Promis zur Bundespräsidentenwahl – und das Volk bleibt zu Hause

(www.conservo.wordpress.com)

Von Renate Sandvoß *)steinmeier-2

Die Wahl des Bundespräsidenten hat nichts mit Politik zu tun – es ist eine reine Prominenten-Gala. Zaghafte Aufrufe, man möge doch die Bürger mit einbeziehen bei der Wahl des Gauck-Nachfolgers, wurden brüsk abgeschmettert. Das Volk soll über seinen Volksvertreter entscheiden? Völlig undenkbar! Da müßte man ja eventuell gewisse Risiken eingehen und könnte den Spitzenkandidaten, auf den man sich schon heimlich geeinigt hat, nicht durchsetzen. Was wäre das für eine Blamage und Bloßstellung! Um all das zu vermeiden, macht man es folgendermaßen: man einigt sich bei einem gemütlichen Essen und diversen Glas Bier oder Wein auf einen Kandidaten, der weder Fisch noch Fleisch ist – sprich weder extrem für die politische Linie der SPD noch die der CDU steht. Was heißt in diesem Zusammenhang überhaupt „politische Linie“? Habt ihr die in irgendeiner Form in den letzten Jahren feststellen können? Ich nicht. Die CDU ist von Monat zu Monat immer mehr nach links gerückt, sodass  nicht mehr die geringste Spur von einem konservativen, demokratischen Denken zu spüren ist, das dem Wohle des deutschen Volkes dient. Deutsches Volk? Diesen Begriff gibt es doch für unsere Regierenden schon lange nicht mehr.Gaukler neu

Zuerst gibt es die alternativlose Kanzlerin, dann gibt es stundenlang –  ach, was sage ich – tagelang nichts. Dann gibt es die Gefolgschaft der Kanzlerin, die völlig eingenordet, roboterhaft hinterher trottet. Als Nächstes gibt es die sogenannten Prominenten, die, wenn sie weiterhin Auftritte im Fernsehen und in den Medien haben möchten, natürlich vor jeder Kamera ihr linkes Denken und Fühlen zum Besten geben müssen. Ein sogenannter Comedian, Schauspieler oder Sänger, der nicht seinen Hass gegen Rechts lautstark in das Mikrofon posaunt, ist für die Regierung und damit auch für die Medien nicht tragbar. Damit wäre sein Schicksal besiegelt.

Nach den Prominenten gibt es die große Gruppe der sogenannten Flüchtlinge, denen die ganze Aufmerksamkeit der Regierenden gilt. Sollten sie irgendwelche Forderungen haben – und derer gibt es viele – ist man natürlich eifrigst bemüht, ihnen nachzukommen. Wie sagte noch Martin Schulz? „Die Flüchtlinge sind wertvoller als Gold!“

Und dann gibt es da noch die braven Deutschen , die artig die Lügenmedien des Staatsfernsehens anschauen, sich von Umfragen und Statistiken belehren lassen und klatschend und jubelnd der Willkommenskultur frönen. Diese Deutschen sind geduldet und man bewirtet sie auch als Dank ab und zu im Bürgerbüro mit einem trockenen Stück Marmorkuchen für die aufopferungsvolle Flüchtlingshilfe.

Mit allen erdenklichen Möglichkeiten werden die Deutschen bekämpft, die all das Treiben der Regierung kritisch betrachten und dieses auch noch wagen zu äußern. Diese werden als Pack, Mischpoke und Ratten bezeichnet und jedes Mittel ist Recht, um sie mundtot zu machen.

So ist es also erklärlich, dass am 12. Februar 2017 nicht das Volk, sondern allenfalls die sogenannten Prominenten ihre Stimme für den nächsten Bundespräsidenten abgeben dürfen. An der Wahl nehmen alle 630 Abgeordneten des Bundestages teil und ebenso viele Delegierte aus den 16 Bundesländern, insgesamt also 1260 Delegierte.

So läßt die Brandenburger SPD die Schlagersängerin Katja Ebstein in der Bundesversammlung abstimmen. Stefanie Kloß, die Sängerin der Band Silbermond soll für die sächsische SPD an der Wahl teilnehmen. Hessen entsendet Iris Berben, Mecklenburg-Vorpommern den Schlagersänger Roland Kaiser,  das Saarland Peter Maffay und Nordrhein-Westfalen die ständig pöbelnde Asi-Komikerin Carolin Kebekus.

Wie man so überblicken kann, alles geniale, höchstintelligente und supergescheite Menschen, denn dem „normalen, vertrottelten“ Volk traut man ja eine überlegte Wahl nicht zu. Besonders Roland Kaiser muß ja ein wahnsinniger Glücksgriff sein, denn er erhielt am 5. Dezember diesen Jahres das Bundesverdienstkreuz. Eine der Begründungen für diese Auszeichnung ist, dass der Sänger 2015 bei der Kundgebung „Für ein weltoffenes Dresden“ für Toleranz und Fremdenfreundlichkeit warb. Kaiser selbst bezeichnet auf seiner Homepage den Auftritt in Dresden als Reaktion auf die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung.

Na, da werden sich sich ja in nächster Zeit noch etliche abgehalfterte  Künstler, die die Zukunft schon hinter sich haben, ein Bundesverdienstkreuz verdienen können, schließlich sind sie dann in guter Gesellschaft mit Birgit Schrowange, Klaus Zumwinkel, Jeanette Biedermann, einem Flüchtlingshelfer, Billi Mo („Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut“) und vielen illustren Gestalten mehr. Mit Sicherheit gibt es bald das Bundesverdienstkreuz für alle Facebook-User, die bei Maas und Konsorten „böse“ User anschwärzen, die es wagen, kritisch ihre Meinung kund zu tun oder auf gefälschte Statistiken hinweisen. Denn wenn es um die Wahrheit geht, dann muß man schließlich schnell eingreifen, damit das Volk ja nicht durchblickt, welches Spiel hier gespielt wird!

Nun soll also Steinmeier der Nachfolger von Wulff und Gauck werden. Ein Garant für eine erfolgreiche Amtszeit? Keinesfalls. Eigentlich hat er schon verloren. Seine Handhabung der Flüchtlingskrise entlarvte sein außenpolitisches Versagen. Steinmeiers außenpolitische Bilanz ist mehr als bescheiden. Statt nach Lösungen zu suchen, stürzte er sich in einen zweifelhaften Deal mit dem Diktator Erdogan. Positive Ergebnisse in der Friedenspolitik im Nahen Osten, in der Ukraine- und Syrienpolitik? Im Gegenteil, – die Europäische Union befindet sich in einer Zerreißprobe. Hinzu kommt, dass er als Repräsentant mit seinen stets mürrisch herunterhängenden Mundwinkeln keinesfalls ein Sympathieträger ist. In seinem Zeugnis als Außenminister wird stehen : „Er hat sich stets bemüht“

Ob das für seine neue Aufgabe als Bundespräsident reicht, ist mehr als fraglich, ist er doch als angepasster, biederer Parteibürokrat bekannt.

(Original: http://journalistenwatch.com/cms/promis-zur-bundespraesidentenwahl-und-das-volk-bleibt-zu-hause/)
*) Renate Sandvoß ist Autorin bei Journalistenwatch. Ihre Beiträge erscheinen auch auf conservo.
www.conservo.wordpress.com   12.12.2016

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Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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3 Antworten zu Promis zur Bundespräsidentenwahl – und das Volk bleibt zu Hause

  1. francomacorisano schreibt:

    In Deutschland wird der Bundespräsident jetzt von genau drei Personen bestimmt: Merkel, Seehofer und Gabriel. Die Wahl in der Bundesversammlung ist nur noch eine Show. Eine ganz tolle „Demokratie“…..?!?

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  2. karlschippendraht schreibt:

    ……….Das Volk soll über seinen Volksvertreter entscheiden? Völlig undenkbar!………

    Andererseits hat dieses Volk aber auch mehr als einmal deutlich bewiesen , dass es garnicht fähig ist richtige Entscheidungen zu treffen !

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  3. wreinerschoene schreibt:

    Alternativlos, ein Wort was in der Politik nichts zu suchen haben dürfte, denn gerade in der Politik sucht man doch Möglichkeiten und Wege aus einem Problem herauszukommen, auch wenn sie alternativlos erscheinen. Krieg ist der letzte Weg, so sagt man doch. Wer in der Politik also, keine Alternative sieht, hat in der Politik nichts zu suchen.Und unsere derzeitige Kanzlerin scheint ein Paradestück der Alternativlosigkeit zu sein. Sie sieht überall keine Alternative, es sei denn, das was sie sagt.

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