Vorstufe des „Chrislam“: Darf ein Bischof in einem Islamzentrum mitwirken?

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Der „Chrislam“ wird Wirklichkeit

Just vor einem Jahr  (10. September 2015) veröffentlichte ich einen Artikel zum Verhältnis der evangelischen Kirche zum Islam. Heute muß ich fragen, ob die Haltung dieser Kirche schon die Vorbereitung auf den neuen „Chrislam“ sein soll; denn die Annäherungsversuche der Protestanten an die „lieben muslimischen Freunde“ sind nicht mehr zu übersehen.

Ob Grußworte zum Ramadan, ob „freundschaftliche“ Moscheebesuche, ob ständig wiederholte Bekenntnisse zur friedlichen „Religion“ Islam, ob evang. Kuratoriumsmitglied zum Bau einer neuen Moschee – die Grenzen zwischen „modernem“ Christentum und Islam scheinen fließend. Unglaublich! Und der Tag ist nicht mehr fern, daß Muslime und „Christen“ ganz selbstverständlich ihren „Gott“ gemeinsam anbeten werden.

Unser deutsches Vaterland rutscht offensichtlich widerstandslos in eine neue Misch-Religion: dem „Chrislam“. Es bedarf keiner großen Phantasie, sich vorzustellen, wann die Vorsilbe „Chris…“ endgültig dem Hauptwort „…Islam“ gewichen sein wird. Deshalb sah ich mich veranlaßt, hier noch einmal meinen Artikel dazu vom letzten Jahr wiederzugeben:

„Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Gesandter.“

Der Super-Gau, von Kennern des geistlichen Zustandes der evangelischen Kirche lange befürchtet, ist nun eingetreten: Der bayerische Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm hofiert die Moslems, spielt Ratgeber beim Bau des gewaltigen Islamzentrums in München und wirkt im neue Islamzentrum zu München mit.

Ich habe auf diesem Forum gerade in jüngster Zeit häufig die offensichtliche Kapitulation der christlichen Kirchen vor dem Islam kritisieren müssen, z. B.: https://conservo.wordpress.com/2015/08/13/tritt-deinen-gott-in-die-tonne-allah-ist-der-groesste/ sowie: https://conservo.wordpress.com/2015/08/01/kapitulation-der-christlichen-kirchen-vor-zeitgeist-und-islam/ und https://conservo.wordpress.com/2015/08/01/ekd-vertritt-antireformatorische-und-antichristliche-positionen/

Nun haben zwei evangelische Theologen das Pro und Contra herausgestellt: Einerseits gebe es „keine Alternative zum Dialog mit dem Islam“ (Pfarrer Mette), andererseits baue der Bischof nach diesem Verständnis „an einer allgemeinen Zivilreligion, aber nicht an der Kirche Jesu Christi.“ Das sei ohne Frage ein gutes Werk, aber nicht Aufgabe und Verheißung der Kirche (Pfarrer Roth).

Der evangelische Mediendienst „idea“ hatte darüber berichtet. Der meinen Lesern seit Längerem bekannte streitbare Christ Klaus Hildebrandt nahm dies zum Anlaß, einen Kommentar zu schreiben, den ich hier gerne wiedergebe:

Unfaßbare Mitwirkung eines protestantischen Bischofs in einem Islamzentrum

„Ich bin kein Protestant, erlaube mir aber, die Anmerkung des ev. Pfarrers Till Roth aus Redwitz/Oberfranken bzgl. der Haltung des EKD-Ratsvorsitzenden Bedford-Strohm zum Islam, dieser „wolle jene Kräfte im Islam stärken, die die Werte des Grundgesetzes bejahen, und mit ihnen gemeinsame Wege in die Zukunft bauen“, dahingehend zu kommentieren, dass ich ihm (Roth) uneingeschränkt zustimme.

Was Bedford-Strohm hier von sich gibt, ist weder mit seinem originären Auftrag zur Missionierung vereinbar, noch ist er der Wächter des Grundgesetzes. Wir Christen brauchen keinen Wächterrat, wie es ihn beispielsweise im Iran gibt, denn dafür sind Bundesverfassungsgericht und Politik zuständig, und genau darauf läuft es auch hinaus. Die EKD ist zum Handlanger der Politik mutiert und erfüllt heute keinen Zweck mehr (s. Beispiel Gender). Mehr brauche und möchte ich dazu nicht sagen.“

Klaus Hildebrandt“

Hier der Artikel von „idea“, auf den sich Hildebrandt bezieht:

Wetzlar (idea) – Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), hat sich bereiterklärt, im Kuratorium des Münchner Forums für Islam mitzuwirken. Es plant unter anderem den Bau einer Moschee für 800 Muslime. Darf sich ein evangelischer Bischof hier engagieren? Darüber gehen die Meinungen auseinander. In einem Pro und Kontra für die Evangelische Nachrichtenagentur idea äußern sich zwei evangelikale Repräsentanten:

Mette: Zum Dialog mit dem Islam gibt es keine Alternative

Der Theologe Jürgen Mette (Marburg), der dem Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz angehört, bejaht die Frage. Er sieht keine Alternative zum Dialog mit dem Islam: „Gesprächsverweigerung wäre ein Schwächeanfall der Kirche.“ Zur Kritik von Teilen der evangelikalen Bewegung an der Entscheidung Bedford-Strohms schreibt Mette: „Dass der Ratsvorsitzende so angegriffen wurde, bevor er sich überhaupt in diesem Dialog mit dem Islam positionieren konnte, war beschämend unchristlich.“ Darum habe der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Präses Michael Diener (Kassel), sich zu Recht schützend vor ihn gestellt. Mette zufolge müssen Christen in diesem Dialog aber auch „die Finger in die Wunden der Christenverfolgung durch den Islam halten“. Das sei der Ort, wo man klagen müsse, nicht hinter geschützten Kirchenmauern.

Mette nennt es zugleich mehr als fraglich, ob Bedford-Strohm mit seiner Entscheidung für dieses Münchner Gremium gut beraten war: „Wer spricht dort eigentlich für den Islam? Und wird er die Chance nutzen, Jesus Christus als Herrn zu bekennen und auf die theologischen Differenzen hinzuweisen?“ Außerdem habe die moderne Koraninterpretation das Gewaltproblem des Islams bisher nicht gelöst. Mette: „Ich hoffe, dass der EKD-Ratsvorsitzende diese Fragen offen in den Dialog bringen kann.“

Roth: Wie ist das mit dem Neuen Testament vereinbar?

Gegen die Mitwirkung des Bischofs im Kuratorium des Islamzentrums wendet sich der 1. Vorsitzende des Arbeitskreises Bekennender Christen in Bayern, Pfarrer Till Roth (Redwitz/Oberfranken). Zur Argumentation Bedford-Strohms, er wolle „jene Kräfte im Islam stärken, die die Werte des Grundgesetzes bejahen, und mit ihnen gemeinsame Wege in die Zukunft bauen“, schreibt Roth: „Der Bischof baut nach diesem Verständnis an einer allgemeinen Zivilreligion, aber nicht an der Kirche Jesu Christi.“ Das sei ohne Frage ein gutes Werk, aber nicht Aufgabe und Verheißung der Kirche.

Roth zufolge will Bedford-Strohm nicht die Unterschiede zwischen den Religionen einebnen. Das wisse er aus Gesprächen: „Doch dem Islamzentrum geht es nicht nur um ein offenes kulturell-soziales Zentrum, sondern auch um den Bau einer Moschee und einer islamischen Ausbildungsakademie. Der Bischof könne die Vereinsziele nicht nach Belieben auswählen: „Deshalb fragt sich, wie seine Mitwirkung mit dem Anspruch des Neuen Testaments vereinbar ist, dass allein in Jesus Christus das Heil ist.“

www.conservo.wordpress.com  10.9.2016

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Rechtsverstöße ersichtlich. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Websites ist ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden jedoch derartige Links umgehend entfernen. Maria Schneider 10.11.2020
Dieser Beitrag wurde unter Christen, Dritte Welt, Flüchtlinge, Kinderschänder/Pädophile, Kultur, Merkel, Politik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Vorstufe des „Chrislam“: Darf ein Bischof in einem Islamzentrum mitwirken?

  1. Mag die Echtheit auch fraglich sein, so sollte doch die (eigene) Bereitwilligkeit verwundern, mit der man bereit ist, dies für wahr zu halten. Um ein offenes Wort zu wagen: die in unzählige Gemeinschaften zerspitterten Anhänger der Reformation irrlichtern vor sich hin, seit dem sie sich von der Kirche getrennt haben. Erst am „Tropf“ der Landesfürsten hängend, später „freischwebend“ entfernte sich die Verkündigung in ihnen fast flächendeckend immer weiter vom Glauben weg hin zu einem politisierenden, weichgespülten Diesseitsglauben. Logischerweise immer die fest im Blick, die halt die Parameter des „Diesseits“ maßgeblich bestimmen: die Mächtigen. Ob „Kampf dem Atomtod“, Ostermarsch, Friedensbewegung, Nicaragua – immer dominierte eine aufdringliche, mit linksgewirkten Polit-Kampangnen kompatible „Diesseits-Theologie“. Polemisch gesprochen hatte ich den Eindruck, die Protestanten hatten christliche „Bastionen“ schon vorsichtshalber vorab geräumt, bevor die „Aufklärung“ überhaupt gegen diese Protest erhob.
    Damit möchte ich keinem aufrechten Protestanten zu nahe treten – denn auch die gibt es – aber protestantische Theolog*innen werden von mir meist nur im Gefolge der weltlichen Macht wahrgenommen – kriechend auf der Schleimspur. Und deren aktuelle Vorgaben lauten eben derzeit u.a., die „Inkulturation des raumfremden Islams zu pushen.
    Schmerzlich, dass die katholische Kirche sie seit den 60er Jahren zunehmend „links“ überholt. Aber das ist ein anderes Thema.

    Gefällt mir

  2. haluise schreibt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt mir

  3. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.