Evangelische Kirche fordert ergebnisoffene Suizidberatung

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmesekd

Echt oder falsch – jedenfalls aber richtig!

Liebe Leser,

die untenstehende Meldung habe ich zwar mehrfach im Internet gefunden. Es liegt aber auf der Hand, daß sie eine Fälschung ist. Und wenn dem so sein sollte, dann ist sie gelungen und trifft den Kern – oder, wie Theologen gerne sagen: „cum grano salis“ – mit einem Körnchen Wahrheit. Denn es bleibt zu fragen: Was ist Satire, oder was ist schon Realität?

Die Wahrheit hat die Satire längst eingeholt: Die evangelische Kirche – nur die evangelische? – hat sich nämlich längst aus dem Kanon des Schutzes des Lebens verabschiedet und konzentriert sich mehr auf „Schwangeren-Konfliktberatung“ (Abtreibung) oder „Sterben in Würde“ (Euthanasie).

Auch die feindselige Einstellung gegen die (verachteten) „Lebensschützer“ ist nicht zu übersehen. Mit dem vermeintlichen Mainstream mitzulaufen, scheint dieser Kirche wichtiger als die Verteidigung alter christlicher Werte. In diesem Sinne darf man gewiß auch die folgende Falsch(?)-Meldung werten. Und wenn der Name des Verkünders dieser Worte echt sein sollte – was ich vergeblich versucht habe zu überprüfen – dann bedeutet dies zu Recht: nomen est omen. Wenn dem so wäre, darf man seinen Eltern ein Kompliment machen: Sie hatten Humor!

„Die aggressiven Methoden der Lebensschützer, die ständig mit ihren friedlichen und gewaltfreien Schweigemärschen für Chaos sorgen, werfen ein schlechtes Licht auf die Kirche in Deutschland“, beklagt Judas Unheil, Sprecher der Evangelischen Kirche des Groβherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach, während er in sein von friedlichen Linksradikalen zerstörtes Auto steigt.

„Als evangelische Kirche wollen wir keinerlei Einfluss auf die Gewissensentscheidung der Menschen nehmen, vor allem dann nicht, wenn es um Leben und Tod geht. Die Menschen suchen in der Kirche nicht nach Weisung und Orientierung, sondern wollen das bestätigt haben, was sie ohnehin schon für richtig halten“, erläutert Unheil. „Unsere Ergebnisoffenheit bei der Schwangerenkonfliktberatung muss daher unbedingt auch auf andere Bereiche ausgeweitet werden. Insbesondere Suizidgefährdete müssen in der Seelsorge ergebnisoffen beraten werden.“

Für weitere Auskünfte stand Unheil leider nicht zur Verfügung. Er war gerade auf dem Weg zu einem Protest gegen Massentierhaltung, die er aus ethischen Gründen zutiefst ablehnt.

Quelle: https://messeinmoll.com/2016/09/09/evangelische-kirche-fordert-ergebnisnoffene-suizidberatung/)
www.conservo.wordpress.com  11.9.2016
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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 41 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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2 Antworten zu Evangelische Kirche fordert ergebnisoffene Suizidberatung

  1. Mag die Echtheit auch fraglich sein, so sollte doch die (eigene) Bereitwilligkeit verwundern, mit der man bereit ist, dies für wahr zu halten. Um ein offenes Wort zu wagen: die in unzählige Gemeinschaften zerspitterten Anhänger der Reformation irrlichtern vor sich hin, seit dem sie sich von der Kirche getrennt haben. Erst am „Tropf“ der Landesfürsten hängend, später „freischwebend“ entfernte sich die Verkündigung in ihnen fast flächendeckend immer weiter vom Glauben weg hin zu einem politisierenden, weichgespülten Diesseitsglauben. Logischerweise immer die fest im Blick, die halt die Parameter des „Diesseits“ maßgeblich bestimmen: die Mächtigen. Ob „Kampf dem Atomtod“, Ostermarsch, Friedensbewegung, Nicaragua – immer dominierte eine aufdringliche, mit linksgewirkten Polit-Kampangnen kompatible „Diesseits-Theologie“. Polemisch gesprochen hatte ich den Eindruck, die Protestanten hatten christliche „Bastionen“ schon vorsichtshalber vorab geräumt, bevor die „Aufklärung“ überhaupt gegen diese Protest erhob.
    Damit möchte ich keinem aufrechten Protestanten zu nahe treten – denn auch die gibt es – aber protestantische Theolog*innen werden von mir meist nur im Gefolge der weltlichen Macht wahrgenommen – kriechend auf der Schleimspur. Und deren aktuelle Vorgaben lauten eben derzeit u.a. Abtreibung und Sterbehilfe pushen.
    Schmerzlich, dass die katholische Kirche sie seit den 60er Jahren zunehmend „links“ überholt. Aber das ist ein anderes Thema.

  2. anvo1059 schreibt:

    Nun so ganz von der Hand zuz weisen ist das wohl nicht ! In dere all Sonntäglichen Kirchensendung im Radio wurde heute mehrmals ein Beitrag ausgestrahlt, der sich auf Konflikt-Beratungsstellen der Diakonie und der Caritas in Lebenskriesen, also auch Suizidgedanken, auseinander setzte. Der Tenor war ähnlich….
    Was ich aber gleich sehe ist der Satz : „….Damit möchte ich keinem aufrechten Protestanten zu nahe treten – denn auch die gibt es – aber protestantische Theolog*innen werden von mir meist nur im Gefolge der weltlichen Macht wahrgenommen – kriechend auf der Schleimspur. Und deren aktuelle Vorgaben lauten eben derzeit u.a. Abtreibung und Sterbehilfe pushen.
    Schmerzlich, dass die katholische Kirche sie seit den 60er Jahren zunehmend „links“ überholt.“
    Wir sind eine gläubige Familie, aber zuznehmend fühlen wir uns von den „Seelenhirten“ verraten……

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