Das Elend einer irrlichternden Partei: CSU, Konservativer Aufbruch, Bendels & Co. – auf der Strecke bleiben nur Verlierer

(www.conservo.wordpress.com)

seehofer2Von Peter Helmes *)

Der verratene Geist der CSU

Es gibt Menschen, die reden sich den Himmel blau, die Welt bunt und glauben daran. Sie klopfen sich selbst auf die Schultern und meinen, damit ihre Kraft demonstriert zu haben. Kurz: Sie halten sich für das Maß aller Dinge.

Diesen Typus des Homo errectus gibt es zuhauf bei den Parteien – und als „politischen Urtyp“ besonders ausgeprägt in der CSU. Um zu verstehen, was ich damit meine, genügt ein Blick ins Lexikon, das uns diesen Urtypen beschreibt:

Der Homo erectus war laut dem renommierten Paläoanthropologen Richard Leakey „die erste hominine Art, die das Feuer benutzte; die erste, die das Jagen als ein wesentliches Element zur Sicherung ihrer Nahrungsversorgung einsetzte; die erste, die wie ein moderner Mensch laufen konnte.“ Auf die CSU übertragen, heißt das: die ersten, die diese Urtypen in der Politik verkörpern.

Soweit die Legende. Die Wirklichkeit sieht bedeutend betrüblicher aus. Ja, es gab diese Urtypen in der CSU, mächtige Gestalten, die heute noch Achtung genießen und Bewunderung erheischen. Wer noch etwas Erinnerungsvermögen hat: Für solche Typen stehen Namen wie Alois Hundhammer, Alfons Goppel, Franz Josef Strauß, Gerold Tandler, Otto Wiesheu, Thomas Goppel, Peter Gauweiler etc. – um nur einige wenige zu nennen.

Namen, die sozusagen das Pleistozän der CSU widerspiegeln. Dochjetzt leben wir in der Neuzeit. Unter der Last der eigenen Bedeutung ist der Homo errectus, der aufrechte Mensch, zum Homo gekrümmtus degeneriert, weil er glaubt, sein Rückgrat nach allen (häufig wechselnden) Richtungen des Zeitgeistes verbiegen zu müssen.

„Was bedeutet mir mein Geschwätz von gestern“, ist der Sesam-öffne-Dich-Schlüssel für alle Anpasser, die dem Zeitgeist hinterherrennen. Politik ist Drehbühne, die Hauptdarsteller sind Drehhofers. Man vergleiche die Generalsekretäre von heute gegen die von früher: Das ist wie Gummibaum versus deutsche Eiche.

Die CSU hat ein gewaltiges Glaubwürdigkeitsdefizit. Zwischen Ankündigungen und Taten klaff(t)en gewaltige Lücken. Der Eiertanz in der ersten Zeit der „Flüchtlingskrise“ legt beredt Zeugnis von der Wankelmütigkeit der Partei ab. Mal mit Merkel, mal gegen, dann wieder „für Angela“, um anschließend laut zu rufen: „Merkel muß weg!“ Oder „Aufkündigung der Unions-Fraktionsgemeinschaft“! Stets brüllte der bayerische Löwe – und landete schön zuverlässig als Bettvorleger.

Diese circensichen Spiele ließen ein entgeistertes Parteivolk zurück, und nur durch den Generalschwenk des CSU-Vorsitzenden – dem wirklich letzten??? – gelang es, das Volk bei der Stange zu halten. Noch!

Für welche Werte steht die CSU?

Wenn man Grundsätze hat, braucht man nicht jeden Tag neue. Wenn man ein festes Fundament unter den Füßen hat, muß man es nicht jeden Tag aufreißen, um zu prüfen, ob es noch auf festem Boden fußt. Wenn man einen festen Glauben hat, muß man nicht den Finger in die Luft halten, um festzustellen, woher der Wind weht. Das war (und ist?) aber der Eindruck, den die CSU seit Seehofer vermittelt.

Schon das neue CSU-Grundsatzprogramm ist wie der Zitteraal, dem es gelingen soll, durch die Löcher der Reusen zu schlüpfen: „Die christlich-soziale Volkspartei CSU ist überzeugungstreu im Grundsätzlichen und handlungsfähig in der praktischen Politik.“ Was ist das denn? Das hier erwähnte „Grundsätzliche“ umfaßt in seiner Grundsätzlichkeit nahezu jede politische Entwicklung (auch deren Gegenentwicklung) und legt somit allenfalls Zeugnis ab für die sprichwörtliche Schlitzohrigkeit bajuwarischen Denkens. Es ist so formuliert, daß selbst plötzliche Kehrtwendungen eingeschlossen sind, also so ganz nach dem Herzen ihres Vorsitzenden Seehofer, der eben deshalb nicht zu Unrecht den zweifelhaften Ehrentitel „Dr. Drehhofer“ trägt.

Man könnte hier trefflich eine Satire zu den verschiedenen Wendungen und Drehungen des derzeitigen CSU-Vorsitzenden spinnen – das gehörte jedoch eher in den Bereich des politischen Klamauks und der Kinderbelustigung. Nein, nein: Hier geht es um etwas anderes, nämlich – das Wort ernstnehmend – um etwas „Grundsätzliches“: Wo steht die CSU heute, wo will sie hin, wo war ihr Gestern? Das sagt viel aus über verlorene Orientierung und einen um sich greifenden Modernismus.

Für was steht die CSU?

Für was steht die CSU? Diese Frage quält die Mitglieder – ein Prozeß, den auch die Anhänger der CDU zur Zeit durchleiden müssen. Für welche Werte steht die christlich-demokratische bzw. christlich-soziale Union heute – noch? Schon an diesem „noch“ kann man erkennen, daß der Autor nicht nur am heutigen Programm, sondern auch generell daran zweifelt, daß die wenigen Ur-Werte der Union, die es noch gibt, von Bestand sein werden – denken wir nur einmal an den zunehmend entleerten, nein entehrten Begriff „Familie“.

Vom Ursprung, den Wurzeln der CDU und der CSU – konservativ, sozial, liberal – spricht kaum noch jemand. „Konservativ“ will in unserer Partei sowieso offenbar niemand mehr sein. Statt diesen Begriff offensiv zu vertreten, zucken wir schon beim Hören des Wortes reflexartig zusammen. Feigheit vor dem Feind! Der Zeitgeist – so ergibt die nüchterne Bestandsanalyse – hat sowohl die CDU als auch die CSU ergriffen. Wer sich nicht anpaßt, ist heute von gestern und hat morgen keinen Anspruch, ernstgenommen zu werden. Ohne jede Scham werfen Christsoziale und –demokraten alte Werte über Bord und erklären jeden, der nicht mitmacht, zum „Ewiggestrigen“. Der Zeitgeist siegt, und die Union hechelt hinterher.

Zerstörung von Ehe und Familie

Schamlos weicht auch die CSU vor Trommelfeuer linker Agitation gegen unser Grundgesetz und die in Artikel 6 besonders geschützte Ehe und Familie zurück. Wer die letzten Unterschiede zwischen der Ehe und eingetragenen Lebenspartnerschaften beseitigen will, dem geht es in Wahrheit nicht um die Anliegen gleichgeschlechtlicher Paare, sondern um die Zerstörung der Ehe und Familie. Das Ideal des Grundgesetzes, einer lebenslangen Ehe von Mann und Frau mit gemeinsamen Kindern, versteht sich selbstverständlich nicht als Abwertung anderer Lebensgemeinschaften, sondern als unverzichtbare Keimzelle unserer Gesellschaft und künftiger Generationen.

Wer die grundgesetzlich geforderte Privilegierung der Ehe und Familie aufgibt, indem er sie Lebensgemeinschaften gleichstellt, die Kinder nur nach einer Adoption aufziehen können, zerstört die Autonomie der Familie, weil er Staat und Politik künftig schrankenlos bestimmen läßt, was Familie ist. An die Stelle der Eltern und ihres natürlichen Erziehungsrechts sollen „Vater Staat“ und „Mutter Gleichstellungsbeauftragte“ treten. Das hatten wir sehr ausgeprägt bereits in den sozialistischen Ländern, aber es droht heute zum neuen Selbstverständnis unserer Gesellschaft zu werden.

Die CSU (ebenso wie ihre Schwesterpartei CDU) scheint das nicht zu stören. Sie springt auf den Zug auf und führt – nur ein Beispiel von vielen, aber ein besonders böses – nun auch die „Frühsexualisierung“ in Bayerns Schulunterricht ein, offenbar gleichermaßen infiziert vom Gendervirus wie die „moderne Gesellschaft“. FJS und Alfons Goppel rotieren darob in ihren Gräbern.

Der Gender-ICE Richtung Homo-Ehe nimmt Fahrt auf („ICE“ = Initiative gegen Ehe). Aufspringen oder Abspringen, Dampf machen oder bremsen? Die Fragen sollte die CSU unverzüglich klären. Der „Konservative Aufbruch“, also das Sprachrohr der konservativen Mahner in der CSU, sah die Gefahr frühzeitig und warnte in einem eindringlichen Appell an die Partei: „Die CSU-Führung muß sich unmißverständlich gegen die Tendenz zur Zerstörung von Ehe und Familie positionieren!“

Verläßlichkeit und Glaubwürdigkeit

Im Volk ist die Sehnsucht der Menschen nach konservativen Werten tief verankert. Die Sehnsucht nach konservativen Tugenden der Berechenbarkeit, der Verläßlichkeit, der Glaubwürdigkeit und Stetigkeit, diese Sehnsucht ist in unserem Volk eher stärker als schwächer geworden. Dieses „Volk“ hat seit Urzeiten ein ausgeprägtes Gespür für (falsche) Führung. Die Bürger wollen geführt werden, wenn sie Weg und Ziel verstehen. Wenn es den Politikern nicht gelingt, ihnen dies verständlich zu machen, reagieren die Menschen auf ihre Weise: Sie bleiben zuhause. So entsteht eine Nichtwähler-Gesellschaft, in der fast die Hälfte der Bevölkerung (stumm) gegen „die da oben“ protestiert. Diese Bürger wollen nicht irrlichtern – heute hierhin, morgen dahin – sie wollen Vertrauen geben und Vertrauen zurückbekommen.

Eine konservative Partei hat in Deutschland immer die Möglichkeit, die Mehrheit zu gewinnen, wenn sie sich nicht von ihrem Weg abbringen läßt und den angeblich fortschrittlichen Themen nachläuft! Weder der Sozialismus – auch nicht in seiner liberalen Form – noch der Liberalismus selbst haben für diese Grundeinstellung des Menschen das rechte Verständnis. Eine konservative Partei darf sich nicht liberalistisch geben und darf nicht meinen, grüner sein zu müssen als die Grünen oder linker als die Linken. Konservativ bedeutet, auf einem wertegebundenem Fundament zu stehen, von dem aus Neues entwickelt werden kann.

Die Modernisierer in der Union laufen Gefahr, auf die Schalmeien der grünroten Männlein hereinzufallen. „Zeitgeist“ heißt der neue Rattenfänger von Hameln. Franz Josef Strauß hat es schon zu einer Zeit gesagt, als vom heute herrschenden Zeitgeist noch keine Rede war, und damit diesem Zeitgeist eine deutliche Abfuhr erteilt:

„Der Konservative muß offen sein für neue Entwicklungen. Er kann nicht das Bewährte bewahren, wenn er nicht offen ist für das, was an Neuem auf ihn zukommt. Er muß die Fähigkeit besitzen, ins Offene zu schauen, und er muß die Fähigkeit haben, das Eigentliche dessen, was auf ihn zukommt, zu erkennen. Der Ideologe kann das nicht. Er kommt nicht aus seiner Spur heraus. Er versucht, sich die Welt nach seinen ideologischen Vorgaben zu bauen. Die Ideologen haben Scheuklappen. Ja, sie sind blind. Dies gilt aber auch für jeden, der nur das Erreichte bewahren will, ohne zu begreifen, daß die Welt ständig im Wandel ist. Ein solcher „Konservativer“ wird bald nur noch die Asche bewahren.“

Der konservative Aufbruch

David Bendels

David Bendels

Angesichts des Verfalls vieler Werte in unserer Gesellschaft ist eine Besinnung auf unsere Grundlagen dringend nötig. Das gilt auch für die CSU, deren Vielstimmigkeit heute eher verwirrt als Orientierung gibt. Deshalb braucht die CSU einen konservativen Aufbruch, dessen Aufgabe es ist, die Partei auf ihre Wurzeln zurückzubesinnen, aber auch Neues zu gestalten.

Der junge Doktorand David Bendels und mit ihm einige beherzt handelnde junge Mitglieder der CSU hatten einen solchen „konservativen Aufbruch“ (KA) gewagt, den sie auch so nannten. In nicht einmal zwei Jahren war es ihnen gelungen, mehr als zehntausend Anhänger im KA zu vereinen, allesamt Basismitglieder der CSU. Das konnte nicht gutgehen. Das ginge nur gut, wenn eine Partei dialogfähig und tolerant wäre. Das ist die CSU längst nicht mehr.

Es kam, wie es kommen mußte: Die CSU verspürte den KA offensichtlich als Stachel im Fleisch der Partei. Daß Bendels mit seinen Freunden immer wieder den Finger in die Wunden christlich-sozialer Fehlentwicklungen legte, war Öl aufs Feuer. Schwache Vorstände weichen der Debatte aus und verlegen sich aufs Abstrafen.

So reizten beide Seiten sich gegenseitig hoch. Bendels, manchmal nicht sehr diplomatisch, zog immer mehr (vor allem junge) Menschen an und band sie gleichzeitig in die Partei ein. Er wollte keine andere Partei, aber eine grundsatztreue CSU. So mußte es ihn bis auf die Knochen reizen, daß ausgerechnet die Münchner CSU vor kurzem beschloß, erstmals offiziell am „Christopher-Street-Day“, dem geschmacklosen Theater der Schwulen und Lesben, teilzunehmen. Er protestierte – vergeblich.

Die CSU, höchst verärgert über den renitenten Burschen vom KA, schikanierte ihn mit allerlei Ungemach. So forderte ihn bereits am 22. Februar 2016 ein gewisser Thilo Schmid, der Justitiar aus der CSU-Landesleitung, auf, das LOGO des KA aus dem Verkehr zu ziehen. Die CSU sehe darin eine „Namens-Marken und Urheberrechtsverletzung“. Nicht nur das, ex cathedra verkündete der Justitiar sodann, der KA dürfe sich auch nicht mehr als „CSU-Basisbewegung“ bezeichnen.

Selbst mich als Uralt-Hasen der Parteipolitik (seit 57 Jahren Mitglied) hat die Plumpheit dieses Vorgehens überrascht. Immerhin eine offene Rüge gegen einen Mann, der sich nicht nur für die CSU die Beine ausgerissen, sondern auch vielen jungen Konservativen in der Partei neue Hoffnung vermittelt und somit diese eigentlich austrittswilligen Menschen an die CSU gebunden hatte! Wie kurzsichtig das war, wird die CSU gewiß noch zu spüren bekommen. Die CSU-Führung wäre besser beraten gewesen, den „Konservativen Aufbruch“ in Programm und Politik ihrer Partei einzubinden. Ihn zu unterdrücken, ist schlicht unklug.

Das Faß zum Überlaufen brachte allerdings Bendels Zusage an die AfD Hessen, an einer Diskussionsveranstaltung auf dem Podium teilzunehmen. Darüber darf man verärgert sein – oder auch nicht. In meiner langjährigen Praxis als Geschäftsführer der Jungen Union oder der MIT habe ich sehr häufig an parteiübergreifenden Diskussionsveranstaltungen teilgenommen. Das brachte mir eher die Achtung meiner Kollegen, aber niemals eine Mißbilligung ein.

Bei Bendels – anders kann ich es nicht bezeichnen – brannte aber die Sicherung durch, als er in dieser Auseinandersetzung massiv vom schon erwähnten CSU-Justitiar Schmidt „abgemahnt“ wurde. Mit seiner Zusage an die AfD erwecke Bendels den Eindruck, die CSU stünde der AfD in Hessen nahe:

„Tatsächlich unterstützen Sie mit Ihrem Verhalten aber unmittelbar und öffentlich einen politischen Konkurrenten der CSU. Ich halte dies für einen Verstoß gegen die Grundsätze und Ordnung der CSU und fordere Sie auf, die Veranstaltung abzusagen und sich eindeutig von der AfD zu distanzieren“, schmetterte Thilo Schmidt dem schon gemaßregelten David Bendels entgegen.

Als sich Bendels in diesem Punkt auch von den wichtigsten Freunden im KA im Stich gelassen fühlte, gab er auf, legte alle Parteiämter nieder und trat aus der CSU aus.

Nachsatz PH: Ich gestehe, bei diesem Thema nicht neutral zu sein. Mit allen führenden KA-Aktiven stehe ich in freundschaftlicher Verbindung und möchte das gerne bleiben, deshalb habe ich jeden Hinweis auf die eine oder andere Verhaltensweise dieser jungen Akteure unterlassen. Außer einem, und David Bendels kennt meine Meinung: Es war richtig, die Funktionen niederzulegen. Sein Austritt aus der Partei war jedoch falsch. Wer „draußen“ ist, kann drinnen nicht mehr mitmachen.

Nun aber ist dem KA der Motor und Spiritus rector abhandengekommen. Auf der Strecke bleiben nur Verlierer:

* Größter Verlierer ist die CSU: Sie hat mir ihrem Vorgehen deutlich gemacht, daß die immer wieder vorgebrachte Kritik des KA berechtigt war. Und gleichzeitig wurde klar, daß eine schwache Parteiführung keine starke Kritik verträgt. Eine gestandene Partei sieht anders aus.

* Der KA in der Falle: Wie will er nun weitermachen, wenn Kritik an der CSU – höflich ausgedrückt – nicht erwünscht ist und zu demütigenden Ermahnungen führt? Er sitzt jetzt in der CSU-Falle: Tut der KA etwas, muß er mit dem Einspruch der Parteioberen rechnen. Tut er nichts oder verhält sich „lammfromm“, verprellt er die KA-Anhänger. Die Lösung dieses Konfliktes steht in den Sternen – oder wäre ganz einfach, wenn die CSU sich auf eine andere Politik besönne.

* David Bendels: Er wurde sozusagen seiner CSU-Lebensader beraubt, einer Partei, die gerade er mit größtem Einsatz verteidigt und deren Politik er prononciert vorgetragen hat. Es spricht für ihn, daß er nicht der AfD beitritt – nicht aus grundsätzlichen Gründen, sondern um es seinen Gegnern nicht allzu leicht zu machen, ihn auch noch, im Graben liegend, totzutreten. Sein Austritt ist für ihn und seine Freunde schmerzlich, viel schmerzlicher ist er aber für die CSU. Sie wird es noch merken – spätestens 2017.

Angesichts dieser Misere hätte Franz Josef Strauß strafend gerufen: „Seid´s alle narrisch?“ Und ich hätte geantwortet: „Ja, sie sind komplett narrisch. Aber vergib Ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“

Sic transit gloria partis CSU.

*) Der Autor Peter Helmes war Mitglied der Wahlkampfmannschaft von FJS im Bundestagswahlkampf 1980.
www.conservo.wordpress.com   20. Juni 2016

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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7 Antworten zu Das Elend einer irrlichternden Partei: CSU, Konservativer Aufbruch, Bendels & Co. – auf der Strecke bleiben nur Verlierer

  1. Hat dies auf Des katholischen Kirchfahrters Archangelus unbotmäßige Ansichten – ob gelegen oder ungelegen. rebloggt und kommentierte:
    Lieber Herr Helmes,
    man kann es drehen, wie man will: die „C“SU ist Teil des herrschenden Politikkartells, welches offenkundig seine Handlungsanweisungen von unbekannter Seite vorgegeben erhält. Die ohne Not „gendernde“ Bildungspolitik haben Sie ja selbst angesprochen. Häuptling Crazy Horst wurde übrigens jahrelang ob seines privaten Lebenswandels schief angesehen, aber als natürlich die Macht in Bayern in Gefahr geriet, wurde er herzlich als Retter (der Mandate und Karrierechancen) begrüßt…

    Der Vorwurf an Herrn Bendels, er habe die „C“SU verlassen und sich damit seiner Mitwirkungsrechte selbst beraubt, vermag nicht zu überzeugen, denn wie aussichtslos eine basisdemokratische Initiative ist, hat der KA! ja gerade vorexerziert. Sobald es für die tonangebenden Souffleure gefährlich wird, kommt Post vom Justitiar, da wird man als Demokrat überrascht sein, wie schnell man als Rassist gebrandmarkt wird und einem „menschenverachtende Parolen“ unterstellt werden. Wenn Sie bestimmten Kreisen „auf die Füße treten“, werden Sie schnell öffentlich als „Drecksnazi“ oder „A…loch“ bezeichnet…

    Ihre Kritik an Herrn Bendels geht (nichts für ungut) etwas treuherzig von der Vorstellung aus, die „C“SU (oder „C“DU) sei eine Gemeinschaft mit gemeinsamen Überzeugungen, für die gefochten wird. Ich fürchte aber, dass wir davon ausgehen müssen, dass die „C“SU lediglich die Aufgabe hat, als formell „konservatives“ Politkartell-Modul soviele Proteststimmen wie (ohne Kursänderung) möglich an Frau Merkel zu binden. Mit angekündigten Klagen, angekündigten Trennungen oder was auch immer. Hauptsache ist, das Kasperl-Theater hält das „rechte“ Wählerklientel noch für den vorgegebenen (natürlich „alternativlosen“) Kurs bei der Stange…
    Mit dem Hinweis auf Überzeugungen und Jahrzehnten der Parteimitgliedschaft (bei mir mittlerweile 33 Jahre) ernten Sie bei diesen alerten Karrieristen doch nur höhnisches Gelächter.
    Ein „einfaches“ Parteimitglied kann eben unsere Parteien genauso beeinflussen, wie damals der einzelne Wehrpflichtige die Bundeswehr beeinflussen konnte…

    Frau Merkel und ihre Strippenzieher garantieren halt Parlamentsmandate, Ministersessel und lukrative Pöstchen im Bereich „öffentlicher Verbände“, Stromversorger etc. Eben auch den „C“SU-Granden. Sehen Sie sich deren Lebensläufe an – ohne Politik fallen die meisten ins Bodenlose (wenn auch zugegeben weniger als bei den Roten, Grünen und Dunkelroten). Und wenn die beim „CSD“ vorbeischauen müssen, machen die es halt, nicht wahr? Natürlich könnten sie sich auch weigern und versuchen, als „homophobe und intolerante Fundamentalisten“ in der neuen „C“SU Karriere zu machen… 😉

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  2. karlschippendraht schreibt:

    ……..Für was steht die CSU?………

    Ich weiß es gegenwärtig nicht , wer noch ?

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  3. conservo schreibt:

    @“Kirchfahrter Archangelus“: Danke, lieber Erzengel! Grundsätzlich gebe ich Ihnen recht, was das Sein der CSU betrifft. Aber gerade der Konserv. Aufbruch, den ich ex ovo intensiv begleiten durfte, war für mich der Beweis, daß Chorpsgeist funktioniert und das Chorps zu Erfolgen führen kann. Einer intoleranten Parteiführung gegenüber ist er aber offensichtlich machtlos ausgesetzt. Schade. Was bleibt eigentlich noch für ein überzeugtes Parteimitglied, für das Austritt nicht infragekommt? Die „innere Kündigung“ und lähmendes Nichtstun! Mit einem solchen Geist wird´s aber mit der Partei (mit den Parteien) nichts.

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    • Geschätzter Herr Helmes, wie alle, für die Corpsgeist nicht nur ein leerer Begriff ist, habe auch ich die Bemühungen des KA mit Sympathie verfolgt. Es bleibt jedoch nur nüchtern festzustellen, dass die konservative Klientel, wenn sie Begriffe wie Corpsgeist, Vaterland, christliche Grundüberzeugung etc. nach hergebrachtem Muster auf „C“DU oder „C“SU projiziert, leider nur um so leichter im Sinne der schleichenden Neuausrichtung von einer instruierten Führung instrumentalisiert werden kann. Wer keine Überzeugungen hat, der wird mit Karrierechancen geködert, wenn alles nichts hilft, wird man eben abserviert.
      Da gibt es ja mittlerweile Beispiele genug…

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  4. Querkopf schreibt:

    Die CSU reiht sich mit ihrem Verhalten lückenlos ein in das „System Merkel“, das alles in sich aufsaugt, das alles zersetzt wie Salzsäure. Die Merkelsche Beliebigkeitspolitik zerstört die Grundlagen der Demokratie, die gerade von Widerspruch, von Opposition, vorn Dagegensein, ja von politischer Vielfalt und Buntheit lebt. Es sind ausgerechnet die vereinigte linken Blockparteien bestehend aus den Parteien Die GRÜNEN, Die Linke und SPD sowie großen Teilen der CDU/CSU unter der großen erzkommunistischen Führerin Merkel, die im politischen Bereich alle Buntheit, alle Vielfalt, allen Widerspruch, alles Andersein de facto unter Hochverrat stellen und entsprechend ahnden. Dies heute noch mit sozialer und medialer Ausgrenzung, morgen dann wieder mit „konzentrierter Lagerhaft“?
    Merkel zerstört Zug um Zug erfolgreich die Demokratie in Deutschland. Die letzte parlametarische Hoffnung dies zu ändern ist die AfD, wenn diese sich nicht bis zu den entscheidenen Wahlen selbst zerlegt.
    Danach herrscht dann in Deutschland Dunkelheit in Form einer sozialistische Diktatur, und die Ex-DDR ist wiederauferstanden, der Sozailismus hat gesiegt, – für´s erste.
    Ich verstehe die Mentalität des deutsche Volk nicht, das sich apolitisch, widerspruchslos und gleichgültig alles „von oben“ gefallen lässt. Das sich gleichgültig wie Schlachtvieh zur Schlachtbank führen lässt, so wie schon seit Hunderten.

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  5. conservo schreibt:

    An alle hier: Ich bitte um Entschuldigung wegen des „Chorgeistes“. Natürlich weiß ich als Frankophiler, daß es Corpsgeist heißt. Aber 2 Uhr war auch für mich wohl zu früh.

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  6. francomacorisano schreibt:

    Der Störenfried Bendels ist aus der CSU ausgetreten?!? Da hat er Dreh-Hofer & Co. aber einen großen Gefallen getan. So einfach hätte ich es denen nicht gemacht. Stattdessen hätte ich ein Parteiausschussverfahren in Kauf genommen. Wer kein dickes Fell hat, sollte nicht in die Politik gehen!

    Es soll angeblich „für ihn sprechen, dass er nicht der AfD beigetreten ist„??? Was macht Bendels denn jetzt??? Zuhause sitzen und in der Nase bohren??? Ist er ein politischer Mensch? Dann kämpft er für seine Überzeugungen, z. Bsp. in der AfD! Wo denn sonst??? Oder er ist ein Weichei? Dann sollte er in der Tat zu Hause bleiben und Schäfchen zählen!

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