Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin

(www.conservo.wordpress.com)

von David Berger *)kirche-berlin

Etwas mehr als eine Woche nach dem brutalen LKW-Massaker auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin habe ich gestern jenen Ort besucht, der zu einer weiteren Kreuzwegstation jenes Leidensweges geworden ist, den Deutschland gerade erste begonnen hat.

Noch bevor man den Weihnachtsmarkt selbst betritt, wird einem klar: Dieser ist mit Panzersperren und Polizei besser gesichert als all unsere Grenzen.

Im Weihnachtsmarkt selbst angekommen, fällt einem auf: Die wenigsten Besucher haben Interesse an den Ständen, die von Duftseifen bis Glühwein alles feilbieten, was sich vor allem Menschen, die mit dem originären Weihnachtsfest kaum noch etwas anfangen können, unter „Weihnachten“ vorstellen. Und so einen der wunden Punkte selbst repräsentieren, der für den islamistischen Terror ein wichtiges Einfallstor darstellt: Die Geschichts- und Religionsvergessenheit eines ganzen Volkes.

Gleich an mehreren Stellen sind Gedenkstätten entstanden, an denen die Menschen nach wie vor Blumen niederlegen und Kerzen anzünden. Eine Japanerin, die in Deutschland lebt, zündet eine Kerze an. Als sie aufsteht, sehe ich, dass sie weint. Ihr deutsch aussehender Freund nimmt sie in die Arme, tröstet sie. Ich wage es nicht, sie in dieser Situation anzusprechen.

Aber andere Menschen lassen sich an diesen Gedenk-Orten schnell auf ein Gespräch ein. Natürlich sind auch die üblichen Floskeln dabei, die wir von den Medien und Politikern für solche Situationen verordnet bekommen haben: „Unseren Hass bekommen die nicht!“ oder „Christen, Juden und Muslime müssen jetzt zusammenhalten“. Häufig findet man solche Sprüche dann auch auf den Zetteln zwischen den Blumen, die noch nicht von Aufsehern entfernt wurden.

Aber sehr schnell stellen sich auch andere Stimmen ein. Eine Frau mit schwäbischem Akzent zeigt mir auf ihrem Hand eine Bildmontage mit einem Foto der Kanzlerin, Hände und Gesicht mit Blutspritzern verschmiert. Für sie und ihren Mann ist klar, dass die eigentlich Schuldige an dem, was hier geschehen ist, und was in so manche Familie unbeschreibliches Leid getragen hat, bei Merkel liegt:

„An Merkles Händen klebt das Blut der Terroropfer!“ sagt sie laut und bestimmt zu mir.

Die anderen halten sich politisch weitgehend zurück, aber man bemerkt eine Mischung aus Angst, das zu sagen, was sie denken, aus tiefer, resignierender Trauer und hilfloser Wut in ihren Gesichtern und in ihren spärlichen Worten.

Bedrückter als zuvor verlasse ich den Ort des Terrors, der nur eine der Anfangs-Stationen eines Kreuzweges sein wird, der Deutschland bevorsteht. Ein Weg, an dessen Ende vielleicht der Untergang unserer Heimat steht, wenn nicht spätestens im neuen Jahr jenen die Macht aus den Händen genommen wird, die noch vor wenigen Monaten forderten, dass Flüchtlingen der Zugang zu LKW-Führerscheinen besonders leicht gemacht werden soll. Die uns einreden, dass wir uns an den Terror gewöhnen müssen. Die uns indirekt allen Ernstes deutlich machen wollen, dass offene Grenzen und die Refugees-welcome-Ideologie notfalls auch das Leben unserer Eltern, Brüder und Kinder fordern.

(Original: https://philosophia-perennis.com/2016/12/28/besuch-auf-weihnachtsmarkt/ Fotos: (c) David Berger)
*) Der Berliner Philosoph, Theologe und Autor Dr. David Berger betreibt das Blog PHILOSOPHIA PERENNIS
www.conservo.wordpress.com   29.12.2016

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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5 Antworten zu Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin

  1. text030 schreibt:

    In diesem Zusammenhang ist nachfolgender Beitrag interessant.

    https://text030.wordpress.com/2016/12/28/az_t01w/

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  2. Querkopf schreibt:

    Einfach nur schizophren: Die Grenzen Deutschland wollen die linken Vollidioten nicht sichern, und mit Waffengewalt schon gar nicht. Nun aber müssen alle öffentlichen Plätze gesichert werden, auch mit Waffengewalt. Das linke Pack ist einfach nur völlig irre im Kopf und gehört in die Geschlossene.

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  3. karlschippendraht schreibt:

    ……..„Unseren Hass bekommen die nicht!“ oder „Christen, Juden und Muslime müssen jetzt zusammenhalten“……..

    Und daher müssen wir uns überhaupt nicht wundern , wenn die ganze Welt über Deutschland lacht . Ein derartiges Ausmaß an Totalverblödung ist wirklich einmalig in der Welt.

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    • davidbergerweb schreibt:

      Danke! Das dachte ich mir auch … und dann musste ich daran denken, wie dieses Denken in der modernen/modernistischen Theologie schon vor 25 Jahren herangezogen wurde – angefangen beim anonymen Christen Karl Rahners bis hin zur „Theologie der Religionen“. Wie auch immer, als ich diese Zettel in dem Blumenmeer sah (die nicht aussortiert wurden, wie andere) hat das meine eigene hilflose Wut nicht gerade gebremst …

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    • Querkopf schreibt:

      Stimmt 100%ig!

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