Offener Brief an de Maizière: „Mangel deutschen Nationalbewußtseins“?

(www.conservo.wordpress.com)

Von Herbert Gassen *)

 Deutsches Herz …   von Ernst Moritz Arndt

Deutsches Herz …
von Ernst Moritz Arndt

Herrn Bundesminister des Inneren der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Thomas de Maizière,

Sehr geehrter Herr Minister,

es ist eine verwirrende Unverständlichkeit, daß gerade von Ihnen auf den Mangel eines deutschen Nationalbewußtseins hingewiesen wird. Lassen Sie sich das von einem Mann sagen, der sich spätestens 1983 in der aktiven Politik, gerade für Deutschland, eingesetzt hat. Inzwischen bin ich 88 Jahre alt geworden und sehe mein Vaterland von einer verantwortungs- und gewissenlosen Parteiengruppierung in ein kaum noch aufzuhaltendes Chaos, in das finis Germaniae geführt. Es herrschen Angst und Zweifel, kein Glaube an die Zukunft mehr.

Sehr geehrter Herr Minister,

es sind die Kräfte der ´68er, die seit dieser Zeit den Auftrag haben, die deutsche Gesellschaft zu vernichten. Es war der Clan der Frankfurter Schule, der die Idee der Bolschewisierung der Welt wieder in die westliche Politik zurückgetragen hat. Sein Hauptziel war es bis heute, die deutsche Lebensart, die deutsche Kultur zu vernichten. Hierzu bediente man sich der Regeln des Leninismus: Sexismus, Verbildung der Jugend, Auflösung der Familie, Vergessen der eigenen Kultur und Geschichte. Die Sprache wurde umdefiniert, tradierte Begriffe erhielten neue, falsche Inhalte: political correctness.

Das Ziel war die Vernichtung der deutschen Identität, des deutschen Nationalbewußtseins. Die ersten Versuche wurden mit Gewalt und Terror gegen das Bürgertum gewagt. Als sie mißlangen, wurde der Weg der National-Sozialisten gewählt: Die Regeln einer Demokratie, die Unterwanderung der staatlichen Administration wie vor allem der Justiz und des Bildungswesens. Urteile wurden aus der Perspektive des ‚Neuen Menschen‘ gefällt, die Kinder zu geistig und körperlich androgynen Wesen verbildet –mittlerweile bereits seit mehreren Generationen. Der Verbund innerhalb einer Gesellschaft wurde als Freiheitsberaubung dargestellt. Es sind doch diese Kräfte, die als Vizebundestagspräsidentin oder anderen höheren Positionen unseres Staates sich unter dem Motto ´Deutschland verrecke‘ in aller Öffentlichkeit ungestraft bewegen können. Der Begriff des ‚Deutschen Volkes‘ des Grundgesetzes wurde von den Neu-Undeutschen als ‚rechtsradikal‘ besetzt und verunglimpft.

Sehr geehrter Herr Minister, es war doch unsere derzeitige Vorsitzende der CDU, die zunächst ihre Partei zu einer linken Paradeorganisation auf den Grundlagen der Erziehung und Bildung ihrer Jugend umfunktioniert hat. Es begann im Verbund mit ihren seltsamen Beratern in dem Fall Hohmann aus Fulda. Einer der bestgewähltesten Abgeordneten wurde über eine von der political correctness falsch interpretierte Rede liquidiert.

Gegen die Politik der Leitungsfunktionäre der CDU hat sich oft genug, leider nicht immer stark genug, Widerstand gebildet. Waren es vor der Wende die Gruppen Freundeskreis Deutschland, Neuer Nationalverein, Gesellschaft für Deutschland u.v.a. und einzelne CDU-Bundestagsabgeordnete wie Heinrich Lummer, Wilfried Böhm, Manfred Kanther, Alfred Dregger und andere, die sich der Zerstörung des deutschen Nationalbewußtseins entgegenstemmten.

Es war doch die CDU Merkels, die nach der Wende die Partei auf die linke Schiene stellte. Unter ihr wurde der ‚Kampf gegen rechts‘ ausgerufen. Schauen wir doch, wer ihr im In- wie im Ausland den Rücken stärkt. Was ist ‚rechts‘? Rechts ist Konservativismus, die Besinnung auf die alten tradierten Werte, auf denen Deutschland seine damalige Weltspitzenposition erreicht hatte, es ist der Patriotismus, die Liebe zum eigenen Volk, zum eigenen Vaterland, es ist die Verteidigung der christlich-ethischen Werte einer in sich befriedeten Gesellschaft, es ist die Bereitschaft, mit allen Nationen dieser Welt in Freundschaft und Eintracht zu leben, es ist die positive Zukunftserwartung im Rahmen einer auf den christlich-ethischen Grundwerten beruhenden Leitkultur. Hiergegen hat diese ehemalige Kulturreferentin der FDJ/SED zum Kampf aufgerufen. Mit der Anwendung der political correctness wurde die deutsche Sprache in ihrem Sinne entartet. Es ist per Gesetz verboten, die Ursachen der Verwicklungen der deutschen Geschichte zu erforschen. Ereignisse und Personen dürfen in ihrem negativen Verhältnis zu Deutschland nicht erwähnt werden.

Es sind die besten Strafrechtler dieser Nation, die die Politik dieser Kanzlerin als strafrechtlich relevant dargestellt haben. Was ist ein Nationalbewußtsein noch wert, wenn die Güter, das Heimatrecht, die Kultur und die Geschichte eines Volkes der Invasion von Millionen fremder Menschen aus allen Bereichen dieser Welt unkontrolliert zur Plünderung freigegeben werden? Was ist ein Volk, eine Nation, deren Bürger sprachlos zuschauen müssen, daß ihr ‚bißchen‘ Verfassung, und ihr Kernstück, der Eid, kontinuierlich von Sekunde zu Sekunde verraten wird? Was heißt das in vielfacher Hinsicht äußerst fragwürdige Motto: ‚Das schaffen wir‘, wenn der ‚wir‘ überhaupt nicht gefragt wurde? Wo ist unsere Demokratie geblieben, auf der wir unser Nationalbewußtsein aufbauen können? Es ist das Kartell der linksgedrallten Politkaste, die alles unternimmt, den Deutschen ihr Nationalbewußtsein zu zerstören.

Herr Minister, was glauben Sie, weswegen sich eine Partei gegen jeden Widerstand hatte gründen können, die an der Macht dieser CDU kratzt? Die Alternative für Deutschland ist dem Grunde nach die CDU unter der Regie Adenauers. Innerhalb der CDU hatte es viele Versuche gegeben, sie auf den ‚Rechten Weg‘ zurückzuführen. Ich nenne nur den Freundeskreis Deutschland, das CKDF (= Christlich-konservatives Deutschland Forum), den AKC (Arbeitskreis konservativer Christen). Ihre Grundsatzprogramme sind inhaltlich alle mit dem der AfD identisch. War es doch der Bundesrichter a.D. Friedrich-Wilhelm Siebeke, (ein über 40jähriges Mitglied der CDU), der zunächst Martin Hohmann (ein Deutscher bis ins Herz, gewählt mit über 50%) verteidigt hatte, um später innenhalb der CDU die Gruppe ‚Linkstrend stoppen!‘ zu gründen. Jedes Mal ging es um das deutsche Nationalbewußtsein. Wir, ich gehörte meist dazu, waren alle Deutsche, die sich zurück auf ein Vaterland besannen, das sie einst gehabt hatten.

Haben Sie, Herr Minister, nicht die ministerielle Aufgabe, die Identität unseres Vaterlandes zu wahren? Sie sind doch der Träger der inneren Staatsgewalt. Wie können Sie es zulassen, daß Deutschland von der gesellschaftlichen Primitivität bis zu den höchsten Amtspositionen als ‚Scheiße‘ bezeichnet werden kann? Wo, Herr Minister, bleiben Ihre Aktionen, wenn in aller Öffentlichkeit ‚Deutschland verrecke‘ gebrüllt und seine Fahne verbrannt werden kann?

Herr Minister, das deutsche Nationalbewußtsein ist trotz aller regierungs- und parteiseitigen Gegenaktionen noch nicht zerstört. Wir werden es hoffentlich am 4.9.16 in dem ‚Heimatland‘, dem Land des Wahlkreises der CDU-Vorsitzenden erleben.

Was die religiöse Bindung der Gesellschaft angeht: Das Verhältnis der Kirche zu dem Gebot Christi entspricht der Verantwortung dieser Regierung, dieses Parteienkartells zu dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

Sehr geehrter Herr Minister, überraschen Sie das deutsche Volk nicht mit Ihren Gedanken über Nationalbewußtsein, Integration, Kultur der Russlanddeutschen und dem fundamentalen Unterschied von Christentum und Islam! Hier die Religion der Vergebung und der Gnade, dort der Befehl zum Mord an den Andersgläubigen und der Eroberung der Welt.

Sie sind von Amtswegen aufgerufen zu handeln. Es ist ihre Pflicht, dem deutschen Volk auf der Basis des Grundgesetzes Lebensbedingungen zu schaffen, die sie stolz an ihre Nation glauben läßt. Die Immigranten werden kein Bedürfnis haben, sich zu integrieren, weil die deutsche Staatsangehörigkeit kein Wertsymbol der Identifikation ist.

Sie mögen mich als einen Rechten, gar als einen Rechtsradikalen bezeichnen. Ich bekenne: „Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk, und meine Nation, die ich mit großem Stolz verehre, ist die deutsche Nation, eine ritterliche, stolze und harte Nation.“

Dieses Zitat stammt von einem von den Nazis ermordeten deutschen Politiker, der zweifelsohne kein Rechter gewesen war: Ernst Thälmann.

Sehr geehrter Herr Minister, übernehmen Sie diese Confessio und handeln Sie danach.

Mit den letzten Worten eines der deutschen Widerstandskämpfer vom 20.7.1944

„Es lebe das heilige Deutschland“ grüße ich Sie

Herbert Gassen, 2. September 2016

*) Herbert Gassen ist Dipl.Volkswirt, Bankkaufmann und regelmäßig Kolumnist auf conservo
www.conservo.wordpress.com 3. September 2016

Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 20 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 36 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen.
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2 Antworten zu Offener Brief an de Maizière: „Mangel deutschen Nationalbewußtseins“?

  1. karlschippendraht schreibt:

    Ich glaube , bei dem politischen Weichei de Maiziere lösen solch mahnende Worte nur den Effekt aus , dass er noch mehr Schiss vor seiner Chefin bekommt .

  2. wreinerschoene schreibt:

    Das Nationalbewußtsein ist schon vorhanden, nur wird es seit es die AfD gibt in etwas eingebunden was es so in Deutschland nicht mehr gibt. Die Rechteszene hat bei Wahlen immer mit 3% abgeschossen, heute wird alles in diese Szene gesteckt was auch nur Ansatzweise mit Kritik zu tun hat. Ein kluger taktischer Zug unserer bestehenden Regierung denn so sehen diese Zahlen sehr bedrohlich aus. Trotzdem bleibt es bei den 3% der radikalsten Ausläufer. Man muß heute einen Iraker nur schief ansehen und schon ist man ein Rassist mit der Berechtigung des Beispiel Irakers, vor Gericht zu gehen. Die deutschen Gesetze werden so verwässert, bewußt nicht eingehalten von Gerichten und Regierung, das man keine Chance mehr hat Gerechtigkeit zu bekommen.

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