Tribunal? Sozialistisch-korrekte Inquisition? Linke Verlogenheit? Christenhass?

(www.conservo.wordpress.com)

Von Michael Stein

christentumWie soll man das nennen? Hass auf christliche Flüchtlinge?

Es ist nur noch zum Kübeln, was sich die Korrekten hier leisten! Gottfried Martens zitiert aus einem Protokoll einer Anhörung beim BAMF:

„Aus dem Protokoll einer Anhörung – oder soll man besser sagen: eines Tribunals? – beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Der Antragsteller war im Iran in einer Hausgemeinde, die von einem armenischen Christen geleitet wurde:

F: Was haben Sie in Deutschland in Bezug auf Ihr Christentum unternommen?

A: Ich bin in die Evangelisch-Lutherische Dreieinigkeitsgemeinde von Pastor Martens in Berlin-Steglitz gegangen.

F: Wieso sind Sie ausgerechnet dorthin gegangen?

A: Weil in dieser Gemeinde auch alles auf Persisch übersetzt wird,

F: Da gibt es auch in Berlin noch andere Gemeinden, bei denen das ebenfalls der Fall ist.

A: Als ich in Deutschland war, habe ich die Leute in meinem Notaufnahmelager nach einer Kirche gefragt. Die Leute haben mir dann diese Adresse genannt.

F: Haben Sie auch andere Kirchen ausprobiert?

A: Nein, von Anfang an war ich in dieser Kirche.

F: Und warum ausgerechnet diese Kirche?

A: Weil ich diese Adresse erhalten habe und weil man dort Persisch spricht.

F: Ja, aber warum haben Sie nicht auch andere Kirchen ausprobiert, in denen man auch Persisch spricht?

A: Für mich war die Hauptsache, dass ich eine Kirche finde, in welcher man Persisch spricht. Es gibt keine Unterschiede, ich wollte einfach in eine Kirche gehen, die ich verstehen kann.

F: Zwischen den verschiedenen christlichen Konfessionen gibt es aber schon sehr, sehr große Unterschiede. Was ich z.B. nicht verstehe: Sie haben im Iran das Christentum von armenischen Freunden gelernt. Gleichwohl haben Sie sich in Berlin keine armenische Kirche gesucht, sondern Sie sind in eine evangelikale Freikirche gegangen:

(Anmerkung G.M.: Der Anhörer weiß offenbar weder, dass in armenischen Kirchen kein Persisch gesprochen wird, noch ist ihm bekannt, dass unsere Gemeinde überhaupt keine „evangelikale Freikirche“ ist.)

A: Zwischen den Konfessionen im Islam gibt es Kriege und Gewalt. Bei den christlichen Konfessionen habe ich das nicht gesehen. Mein Interesse ging in die Richtung Protestanten.

F: Wenn Sie bei den christlichen Konfessionen nicht gesehen haben, dass es dort auch sehr lange sehr viele blutige Kriege und gewalttätige Auseinandersetzungen gab, dann kennen Sie sich im Christentum aber wirklich sehr schlecht aus.

(Anmerkung G.M.: Ein Mensch, der in seiner Hauskirche im Iran einfach nur von seinem Herrn und Heiland Jesus Christus gehört hat, der für ihn am Kreuz gestorben ist, kennt sich also im Christentum „wirklich sehr schlecht aus“, weil er nicht genügend europäische Kirchengeschichte studiert hat!)

A: Leute, die Kriege führen, kann man nicht als Christen bezeichnen, weil sie gegen die Gebote Jesu Christi verstoßen.

(Das Verhör geht dann weiter. Der Anhörer befragt den Angehörten nach den Unterschieden zwischen der armenischen Kirche – die der Antragsteller nie kennengelernt hat – und den protestantischen Kirchen. Er hält ihm einen Vortrag über die Arianer und reitet dann weiter auf den Armeniern herum:

„was ich immer noch nicht verstehe ist, warum Sie sich in Berlin keine armenische Kirche gesucht haben.“)

F: Was fasziniert Sie am Christentum?

A: Was Jesus Christus für uns getan hat: dass Gott sich in einen menschlichen Körper gewandelt und geopfert hat. Das hat mich fasziniert. … Wenn man Christ wird, dann bekommt man ein neues Leben. Die Sünden werden vergeben und dadurch ist man gerettet.

F: Kennen Sie das Glaubensbekenntnis?

A: Ich glaube an meinen Gott Jesus Christus. Gott hat mir den Heiligen Geist in meine Seele getan. Weil ich daran glaube, bekomme ich auch die Taufe. Ich bin heute ein Kind Gottes. Ich bekomme sein Heiliges auch zum Erbe. Ich werde keinen anderen Gott haben außer Jesus Christus. Ich glaube an den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.

F: Das Glaubensbekenntnis wird in jedem Gottesdienst gesprochen. Auch ich kann es auswendig. Wie kommt es, dass obwohl Sie einen Taufkurs besucht haben und obwohl Ihre Taufe in zwei Wochen bevorsteht, nichts, aber auch wirklich nichts von dem, was Sie eben gesagt haben, mit dem Glaubensbekenntnis übereinstimmt.

(Anmerkung G.M.: Ich überlasse es den Lesern zu beurteilen, ob „nichts, aber auch wirklich nichts von dem“, was der Antragsteller gesagt hat, mit dem Glaubensbekenntnis übereinstimmt. Wenn der Anhörer uns schon für eine evangelikale Freikirche hält, müsste er eigentlich wissen, dass in evangelikalen Freikirchen auf das persönliche Bekenntnis und nicht auf formulierte Bekenntnisse Wert gelegt wird …)

So geht die Anhörung weiter. Es folgen Fragen wie: „Sagt Ihnen der Ortsname Wittenberg etwas?“ (Der Antragsteller antwortet darauf korrekt!)

noch ein Auszug aus dem Ende des Interviews:

A: Das ist meine Pflicht, dass ich sagen muss, dass ich Christ bin. Ich habe in diesem Weg meine Rettung gesehen.

F: Ich verstehe nicht ganz, dass es Ihre Pflicht ist, im Iran zu sagen, dass Sie Christ sind.

A: Das ist meine Verantwortung, weil ich diese Religion so liebe. Wenn ich gefragt werde, dann antworte ich so; sonst nicht.

F: Wenn Sie diese Religion so lieben, dann verstehe ich nicht, wieso Sie über diese Religion – trotz Taufunterrichts! – so gut wie nichts wissen.

A: Ich bin neu und lerne noch. Und ich werde immer weiter lernen. Ich denke, dass ich nicht wenig Ahnung habe.

Anmerkung G.M.: Ich überlasse es dem Leser/der Leserin, sich ein Urteil darüber zu bilden, wie man im BAMF die Ernsthaftigkeit des Glaubenswechsels von christlichen Flüchtlingen überprüft.“ (Quelle: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=523900317819676&id=417213035155072)

Aus der Facebook-Diskussion:

Mila Schop: Inquisition würde es in etwa beschreiben……….

Nora Bach: Unglaublich!!! Da muss man doch etwas unternehmen!!! Das kann man doch nicht so stehen lassen! Am liebsten würde ich von Wien auf dieses Amt reisen und denen ordentlich die Aleviten lesen!!!! Das geht gar nicht!!!!! Leute unternehmt etwas!!!!

www.conservo.wordpress.com   5.12.2016
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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 41 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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4 Antworten zu Tribunal? Sozialistisch-korrekte Inquisition? Linke Verlogenheit? Christenhass?

  1. juergenbellers schreibt:

     

    Migranten oder warum Christen AfD wählen

    Matthäus 15, 22 – 28:

    „Und siehe, eine kananäische Frau kam aus jener Gegend, schrie und sprach:

    "Erbarme dich meiner, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter ist arg besessen!" Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Da traten seine Jünger herzu, baten ihn und

    sprachen: "Fertige sie ab; denn sie schreit uns nach!"

    Er aber antwortete und sprach: "Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel."

    Sie aber kam, fiel vor ihm nieder und sprach: "Herr, hilf mir!" Er aber antwortete und sprach: "Es ist nicht fein, daß man das Brot der Kinder nehme

    und es den Hündlein vorwerfe!" Sie aber sprach: "Ja, Herr! aber doch essen die Hündlein von den Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen."

    Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: "O Frau, dein Glaube ist groß; dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an."

    Jesus weist also mit beleidigenden Worten die Ausländerin zurück, hilft ihr aber

    schließlich dann doch. Warum?

    Offensichtlich gibt es aus der Sicht des HERRN eine Hierarchie der Lieben: Den

    Nächsten (Kind, Eltern, Ehepartner) lieben wir am meisten, hier sind wir zur

    unbedingten Sorge verpflichtet. Schon beim Bettler am Bahnhof wissen wir, dass die Bettelei gewerblich organisiert betrieben wird. Und was bedeutet uns der ferne Chinese, der schwer auf dem Acker arbeiten muß? Vielleicht haben wir Mitleid, wenn überhaupt, denn Arbeit ist der Menschen Strafe für die Schuld. Sollen wir ihm helfen? Aber wie? Durch bedingungsloses Grundeinkommen? Wir können ihm vielleicht einen neuen Pflug spenden, aber wenn die Chinesen ihre Probleme nicht selber lösen, dann werden sie nie ihre Lage verbessern können. Hilfe von außen hindert sie im Willen zum Vorwärtsgehen. Die Nächstenliebe muß vor Ort von den dort Nächsten wirken. Denn von außen ist Hilfe oft nicht angepaßt. Denn der arbeitende Chinese hat vielleicht nicht das Problem der schweren Arbeit, sondern das der streitsüchtigen Frau zu Hause. Geistige Probleme sind meist weitaus schlimmer als materielle. Und diese geistigen Fragen können nur geistlich geheilt werden, wie durch Jesu Wunder in der Geschichte oben. Nebenbei: Nach dem Sturz des Maoismus haben die Chinesen ja auch diesen Weg der Selbstverantwortung beschritten. Jetzt ist der Bauer Industriearbeiter. Ob es ihm dadurch besser geht, müssen die Chinesen und vor allem der Bauer selbst entscheiden.

    Also: Nächstenliebe gilt nur für die Nächsten. Nur in Ausnahmefällen soll auch den Fernen geholfen werden. Am besten hilft man ihnen vor Ort in der Ferne, wo sie wohnen oder wohin sie in deren Nähe geflohen sind.

    Gesendet: Montag, 05. Dezember 2016 um 12:03 Uhr Von: Conservo <comment-reply@wordpress.com> An: juergenbellers@gmx.de Betreff: [New post] Tribunal? Sozialistisch-korrekte Inquisition? Linke Verlogenheit? Christenhass?

    conservo posted: "(www.conservo.wordpress.com) Von Michael Stein Wie soll man das nennen? Hass auf christliche Flüchtlinge? Es ist nur noch zum Kübeln, was sich die Korrekten hier leisten! Gottfried Martens zitiert aus einem Protokoll einer Anhörung beim BAMF: „A"

  2. rositha13 schreibt:

    Hat dies auf Gegen den Strom rebloggt.

  3. Querkopf schreibt:

    Scheinasylanten und Scheinchristen, dass passt doch beisammen, oder?

  4. Pingback: Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

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