Glaubwürdigen Stolz auf die Heimat gibt es nicht ohne Erinnerung an die Schuld!

(www.conservo.wordpress.com)

Von David Berger *)berlin-tor

Es sind immer seltener die „Linken“ und immer öfter die Konservativen und „Rechten“, die die Themen der gesellschaftlichen Debatte in Europa setzen. Das ist nicht verwunderlich, verbindet man „links“ doch seit geraumer Zeit vor allem mit Denkverboten und den angeschlossenen Institutionen der Gesinnungspolizei, auf keinen Fall jedoch mit einem herrschaftsfreien, fairen gesellschaftlichen Diskurs. Hinzukommt, dass die Rechte immer näher an den „normalen“ Menschen war als die linken, letztlich weltfremden und nicht von gesundem Menschenverstand und Empirie, sondern von Dogmen getriebene Linke.

Dass Geist und Freiheit eher „rechts“ stehen, bemerkte bereits in den 80ern ein Denker wie Claus Leggewie und neuerdings hat angesichts der Meinungsfreiheit Nicolaus Fest ebenfalls in einem luziden, unbedingt lesenswerten Essay erneut darauf hingewiesen. Ob die politische Klugheit dann gebietet, den Weg der Mitte zu gehen, ist eine ganz andere Frage.

Aufgrund dieses provokativen Potentials konservativen Denkens in einer Welt der verordneten Mediokrität war es absehbar, dass der Streit um die Gedenkkultur der Deutschen aufkommen musste.

Mir geht es in den folgenden Zeilen gar nicht um Höcke und seine Holocaustrede, nicht darum, wie viel Dissens es in einer Partei geben darf und was er nun wirklich gesagt hat.

Vielmehr kreisen meine Überlegungen um die im Anschluss an die Rede in politisch interessierten Kreise aufgekommene, derzeit heftig diskutierte und nach wie vor heikle Frage, ob wir in unserer Erinnerungskultur eine Wende brauchen.

Ob es Zeit ist, endlich den Jahren des Nationalsozialismus, dieses hyper-perversen Sozialismus, und den damit verbundenen Verbrechen der Schoah weniger Aufmerksamkeit zu widmen als bisher geschehen.

Dabei begegnen wir häufig folgenden Argumenten:

„Was gehen mich die Verbrechen meiner Ururgroßväter und Mütter an? Wieso werde ich dafür heute noch haftbar gemacht? Ich habe doch keine Schuld an dem, was passiert ist!“

Und in der Folge dann: „Dieses Schuldgefühl wird doch nur instrumentalisiert, damit wir Deutschen zu allem, von offenen Grenzen bis zu massenhaften Vergewaltigungen deutscher Frauen und Kinder durch Migranten, verschämt schweigen.“

(Achtung an die Qualitätsmedien und die damit verbundenen Zensurstellen: Das sind Zitate aus sozialen Netzwerken! Nicht meine Aussagen!)

Zunächst ist es völlig korrekt: Eine persönliche Schuld gibt es bei jenen, denen die „Gnade der späten Geburt“ (Helmut Kohl) vergönnt war, tatsächlich nicht. Auch gegen eine Kollektivschuld im Sinne einer „Solidarschuld“ haben sich schon 1945 kluge Köpfe, wie etwa der britisch-jüdische Verleger Victor Gollancz, ausgesprochen. Und das zu einem Zeitpunkt und unter Bedingungen, die alles andere hätten verständlich erscheinen lassen.

Das heißt, es ist geradezu „unsinnig, jeden einzelnen Deutschen der Naziverbrechen für schuldig zu halten– aus dem einfachen Grund seiner Zugehörigkeit zur deutschen Nation“ ( Benjamin Sagalowitz, 1950).

Etwas anderes freilich ist es, von „Versagen“ und damit auch „Schuld“ in historischen Zusammenhängen zu sprechen. 

Ich bin in den Bundesrepublik Deutschland 1968 geboren. Ich habe dieses Land in meiner Kindheit und Jugend als meine Heimat, die mir alle Entfaltungschancen gab, schätzen gelernt. Je mehr ich mich mit der Geschichte und Gegenwart des Abendlandes beschäftigt habe, ist auch in mir die Freude daran gewachsen, von dieser Kultur und Geschichte geprägt zu sein. Von jenem in den letzten Jahren auf einmal zum „Nazibegriff“ herabgewürdigten Abendland, in dem Menschen deutscher Sprache eine wichtige Rolle gespielt haben.

Und es erfüllt mich nach wie vor mit Stolz, Kind des Abendlandes zu sein. Jenes Abendlandes, das im Mittelmeerrraum in der Antike geboren, aus dem Denken großer Geister wie Sokrates, Platon und Aristoteles hervor wuchs, vom Rechtsdenken und den strategischen Leistungen der Römer geprägt wurde. Ein Erbe, das nach dem Untergang der Antike von der katholischen Kirche und ihren Geistesgrößen – wie einem Thomas von Aquin – bereichert wurde. Und ganz entscheidend auch durch den Einfluss der immerhin fast ein Jahrtausend prägenden Tradition des „Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation“ (962-1806) – weiter getragen wurde.

Ein stets in einem lebendigen Traditionsprozess modifiziertes Erbe, das zunächst die Geburt der Universität und eines echten Wissenschaftsverständnisses, dann durch heftige Kämpfe (von dem Investiturstreit angefangen bis hin zur immer noch nicht ganz abgeschlossenen Kampf für die trennung von Thron und Altar) hindurch Aufklärung und Säkularisierung ermöglichte.

Dieser Stolz und diese Freude ist jedoch immer verbunden mit dem Wissen um die tiefen Schatten, die neben diesen Lichtsäulen der Geschichte stehen:

Aristoteles war auch der Lehrer eines Alexander, dem die Geschichte den Beinahmen des Großen gegeben hat. Und das obwohl er Tausende seiner Soldaten, seinen Geliebten und schließlich sich selbst für seine Machtgelüste und ein Denken, in dem sich (soweit wir das wissen) Idee und Ideologie vermischen, in den Untergang trieb.

Das Wissen auch darum, dass der Untergang der Monarchien im Zusammenhang des ersten Weltkrieges eigentlich mehr Demokratie hätte ermöglichen sollen, aber stattdessen Diktaturen in ganz Europa und damit dem Zweiten Weltkrieg den Weg bereitet hat. Das traurige Wissen darum, dass die Kirchen in Europa mehr oder weniger wissend und willig dessen Entwicklung hin zu den Menschenrechten vorbereiteten, gleichzeitig aber auch den Antisemitismus ideologisch unterfütterten.

Und das Wissen darum, wie sehr das Volk der Dichter und Denker sich zum willfährigen Vollstrecker von verbrecherischen Barbaren hat machen lassen.

So steht neben all dem Stolz auch immer die tiefe Scham über die Unheilsjahre in Deutschland und die damit verbundenen Verbrechen der Nationalsozialisten, zumal an den Juden, aber unter anderem auch an Homosexuellen, Katholiken, dem Adel und den Zeugen Jehovas – und an den angegriffenen Völkern der eigenen deutschen Bevölkerung. Wer diese Geschichte näher betrachtet, sieht wie das Böse und die damit verbundene Schuld in seiner enormen Macht ungeheuer strake Verflechtungen und Netzwerke bildet, die eine Dimension erreichen, in der kaum jemand mehr komplett unschuldig bleiben kann.

Die Scham eines Abendländers auch darüber, dass man Osteuropa die Schande des Kommunismus angetan hat – mit all seinen Verbrechen, seinen Gulags und vielen anderen Widerwärtigkeiten, die (wie man am langen Arm der Stasi sieht) bis in unsere heutige Zeit fortwirken. Ich werde jetzt nicht die Zahl der Opfer des Nationalsozialismus neben jene der Opfer des Kommunismus stellen, wie das oft auch durch geschieht, die die Schandtaten der Nationalsozialisten relativieren wollen. Denn ich weiß natürlich, dass so wie kein Mensch letztlich mit dem anderen vergleichbar ist, auch keine Schuld mit der anderen abwägbar ist. Deshalb taugen auch die nervenden, in ihrer letzten Konsequenz perversen Diskussionen über die exakte Opferzahl der jeweiligen Unrechtsregime, zu nichts. Aber darum geht es auch nicht.

Es geht viel mehr darum, dass es zu unserem eigenen Schaden geschieht, wenn wir – zumal auf programmatische Ansage – vergessen.

Denn – und ich sage das auch im Blick auf den Umbruch, den wir derzeit in Deutschland erleben – es sind immer ähnliche Mechanismen, mit denen Menschen zum Bösen oder zumindest zum Schweigen angesichts des Bösen getrieben werden. Der Sozialismus in seinen roten und braunen Ausprägungen hat noch immer eine ungeheure Macht.

Der Mensch – so eine der tiefen Weisheiten der philosophia perennis – verändert sich in seiner Natur nicht. Die conditio humana bleibt immer dieselbe. In den Menschen, die im Dritten Reich lebten, quälten und mordeten, gequält und ermordet wurden, floss das gleiche Blut wie in jene, die heute lebten oder vor Jahrhunderten. Wir sind nicht weniger anfällig als sie für das Böse.

Und immer wieder ist es das mysterium iniquitatis, das undurchdringliche Geheimnis des Bösen, dem der Mensch sich zuneigt in einer fast nihilistischen Ponderation, die ihm neben dem Streben nach dem Glück und damit dem Guten und der Tugend innewohnt. Der Psychologe Carl G. Jung hat dieses Zusammen von dunklen und hellen Archetypen gar als konstitutionell für den ganzen Menschen und daher auch seine psychische Gesundheit gedeutet.

In diesen Einsichten aus Philosophie und Psychologie finden wir die Basis, warum und unter welchem Vorbehalt wir von einer Wiederholung der Geschichte sprechen können, was nichts anderes heißt, als dass wir den Menschen in seiner Größe, aber auch seiner Niedertracht und Schuld wieder erkennen.

Mir geht es in diesem Sinne darum, dass ich ebenso selbstbewusst wie ich mich als Abendländer fühle und die Deutschlandhymne singe, die Deutschlandfahne mit Freude sehe und sage, dass ich Deutscher bin, mich schäme für das, was da Menschen Menschen, Europäer Europäern, Deutsche Deutschen angetan haben.

Nur beides, Größe und Niederung, Stolz und Scham zusammen ist für mich – als Menschen, der immer wieder zum Bösen neigt und doch von Verzeihung und Gnade lebt – glaubwürdig. Nur ein Körper mit Narben ist wirklich echt und daher schön. Für mich ist diese Selbsterkenntnis des einzelnen, der nach Aristoteles zoon politicon (gesellschaftliches Lebewesen) ist, auch die Basis für ein umfassenders Denken. Das einen falschen Nationalismus von einem erfreulichen Stolz auf das eigenen Vaterland, die Heimat unterscheiden kann.

Wer echten Nationalstolz bei den Deutschen wiedergewinnen will, auch um der von Antifa & Co tatsächlich schamlos instrumentalisierten Nazikeule etwas entgegen zu setzen, aber gleichzeitig die dunklen Stellen unserer Geschichte ausblenden und verstecken möchte, wird erbärmlich scheitern.

Statt die Feinde unserer offenen Gesellschaft und Demokratie zu bekämpfen, füttert er sie wider willen. Und nimmt die Gefahr in Kauf, dass der neue Faschismus, getarnt als Antifaschismus – erneut mit ähnlichen Opfergruppen – wieder Oberwasser gewinnen könnte. Nie wieder!

*) Der Berliner Philosoph, Theologe und Autor Dr. David Berger betreibt das Blog https://philosophia-perennis.com/

www.conservo.wordpress.com   31.01.2017
Advertisements

Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 44 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. conservo ist ein überzeugter Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
Dieser Beitrag wurde unter AfD, Allgemein, Außenpolitik, Bildung, Christen, Die Linke, Kirche, Kultur, Medien, Politik Deutschland abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Glaubwürdigen Stolz auf die Heimat gibt es nicht ohne Erinnerung an die Schuld!

  1. greypanter schreibt:

    Obwohl ich viele Beiträge sehr schätze, welche der Autor des obigen Artikels verfasst hat, muss ich diesen Beitrag abwerten. Er schweift vom Thema ab und vermeidet es, die notwendigen Argumente aufzuführen und sich damit auseinander zu setzen. Es wäre zu einfach, mit dem Finger auf andere Völker zu zeigen, welche sich um eigene historische Schuld keine Gedanken machen. Wir Deutschen dürfen aber mit Recht auf das stolz sein, was wir seit 1945 geschaffen haben und welches Ansehen wir dadurch in der Völkergemeinschaft wieder errungen haben. Dies erfordert eine nüchterne Einordnung der 12 Jahre von 1933 bis 1945 in eine nationale Geschichte, die bis zu Karl dem Großen (geboren 747, gestorben 814, Kaiserkrönung im Jahr 800) zurückreicht. Obwohl die Bezeichnung „Denkmal der Schande“, welche einen Sturm der Empörung auslöste, auch von mir als sprachlicher Missgriff und überspitzte Formulierung verurteilt wird, halte ich einen solchen Denkanstoß bezüglich der permanenten Selbstbeschuldigung für angebracht. Es wird zwar verklärend permanent von einer „Erinnerungskultur“ gesprochen. In Wirklichkeit wird jedoch nach immer neuen Anlässen gesucht, das kulturelle Erbe Deutschland in den Dreck zu treten. Nach bald 75 Jahren eines gesetzestreuen Lebenswandels halte ich diese permanente Aufforderung nicht mehr aus, mich an die schlimmsten Jahre deutscher Geschichte immer wieder erneut zu erinnern. Ehrlich gesagt, sehe ich dadurch meine Menschenwürde verletzt, ja, ich finde es „zum kotzen“.
    Eine zurückhaltende Stellungnahme schrieb ich unter https://greypanter.wordpress.com/2016/05/06/ein-ende-der-immerwahrenden-schuld/

  2. greypanter schreibt:

    Bitte diskutieren Sie mit mir auf https://www.facebook.com/ulrich.arnold.9
    Ich bin gerne bereit, mich mit anderen Auffassungen auseinander zu setzen und meine Ansicht nötigenfalls durch stichhaltige Argumente zu korrigieren.

  3. karlschippendraht schreibt:

    …….Ich werde jetzt nicht die Zahl der Opfer des Nationalsozialismus neben jene der Opfer des Kommunismus stellen, wie das oft auch durch geschieht, die die Schandtaten der Nationalsozialisten relativieren wollen. …….

    Bei der heutigen Dummheit der Masse sollte man nicht von Relativierung reden sondern von dringend nötiger Information !!! Die große Mehrheit – vornehmlich west – glaubt doch immer noch dass die NAZI`s die meisten Menschenleben auf dem Gewissen haben . Hier jedoch wird Information zur Pflicht damit noch größere Verbrechen nicht totgeschwiegen werden , wie das seit Jahrzehnten bundesdeutsche Praxis ist . Laut Schwarzbuch des Kommunismus haben die NAZI`s ca. 30 Mio Tote zu verantworten und die Kommunisten ca. 100 Mio. Darüber hinaus haben die ehemaligen Kolonialmächte einschließlich USA im Laufe ihrer Herrschaft Völkermord im großen Stil begangen , jedoch sind die so kaltschnäuzig , sich nicht im Geringsten dafür zu schämen – früher nicht und heute auch nicht . Und daher entsteht ganz gewollt und gezielt bei der uninformierten Masse der Glaube , Deutschland hätte die größten Verbrechen der Weltgeschichte begangen . Und auf diesem bewusst gezüchteten Irrglauben basiert der beabsichtigte und geförderte deutsche Schuldkomplex . Allerdings auch mit regionalen Unterschieden und das ist gut so.

  4. karlschippendraht schreibt:

    Ergänzung :

    Der Relativierungsvorwurf ist ein gängiges Instrument Derjenigen , die Angst vor der Wahrheit haben , eben weil diese Wahrheit meist unbequem ist. Jedoch bleibt Wahrheit immer Wahrheit , auch wenn sie mit der Relativierungskeule unterdrückt werden soll . Von daher sind Relativierungsvorwürfe auch ein Versuch der Volksverdummung . Aber diese Relativierungskeule kann man entschärfen:
    Auch mathematische Gesetze sind Naturgesetze und gelten weltweit .
    Was man bei einer Gleichung auf einer Seite macht muss man auf der anderen Seite ebenfalls machen , sonst geht die Gleichung nicht auf !!!
    Oder religiös gesehen:
    ……..Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf Sie……
    Somit wäre ja Jesus der größte Relativierer der Weltgschichte , oder ? Und alle kirchlichen Würdenträger , die dieses Zitat predigen wären ebenfalls Relativierer.
    Oder was meinen Sie , Herr Berger ?

  5. greypanter schreibt:

    An karlschippendraht: In der Geschichte nach Verfehlungen einzelner Völker zu suchen, um die jetzt lebende Generation damit zu konfrontieren, halte ich für ungerecht. Diese Arroganz möchte ich vermeiden, ohne historische Fakten zu unterdrücken. Man denke nur an die Sklaverei, welche bis auf die Zeit der Pharaonen zurückreicht und auch heute noch praktiziert wird. Dabei darf man nicht nur das Herrschaftsgebiet des IS nennen, sondern auch Bordelle in Europa und anderen Regionen. Dieser Hinweis soll in Erinnerung rufen, dass man schnell bereit ist, Schuld bei anderen zu suchen und die Schuld im eigenen Volk zu ignorieren. Redlichkeit muss sich jedoch auf die Gegenwart beziehen. Unredlichkeit sehe ich bei David Berger, wenn er behauptet, Narben am eigenen Körper in Anbetracht der Naziverbrechen zu spüren: Es handelt sich dabei um eine der hinterhältigsten Lügen, welche uns auf Umwegen eine immerwährende Schuld einzureden versucht. Selbst die politisch verordnete Erinnerungskultur arbeitet mit der hinterhältigen Unterstellung, wir besäßen einen so schlechten Charakter, dass uns Monat für Monat erneut die Naziverbrechen vor Augen geführt werden müssten, damit wir nicht auf den Gedanken kämen, solche Verbrechen zu wiederholen. Dies ist eine abstruse und ständig wiederholte Verleumdung die man mit allem Nachdruck von sich weisen muss. Wie kann sich ein Volk nur so schamlos seiner Würde berauben lassen! Aber es kommt noch schlimmer: Um die Notwendigkeit dieser Erziehungsmaßnahme zu begründen, schreibt man die Tötungsverbrechen nicht etwa einer diktatorischen Naziregierung zu, sondern dem ganzen deutschen Volk indem man die Pflicht vorgibt, dieses unablässig an die in seinem Auftrag verübten Verbrechen erinnern zu müssen. So wird gezielt das deutsches Nationalgefühl ausgelöscht und eine orientierungslose Jugend der moralischen Beliebigkeit ausgeliefert. Dieses Nationalgefühl war früher ein ständiger Quell deutscher Tugenden, wie Treue, Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft, doch wer gebraucht heute noch das in Vergessenheit geratene Wort Tugend? Man fordert von unserer Jugend nicht mehr und nicht weniger, als keinen erneuten Holocaust zu begehen. Was für Querdenker wollen uns erziehen und leiten!

  6. francomacorisano schreibt:

    Der linksradikale Alt-68er Claus Leggewie ist allerdings ein schlechter Kronzeuge!

Kommentare sind geschlossen.