Held der Woche: Grünenpolitiker Volker Beck belehrt Papst Franziskus

(www.conservo.wordpress.com)

Von David Berger *)

In einer Zeit, in der Ortsvorsteher kleiner Dörfer in der Eifel dem amerikanischen Präsidenten drohen oder Ratschläge zur Gestaltung seiner Tweets bei Twitter geben, verwundert es nicht, dass es Grünenpolitiker gibt, die den Papst theologisch belehren wollen.beck

Einer, der hier schon immer geglänzt hat und tatsächlich für sich beanspruchen kann, nicht nur glaubwürdiges Vorbild für moralisches Handeln, sondern auch hochgebildeter Theologe zu sein, ist der Noch-Bundestagsabgeordnete der Grünen Volker Beck.

Nun hat er den Papst vor einer Versöhnung mit der Piusbruderschaft gewarnt. Aus den italienischen Medien habe er nämlich gehört, dass diese bevorstehe.

Ich muss gestehen, dass auch ich diese Einigung bedenklich finde – aber nicht verwunderlich. Dass sie unter dem glaubensstrengen Papst Benedikt XVI. nicht richtig gelingen wollte, aber unter einem Papst, der nach Tageslaune und oft wie ein dogmatischer Geisterfahrer agiert, nun irgendwie hinhauen könnte, wirft auf eine eventuelle Einigung nicht unbedingt ein positives Licht.

Aber dass Beck dann selbst wie ein Traditionalist argumentiert, ist schon besonders lustig. So wenn er etwa dem Papst ins Gewissen redet: „Die Kirche darf nicht beliebig werden“.

Oder zuviel Barmherzigkeit und Kompromissbereitschaft sei doch da nicht angesagt, dann klingt das, wie wenn katholische Strenggläubige zum Beispiel von der von Beck & Co von der Kirche geforderten Akzeptanz des homosexuellen Lebensstils durch den Papst reden.

Im Unterschied zu diesen Strenggläubigen, die sich auf verbindliche Glaubenslehren berufen können, beruft sich Beck aber ausgerechnet auf Dokumente des letzten Konzils, die dieses bewusst nicht als „dogmatisch“, sondern lediglich „pastoral“ bezeichnet hat und die an Autorität so jeder Enzyklika des Papstes nachgeordnet sind:

„Ohne die Anerkennung von dignatis humanae (Die Schrift des II.Vaticanum über die Glaubensfreiheit) und Nostra aetate (Erklärung über die Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen, die die die bleibende Erwählung des Judentums bestätigt) darf es keine Einheit geben, sonst wäre sie Beliebigkeit.“ [Schreibfehler der PM wurden so belassen]

Schließlich wirf Beck dann noch wild und nach Art amerikanischer Evangelikaler mit Bibelzitaten um sich, um schließlich noch die nach kirchlicher Doktrin völlig irrelevante Qualifikation „Hetze“ für einige Positionen der Piusbruderschaft auszusprechen.

Als jemand, der sich im Vatikan etwas auskennt, weiß ich genau, dass die Gegner einer Einigung mit der Piusbruderschaft genau solche dilettantischen Einlassungen, mit denen Beck ihnen eigentlich zuarbeiten wollte, fürchten wie der Teufel das Weihwasser.

Schlimmer hätte es Beck eigentlich nur noch machen können, wenn er seine Freundin Claudia Roth zur Überbringung seiner Epistel an den Papst in den Vatikan geschickt hätte …

Liebe Hochwürdige Herren der Piusbruderschaft, sollte Ihnen die Einigung mit Rom gelingen, haben Sie dies auch Volker Beck zu verdanken!

Ich würde sagen, dann wird neben einem levitierten Hochamt im alten Ritus für seine Seele ein Tütchen mit (Weih)Rauchwerk als kleine Aufmerksamkeit für den großen Theologen am Hofe der Grünen fällig. Diesmal dürfen es dann auch mehr als 0,7 Gramm sein!

*) Der Berliner Philosoph, Theologe und Autor Dr. David Berger betreibt das Blog PHILOSOPHIA PERENNIS
www.conservo.wordpress.com   04.02.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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2 Antworten zu Held der Woche: Grünenpolitiker Volker Beck belehrt Papst Franziskus

  1. Querkopf schreibt:

    Beck hatte wahrscheinlich wieder ´was eingeworfen …

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  2. francomacorisano schreibt:

    Die Katholische Welt wird sich weiter drehen, auch mit den Pius-Brüdern, die niemanden etwas Böses tun! Überlassen wir es doch einfach Gott unserem Herrn, selbst zu entscheiden, welche Form ihn zu verehren und anzubeten ihm am besten gefällt!

    Und Volker Beck geht dieses Thema einen Scheißdreck an!

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