„Menschenrechte“: progressiv in welchem Sinne?

(www.conservo.wordpress.com)

Von floydmasika *)menschenrechte

Der hochgeschätzte Islamkritiker Jürgen Fritz plädiert zum Jahresanfang für eine Kombination von konservativem und progressivem Denken, das die „Menschenrechte“ als Daseinszweck der Politik versteht und diese große globale Sache zum Leitstern aller politischen Bemühungen machen will. ((Den ganzen Artikel von Jürgen Fritz lesen Sie hier: https://philosophia-perennis.com/2017/01/01/nicht-nur-fuer-2017-lasst-uns-konservativ-und-progressiv-zugleich-sein/)

Damit beschreitet Fritz einen ähnlichen Weg wie das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR), das auch mit etwa den gleichen Argumenten für die Bestrafung Thilos Sarrazins eintritt wie Geert Wilders und Michael Stürzenberger für Repressionsmaßnahmen gegen den Islam und seine heiligen Bücher. Die Deutungshoheit über den Begriff „Menschenrechte“ liegt allerdings eher beim DIMR als bei Wilders, Fritz, Stürzenberger und dergleichen islamkritischen Menschenrechtlern. Das liegt in der Natur der Sache.

Sogenanntes „progressives“ Denken auf der Basis von „Menschenrechten“ trägt gefährliche Elemente in sich, wie wir nicht nur an den Auswüchsen des heutigen HumanitärUNrechts und und seiner Institutionen wie etwa des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR) erkennen können. Die Idee von Ansprüchen, die mit dem Geborensein kommen und schon dadurch Mitmenschen zu Leistungen verpflichten, ist einseitig und kann durch Dehnung schnell zu Unsinn führen. Eine Idee, die im Nu vom Schild zum Schwert wird, taugt nicht viel. Die Vorstellung, dass aus dem Sein ein Sollen folgt, nennt man auch „naturalistischer Fehlschluss“.  Bei den angeblich irgendwo existierenden „Rechten“  kann es sich allenfalls um Bedürfnisse handeln, für deren Respektierung man im Kontext des Gesellschaftsvertrags gute Argumente finden kann.  Der Artikel zeigt ferner auch die dem „Menschenrechts“-Denken inhärenten totalitären Tendenzen, wenn er fordert, dass diesem widersprechendes Denken vom Erdboden getilgt werden müsse. Genau das fordert auch das DIMR, und in diesem Geiste hat es die Verurteilung der Bundesrepublik Deutschland durch die Vereinten Nationen wegen Nichtbestrafung von Thilo Sarrazin erwirkt. Auch die Idee, dass wir „zufällig hier geboren“ seien und deshalb eine Verantwortung für die Beglückung aller Menschen der Erde mit „Menschenrechten“ trügen, ist in vieler Hinsicht verheerend. Mit einem solchen ideologischen Instrumentarium konnte man die Sowjetunion bekämpfen, aber schon gegenüber dem Islam hilft es wenig, denn wie wir unter anderem von Gunnar Heinsohn wissen, sind nicht ideelle Systeme sondern Geburtenraten und insbesondere deren Verhältnis zur Tragfähigkeit wirtschaftlicher Systeme die treibenden Ursachen für Krieg, Frieden und vieles mehr. Menschenrechte erweisen sich als ein Konstrukt, mit dem man Staaten, die ein gewisses Wohlstandsniveau nicht erreicht haben, destabilisiert. Sie tragen auch wesentlich zur Destabilisierung unserer eigenen Länder bei, indem sie beispielsweise auf Betreiben von  Menschenrechtshohepriestern allerlei Mimosenschutzrechte von Kopftuchmuslimas auf sogenannte Gleichbehandlung oder Rechte auf Familiennachzug in den Sozialstaat schaffen. Menschenrechte fangen schnell an, Sozialstaaten wuchern zu lassen und ihre Assimilationskraft zu untergraben. „Menschenrechte“ sind progressiv im Sinne progressiver Selbstabschaffung. An Stelle von „Menschenrechten“ wäre es besser, vom Gesellschaftsvertrag und von universell wünschenswerten Verhaltensregeln (vgl Kategorischer Imperativ) auszugehen, auf die sich Bürger und Staaten  untereinander verständigen und durch deren Bindungskraft Ordnung entsteht. Es kommt für uns heute vor allem darauf an, die Welt nicht simplistisch in „Menschen und sonst nichts“ (= Verbraucher in der Weltwirtschaft, Schafe des Weltgottes, Anspruchsberechtigte vor dem Weltsozialamt) aufzuteilen sondern die zweigliedrige Weltordnung mit einem Volk/Staat aus Bürgern und einer Welt aus Völkern/Staaten, anzuwenden und bei der Beurteilung der Legitimität der Herrschaftsverhältnisse der Staaten nicht nach einem Einheitsschema zu verfahren sondern die jeweils unterschiedlichen Gesellschaftsverträge zu betrachten. Wenn man von Rechten spricht, dann besser von Bürgerrechten und Volksrechten. Ein System namens „Menschenrechte“ kann hier allenfalls auf der Meta-Ebene als ein Referenzsystem zur Beurteilung der einzelnen Gesellschaftsverträge dienen. Wer auf der Basis von „Mensch ist Mensch“, „Mitmenschlichkeit“ etc sein Weltbild bauen möchte, ist ein Vereinfacher. Kein Populist, aber sehr wohl regressiv statt progressiv. In der Entwicklung kaputter Staaten wie z.B. Syrien kommt zuerst eine funktionierende Verwaltung, dann Rechtsstaatlichkeit und dann irgendwann etwas, was man holprig mit „Menschenrechten“ beschreiben kann. Und dieses letzte Stadium trägt wiegesagt in zweischneidiger Weise zum Erfolg bei. Progessiv oft im Sinne von progressivem Verfall. S. auch Francis Fukuyama, Political Order and Political Decay. Heute stehen sich Menschenrechtler und Demokraten zunehmend unversönlich gegenüber. Erstere sind an der Macht und nennen letztere Populisten. Zu glauben, man könne mit dem Menschenrechtsglauben die Probleme der Islamisierung in den Griff bekommen, ist gefährlich.   „Mithilfe Eurer Menschenrechte behaupten wir uns,  mithilfe unseres Korans beherrschen wir Euch“, sagt der beliebte ägyptische Imam Al Qaradawi, und kommt damit der Realität viel näher als die, die  von Assimilation aller an einen globalen Menschenrechtskult träumen, der die Verbrennung des Korans ebenso wie der Bücher Sarrazins gebietet.

Es kommt also gerade nicht darauf an, für die globale humanitäre Sache zu kämpfen, sondern im Gegenteil, das Scheitern einzelner Bürger und Staaten in Kauf zu nehmen und etwas kleines, abgegrenztes und funktionierendes aufzubauen. Sowohl im Privaten als auch im Politischen.  Anders lässt sich nicht „lokal handeln“ und folglich auch nicht „global denken“.

* (Original: https://bayernistfrei.com/2017/01/01/menschenrechte-progressiv/)
www.conservo.wordpress.com   2.1.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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5 Antworten zu „Menschenrechte“: progressiv in welchem Sinne?

  1. karlschippendraht schreibt:

    Bei solchen Organisationen wie DIMR geht es einzig darum , linke Ideologie in einer tarnenden Verpackung ( Menschenrechte ) zu verbreiten . Auf gleicher Ebene kann man auch diese Amadeu Antonio – Stiftung sehen. Bei Denen wird im Namen der “ Menschenrechte “ jegliches reale Menschenrecht gebrochen. Nicht AfD und Pegida sind gefährlich sondern solche linken Organisationen , die unserem Volk eine selbstzerstörerisch-tödliche Mentalität beibringen wollen .

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    • floydmasika schreibt:

      Das DIMR vertritt die Bundesrepublik Deutschland und den Bundestag, dessen Fraktionen es einmütig ermächtigt haben. Es wird vom BVerfG als Gutachter zu Rate gezogen. Es agiert im Namen der BRD im Europarat und bei der UNO. Es ist Teil eines weltweiten Institutionengeflechts, das den Begriff „Menschenrechte“ in der gleichen Weise wie es selbst gebraucht und bestimmt.

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  2. Wer die Terminologie der „Bruderschaft des äugigen Dreiecks“ 😉 übernimmt, hat bereits verloren. Zweck der Postulation der sog. „Menschenrechte“ war der Kampf gegen Thron und Altar, von allem, um den Gegesatz zu Gottes Ordnung zu markieren. Dies bedeutet natürlich nicht, dass die Menschenrechte per se Unfug sind, aber einen „objektiven“ Inhalt gibt es halt nicht. Brandgefährlich ist die Deutungshoheit der >Brüder< in Politik und Wirtschaft, was denn nun ein Menschenrecht ist, da gibt es dann opportunerweise „zeitgemäße“ Neuzugänge wie Homo-“Ehe“, Abtreibung oder Euthanasie. Alles sog. „Menschenrechte“. Und welche „Menschenrechte“ aus Sicht der Loge zurückstehen müssen (z.B. Eigentum, Religionsausübung etc.) wird dann gleichfalls bekannt gegeben werden. Nicht umsonst haben die gefeierten Menschenrechte in Frankreich weder den Völkermord in der Vendée noch den irrsinnigen Terror verhindert. Auch in „Gods own Country“ vertrugen sich die hochgelobten Menschenrechte sehr lange Zeit mit Indianerausrottung und Sklaverei auffallend gut…

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  3. Jürgen Fritz schreibt:

    Vielen Dank für das „Der hochgeschätzte Islamkritiker Jürgen Fritz“, floydmasika. Ich muss aber gestehen, dass sich bei der Lektüre in mir das Gefühl einstellte, meinem Text wurde etwas Gewalt angetan. Vielleicht täusche ich aber auch. Gleichwohl vielen Dank für die Replik.

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