Verrat am Glauben

von Jörgen Bauer

(www.conservo.wordpress.com)

Wer sich aber meiner und meiner Worte schämt unter diesem abtrün-

nigen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Menschen-

sohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters

mit den heiligen Engeln.

Markus 8, Vers 38

Nachfolgende Mitteilung habe ich unter der Überschrift „Spätestens jetzt wäre

Martin Luther aus ’seiner Kirche‘ ausgetreten“, erhalten.

Es geht um eine Verlautbarung der EKD, die sich damit als Kirche Jesu Christi

abmeldet:

Solus Christus!

Die reformatorischen Abgrenzungen gegenüber dem Islam können nicht ohne

Weiteres in die Gegenwart übertragen werden. Diese Ansicht vertritt die Kon-

ferenz für Islamfragen der EKD in einem Impulspapier mit dem Titel „Reforma-

tion und Islam“. Es wurde im Vorfeld des 500-jährigen Reformationsjubiläums

2017 veröffentlicht. Wie es darin heißt, muss das Verhältnis zwischen evan-

gelischer Kirche und Islam neu bestimmt werden. Zwar seien die fünf Kern-

einsichten der Reformation – solus Christus (allein Christus), sola gratia

(allein aus Gnade), solo verbo (allein im Wort), sola scriptura (allein aufgrund

der Schrift) und sola fide (allein durch den Glauben) – bis heute gültig. Aller-

dings müsse etwa mit Blick auf das „solus Christus“ gefragt werden, „wie

die darin zum Ausdruck gebrachte Exklusivität Jesu Christi in einer religiös

pluralen Gesellschaft so zum Ausdruck gebracht werden kann, dass sie im

Dialog nicht als anmaßend oder überheblich wahrgenommen wird“. Die refor-

matorische Sicht auf den Islam, besonders die Martin Luthers (1483-1546),

sei aus heutiger Sicht vielfach polemisch und einseitig. Sie stehe damit „in

einer deutlichen Spannung zu gegenwärtigen dialogischen Ansätzen, die

dem Selbstverständnis und der Eigenständigkeit des muslimischen Glaubens-

zeugnisses Respekt und Achtung entgegenbringen möchten“. Es werde

künftig besonders darauf ankommen, „mit dem Erbe der Vergangenheit

so umzugehen, dass dadurch Begegnung mit anderen nicht verhindert, son-

dern ermöglicht und befördert wird“. Das bedeute nicht, dass Fehlentwicklun-

gen im Islam nicht auch benannt werden dürften.“

Die EKD hat keinen Mut mehr, sich freimütig zum christlichen Glauben,

dessen Mitte Jesus Christus ist, zu bekennen. Aber genau darum sollte

es doch in einem Dialog gehen, bei dem jede Seite ihre Überzeugungen

darlegen muss.

Und Christen müssen sich dann nun einmal zu ihrem Glauben und zur

Exklusivität Jesu Christi bekennen, während die Muslime ihren Allah

mitsamt seinem Propheten Mohammed in den Himmel heben können,

wobei man dann feststellen wird, dass Christentum und Islam unverein-

bar sind, weil beides, trotz scheinbarer oberflächlicher “Gemeinsam-

keiten”, von seinen Wurzeln her, völlig wesensfremd ist, wozu gehört,

dass der Islam dem Christentum feindlich gegenüber steht.

Aber gerade das möchte man ja nicht erkennen, weil dann klar würde,

dass der Dialog völlig sinnlos und überflüssig ist, weil es keine gemein-

samen Nenner geben kann. Denn für den Islam bleiben wir ”Ungläubige”

und damit “Lebensunwürdige”, die zum “Haus des Krieges” gehören, das

zum Islam bekehrt werden muss.

Auf solche faulen Touren, wie von der EKD impliziert, dürfen sich gläubige

Christen in gar keinem Fall einlassen. Andersgläubige zu achten und zu

respektieren kann niemals bedeuten, den eigenen Glauben bis zur Un-

kenntlichkeit zu relativieren.

Mit einer solchen EKD kann es für einen bekennenden Christen keine

Gemeinsamkeiten geben. Die Versuchung, in die wir geführt werden sollen,

besteht in Aussagen wie dieser, „dass wir uns alle so lieb haben, was ja

ganz im Sinne Gottes sein muss“, wobei diejenigen, die darauf hinweisen,

dass dabei der Glaube verraten wird, nur die Bösen sein können, die das

harmonische Miteinander stören.

Allerdings ist die „EKD“ für mich nicht in jedem Fall mit der Evangelischen

Kirche identisch. „EKD“, das sind für mich die Funktionsträger des Rats

der EKD und die dem Evangelium entfremdeten Theoretiker, in deren Um-

feld solche „Impulspapiere“, wie oben, ersonnen werden.

Und was heißt hier „Erbe der Vergangenheit“? Der Islam ist eine einzige

Fehlentwicklung und wird es auch bleiben. Seit den Zeiten Martin Luthers

hat sich überhaupt nichts verändert. Das einzige, was es zu ändern gäbe,

wäre allenfalls, sich einer weniger harschen Sprache zu bedienen.

Dialoge können sich allenfalls auf technische Fragen – und auf eine „fried-

liche Koexistenz“ – beziehen, nicht aber auf die nicht vorhandenen Gemein-

samkeiten, die lediglich die Folgen einer oberflächlichen Sichtweise sind.

Stattdessen wollen wir die geistliche Waffenrüstung (Epheser 6, 10 ff.) an-

legen und mit der Kraft des Gebets rechnen, mit dem wir für die Verirrten,

seien es nun EKD-Funktionäre oder Muslime, beten. Und wir wollen um viel

Kraft bitten, damit wir gute Zeugen und Wegweiser auf „allein Jesus Christus“

sein können.

Ein feste Burg ist unser Gott,

Ein gute Wehr und Waffen.

Er hilft uns frei aus aller Not,

Die uns jetzt hat betroffen.

Der alt böse Feind

Mit Ernst er´s jetzt meint,

Groß Macht und viel List

Sein grausam Rüstung ist,

Auf Erd ist nicht seinesgleichen.

  Mit unsrer Macht ist nichts getan,

wir sind gar bald verloren.

Es streit für uns der Rechte Mann,

den Gott hat selbst erkoren.

Fragst du, wer der ist?

Er heißt Jesus Christ,

der Herr Zebaoth,

und ist kein andrer Gott,

das Feld muss er behalten!

  Und wenn die Welt voll Teufel wär

Und wollt uns gar verschlingen,

So fürchten wir uns nicht so sehr,

Es soll uns doch gelingen.

Der Fürst dieser Welt,

Wie sau´r er sich stellt,

Tut er uns doch nicht,

Das macht, er ist gericht,

Ein Wörtlein kann ihn fällen.

  Das Wort sie sollen lassen stahn

Und keinen Dank dazu haben,

Er ist bei uns wohl auf dem Plan

Mit seinem Geist und Gaben.

Nehmen sie den Leib,

Gut, Ehr, Kind und Weib,

Lass fahren dahin,

Sie habens kein Gewinn,

Das Reich muss uns doch bleiben.

(Martin Luther, 1483 – 1546)

Euch allen einen gesegneten Sonntag und eine ebensolche neue Woche,

es grüßt Jörgen Bauer

http://www.conservo.wordpress.com   30.10.2016

 

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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Eine Antwort zu Verrat am Glauben

  1. anvo1059 schreibt:

    So sieht es leidser aus ! Unsere Kirche hat eine noch tiefere „Demutshaltung“ (Oder totale Blindheit) angenommen als 1933 !
    http://www.freiewelt.net/nachricht/bischof-droege-macht-sich-zum-komplizen-der-christenverfolgung-in-fluechtlingsheimen-10069000/

    Liken

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