Donald Trump – Eine Gefahr für wen?

(www.conservo.wordpress.com)

Von Jörgen Bauer *)

Gedanken zur Woche

trumpEs ist über ein halbes Jahrhundert her, dass ich als Jugendlicher in die Bundesrepublik gekommen bin. Noch sehr gut in Erinnerung sind mir die gleichgeschalteten DDR-Medien mit ihren Jubelberichten.

Egal, ob es um die “Plan-Übererfüllung im sozialistischen Wettbewerb”, um den “Freiwilligen Einsatz im nationalen Aufbauwerk”, um die “Geschlossenheit der Werktätigen hinter den Beschlüssen der Partei der Arbeiterklasse” ging, immer wurden begeisterte Aktivisten für die Sache des Sozialismus vorgeführt und adäquate Berichte veröffentlicht.

Natürlich wusste jeder, der bei klarem Verstand war, dass das alles nur Propaganda war, aber es war klug, das nicht zu sagen, sondern man nahm an den verordneten Jubelveranstaltungen teil.

Daran wurde ich spontan erinnert, als ich dieser Tage eine Sendung sah, in der es auch um das unvermeidliche Flüchtlingsthema ging, wo freudig erregt, über die weiterhin große Zahl der freiwilligen Helfer in Sachen Flüchtlinge berichtet wurde, was bei Gesprächsteilnehmern und Zuschauern zu einer starken Beifallsbekundung führte.

Da spürte ich auf einmal ganz deutlich, dass wir irgendwo verdummt werden, wenn auch nicht so krass wie in der früheren DDR.

Aber auch bei uns ist schon lange, von interessierten Kreisen gesteuert, ein öffentliches Meinungsklima entstanden, dem, trotz besserer Einsicht, niemand zu widersprechen wagt, weil das auch bei uns existenzbedrohend werden kann.

Wer bildet denn bei uns die Meinungen? Zum Beispiel, dass CO2 klimaschädlich, die Energiewende gut, Kernenergie schlecht, Gendervielfalt gut, die herkömmliche Familie überholt, Flüchtlinge gut, Kritiker böse, der Islam eine Geschwisterreligion und die das anders sehen, Hetzer sind? Liegen dem eigene Erkenntnisse zugrunde oder wurde nur etwas übernommen, was andere für uns erdacht haben?

Die USA haben viele große Präsidenten hervorgebracht. Von daher verwunderte es mich, dass die USA keine besseren Kandidaten zu bieten hatten als den „rüpelhaften“ Donald Trump mit seinen „unverschämten“ Aussagen und Hillary Clinton, die es, als die alternde Gattin eines ehemaligen US-Präsidenten, jetzt auch einmal versuchen wollte? Dazu kamen dann noch die einer zivilisierten Nation unwürdigen Schlammschlachten zwischen den beiden Kandidaten.

Am Ende siegte dann, wider Erwarten der medialen Meinungsbildner und Volkserzieher, der “Rüpel” Donald Trump, dessen Ankündigungen für den Fall seiner Wahl nicht sehr erfreulich klangen, was die linksgerichteten Medien sofort zu den schlimmsten Befürchtungen und Untergangsszenarien inspirierte.

Dafür, dass Donald Trump die Wahl gewann, gibt es sicherlich viele Gründe, wobei jeder seiner Wähler seine eigenen Vorstellungen hatte, weshalb sich die Frage nie endgültig beantworten lässt.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass es gerade die nassforsche Art des Kandidaten Trump war, die ihm zum Erfolg verhalf. Er hat in einer frechen Art und damit ehrlich gesagt, was er denkt. Vergleichbar mit einem pubertierenden Knaben, der sich frech gegen seine, ihn bevormundenden Eltern auflehnt. Und damit traf er den Nerv derjenigen, die sich, auch in den USA, vom Zwang der politischen Korrektheit eingeengt und bevormundet fühlen.

Für “alle Menschen guten Willens” – vereinfacht als “Gutmenschen” bezeichnet – daran gewohnt, den anderen zu vermitteln, wie sie die Dinge zu sehen und wie sie zu denken haben – war die Wahl von Donald Trump ein echter Schock, der ihr bisheriges Weltbild erheblich erschüttert hat.

Entsprechend dann auch die Kommentare in den gleichgerichteten Medien, in denen eine Art Weltuntergang beschworen wurde.

Wie ist das alles zu bewerten?

Donald Trump hat Unerfreuliches angekündigt. Abgesehen von Dingen die nur die USA betreffen, wie der Bau einer Grenzbefestigung zu Mexiko, die Abschiebung von Millionen illegaler Einwanderer, die Rücknahme der Krankenversicherung und ähnliches, gibt es eine Reihe von Dingen, die auch uns betreffen.

Da wäre die Kündigung des Klimaschutzabkommens zu nennen, was man vergessen kann, weil es hier nichts zu schützen gibt. Der Anteil von 0,038% CO2 in der Atmosphäre entspricht dem Verhältnis einer Strecke von 38 Metern zu 100 km, was unerheblich ist. Das Wetter bleibt weiterhin chaotisch und unberechenbar und das Klima sind virtuelle Durchschnittwerte, die in der Natur so nicht vorkommen.

Kritisch zu sehen sind allerdings Zollschranken und Abschottungen gegenüber Europa.

Teuer kann es werden, wenn die USA höhere Anstrengungen zur Verteidigung erwarten. Positiv ist, wenn Trump kein Feindbild gegenüber Russland pflegt und die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin mit harschen Worten geißelt.

Bisher war es aber immer so, und so wird es auch künftig sein, dass zwischen den Ankündigungen und dem was dann wirklich getan wird, ganz erhebliche Unterschiede bestehen.

Es gibt Sachzwänge und Notwendigkeiten, denen sich auch ein Donald Trump nicht entziehen kann. Dazu gehören die wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen den USA und Europa. Es wird also nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird und in Kreisen der Wirtschaft ist von Panik nichts zu spüren.

Wie ist es denn mit dem Brexit? Letztlich auch das eine Fernwirkung Merkelscher Flüchtlingspolitik. Nachdem die letzte Entscheidung hierüber dem britischen Parlament obliegt, könnte ich mir vorstellen, dass das Ganze am Ende ausgeht wie das Hornberger Schießen.

Was den politisch-medialen Komplex in Unruhe versetzt, sind nicht so sehr wirtschaftliche Nachteile, sondern dass das “Vorbild Trump” zum Widerstand gegen das linkslastige Establishment ermutigt, mit der Folge dass “rechtspopulistische Parteien”, wie die AfD, weiter Zulauf erhalten.

Und das könnte eine sehr reale “Gefahr” sein. Fragt sich nur, für wen.

Was ist vom Wort Gottes dazu zu sagen?

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

(2. Mose 20, Vers 16)

Wie aus verschiedenen Medienberichten hervorgeht, und wie es auch in diversen Internetseiten nachzulesen ist, soll Trump seinen Wahlsieg der Tatsache verdanken, dass im großen Stil und nahezu “industriell organsiert” zu seinen Gunsten und zum Nachteil von Hillary Clinton, frei erfundene Lügen und Falschmeldungen in Umlauf gesetzt wurden, die sich in Windeseile verbreiteten.

Bei der Art der hier geführten Schlammschlacht wäre das durchaus denkbar, wobei möglicherweise auch die Gegenseite mit gleicher Münze heimgezahlt hat.

Es ist experimentell erwiesen, dass Lügen, die lautstark und bestimmt vorgetragen werden, besonders leicht geglaubt werden. Je dreister gelogen wird, umso größer die Erfolgsaussichten.

In diesem Zusammenhang wurde der Begriff “Fake-News” bzw. “Fake-News-Politik” kreiert und davon gesprochen, dass solche Methoden mehr und mehr um sich greifen und sehr erfolgreich sind, weil sie oftmals den Vorurteilen und der Erwartungshaltung des Publikums entsprechen, das zudem noch sehr leichtgläubig ist.

Schon bisher wurden viele Gerüchte in die Welt gesetzt. Durch Internet, Facebook, Twitter usw. ist die Verbreitung von Gerüchten und Falschmeldungen lediglich optimiert worden.

Solche Methoden sind allerdings nicht neu. So hat die Stasi in der früheren DDR gern mal Lügen oder böse, ehrabschneidende Gerüchte über Regimekritiker in Umlauf gesetzt. Lügen und Abstreiten gehört vielerorts nicht nur zum “politischen Tagesgeschäft”. Man kennt dieses in krasser Form auch als Gräuelpropaganda aus Kriegszeiten.

Aber befinden wir uns denn im Krieg, oder ist die Unversöhnlichkeit und der Riss, der durch die Gesellschaft geht, schon so groß und tief, dass zu solchen Mitteln gegriffen wird?

Ein Gewässer hat eine gewisse Selbstreinigungskraft. Es kann bei zu viel Dreck und Schmutz aber auch umkippen und alles innewohnende Leben vernichten.

So ist es auch mit der Lüge.

Wir Menschen haben von Natur aus ein gestörtes Verhältnis zur Wahrheit. Eine bestimmte Menge von Lügen kann durchaus neutralisiert werden.

Wenn aber mal eine ganze Gesellschaft von Lug und Trug überflutet wird und man nicht mehr weiß, was man überhaupt noch glauben kann, man also nicht weiß, ob das “Fake News” ein “Fake-News” oder die Behauptung dass es ein “Fake-News”ist, ein “Fake-News” ist, dann ist der Zusammenbruch der Gesellschaft absehbar.

Für uns als Christen kann das nur bedeuten, nicht leichtgläubig zu sein und nicht alles gleich zu verbreiten. Manches Fake lässt sich mit etwas kritischen Verstand durchschauen. Bei besonders reißerischen Meldungen sollte man sich aus anderen Quellen rückversichern in der Hoffnung, dass man hier nicht auch auf Fakes, nur unter anderem Vorzeichen, stößt.

Am Besten ist die Beherzigung folgenden Prüfrasters:

Ist es wahr? Zu was muss ich es wissen? Wem nützt es?

Als Christen haben wir hier eine besondere Verantwortung-

*) Nachlesbar in den FCDI Christlichen Impulsen, www.christliche-impulse.de
www.conservo.wordpress.com   8.12.2016

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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Eine Antwort zu Donald Trump – Eine Gefahr für wen?

  1. karlschippendraht schreibt:

    ……..Fragt sich nur, für wen……..

    Diejenigen , die eine solche Frage beantworten können werden täglich mehr . Und diese Antwort würde nicht nur europäische Politiker betreffen sondern auch gewisse Herrschaften der Ostküste.

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