Vatikan droht konservativen Kardinälen

(www.conservo.wordpress.com)

Von David Berger *)petersdom

Auch Kardinal Meisner soll die Kardinalswürde entzogen werde

Das gab es in dieser Dimension noch nie. Pio Vito Pinto, der Vorsitzender des obersten katholischen Gerichtshofes, der Römischen Rota, hat gleich mehreren Kardinälen angedroht, dass man ihnen die Kardinalswürde entziehen könnte. Der Grund: Sie hatten sich kritisch zu einem dogmatisch tatsächlich höchst zweifelhaften Rundschreiben (Amoris Laetitia) von Papst Franziskus geäußert.

Mit dabei sind – nach den Informationen mehrerer Nachrichtenagenturen – Kardinäle, die unter dem Vorgänger von Papst Franziskus, Papst Benedikt XVI. Als besonders lehramtstreu galten, unter anderem auch die deutschen Kardinäle Joachim Meisner (Köln) und Walter Brandmüller, ein international bekannter Kirchenhistoriker und persönlicher Freund Papst Benedikts XVI.

Zusammen mit den Kardinälen Burke (Malta/USA) und Caffarra (Italien) hatten diese Kichenfürsten einen besorgten Brief an Papst Franziskus gerichtet und ihn gebeten, in der umstrittenen Enzklika angedeutete Pläne, nach denen auch wiederverheirateteGeschiedene die Hl. Eucharistie empfangen können, nicht zu verwirklichen.

Nun will man sie offensichtlich mundtot machen, um die der Ehelehre der Kirche widersprechenden Pläne ungestört und unter dem Jubel der kirchenfernen Medien umsetzen zu können. Wie bereits bei den unter Paul VI. durchgeführten Veränderungen der kirchlichen Praxis, zeigt sich nun auch unter Franziskus:

Die sich selbst als Reformer und Liberale verstehenden Kirchenmänner, die die kirchliche Disziplin an wichtigen Stellen auflösen möchten, gehen gegen ihre Kritiker mit schärfsten disziplinarischen Mitteln vor.

Oder wie es der vor kurzem verstorbene Philosoph Walter Hoeres formulierte: Die heftigsten Toleranzprediger sind fast immer die intolerantesten Menschen.

Obwohl ich selbst in meiner Biographie die harte Hand Meisners zu spüren bekommen habe, schäme ich mich als Katholik und Theologe für dieses Gebaren, das das treue Festhalten an Kernpunkten der kirchlichen Lehre bestrafen möchte, zutiefst.

Kommentare:

Ottaviani (30. November 2016)

Noch vor kurzem hätte ich mir das nicht träumen lassen, dass ich das jemals schreibe, aber nun muss es sein:

Herr Dr. Berger, sie sind in meinem Ansehen in den letzten Monaten enorm gewachsen. ich ziehe meinen Hut vor Ihnen und Ihrer Größe, Dinge objektiv zu beurteilen – ohne Ansehen evtl. persönlicher Verletzungen. was ich Böses zu Ihrer Person geschrieben habe, möchte ich hiermit zurück nehmen und mich entschuldigen!

Und aus Gesprächen weiß ich: es geht ganz vielen anderen gläubigen Katholiken so. Für viele gehören Sie wieder zu uns. Und wir sind froh, dass wir Sie als intellektuelles Schwergewicht haben!

Twinkle         

(30. November 2016)

Hat dies auf Himmel 1.0 – Sneak Preview rebloggt und kommentierte:

„Die heftigsten Toleranzprediger sind fast immer die intolerantesten Menschen.“ (Walter Hoeres)

„Obwohl ich selbst in meiner Biographie die harte Hand Meisners zu spüren bekommen haben, schäme ich mich als Katholik und Theologe für dieses Gebaren, das das treue Festhalten an Kernpunkten der kirchlichen Lehre bestrafen möchte, zutiefst.“ (David Berger)

Lieber Herr Berger,

danke für diesen Beitrag und Ihre selbstkritische, nicht nachtragende und im Kern gläubige Biografiearbeit.

Herzliche Grüße und Gottes Segen aus Frankfurt!

Rudolf B. (30. November 2016)

Ja sehen Sie, die evangelische Kirche ist bereits in weiten Teilen tieflinksgrünbeliebig gefärbt (?), nein leider indoktriniert. Anderswo wird von einer Weltuniversalkirche fabuliert oder besser schwadroniert. Da wird der Gott der Christen, Juden und des Islams kurzerhand zur neuen Dreieinigkeit gekürt. Die linke – insbesondere in den USA als liberal fehltitulierte – Welt- und Globalisierungsschickeria, welche jegliche Würde des Individuums mit Füßen tritt, wütet mit dem aktuellen Beliebigkeitspapst in der Welt- und Kirchengeschichte herum. Die Parallelen zum bundesrepublikanischen Papstpendant Merkel sind unverkennbar. Grenzenlose Prinzipienlosigkeit wird zum Dogma erhoben. Die hiergenannten Kirchenmänner wären gut beraten, einmal an den demnächst 500jährigen Martin Luther zu denken – konkret seine 95 Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg . Oder auch gerne mal die Alternative für Vatikan (wie wäre es mit AfV?) als Denkmodell zu überlegen. In der katholischen Kirche ist es nicht anders als in der Bundesrepublik, der EU, der UNO. Der Fisch beginnt immer am Kopf zu stinken. Und an der zum Irrsinn gesteigertenTrumpomania der linken Welteliten erkennt man ihre Panik, weil der Trump vorläufig erstmal nicht mitstinken will. Davon braucht die Welt viel, viel mehr – die nicht auch liberal und linksgrünversifft stinken wollen.

*) Der Berliner Philosoph, Theologe und Autor Dr. David Berger betreibt das Blog PHILOSOPHIA PERENNIS
www.conservo.wordpress.com   1.12.2016

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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3 Antworten zu Vatikan droht konservativen Kardinälen

  1. Olet lucernam! schreibt:

    Es ist einfach nur noch ein Trauerspiel, wie alles, was uns lieb und heilig ist, von oben herab unter dem Deckmantel von Modernität und (Pseudo-)Menschlichkeit kaputt gemacht wird.

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  2. anvo1059 schreibt:

    Aber das diese Kardinäle hier dem Islam alle Wege ebnen und ihren Glauben verraten , das ist nicht verwerflich ? Oh Herr bestrafe diese sündigen Heuchler!

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