft erst so spät? Zwei Tage zeitverzögert! Mußte da erst noch in den Landeskirchen und Bistümern diskutiert und abgestimmt werden? Es ist den lieben Glaubensbrüdern schließlich doch seit dem Sonnenaufgang des ersten Ramadan-Tages eine heilige Pflicht, sich dem Fast- und Abstinenzverbot zu unterwerfen! Oder wollten unsere christlichen Glaubensbrüder in NRW sich vorher noch einmal den gesegneten Ranzen vollschlagen? Aber, aber, die Kost, die die moslemischen Freunde (auch in diesen Tagen) verabreichen, verdirbt doch einem eher den Appetit:

Christenabschlachten – auch im Ramadan

Sie dürfen (und müssen) einen Glauben feiern, der schon tausende Menschenleben gefordert hat – seit „9/11“ genau 28 494 Tote. Und täglich sterben Christen durch Folter oder Hinrichtung im Namen Allahs, des Allmächtigen – gepriesen sei sein Name! – nur weil sie Christen sind. Willkommen im „Monat des Friedens“! Und danke, liebe christliche Kirchenfürsten, daß Ihr in Eurem Gruß- und Segenswörtchen die Christenverfolgung besonders im Islam mit keiner Silbe erwähnt. Das ist wohl – wie nennt Ihr das noch? – „göttlicher Grundauftrag“.

Holde Geistlichkeit, bei dieser Kost dreht sich mir der Magen – und alles um die Frage, wieweit Christen sich bzw. ihren Glaubensauftrag verleugnen dürfen. Ja, Ja, Freunde im Herrn: Es ist Ramadan! Und seht, welche Segnungen der Islam mit seiner Scharia für uns bereithält. Ihr habt ihn würdig und freudig empfangen! Möge Allah – subhanahu wa taala – Euch rechtleiten und Euch vergeben und Gutes im Jenseits und Geduld im Diesseits bescheren, inşallah!

Für die Ungläubigen – also für die (wie auch ich), die einfach nicht glauben können, zu was „fromme Kirchenfürsten“ fähig sind, hier der Wortlaut der Ramadamischen Sendung:

„Für ein gutes Miteinander von Christen und Muslimen“

„Erzbistum Köln. Die drei evangelischen Landeskirchen und fünf katholischen Bistümer in Nordrhein-Westfalen wenden sich zum muslimischen Fastenmonat Ramadan auch in diesem Jahr wieder mit einer gemeinsamen Grußbotschaft an die Muslime. Darin rufen sie zu einem gemeinsamen Engagement für Flüchtlinge und gegen Fremdenfeindlichkeit auf. „Christentum und Islam verbindet der göttliche Grundauftrag: Sorge und Hilfe für Fremde, Geflüchtete und Verfolgte“, heißt es in dem jetzt veröffentlichten Schreiben. Denn in der Gesellschaft zeigten die aktuellen Debatten nicht nur im Blick auf Flüchtlinge, sondern auch hinsichtlich der Muslime eine gefährliche Zuspitzung. Ängste vor ‚dem Fremden‘ würden bewusst geschürt und instrumentalisiert. „Für uns als christliche Kirchen ist es von unserem Glauben her geboten, uns gegen jede Form der Ausgrenzung und Diskriminierung zu wenden, sei es gegenüber den Menschen, die neu in unser Land kommen, oder auch gegenüber den Menschen, mit denen wir seit Langem zusammenleben und die Teil unserer Gesellschaft sind. Unser Bekenntnis zu Vielfalt und Solidarität werden wir nicht aufgeben.“

Für das Erzbistum Köln hat Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki das Grußwort unterzeichnet. Unterzeichner des „Ramadan Mubarak“ (Gesegneter Ramadan) überschriebenen Grußwortes sind Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Erzbischof Hans-Josef Becker (Erzbistum Paderborn), Diözesanadministrator Weihbischof Karl Borsch (Bistum Aachen), Bischof Dr. Felix Genn (Bistum Münster), Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen), Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen) und Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland). (Pressemitteilung der Pressestelle des Erzbistums Köln, Mittwoch, den 08. Juni 2016, pek160608-he)

P.S.: Es ist wohl auch ein Ramadamischer Kollateralschaden, daß zum Fest auffällig viele Schafe von unseren Äckern und Weiden geklaut werden. Gepriesen sei der Herr, alhamdullilah!

www.conservo.wordpress.com   9. Juni 2016
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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 44 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. conservo ist ein überzeugter Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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6 Antworten zu Unglaublich: Gemeinsames Grußwort der Kirchen zum Ramadan 2016!

  1. karlschippendraht schreibt:

    ………Für ein gutes Miteinander von Christen und Muslimen“ ……….

    Eine ähnliche Konstellation hatten wir doch im Nachkriegs-Deutschald schon mal. Nur ging es damals nicht um ein gutes Verhältnis zwischen Kirche und Islam sondern zwischen Kirche und STASI ! Auch damals war die Kirche gespalten – zwischen Demokraten und denunzierenden STASI-Spitzeln. Heute arbeiten solche gewissenlosen Berufs-Christen einer ebenfalls verbrecherischen Ideologie namens ISLAM zu . Also nicht nur Berufs-Christen sondern gleichzeitig auch Berufsverbrecher . Aber diese Leute gibt es nicht nur im kirlichen Amt sondern auch im politischen Amt. Da bevorzuge ich doch lieber den humanistischen Atheismus !

  2. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

  3. greypanter schreibt:

    Sendet der ZMD (Zentralrat der Muslime) auch so schöne Grußbotschaften zu Ostern und Weihnachten an die Christen, oder wird einseitig die Unterwerfung (auf arabisch ISLAM) von christlichen Organisationen gepflegt? Warum fehlt immer noch so vielen Christen der Mut, aus der Kirche auszutreten, um ihren Glauben nicht an den Islam zu verraten? Das erste Gebot lautet doch: „Du sollst keine fremden Götter neben mir haben!“ Oder irre ich mich?

  4. floydmasika schreibt:

    Hat dies auf PEGIDA Bayern? rebloggt und kommentierte:
    Woelcki-Kirche schwört Islam auf gemeinsamen göttlichen Grunduftrag ein. Dieser besteht im Flüchtlingskult, wie ihn Woelcki kürzlich mit einem Bootsaltar auf der Kölner Domplatte vorexerzierte, und in der Entrechtung, Enteignung und Ersetzung der einheimischen Bevölkerung. Solange sie durch eine islamische ersetzt wird und Familiennachzug als wesentliches Vehikel eingesetzt wird, dürfte Woelcki offene Türen einrennen.

  5. karlschippendraht schreibt:

    Man muss sich mal die Scheinheiligkeit der hier ansässigen Moslems genauer betrachten :

    Nicht an den lieben Gott glauben – aber das Weihnachtsgeld kassieren !

  6. wreinerschoene schreibt:

    Die Kirche schaufelt sich ihr eigenes Grab, nur da ist sie selbst schuld. Im Grunde dürfte kein Christ mehr in eine Kirche gehen sondern daheim sein Gebet sprechen. Alle Gelder einfrieren. Sie gehören zu denen die alles Verraten inkl. sich selbst.

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