Flexible Europäische Union mit europäischem FBI

Deutsche Pläne für EU-Neuformierung nach Brexit, Auf- und Ausbau supranationaler Repressionsstruktureneuro eu

(www.conservo.wordpress.com)

Eingestellt von Heike Helmes

(BERLIN, Eigener Bericht). Mit massivem Druck treibt Berlin nach dem Austritts-Referendum in Großbritannien die Neuformierung der EU voran. Unter dem Schlagwort „flexible Union“ werden erste Schritte zum Aufbau eines „Kerneuropa“ in die Wege geleitet; es entstünde eine EU, die von einem kleinen, fest zusammengeschweißten Kern geführt würde, dem sich wiederum die übrigen EU-Staaten als Mitglieder zweiter Klasse unterzuordnen hätten.

Gleichzeitig fordern der EU-Parlamentspräsident und der Bundeswirtschaftsminister (beide SPD) eine geschlossene EU-Außenpolitik, eine schärfere Abschottung der EU-Außengrenzen und eine Verstärkung der inneren Repression inklusive des Aufbaus eines „europäischen FBI“(…)

Parallel erhöht Berlin den Druck auf London; der Vorsitzende des EU-Ausschusses im Bundestag sagt ein neues schottisches Sezessionsreferendum voraus und fordert Schottlands schnelle Aufnahme in die EU.

Während deutsche Politiker im Europaparlament Druck machen, um mit einer raschen Abwicklung des britischen EU-Austritts die Neuformierung der EU schnell über die Bühne bringen zu können, droht Kanzlerin Merkel zum wiederholten Mal, „Versöhnung und Frieden“ in Europa seien „alles andere als selbstverständlich“, sollten sich die Staaten Europas nicht mehr in die EU einfügen wollen.

Kerneuropa

Erste Vorbereitungen, einen Umbau der EU in Richtung auf eine „flexible Union“ beziehungsweise „Kerneuropa“ einzuleiten, hat Berlin bereits zu Jahresbeginn getroffen. Am 9. Februar kamen in Rom die Außenminister der sechs EU-Gründungsstaaten [1] zu einem exklusiven Treffen zusammen, um über die diversen aktuellen Krisen des Staatenbundes zu beraten.

Das ungewöhnliche Format wurde damals nicht zuletzt als Kontrapunkt zur Visegrád-Gruppe [2] eingestuft, die sich vor allem mit Stellungnahmen gegen die Berliner Flüchtlingspolitik hervortat. Allerdings wurde in Rom nicht nur über die Flüchtlingspolitik, sondern bereits auch über einen möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU diskutiert[3]. Die sechs Außenminister verwiesen in einer Gemeinsamen Erklärung ausdrücklich auf die „unterschiedlichen Integrationspfade“, die laut Vertrag von Lissabon in der EU eingeschlagen werden können – ein Hinweis auf die Option der „flexiblen Union“[4].

Erneut kamen die Außenminister der sechs Gründungsstaaten am 20. Mai im Schloss Val Duchesse südlich von Brüssel zusammen, diesmal erklärtermaßen, um über die Entwicklung der EU nach dem möglichen britischen Austritt zu beraten.

Letzten Samstag trafen sie sich erneut. Diskussionsgrundlage war ein Papier, das der deutsche Außenminister gemeinsam mit seinem französischen Amtskollegen vorgelegt hatte und das wörtlich eine „flexible Union“ forderte[5].

„Unterschiedliche Ambitionsniveaus“

Die Gemeinsame Erklärung, auf die sich die sechs Minister am Samstag einigten, spart den polarisierenden Begriff aus, umschreibt das gewünschte Kerneuropa jedoch inhaltlich: Man müsse „anerkennen“, heißt es, „dass es unter den Mitgliedstaaten mit Blick auf das Projekt der europäischen Integration unterschiedliche Ambitionsniveaus gibt“[6].

Der starke Mann hinter Juncker: der deutsche Jurist Martin Selmayr

Neben dem Bestreben, über das Gründungsstaaten-Format die Einigung auf die „flexible Union“ voranzutreiben, die vor allem von denjenigen Staaten abgelehnt wird, die zu Mitgliedern zweiter Klasse degradiert würden, macht Berlin auch auf anderen Ebenen Druck.

Schon am 23. Mai ist ein erstes offizielles Treffen im Rahmen der EU-Kommission abgehalten worden, um Vorkehrungen für einen etwaigen Austritt Großbritanniens zu treffen[7]. Dazu eingeladen hatte der Kabinettschef von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, der deutsche Jurist Martin Selmayr.

Selmayr hatte von 2001 bis 2004 die EU-Vertretung der deutschen Bertelsmann AG geleitet und anschließend zunächst als Sprecher, dann als Kabinettschef der luxemburgischen EU-Kommissarin Viviane Reding gewirkt; über seinen Einfluss sagten Beobachter, Reding werde von manchen nur noch als „Puppe von Bauchredner Selmayr“ eingestuft [8].

Selmayr, der – so deutsche Medien – „starke Mann hinter Juncker“ [9], hatte zu dem Strategietreffen am 23. Mai nicht nur Vertreter der beiden Staaten nach Brüssel eingeladen, die ab Juli bzw. ab Januar 2017 die EU-Präsidentschaft innehaben – die Slowakei und Malta -, sondern auch den europapolitischen Berater der deutschen Kanzlerin, Uwe Corsepius, der als einer der wichtigsten europapolitischen Strategen Berlins gilt[10].

Berlins Dominanz

(…) Ziel ist es, vorab wichtige Festlegungen (…) zu treffen – nach dem Vorbild von Merkels Zusammenkünften mit dem damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy („Merkozy“), auf denen in den Jahren 2010 und 2011 die Weichen für das Vorgehen der EU in der Eurokrise gestellt wurden. In den deutschen Medien ist von einem „neuen Direktorium“ der EU die Rede. Klar sei freilich: „Deutschland bleibt der wichtigste EU-Staat, politisch wie wirtschaftlich“[11]. Das „Direktorium“ dient damit faktisch – ganz wie damals die Treffen zwischen Merkel und Sarkozy – vor allem der Transmission deutscher Vorgaben in die EU-Mitgliedstaaten.

Die zentrale Rolle Deutschlands in der EU wird nun auch mehr oder weniger offiziell von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bestätigt. Deutschland werde auch in Zukunft „eine zentrale, wenn nicht sogar eine noch wichtigere Rolle in der Europäischen Union spielen“, erklärt Juncker [12].

Supranationale Repression

Parallel zu den Vorbereitungen auf eine Neuformierung der EU dringen führende deutsche Sozialdemokraten auf weitere Schritte zur politisch-ökonomischen Straffung des Staatenbundes bzw. seines Kerns [13].

So fordern Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in einem Positionspapier mit dem Titel „Europa neu gründen“ unter dem Schlagwort „ökonomisches Schengen“ einen Ausbau des EU-Binnenmarkts. Dabei müsse es etwa darum gehen, flächendeckend „zentrale“ Arbeitsmarktreformen durchzuführen. Gegen eine solche Arbeitsmarktreform erheben sich zur Zeit Massenproteste in Frankreich [14].

Die EU müsse zudem „stärker als bisher“ als „einheitliche regionale Ordnungsmacht auftreten“, fordern Gabriel und Schulz; dazu solle die EU-Außenpolitik „vergemeinschaftet werden“. Eine solche Vergemeinschaftung liefe angesichts der Berliner Dominanz über die EU weitgehend auf die globale Verfolgung deutscher Interessen durch Brüssel hinaus.

„Stärkere Abschottung der EU gegen Flüchtlinge“ z. B. durch ein „EU-FBI“

Schließlich fordern die deutschen Sozialdemokraten den konsequenten Auf- und Ausbau supranationaler Repressionsstrukturen. So sollen die Apparate zur Abschottung der EU gegen Flüchtlinge systematisch gestärkt („effektive Sicherung der europäischen Auengrenzen“) und die Kooperation der Inlands-Repressionsbehörden intensiviert werden. Anzustreben sei zum Beispiel die Gründung eines „europäischen FBI“.

Projekt Abschreckung

Um andere EU-Staaten von etwaigen eigenen Referendumsplänen abzuschrecken, verstärkt Berlin den Druck auf London massiv. Die britische Regierung strebt, um unnötige Brüche zu vermeiden, eine gewissenhafte Vorbereitung und sorgfältige Durchführung der Verhandlungen an.

Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU), fordert ein Ausscheiden Großbritanniens „innerhalb der geplanten Frist von zwei Jahren, besser sogar innerhalb eines Jahres“ [15].

Brüssel hat bereits eine „Brexit Task Force“ und eine „Artikel 50 Task Force“ gegründet; letztere ist nach dem Artikel des Vertrags von Lissabon benannt, der den Austritt eines Staates aus der EU regelt.

Vor allem aber fachen führende deutsche Politiker die schottischen Sezessionspläne an. „Die EU wird weiter aus 28 Mitgliedstaaten bestehen“, erklärt z. B. der Vorsitzende des Ausschusses für EU-Angelegenheiten im Deutschen Bundestag, Gunther Krichbaum (CDU), „denn ich rechne mit einem neuerlichen Unabhängigkeitsreferendum in Schottland, das dann Erfolg haben wird“. Krichbaum fordert: „Einen Aufnahmeantrag des EU-freundlichen Landes sollten wir schnell beantworten“ [16].

Auch deutsche Medien heizen den schottischen Separatismus energisch an: Offen wie vielleicht noch nie seit 1945 wird die Zerschlagung eines westeuropäischen Staates aus der Bundesrepublik befeuert.

Krieg in Europa

Begleitend werden in Berlin Äußerungen laut, die kaum anders denn als indirekte Kriegsdrohungen verstanden werden können. „Auch wenn es für uns kaum noch vorstellbar ist“, dürfe man „nie vergessen“, dass „die Idee der europäischen Einigung eine Friedensidee“ gewesen sei, behauptet die deutsche Kanzlerin [17]. Die Äußerung entspricht weniger der historischen Realität [18] als vielmehr der blichen Eigenwerbung der EU.

Dennoch erklärt Merkel, „Versöhnung und Frieden“ seien innerhalb Europas sowohl jetzt als auch „für die Zukunft alles andere als selbstverständlich“. Diese Auffassung hat die Kanzlerin in den diversen Krisen der EU bereits mehrfach geäußert (www.german-foreign-policy.com berichtete [19]).

Demnach ist das Potenzial der europäischen Staaten, mit ihren Streitkräften übereinander herzufallen, im Kern ungebrochen und kann entfesselt werden, sollten sie sich nicht mehr in die deutsch dominierte EU einfügen wollen.

(Quelle: http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59397)
Fußnoten:
[1] Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Niederlande, Luxemburg.
[2] Der Visegrad-Gruppe gehren Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn an.
[3] EU-Gründerstaaten: „Europäische Dreifachkrise“ und „Herausfordernde Zeiten“. de.euronews.com 10.02.2016.
[4] Joint Communiqu. Charting the way ahead. An EU Founding Members‘ initiative on strengthening Cohesion in the European Union. http://www.esteri.it 09.02.2016.
[5] Berlin und Paris schlagen „flexible EU“ vor. http://www.handelsblatt.com 24.06.2016.
[6] Gemeinsame Erklärung der Auenminister Belgiens, Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Luxemburgs und der Niederlande am 25. Juni 2016.
[7] EU rüstet sich für Brexit-Ernstfall. http://www.spiegel.de 27.05.2016.
[8] Hendrick Kafsack, Werner Mussler: Die EU spricht deutsch. http://www.faz.net 26.06.2014. S. dazu Deutschland besonders nahe.
[9] Hendrick Kafsack: Der starke Mann hinter Juncker. http://www.faz.net 10.09.2014.
[10] S. dazu Unter der deutschen Rute (I).
[11] Nikolas Busse: Das neue Direktorium. Frankfurter Allgemeine Zeitung 25.06.2016.
[12] Juncker sieht starke Rolle fr Deutschland. http://www.handelsblatt.com 25.06.2016.
[13] Sigmar Gabriel, Martin Schulz: Europa neu gründen. http://www.spd.de.
[14] S. dazu Der Preis der Deregulierung.
[15] EU-Parlamentspräsident Schulz fordert Austrittsantrag der Briten bis Dienstag. http://www.sueddeutsche.de 25.06.2016.
[16] Jacques Schuster, Daniel Friedrich Sturm: Und zurück bleiben die verwirrten Staaten von Europa. http://www.welt.de 26.06.2016.
[17] Pressestatement von Bundeskanzlerin Merkel zum Ausgang des Referendums über den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union am 24. Juni 2016 in Berlin.
[18] Die „Einigung“ des europäischen Kontinents unter deutscher Dominanz gehrte bereits zu den deutschen Kriegszielen im Ersten Weltkrieg; damals sprach beispielsweise Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg von der Gründung eines „mitteleuropäischen Wirtschaftsverbands“. Auch im NS-Staat wurden entsprechende „Einigungs“-Strategien vertreten. Mehr dazu: Europas Einiger.
[19] S. dazu Eine Frage von Krieg und Frieden in Europa, Das Brecheisen als Führungsinstrument und Vom Krieg in Europa.
www.conservo.wordpress.com 28. Juni 2016

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
Dieser Beitrag wurde unter Außenpolitik, CDU, CSU, Dritte Welt, EU, Europäische Kommission, Flüchtlinge, Griechenland, Islam, Medien, Merkel, Politik, SPD, Türkei, Weltpolitik, Wirtschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Flexible Europäische Union mit europäischem FBI

  1. Querkopf schreibt:

    Merkel und das sozialistische Brüsseler ZK wollen die EU nun noch mehr als bislang schon zu einem Hochsicherheitstrakt ausbauen, aus dem man nicht mehr entfliehen kann, wenn man einmal drinnen gefangen ist. Das ist keine Demokrtie mehr, das ist Diktatur pur. Die Losung muß jetzt heißen: exite sich wer kann !!!
    Gegen diesen Repressionsapparat in Brüssel müssen sich nun alle freien und demokratischen Nationen und Völker Europas mit aller Macht wehren.

    Gefällt mir

  2. karlschippendraht schreibt:

    ………Deutschland bleibt der wichtigste EU-Staat, politisch wie wirtschaftlich“………

    Das ist unbestritten , fragt sich bloß , in wessen Sinne ?

    ……….„die Idee der europäischen Einigung eine Friedensidee“………..

    War es n i e !!! Diese EU wurde gegründet um das angeblich so kriegslüsterne und gefährliche Deutschland in eine Zwangsjacke namens EU zu stecken . Doch mehr und mehr geraten nun selbst ehemalige Siegermächte in diese Zwangsjacke – die sich immer offener als Unterdrückungsidee offenbart – weil sie geschlafen haben ! GB scheint die wahren Absichten dieser EU-Betreiber inzwischen zumindest teilweise erkannt zu haben und versucht sich aus diesem Spinnennetz der Ostküste zu befreien . Und wenn GB , das sich jahrzehntelang als williger Kettenhund der USA darstellte nun einen solchen Schritt gehen will , dann dann dürfte das für die Kenner der Materie ein überdeutliches Zeichen sein . Der anfangs ironisch gemeinte Vergleich –
    UdSSR gleich EUdSSR – nimmt ständig realere Züge an . Dass dieses Konstrukt auch nicht ewig besteht und mal zerbrechen wird steht jetzt schon fest ! Aber bis dahin kann es noch viel Unheil über Europa bringen. Wenn die osteuropäischen Staaten standhaft bleiben könnte sogar eine Situation eintreten, wo die Menschen – wie zu Zeiten des kalten Krieges – nicht mehr von Ost nach West flüchten sondern von West nach Ost . Im ganz kleinen Maßstab gibt es das bereits , dank dieser EU !

    Gefällt mir

  3. https://luegenpresse2.wordpress.com/2016/06/29/tagesschau-luegt-mal-wieder-dafuer-zahlen-wir-83-milliarden-euro-rundfunkbeitrag-pro-jahr

    Also es gab 2015 nur 1408 Gewaltdelikte von Rechtsextremen und
    1608 Gewaltdelikte von Linksextremen.Das hört sich aber natürlich nicht so gut an wie 21933 zu 5620.

    Gefällt mir

  4. karlschippendraht schreibt:

    Wenn ein rauchender Autofahrer seine brennende Kippe aus dem Auto wirf und es ist zufällig – ohne dass der Autofahrer das weiß – ein Asylanternheim in der Nähe , so bekommt dieser Autofahrer eine Anzeige wegen versuchter Brandstiftung und versuchtem mehrfachen Mord .
    Das kling vielleicht übertrieben , aber teilweise ist es tatsächlich schon so , bei der zunehmenden Verblödung der Gutmenschen !!!

    Gefällt mir

  5. Pingback: Brexit setzt neue Kräfte frei! | PEGIDA Bayern?

  6. Paul schreibt:

    OT
    Sehr geehrte Frau Helmes,
    da die Kommentarfunktion zu der Nachricht über die Erkrankung Ihres Mannes nicht funktioniert, wünsche ich Ihrem Mann auf diesem Wege einen guten Verlauf der Operation und baldige Genesung. Er wird als „Rufer in der Wüste“ gebraucht. Ich werde für Ihn beten aber auch für Sie um Kraft und Stärke bitten.

    Herzlich Grüße für Sie und Ihren Mann,
    Ihr Paul

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.