Denunziantentum in Deutschland

(www.conservo.wordpress.com)

Von Reiner Schöne *)

Wieder einmal, nach genau 27 Jahren, ist der Geschäftszweig des Denunziantentums in Deutschland neu belebt wurden.

Die Vorgeschichte zwischen 1939 bis 1945 und zwischen 1945 und 1989 zeigen, dass das Denunziantentum wirklich ein Geschäft ist, was in Deutschland immer wieder aufblüht und nie Konkurs anmelden muß.

Als „Staatsfeind N1“, Aussage eines Stasi-Mitarbeiters, kennt man das Problem eines bösen Nazis. Diese Auszeichnung des „Staatsfeindes Nr1“ bekam ich, weil ich 1974 meinen ersten Ausreise-Antrag stellte. Damals stand man allein beim Versuch, mit einem Bein in Bautzen. Überall wurde man beobachtet, ob auf Arbeit, in der Freizeit, selbst zu Hause, überall wußte man nicht mehr, wem man trauen konnte, und jedes Wort, das man sagte, konnte das letzte sein, bevor man einmarschierte in Bautzen.

Wurde man angesprochen von einem Fremden, klingelten alle Alarmglocken, und man überlegte dreimal, bevor man antwortete. Kritik war etwas, bei dem man schnell als Staatsfeind oder als Nazi bezeichnet werden konnte, da man gegen den ersten „Arbeiter- und Bauernstaat – andere Bezeichnung des Sozialismus – gewesen ist. Aber man lernt dazu. Da ich schon von Kind auf, ich nenne es zweisprachig erzogen wurde, fiel mir das nicht schwer, ohne „rot“ zu werden, diesen Deppen ins Gesicht zu lügen.

Heute scheint es, als wären wir genau an diesem Punkt wieder angekommen. Man darf niemandem mehr trauen, man muß lügen, um nicht ausgegrenzt zu werden. Jede Kritik wird als gegen den „ersten Arbeiter- und Bauernstaat“ gewertet – aber halt, stimmt ja nicht mehr, er nennt sich heute ein“ demokratischer Rechtsstaat“. Deutschland hat den Pfad der Tugend verlassen. Wir sind genau dort, wo der alte Staat 1989 aufhörte und jetzt seinen neuen Anfang nimmt.

Niemand traut sich, seine Meinung zu sagen, denn die könnte schnell zur Denunziation führen, zum Verlust des Arbeitsplatzes, zur Ächtung in der Öffentlichkeit und zum allgemeinen Abstempeln als „Nazi“. Dumm nur, „Nazis“ waren „NationalSozialisten“ ,und das sind wir alle mit Sicherheit nicht, mit absoluter Sicherheit nicht.

Leider fällt den Kommunisten, die sich ja immer noch „Kommunisten“ nennen dürfen, trotz 75 000 Toten Menschen zwischen 1945 und 1989 in der sogenannten DDR, kein anderes Wort für uns ein, aus dem Grund „Nazis“. Denn das Wort „bürgerlich“ haben diese rot angestrichenen „Bürgerlichen“ jetzt für sich entdeckt. Allein dieses Wortspiel zeigt, sie sitzen schon wieder sehr tief im Sattel, diese „Bürgerlichen“.

Soziale Medien, die Presse, an jeder Straßenecke stehen jetzt wieder Menschen, die nichts anderes zu tun haben, als Andere zu denunzieren. Gefördert durch den Staat, mit sage und schreibe 100 000 000 Euro, für den Kampf gegen „Nazis“, die keine sind, zumindest die allermeisten. Selbst an Autokennzeichen oder an Spielzeug werden „Nazis“ entdeckt. Grauenvoll, nicht die evtl. ca. 3% der Wähler, die wirklich „rechtsextreme Parteien“ wählen, sondern die 45% der Wähler, die die sogenannten „bürgerlichen“ Parteien wählen und sich auf so etwas einlassen. Aber Denunzianten gab und gibt es zuhauf in Deutschland, aus alten Kadern der sogenannten DDR und den neuen „Linken“, die doch eher einen Touch von „NationalSozialisten “ haben.

Facebook-Konten werden gesperrt, Blogger denunziert, die deutsche Presse hängt am Tropf der Regierung, und überall nur noch Menschen, die glücklich sind in diesem Staat, angeblich.

Ja, wir haben unsere alte Zone zurück, die DDR wirft ihren Schatten voraus. Im Prinzip fehlen nur noch die ersten Gerichtsprozesse wegen „Staatsverleumdung“ oder „Republikflucht“. Bautzen als Synonym für „politische Gefangene“, oder ein Prozeß, weil man im „Suffkopf“ an ein kommunistisches Denkmal pinkelt.

Denunzianten sind die, die zu Millionen in die Bundesrepublik Deutschland strömten, um ihr Begrüßungsgeld zu holen, die als Inoffizielle Mitarbeiter der Staatssicherheit arbeiten, die heute auf einen guten Posten sitzen und mit vielen Millionen Euro finanziert werden.

Es wird und wurde sogar eine Zensurpolitik installiert, die Herr Maas freudestrahlend ankündigte. Ja, wir Deutschen werden nicht nur kontrolliert und zensiert, nein wir werden erzogen. Ja, richtig gelesen, erzogen. Wie damals im 3. Reich auch als „National“Sozialismus“ bekannt, und aus dem „ersten Deutschen Arbeiter- und Bauernstaat“, der seine Bewohner ebenfalls erzog.

„Unsere Zensurpolitik im Internet ist keineswegs gegen die Meinungsfreiheit gerichtet, sondern sie dient lediglich dazu, die Bürger dazu zu erziehen, daß diese ihre Gedankengänge in die Richtung projizieren, welche auch den staatlichen Richtlinien entspricht.“ Heiko Maas; Bundesjustizminister Berlin, am 16. September 2015

Die staatlichen Richtlinien, die Gedankengänge der Bürger, Zensurpolitik, all diese Worte gab es auch in diesen beiden geschichtsträchtigen Epochen Deutschlands bis 1989. In diesen beiden Staaten wurden die Menschen erzogen zum Sozialismus, ob nun national oder international. Im Grunde ist es das Gleiche.

Die ersten Gerichtsprozesse und Gefängnisse mit politischen Gefangenen werden nicht mehr lange auf sich warten lassen, die Frage ist nicht, ob sie kommen, sondern wann.

*) Reiner Schöne ist Unternehmer im Gesundheitssektor und regelmäßig Kolumnist bei conservo
www.conservo.wordpress.com   12.12.2016

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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2 Antworten zu Denunziantentum in Deutschland

  1. text030 schreibt:

    „Deutschland hat den Pfad der Tugend verlassen. Wir sind genau dort, wo der alte Staat 1989 aufhörte und jetzt seinen neuen Anfang nimmt.“

    Das sehen gerade viele ehemals politisch Verfolgte der DDR so, weil sie ein seismografisches Gespür dafür haben, bevor tektonische Verschiebungen ein Beben auslösen. Auf dieses Beben rasen wir mit Lichtgeschwindigkeit zu. Die Masse indoktrinierter Bürger wacht langsam auf, aber zu langsam. Und genau deshalb ist es schon jetzt fast zu spät für eine Umkehr.

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  2. Onkel Peter schreibt:

    Hat dies auf Die Morgenzeitung rebloggt.

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