Fein mit Salz gewürzt

(www.conservo.wordpress.com)

Von Jörgen Bauer

Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst,  wie ihr einem jeden antworten sollt. (Kolosser 4, Vers 6)

Und ich denke, das gilt nicht nur für unsere Antworten, sondern auch immer dann, wenn es um unseren Glauben geht.

Das Wort, das im griechischen Urtext für „freundlich“ steht, lässt sich nicht recht ins Deutsche übersetzen, weil es hierfür kein deutsches Wort gibt, das „Lieblichkeit“, „Anmut“, „Freundlichkeit“ und auch „Gnade“ umschließt. „Mit Salz gewürzt“ ist nicht als Korrektur gedacht, um dem Eindruck einer falschen Weichlichkeit entgegenzuwirken, sondern bedeutet, dass unsere Rede im rechten Sinn interessant und Interesse weckend, also nicht fad sein soll.

Es geht also darum Menschen für unseren Glauben zu gewinnen, und da kann man nicht mit der Türe ins Haus fallen, sondern muss die Menschen freundlich begleiten.

Paulus spricht im 1. Korinther 3 von der Unmündigkeit der Korinther, denen er anfänglich Milch zu trinken gab und keine feste Speise, die sie noch nicht vertragen hätten. Auch hier begann es mit der freundlichen, fein mit Salz gewürzten Rede.

Dabei kann es aber nicht bleiben, weil es zu einem Wachsen und Reifen im Glauben kommen muss, um die ganze Tiefe des Evangeliums zu erkennen, das uns heilmachen und heiligen soll, wobei die Umkehr von falschen Wegen schmerzhaft sein kann, bevor es zu einer frohmachenden Wiedergeburt und Neuwerdung kommt.

Sollen die Menschen also zunächst mit angenehmer und fesselnder Unterhaltung angelockt werden, so wie es die Verführer machen? Den Christen wird solches von den Gegnern manchmal unterstellt.

Nein, so ist es nicht. Vergleichbar sind die Worte des Paulus eher mit einer Werbung, in diesem Fall Werbung für den Glauben. Und Werbung kann seriös aber auch irreführend sein. Werbung für den Glauben soll aber nicht irreführend sein. Nach Jesu Worten müssen die Menschen wissen, auf was sie sich einlassen, wenn sie sich auf den Glauben einlassen:

„Denn wer ist unter euch, der einen Turm bauen will und setzt sich nicht zuvor hin und überschlägt die Kosten, ob er genug habe, um es auszuführen“ (Lukas 14, 28.)

Und wer nicht genug hat – und das gilt eigentlich für uns alle – darf sich von Gott beschenken lassen, damit es dazu reicht, im Glauben durchzuhalten. In unserer Umwelt sind wir ständig von Werbung für alle möglichen Dinge umgeben. Nicht jede Werbung spricht uns an, sondern nur die, die etwas anspricht, was bereits in uns schlummert.

Und da stoßen wir in der Bibel auf seltsame Aussagen:

„Als das die Heiden hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des Herrn, und alle wurden gläubig, die zum ewigen Leben bestimmt waren.“ (Apostelgeschichte 13, 48)

Sind demnach nicht alle Menschen zum ewigen Leben bestimmt?

Es geht hier um keine Prädestinationslehre, sondern um das Geheimnis des Glaubens. Da wir nicht ergründen können, warum der eine zum Glauben kommt und der andere nicht, muss das Evangelium allen Menschen „freundlich und mit Salz gewürzt“, nahegebracht werden.

Eine stete Herausforderung für uns als Christen.

Horch, dein Heiland lässt dich laden,

Komm`, komm´ und sieh´!

Zu dem Hochzeitsmahl der Gnaden,

Komm´, komm´ und sieh´!

Chor: Lasst die Botschaft weithin schallen,

Berg und Tal lasst widerhallen:

Gott vergibt den Sündern allen;

Komm´, komm´ und sieh!

Sagt´s den Kleinen, sagt´s den Großen,

Komm´, komm´ und sieh!

Keiner wird hinaus gestoßen.

Komm´, komm´ und sieh!

Komm´ eh dich die Nacht ereilet,

Komm´, komm´ und sieh´!

Jesus rettet, Jesus heilet,

Komm´, komm´ und sieh´!

Gott will dir viel Gnad´ erweisen,

Komm´, komm´ und sieh´!

Dich an seinem Tische speisen,

Komm´, komm´ und sieh´!

Alle, die den Tisch umringen,

Komm´, komm´ und sieh´!

Darum auch mit Freuden singen:

Komm´, komm´ und sieh´!

(Philipp W. Bickel, 1829-1914)

Euch allen einen gesegneten Sonntag und eine ebensolche neue Woche. Es grüßt Jörgen Bauer.

www.conservo.wordpress.com   6. Nov. 2016

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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2 Antworten zu Fein mit Salz gewürzt

  1. greypanter schreibt:

    Beiträge mit einer so offensichtlichen Realitätsverweigerung habe ich auf conservo nicht erwartet. Unsere Kultur hat sich zwar aus dem Christentum entwickelt, aber erst die Aufklärung mit ihrem naturwissenschaftlichen Fundament brachte eine Gesellschaft hervor, welche nicht auf religiösen Imperativen, sondern auf der Charta der Menschenrechte aufgebaut ist und naturwissenschaftliche Erkenntnis über das Schmökern in verstaubten Überlieferungen stellt. Den imperialistischen Islam können wir nicht mit Bibelzitaten bekämpfen, sondern nur mit wissenschaftlichen Fakten und logischem Denken. Warum sollte eine Religion im alleinigen Besitz der Wahrheit sein, wenn eine Mehrheit der Weltbevölkerung der Ansicht ist, dass andere Religionen diese Wahrheit besitzen? Auch die logischen Widersprüche innerhalb einer Religion, die in besonders hohem Grad beim Islam zu finden sind, müssen einen denkenden Menschen zur Ablehnung dieser Religion veranlassen.

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  2. karlschippendraht schreibt:

    Vollste Zustimmung !!! Persönlich betrachte ich als überzeugter Atheist ein solches Forum wie dieses hier nicht als Jesuitenverein sondern als absolut realistische Diskussionsplattform . Religion und Ideologie , beide haben der Menschheit bisher nur Not und Leid gebracht .

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