David Berger: Mein ganz persönlicher Jahresrückblick

(www.conservowordpress.com)

Von David Berger *)

David Berger

Dr.phil. Dr. theol. David Berger

Als eine etwas obskure, aber medienwirksame Gruppe von Sprachwissenschaftlern zu Beginn des Jahres „Gutmensch“ zum „Unwort des Jahres“ kürte, fiel diese Wahl ausgerechnet in eine Zeit, als jene Personen, die sich inzwischen selbst als „Gutmenschen“ bezeichnen, all ihre Kraft daran setzen, die massenhaften gewalttätigen Übergriffe der Silvesternacht durch Migranten zu bagatellisieren und schönzureden.

Dass das erst Auftakt und teilweise auch Initialzündung einer verhängnisvollen Entwicklung werden sollte, die mit dem LKW-Massaker auf dem Berliner Weihnachtsmarkt ihren vorerst letzten Höhepunkt erreichen sollte, war damals selbst Pessimisten noch nicht klar.

Diese Entwicklung zeichnet sich in der Form eines echten Teufelskreises ab. Der besteht aus häufig die deutsche Bevölkerung bewusst demütigenden Gewalttaten von Migranten, deren Bagatellisierung in Politik, Justiz und Medien sowie der Dämonisierung jener, die einen Aufschrei gegen diese Entwicklung wagen. Um mit den Worten des von mir geschätzten Harald Martenstein zu sprechen:

Der aggressiv selbstgerechte  Zeitgenosse wird zum neuen Helden, der „glaubt, dass er, im Kampf für das, was er für ‚das Gute‘ hält, von jeder zwischenmenschlichen Rücksicht und jeder zivilisatorischen Regel entpflichtet sei. Beleidigungen, Demütigungen und sogar Gewalt sind erlaubt.“

Kurzum: Ein Jahr des Gutmenschen-Terrors geht in wenigen Tagen zuende.

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Meine beste Entscheidung im Jahr 2016: Ich habe anlässlich meiner vorletzten Facebooksperre beschlossen, mich von Homothemen weitgehend zu verabschieden. Und einen v.a. politischen Blog ins Leben gerufen: philosophia-perennis. Diese Umstellung war eine grandiose Befreiung für mich. Weg aus einem kleinen linkspopulistischen, dauerlarmoyanten Zirkel, den keiner über den zahlenmäßig wie intellektuell sehr überschaubaren Kreis an Berufshomos wahrnimmt. Hin zu den Themen, die den Menschen wirklich auf den Nägeln brennen – ganz unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrem Alter, ihren sexuellen Vorlieben…

Das hat sich bewährt: Innerhalb nicht mal eines halben Jahres verzeichnete die Seite mehr als 3,3 Millionen Klicks bei 1,7 Millionen Besuchern – das heißt auch, dass ganz viele der Besucher regelmäßige Besucher sind und / oder sie der erst gelesene Artikel so sehr interessiert hat, dass sie viele weitere anklicken.

Dies ist auch ein Verdienst zahlreicher Gastautoren, die hervorragende Beiträge verfasst haben – und eines großen deutschen Verlags, der Artikel von philosophia-perennis.com regelmäßig in seinem News-Überblick verlinkt.  Ihnen allen an dieser Stelle mein herzliches Dankeschön!

Meine schlechteste Entscheidung im Jahr 2016: Noch im letzten Sommer bin ich Mitglied der CDU geworden. Damals von der Hoffnung beflügelt, dass die Zeit Merkels in der Partei und somit deren Abrutschen in die linksgrüne Ecke so gut wie vorbei ist. Diese Einschätzung hat sich als völlig naiv herausgestellt. Mit der Merkel-CDU wird es die 2017 unbedingt nötige Wende nicht geben, hin zu einer Politik, die das eigene Volk nicht mehr länger zynisch lächelnd und wie unter Psychopharmaka dahinherrschend, einem im echten Sinne des Wortes blutigen Kreuzweg aussetzt.

Auch wenn es mir als Mann der Mitte schwer fällt, diesen Satz hier zu schreiben: Diese Wende kann derzeit nur über die einzig noch wirklich Oppositionsaufgaben wahrnehmende AfD kommen. Die CDU wird dann vielleicht irgendwann einmal den Vizekanzler stellen, wenn sie wieder zu dem geworden ist, was sie von ihrer Geschichte und Idee her sein sollte.

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Meine Lieblingshelden des Jahres 2016: An allererster Stelle steht für mich mein Mann, für den es nicht immer leicht war und ist, die Beschimpfungen und Gewaltdrohungen – selbst von früheren Bekannten, vor allem aus dem Homo-Milieu – genauso stoisch hinzunehmen, wie mir das mein von der klassischen Philosophie und den Ideen der Catholica geprägtes Wesen ermöglicht. Und der mir dennoch immer in bedingungsloser Treue zur Seite steht.

An zweiter Stelle stehen für mich jene Personen, die sich mit Gesicht und Namen wie Felsen gegen den Strom eines mit Mitteln der Zensur und Verunglimpfung („Hassrede“, „Hetze“, „Fakenews“) seine Existenz sichernden Zeitgeistes gestellt haben. Aus selbstloser Liebe zum Abendland, zu ihrer Heimat und ihren Lieben (vom Ehepartner über ihre (Enkel-)Kinder bis hin zu Freunden) haben sie die berufliche und soziale Ächtung sowie das Kicken aus dem öffentlichen Diskurs allein mithilfe von dumpfen, nichtssagenden Totschlagworten in Kauf genommen. In der katholischen Tradition nennt man sie „Confessores“, möge ihnen ein „Aufstieg“ in der Hierarchie der Helden zu den Märtyrern erspart bleiben!

An dritter Stelle stehen all jene vielen „kleinen Helden“, die Tag für Tag versuchen, aufrecht zu leben – in einer Gesellschaft, in der ein Gutmenschenterror herrscht, der viele an den Rand ihres psychischen und manchmal auch ökonomischen Durchhaltevermögens gebracht hat.

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Mein politisches Highlight des Jahres 2016 war ganz ohne Zweifel der Wahlsieg Donald Trumps. Gegen das internationale politische Establishment, gegen alle Nannymedien weltweit, gegen alle gefakten Wahlprognosen, gegen alle Prediger politischer Korrektheit und des Genderwahnsinns, hat sich der Außenseiter gegen Hillary Clinton durchgesetzt. Der Wahlsieg Trumps hat gezeigt, dass das für unmöglich Erklärte möglich ist, wenn man die Menschen ernst nimmt, die einen wählen sollen und sie nicht als dumme Dispositionsmasse betrachtet, die einer kleinen „Elite“ an die Macht verhelfen soll, für die die Demokratie nur noch als Demokratur funktioniert.

Mein politischer Tiefpunkt des Jahres 2016 war in der deutschen Politik das komplette, inzwischen zum Programm erklärte und von den Medien in byzantinischer Unterwerfungsgeste als vorbildlich zelebrierte Versagen unserer Regierung angesichts der mit dem ganzen Spektrum an brutaler Gewalt, Demagogie, Hinterlist und Niedertracht vorgehenden, sich überschlagenden Islamisierung Europas.

International war es die Attacke des scheidenden Präsidenten Obama gegen Israel. Dadurch ist der Eindruck entstanden, dass er – wie ein trotziger Pubertierender – noch einmal möglichst viel Schaden anrichten will, bevor er dazu nicht mehr die Macht hat. Aber einen Trost gibt es auch hier: „Halte durch, Israel. Der 20. Januar kommt schon bald!“

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Meine beglückendste Erfahrung: War jener Augenblick, als ich in Nizza wenige Wochen nach dem Allahu-Akbar-Massaker an der Promenade D’Anglais am Ende der lateinischen Messe, beim Gesang des Salve Regina, tränenüberströmt begriffen habe, dass wir das Abendland vor dem islamistischen Terror nur retten können, wenn wir uns auch auf unsere eigenen Traditionen, die Europa groß gemacht haben, zurückbesinnen. Und da gehört die Catholica ganz wesentlich dazu. Ein bisschen war dieser Augenblick für mich wie die Heimkehr des verlorenen Sohnes.

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„Haltet durch!“ möchte ich auch meinen Freunden und Mitstreitern zurufen. Paulus schreibt im Römerbrief: „Wo jedoch die Sünde mächtig wurde, da ist die Gnade übergroß geworden“ – ob man nun mit den Begriffen von Sünde und Gnade etwas anfangen kann oder nicht, in dem Satz des Völkerapostels verbirgt sich eine tiefe Erkenntnis geschichtlicher Vorgänge:

Wenn die Tiefe eines Tales der Tränen erreicht ist, fällt oft der erste Strahl des Morgenlichtes von den Gipfeln der Berge in unsere Dunkelheit – und gibt uns die Kraft zum Aufstieg.

In diesem Sinne: Ihnen und Euch allen ein gutes, ein besseres neues Jahr!

*) Dr.phil. Dr. theol. David Berger – Berlin/Nizza – Publizist

www.philosophia-perennis.com, www.gaystream.eu

Zitat des Monats: „Der Mensch hat ein einzigartiges Privileg im Kosmos des Seins: er kann die Lust der Engel und der Tiere zugleich genießen.“ (Thomas von Aquin)

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www.conservo.wordpress.com   30.12.2016

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. 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4 Antworten zu David Berger: Mein ganz persönlicher Jahresrückblick

  1. karlschippendraht schreibt:

    Als Unwort des Jahres – wenn wir uns schon mal mit diesem Schwachsinn befassen – würde ich ohne Wenn und Aber “ M e r k e l “ wählen . Und dafür gäbe es mit Sicherheit auch eine mehrheitliche Zustimmung .

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  2. Querkopf schreibt:

    Für mich schier unbegreiflich, wie man im Jahre 2016, der demografischen Zeitbombenrechnung „Zukunft Deutschland x-1“, noch der volksverräterischen CDU beitreten kann, diesem erbärmlichen Merkel-Wahlverein.

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  3. davidbergerweb schreibt:

    Hat dies auf philosophia perennis rebloggt und kommentierte:
    Ich freue mich, dass zwischen „Conservo“, einem renommierten, ebenso konsequent konservativen wie katholisch geprägten Blog und philosophia-perennis im letzten Jahr eine Art gegenseitiger Blog-Freundschaft entstanden ist, die wir auch im kommenden Jahr fortsetzen wollen.

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    • conservo schreibt:

      Herzlichen Dank, verehrter Herr Dr. Berger, unsere beiden Blogs passen gut zueinander und ergänzen sich.

      Sehr persönlich danke ich Ihnen für die vorurteilsfreie Zusammenarbeit (ohne jeden „Futterneid“), die sicher beispielhaft für die Blogszene sein dürfte.

      Mit Hochachtung beobachte ich den kometartigen Aufstieg von philosophia-perennis, der zeigt, daß es – entgegen den Unkenrufen auch aus unseren Reihen – durchaus ein Bedürfnis nach offenem Bekenntnis zu den konservativen, christlichen Werten gibt. Das kennzeichnet eben auch die Philosophie Ihres und meines Blogs.

      Die Resonanz unserer Leser zeigt, daß wir auf diesem Weg weiterkämpfen sollen. Ich stelle mich gerne dieser Herausforderung und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen, lieber Herr Dr. Berger.

      Viel Glück und Gottes Segen für Sie im neuen Jahr!
      Ihr Peter Helmes, conservo

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