Abtreibungslobby lügt und zieht sich weiße Weste an

(www.conservo.wordpress.com)

Von Mathias von Gersdorff *)

Mathias von Gersdorff

Mathias von Gersdorff

Auf Abtreibung konzentriert?

In den letzten Tagen zirkuliert ein Video der US-amerikanischen Lebensrechtsgruppe „Live Action“.

Das Thema: Die Lügen von Planned Parenthood, also der US-amerikanischen Schwesterorganisation der deutsche „Pro Familia“.

In diesem Film wird Cecile Richards, die Vorsitzende der Organisation, bei einer Rede gezeigt, in der sie mit Inbrunst erklärt, Planned Parenthood würde vorgeburtliche Betreuung leisten. Aus diesem Grund sei es ungerecht, ihre Organisation auf die Durchführung von Abtreibungen zu reduzieren. Infolgedessen wären die staatlichen finanziellen Zuschüsse – 500 Millionen Dollar jährlich – völlig gerechtfertigt.

In den Vereinigten Staaten ist die Finanzierung von Abtreibung mit Steuergeldern höchst unbeliebt, selbst bei liberal eingestellten Menschen. Während des letzten Wahlkampfes war es eines der meist diskutierten Themen im Bereich Lebensrecht.

„Live Action“ hat untersucht, ob es tatsächlich stimmt, dass Planned Parenthood vorgeburtliche Betreuung anbietet.

Das Ergebnis: Lediglich 5 von 97 kontaktierten Beratungsstellen bieten vorgeburtliche Betreuung an. Die anderen sagten gleich, sie würden Abtreibungen, aber keine Schwangerenbetreuung anbieten.

Die Untersuchung zeigt nicht nur, dass Planned Parenthood – wohl der größte Abtreibungskonzern weltweit – lügt, sondern auch, dass ihnen bewusst ist, es selber weiß, dass ihr Abtreibungsgeschäft bedenklich ist. Ansonsten würden sie nicht mit solcher Verve erklären, sie würden Schwangerenbetreuung leisten. Mit dieser Lüge versuchte Cecile Richards sich und der von ihr geführten Organisation eine weiße Weste zu verpassen.

Das Video können Sie hier sehen: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

*) Mathias von Gersdorff ist freier Publizist sowie Betreiber der blogs „Kultur und Medien“ und http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/
www.conservo.wordpress.com  27.01.2017
Advertisements

Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 41 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Christen, Kultur, Politik, USA abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Abtreibungslobby lügt und zieht sich weiße Weste an

  1. STEFAN MATUN schreibt:

    Hat dies auf My Blog rebloggt.

  2. gebenhoeh schreibt:

    Beim heutigen Holocaust Gedenken im Bundestag sollte an die Euthanasie-Opfer während der Nazi-Herrschaft erinnert werden und man ließ einen Schauspieler mit Down-Syndrom auftreten, der den Brief eines ermordeten Behinderten vorlas. Bei Taugesschau.de ist dazu zu lesen „Im Bundestag las Urbanski nur den Brief vor. Aber er hätte schon noch eine Botschaft darüber hinaus für die Abgeordneten, sagte er: Es sei falsch, dass viele Kinder mit Behinderung heute gar nicht mehr auf die Welt kämen, weil sie vorher abgetrieben werden. Das sei zwar die Entscheidung der Eltern. Falsch bleibe es dennoch.“ Und gerade das durfte er offensichtlich nicht sagen.
    Der Bundestag soll ja das deutsche Volk und die deutsche Gesellschaft vertreten. Diesen Akt, einen Behinderten für ein scheinheiliges Gedenken zu missbrauchen, finde ich perfide. Scheinheilig, da der Bundestag in seiner Mehrheit Abtreibungen jeglicher Art, auch die sog. Spätabtreibung nicht nur duldet. Der Spätabtreibung fallen 9 von 10 Kindern mit Down-Syndrom zum Opfer. Ausdruck eines schlechten Gewissens unserer Repräsentanten kann diese Schaustellung demnach auch nicht sein.
    Als ich davon heute Morgen hörte, fiel mir nur die Zuschreibung „Heuchler“ ein.

  3. francomacorisano schreibt:

    Lebensrecht für jede Schnecke, doch der Mensch bleibt auf der Strecke!?!

Kommentare sind geschlossen.