Der neue Sexualerziehungs-Lehrplan für Hessen ist eine tiefe historische Zäsur in der CDU

(www.conservo.wordpress.com)adenauerkeineexperimente
Damals galten in der CDU noch andere Kriterien. Foto: CDU

von Mathias von Gersdorff und Tobias Großbölting

Knapp vier Wochen sind vergangen, seitdem der neue „Lehrplan zur Sexualerziehung“ für die hessischen Schulen öffentlich bekannt wurde. Doch nennenswerte Reaktionen seitens der CDU-Basis sind bislang kaum zu vernehmen.

Das bedeutet nicht, dass alle CDU-Mitglieder zufrieden oder völlig inaktiv geblieben wären. Hinter den Kulissen rumort es. Es gibt einige, die auf längst überfällige Stellungnahmen drängen.

Und doch, der Eindruck bleibt zurück, dass die CDU-Basis die historische Tragweite noch nicht realisiert, die die Einführung der Gender-Doktrin in den Schulen bedeutet. Verbindlich und fächerübergreifend sieht der neue „Lehrplan zur Sexualerziehung“ für alle Kinder ab sechs Jahren ein umfassendes Gender-Curriculum vor.

Sollte dieser Erziehungsplan, der nichts anderes als ideologische Indoktrinierung ist, von der CDU tatsächlich so umgesetzt werden, dürften christlich motivierte Wähler in der CDU ihre politische Heimat nicht mehr wiedererkennen. Es zeigt sich bloß: In einem weiteren politischen Kompetenzfeld mutiert die CDU zu einer Partei des Heimatverlustes. Sie gibt ihrer Basis damit das verheerende Signal, nicht länger Ansprechpartner für ihre Probleme zu sein.

Der Kampf gegen Gender ist dabei nicht nur ein Kampf gegen eine widersinnige Ideologie; es ist noch mehr ein Kampf für die traditionelle Ehe, für die bürgerliche Familie, für das Erziehungsrecht der Eltern – und auch für eine Schule, die darauf verzichtet, Kinder zu indoktrinieren.

Dieser Kampf hat inzwischen globale Dimensionen angenommen. In nahezu allen Ländern kämpfen christlich gesinnte Menschen gegen Gender und zugleich für das Lebensrecht der Ungeborenen. Diese beiden Themen bilden einen gemeinsamen Nenner, da sie für viele Christen im politischen Kampf identitätsstiftend wirken. Dabei werden sie in fast allen Ländern von den örtlichen Kirchen unterstützt, insbesondere von der katholischen. Demgegenüber steht ein Entfremdungsprozess zwischen CDU-Führung und ihrer christlichen Wählerschaft. Dieser Prozess gemeinsamen Auseinanderlebens vollzieht sich schleichend schon seit geraumer Zeit. Als offener Konflikt ist er noch nicht auf breiter Front zutage getreten. Sonst hätten sich in Streitfragen manche Spitzenpolitiker auch zu einem klaren Bekenntnis durchringen müssen. Genau das, ein klares Bekenntnis, nötigt aber jedem die Abtreibungsfrage ab. Auf sie wird im Folgenden näher einzugehen sein.

Im gegenwärtigen Fall sieht es so aus, dass nur ein breites Aufbegehren der Basis die CDU-Führung noch zu einer Umkehr zwingen kann. Der neue Lehrplan zur Sexualerziehung liest sich als ein regelrechtes Diktat aus dem Kultusministerium. Durchgesetzt wurde er gegen den ausdrücklichen Willen der Elternvertreter und der katholischen Kirche. Und, um bloß keine öffentliche Debatte im Vorhinein aufkommen zu lassen, führt man den Lehrplan wie einen Verwaltungsakt ohne große Ankündigung ein. Demokratische Diskurskultur sieht anders aus. Das Misstrauen der CDU-Führung gegenüber ihrer eigenen Basis muss außerordentlich groß sein. Es drängt sich die Frage auf, ob die CDU-Führung bei ihren großen Schritten weg von einer christlichen Politik überhaupt noch ein Interesse daran hat, bei ihrer Basis um Verständnis zu werben. Ihr Vorgehen gegenüber der eigenen Parteibasis ist, nüchtern betrachtet, eher schon als demütigend zu bezeichnen.

Der Schritt, der jetzt getan wurde, ist nicht mehr vergleichbar mit der Abtreibungsdebatte ab Mitte der 1970er Jahre. Zur Erinnerung: Nachdem die CDU lautstark Widerstand geleistet hatte, begann sie sich spätestens unter Generalsekretär Heiner Geißler mit der Abtreibungspraxis abzufinden. Dennoch war ein relevanter Teil der C-Fraktion im Deutschen Bundestag auch weiterhin entschlossen gegen die Abtreibung und strebte im Zuge der Wiedervereinigung Anfang der 1990er Jahre danach, den Schutz des ungeborenen Lebens deutlich zu verbessern. Dies zeigte sich gerade im Zuge der Wiedervereinigung Anfang der 1990er Jahre an der Frage, wie mit der abtreibungsbejahenden Gesetzgebung der ehemaligen DDR zu verfahren sei. In den Statuten der CDU ist eine lebensfreundliche Haltung bis heute dokumentiert. Gleichwohl dies in der politischen Praxis kaum eine Rolle spielt. Zwar wird in der CDU nach wie vor eine Haltung gegen die Abtreibung respektiert, aber viele wissen auch, dass ein lautstarker Einsatz riskant für die politische Karriere sein kann. Besonders wichtig ist es festzuhalten, dass die Befürworter der Abtreibung inzwischen eine große Anhängerschaft in den Jahren der großen Debatten um den Paragraphen 218 StGB hinter sich versammeln konnten. Wer sich also gegen Abtreibung einsetzt, wird durchaus in relevanten soziologischen Segmenten unpopulär. Ein striktes Verbot der Abtreibung ist gegenwärtig daher nicht mehrheitsfähig. Insofern lässt sich die Haltung der CDU in der Frage nach dem Lebensrecht folgendermaßen beschreiben: „Wir finden es zwar tragisch, dass es so viele Abtreibungen gibt. Aber wir sind leider politisch machtlos, dagegen anzukämpfen.“

Bei der Genderproblematik sieht die politische Großwetterlage völlig anders als als bei der Abtreibungsfrage. Die „Gender-Ideologie“ wird nicht von großen Teilen der Bevölkerung unterstützt, sondern ist im Wesentlichen eine skurrile Doktrin von linken Intellektuellen und ihren Multiplikatoren. Niemand muss befürchten, dass er nicht gewählt wird, nur weil er sich gegen Gender ausspricht. Ein Abtreibungsverbot greift entscheidend ins Privatleben vieler Personen ein. Schon allein deshalb begibt sich ein Politiker, der ein Verbot fordert, auf ein vermintes Feld. Verbotsabsichten treffen deshalb selbst bei solchen Leuten auf Ablehnung, die Abtreibung aus ethischen Gründen verdammen. Im Falle der Gender-Erziehung, die die Akzeptanz von vielen sogenannten „sexuellen Identitäten und Partnerschaftsformen“ einfordert, ist aber gerade das Gegenteil der Fall: Gender in den Schullehrplänen greift tief in einen höchst sensiblen Bereich ein, in dem religiöse, kulturelle und familiäre Aspekte eine entscheidende Rolle spielen.

Was die CDU nun den Schülern und ihren Eltern als Ideologie aufzwingen will, ist nicht nur wider die Vernunft, sondern verletzt auch lang gewachsene, tief verankerte Überzeugungen über die Sexualität.

Der neue Lehrplan muss daher auch konsequenterweise als ein massiver Angriff auf die Religions- und Meinungsfreiheit verstanden werden. Verschlimmert wird dies noch durch die Tatsache, dass von den Schülern sogar eine Akzeptanz dieser wirren Ideologie eingefordert wird.

Die Brutalität, mit der die CDU Hessen hier gegen Schulkinder und Eltern vorgeht, ist beispiellos. Beispiellos ist auch die Gefühllosigkeit, mit der sie christliche Grundsätze ihrer Politik über Bord wirft und christlich motivierte Wähler verprellt.

Wird die Basis dieser Partei es noch wagen und schaffen, gegen diesen Irrsinn effektiv aufzubegehren?

(Original: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/2016/10/der-neue-sexualerziehungs-lehrplan-fur.html)
www.conservo.wordpress.com   12.10.2016

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
Dieser Beitrag wurde unter APO/68er, Bildung, CDU, Christen, Die Grünen, Kirche, Kultur, Medien, Politik Deutschland abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Der neue Sexualerziehungs-Lehrplan für Hessen ist eine tiefe historische Zäsur in der CDU

  1. David schreibt:

    Die Frage am Schluß würde ich anders formulieren: Werden die Eltern es noch wagen und schaffen, gegen diesen Irrsinn effektiv aufzubegehren? Hier habe ich meine Zweifel. Denn es geht ja nicht nur um die Nachteile, die man dann bewußt den Kindern in der Schule „angedeihen“ läßt, wenn sich die Eltern gegen Gender & Co. wenden, nein, die Eltern sind selbst „dran“ und dürften entsprechend als Rechte/Nazis etc. tituliert und auch behandelt werden – bis hin zum Verlust der Arbeit, Bedrohungen und mehr. Denn jeder, der nicht die Staatsdoktrin befolgt, ist verdächtig (und wandert am besten aus). Eltern und Kinder können nur bedauert werden.

    Die einzige Möglichkeit, etwas zu ändern, sehe ich in einem ganz massiven Aufbegehren, meine Zweifel habe ich oben benannt.

    Immerhin habe wir in Deutschland 250+ völlig unproduktive Gender-Lehrstühle, die diesen Irr- und Schwachsinn absondern. Die Regierung hat das schon vor Jahren offiziell eingeführt und finanziert es entsprechend. All ist nicht nur wirtschaftlich völlig sinnlos und ist der Verhinderer jedes Fortschritts und jeder Innovation, es ist vielmehr ein weiteres Mosaiksteinchen beim Versuch der herrschenden „Elite“, die lästigen Deutschen, zumindest das Pack und die Dunkeldeutschen, loszuwerden und auszutauschen.

    Danke, Frau Merkel! Danke, CDU!

    • nwhannover schreibt:

      Stimmt alles! Unterschreibe ich sofort.
      Einigen Inländer merken nix mehr…jahrelange Indoktrination und alles egal Haltung. Der Deutsche Widerstand ist zerstritten.

  2. Pingback: Michael Mannheimer Blog » Blog Archiv » Der neue Sexualerziehungs-Lehrplan für Hessen ist eine tiefe historische Zäsur in der CDU – Andreas Große

  3. Pingback: Wer profitiert von den Flüchtlingsströmen wirklich? | inge09

Kommentare sind geschlossen.