Der große Kladderadatsch – MIT GEWANDELTEM BEZUG

(www.conservo.wordpress.com)

von altmod *)kladderadatsch

Kladderadatsch war einst eine deutschsprachige politisch-satirische Zeitschrift, die von 1848 bis 1944 erschien. Der Name der Zeitschrift ist hergeleitet vom lautmalerischen Berliner Ausdruck Kladderadatsch, der etwa bedeutet „etwas fällt herunter und bricht mit Krach in Scherben“. Der Titel machte den Ausdruck so populär, dass er zur politischen Parole wurde. Der „große Kladderadatsch“ war denn ein vielgebrauchtes Schlagwort der deutschen Sozialdemokratie. Es sollte den Zusammenbruch der bürgerlichen Gesellschaft beschreiben, der immer wieder für eine nahe Zukunft vorhergesagt wurde. https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Kladderadatsch

Seit mehr als einem Jahr – beginnend mit der Aussetzung von Verfassungsrecht, hiesigem  und internationalem Recht durch die Kanzlerin und Flutung des Landes mit Fremden, mit den massenhaften Angriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln, Hamburg und andernorts, mit den Anschlägen von München, Würzburg und Ansbach, mit der Preisgabe des Rechts auf freie Meinungsäußerung durch den Justizminister, mit dem immer eklatanter sich zeigenden Versagen von Polizei und Justiz bei der Ahndung von (Ausländer-)Kriminalität, mit dem damit einhergehenden Versagen und Ruin der Presse- und Medienlandschaft, haben sich die Auspizien für einen großen Kladderadatsch unübersehbar angehäuft.

Aber nicht die „bürgerliche Gesellschaft“ steht vor dem Zusammenbruch, sondern das noch gegenwärtige System des die westlichen Gesellschaften beherrschenden Linkskartells aus Politik, (Geistes-) Wissenschaften, Medien und Teilen der Ökonomie. Mit der Wahl von Donald Trump zeigt sich, dass dieses Oligopol jetzt ernsthaft seinen Niedergang kommen sieht. Die Auguren – die, welche gerne von den Herrschenden in Anspruch genommen werden – diejenigen, die immer noch in den Redaktionsstuben einer „Qualitätspresse“ in ihren linksgrünen Miasmen dahinvegetieren, haben spektakulär versagt. Wahlerfolge der AfD hierzulande, der „Brexit“, der Wahlsieg von Trump – der unentwegt gescholtene Rechtspopulismus ist auf dem Vormarsch und lernt dem bisher tonangebenden Linkspopulismus das Fürchten.

In einem vom politischen Establishment nahezu als Skandal angesehenen und auch heute noch lesenswerten Interview in der ZEIT fragte schon 1992 der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker bei seiner Kritik an den Parteien und dem Parteienstaat: „Wo bleibt der Wille des Volkes?“ Er konstatierte: „Der Parteienstaat (ist) von beiden zugleich geprägt, nämlich machtversessen auf den Wahlsieg und machtvergessen bei der Wahrnehmung der inhaltlichen und konzeptionellen politischen Führungsaufgabe.“

„Die Anfänge dessen, was wir heute in den USA beobachten, sind schon lange in Europa angekommen – die Erosion der Demokratie in ihrer bisherigen Form, schrieb der Philosoph und Wissenschaftsjournalist Alexander Grau in „Cicero“ –  und:

„Demokratie und freie Marktwirtschaft (haben) zu einer historisch einmaligen Diversifizierung westlicher Gesellschaften geführt: Milieus haben sich aufgelöst, Überlieferungstraditionen sind abgebrochen, Lebensstile differieren wie noch nie zuvor in der Geschichte. Eine allgemeinverbindliche Leitkultur gibt es nicht. Migrationsbewegungen und sich emanzipierende Minderheiten bewirken ein Übriges. Zunehmend stehen sich soziale Milieus und Subkulturen mit offenem Unverständnis, teilweise in deutlicher Abneigung gegenüber. Die Basis gemeinsamer Kommunikation schwindet. Die weltanschauliche Gegenseite wird als verlogen und unmoralisch wahrgenommen. Der mentale Bürgerkrieg beginnt. Die Annahme, dass ein paar Verfassungsgrundsätze als Basis einer demokratischen Gesellschaft ausreichen, droht als gefährlicher Irrtum entlarvt zu werden – geboren in Zeiten relativer kultureller Homogenität. Das erfolgreichste Staatsmodell der Menschheit, die westliche Demokratie, generiert zunehmend Gesellschaften, die ihre eigenen Voraussetzungen zerstören.“

Dieserart „Demokratie“ zerstört sich selbst, ist die Aussage.

Hans-Hermann Hoppe schrieb 2001 in „Demokratie – Der Gott, der keiner ist“:    „Das amerikanische Modell – kurz: die Demokratie – muß sowohl in wirtschaftlicher als auch in moralischer Hinsicht als historischer Fehlschlag beurteilt werden. Demokratie fördert Kurzsichtigkeit, Kapitalverschwendung, Unverantwortlichkeit und moralischen Relativismus. Sie führt zu dauernder zwangsweiser Einkommens- und Vermögensumverteilung und ständiger Rechtsunsicherheit Sie ist kontraproduktiv. Sie fördert das Demagogentum und den Egalitarismus. Sie ist nach innen gegenüber der eigenen Bevölkerung und nach außen hin aggressiv und tendenziell totalitär. Insgesamt führt sie zu einem dramatischen Anstieg der Staatsmacht, erkennbar an der Größe staatlicher – parasitär durch Steuern und Enteignung eingetriebener – Einnahmen und Vermögensbestände im Verhältnis zur Größe produktiv – im Markt – erwirtschafteter Einkommen und Vermögen und dem Umfang und der Reichweite staatlicher Gesetzgebung. Sie ist ebenso zum Untergang bestimmt, wie der Sowjetkommunismus zum Untergang bestimmt war.“

Das „amerikanische Modell“ hat mit der Wahl Trumps einen folgenreichen Schlag erhalten und die aggressive resp. kriegerische „globale Demokratie-Mission“ findet hoffentlich ein Ende. Diese Mission unter Führung der USA mithilfe seiner westlichen Vasallen, die den islamischen Terrorismus von Afghanistan bis Syrien gefördert hat, „Failed states“ im Nahen Osten und Afrika produzierte, mit unendlichem Leid und mit  noch nie gekannten Migrationswellen in Richtung Zentral-Europa.

Trump hat ausschlaggebend mit drei Aussagen die Wahl für sich entschieden: „America first!“, „We make America great again!“ und „We want our country back!“

Das sind klar national konnotierte Ansagen“ – schreibt Nicolaus Fest in einem lesenswerten Kommentar :

„Es geht um die Frage, wer wir sind. Es geht um Leitkultur und Diskurs-Herrschaft. Und es geht um alles, was das linke Projekt ausmacht. … Es geht um die Herrschaft einer Ideologie, die den Menschen als erziehungsbedürftig betrachtet, als Objekt staatlichen Nannytums: Um das linke Projekt der Re-Education zum besseren Menschen, zum immer toleranten, bunten, umweltbesorgten Veganer, der jede Ideologie des Augenblicks umarmt: Neben Multikulti auch Frühsexualisierung, GenderMainstreaming, Inklusion, Feinstaub, Windenergie, VeggieDay, autofreie Zonen. Es geht um die Politik der täglichen Gängelung, um die endgültige Umwandlung des Landes in ein permanentes Erziehungslager. … Und es ging um noch etwas, für das das Projekt der Linken steht: Um die Auflösung aller Bindungen. Wer den Neuen Menschen schaffen will, den unsexistischen, nicht-aggressiven, verständnisvollen, weltoffenen, femininen Typus, muss alte Muster brechen. Der Neuprägung hinderlich sind Familie, Heimat, Nation, Kirche, Kameradschaft, Kultur, Geschlecht. Erst die Bindungslosigkeit kreiert den perfekten und perfekt manipulierbaren Menschen, der zwar nicht tolerant ist, aber allem gegenüber gleichgültig – weil er nichts kennt, wofür es sich einzutreten lohnt.“

Unmissverständlicher kann man es nicht ausdrücken, was die Menschen hüben und drüben eigentlich umtreibt im Blick auf unsere „regierenden Verhältnisse“. Die Versprechungen auf soziale Wohltaten, die heuchlerischen Zusicherungen hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit und Sicherheit in Gleichheit, ziehen nicht mehr und werden wohl nicht mehr wahlentscheidend sein.

„Etwas fällt herunter und bricht mit Krach in Scherben“

Der „große Kladderadatsch“ steht dem bisher nicht enden wollenden Projekt der Linken wohl endlich und unabwendbar bevor. Sie wollen es nur noch nicht wahrhaben.

Ein Kommentar von Bauer Gerhard:

„Etwas fällt herunter und bricht mit Krach in Scherben“

Wir bauen „es“ wieder auf. Wieder und wieder und wieder. Wann ist endlich Schluss mit Aufbauen oder besser gesagt Wiederaufbauen. Muss erst mit dem Zentralstaat Schluss gemacht werden, damit wir Deutsche endlich auch einmal den verdienten Lohn für die verdiente Arbeit ernten können? Ich meine ja, der Zentralstaat, das DEUTSCHLAND, das ohnehin auch nur ein politisches Projekt und Werkzeug machthungriger Leute war, muss aufhören zu existieren, muss und wird zusammen-/auseinanderbrechen.

*) „altmod“ ist Blogger (altmod.de), Facharzt und Philosoph sowie regelmäßiger Kolumnist bei conservo
www.conservo.wordpress.com   24.11.2016

Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 20 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 36 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen.
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