Deutschland nach den Wahlen am 24.September – Schwarz, Rot oder unregierbar?

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dieter Farwick, BrigGen a.D. und Publizist

Sonnenkönig Schulz

Mit dem Erscheinen des „Sonnenkönigs“ (so genannt wegen seines aufwendigen Regierungsstils) aus Brüssel sind die Karten für die Bundestagswahlkampf wieder neu gemischt.

Es gibt mindestens drei Möglichkeiten: Schwarz, Rot oder unregierbar.

CDU/CSU sind auf dem falschen Fuß erwischt worden. Sie hatten sich auf einen „beschaulichen“ Wahlkampf – business as usual – gegen Gabriel eingestellt. Die „negative Demobilisierung“ würde wieder funktionieren. In den ersten Tagen des aus dem Hut gezauberten „Sankt Martin“(Spiegel) glaubte man noch an das alte Spiel – bis zur ersten bundesweiten Umfrage.

Jetzt ist da plötzlich ein ernstzunehmender Herausforderer, der die Massen ansprechen und moblisieren kann kann – noch. Die meisten Medien sind auf seiner Seite.

CDU/CSU setzen auf die Hoffnung“ Strohfeuer“. Auch mit Blick auf ihn hat man in München ein „Treuegelübde“ abgelegt. Ob es hält?

„Sankt Martin“ bietet etliche Angriffsstellen.

Sein Wirken in Brüssel mit seinem Amigo Juncker war gegen Deutschlands wahre Interessen gerichtet.

Erste Alternative

Wenn es klappt, das „Strohfeuer“ auszulöschen, könnten CDU/CSU mit Grün und Gelb eine „Jamaika-Koalition“ basteln. Stabilität sieht allerdings anders aus.

Zweite Alternative

…brächte als Ergebnis die SPD als stärkste Partei. Sie könnte die erstrebte Koalition

R2G auf die Beine stellen. Da die AfD und die FDP diese Dreierkoalition zähneknirschend tolerieren würden, wären CDU/CSU mit ihrer gemeinsamen Kandidatin die großen Verlierer.

Dritte Alternative

Es gibt allerdings noch eine dritte Alternative: Keine der ehemals großen Parteien kann selbst mit drei Parteien keine mehrheitsfähige Regierung stellen – es sei denn, sie könnten eine vierte Partei ins Boot bringen, die allerdings sehr unterschiedliche Interessen vertreten wird – siehe Berlin.

Eine solche Konstellation wäre kaum überlebensfähig. Diese Konstellation könnte auch entstehen, wenn sich CDU/CSU weiterhin weigern, mit Hilfe der AfD – und der FDP – eine Regierung zu bilden.

Schmutziger Wahlkampf erwartet

Es wird sich im Laufe des Jahres zeigen, welche Partei die richtige Wahlkampstrategie entwickelt.

Es bedarf keiner großen Phantasie, einen Wahlkampf vorherzusehen, der ähnlich schmutzig wird wie der amerikanische Wahlkampf 2016.

Der amerikanische Präsident Donald Trump schadet – Stand Februar 2017 – CDU/CSU mehr als den anderen Parteien.

Deutschland muss sich darauf einstellen, die bisherige politische Stabilität zu verlieren, wenn sich die wirtschaftliche Lage auch nur geringfügig verschlechtern sollte.

* (Der Publizist Dieter Farwick ist Kommentator bei conservo.)

www.conservo.wordpress.com   7.2.17
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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 44 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. conservo ist ein überzeugter Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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5 Antworten zu Deutschland nach den Wahlen am 24.September – Schwarz, Rot oder unregierbar?

  1. karlschippendraht schreibt:

    Nicht unsere Volkszertreter sondern Michel`s Dummheit am Wahltag würde Deutschland entweder in eine linke Diktatur stürzen oder unregierbar machen .

  2. Nun, solange grundlegende, rechtswidrige Entscheidungen wie etwa die Öffnung der Grenzen oder der Bruch der Verträge mit Energieunternehmen bzgl. Kernkraftwerken quasi im Hinterzimmer parteiübergreifend beschlossen und mitgetragen werden, scheint mir doch die konkrete Auswahl, welche Module aus dem einheitlichen Parteienkartell nun „die Regierung“ und welche „die Opposition“ stellen sollen, zweitrangig zu sein. Über die „Stabilität“ des Kartells muß man da sich wahrlich keine Gedanken machen…
    Die Befürchtung eines schmutzigen Wahlkampfes erscheint mir vollauf gerechtfertigt, wenn man sich ansieht, mit welcher schlicht krankhaft-bösartiger Propaganda der demokratisch gewählte Präsident der USA angegriffen wird (zu dessen Vorhaben oder Selbstinszenierung man stehen kann, wie man will). Hier soll ein Feind vernichtet werden, den der herrschende politisch-mediale Komplex als Bedrohung ansieht.

  3. francomacorisano schreibt:

    Dass die AfD und die FDP diese Dreierkoalition (R2G) zähneknirschend tolerieren würden, halte ich für einen schlechten Witz!

    Die Umfragewerte, die den EUrokraten Schulz, katapultartig nach oben schießen lassen, sind garantiert manipuliert. Trotzdem könnte er davon profitieren, dass viele Menschen Merkels Fresse nicht mehr sehen wollen!

    Auf einen schmutzigen Wahlkampf freue ich mich! Merkel UND Schulz bieten beide sehr viel Angriffsfläche!

    Unregierbare Verhältnisse müssen nicht schlecht sein! Wenn die Politiker mit sich selber beschäftigt sind, richten sie weniger Unheil an.

    Vielleicht muss es zuerst noch schlechter werden, bevor es endlich besser wird.

  4. Pingback: News 08.02.2017 | Krisenfrei

  5. Querkopf schreibt:

    …“Deutschland muss sich darauf einstellen, die bisherige politische Stabilität zu verlieren.“ …
    – Deutschland hat seine Stabilität doch schon längst verloren, Deutschland befindet sich längst in der Auflösung bzw. besser in der Zersetzung, dank Merkel und ihrer „EUdSSR“-Politik. Egal was passiert, Merkel wird – wenn man sie lässt- ihre heimtückische und volksverräterische Zersetzungspolitik fortführen. Mit dem Obersozi Schulz zusammen würde diese Prozeß in einer neuen GroKo noch beschleunigt werden. Der großmäulige Universalversager Schulz bietet überhaupt keine Alternative zu oder mit Merkel, ganz im Gegenteil. Ganz neue Wege sind von Nöten!

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