Abtreibung: Der „Fall Dr. Thomas Börner“ – Klinik ohne Rückgrat

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmesabtreibung embrio

Die Capio-Klinik (Dannenberg) und der Kampf gegen die Tötung ungeborener Kinder

Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Der Chefarzt der Capio-Klinik hat sich geweigert, „Abtreibungen“ vorzunehmen, und der Verwaltungschef der Klink hat dies zur Politik des Hauses ernannt. Beide sind inzwischen „auf eigenen Wunsch“ ausgeschieden – honi soit qui mal y pense.

Doch der Widerstand gegen diese Art von Umgang mit verantwortungsbewußtem Klinik-Personal ist noch nicht zu Ende. So schrieb vor wenigen Tagen Frau E. B., Berlin, an den Chef der Capio-Klinik einen deutlichen Brief, den mir der meinen Lesern wohlbekannte Klaus Hildebrandt zur Kenntnis gegeben hat – zusammen mit seiner eigenen Stellungnahme (s.u.).

conservo – ein liberal-konservatives Blog – hat den Kampf gegen die „Abtreibung“ zu einem der redaktionellen Schwerpunkte gemacht und bereits unzählige Artikel dazu veröffentlicht – auch gemeinsam mit dem angesehenen Publizisten Mathias von Gersdorff (siehe Suchfunktion auf der Titelseite von conservo oben rechts). Heute deshalb die beiden Briefe von Frau E. B. und K. H. im vollen Wortlaut.

Peter Helmes, 13.02.2017

*************

(Gesendet: Donnerstag, 09. Februar 2017 um 17:49 Uhr, Von: E. B. An: info.cejk@de.capio.com)

Betreff: Dr. Thomas Börner

Grüß Gott, Herr Reitz !

Die Auseinandersetzungen mit Ihrem Chefarzt und Gynäkologen Dr. Thomas Börner sowie mit Ihrem Verwaltungsdirektor Dr. Markus Fröhling, habe ich in den letzten Tagen aufmerksam verfolgt.

Um es gleich vorweg zu sagen: Die Haltung dieser beiden Männer finde ich großartig. Sie ist konsequent und mutig – und ich habe größten Respekt vor ihrer Entscheidung. Sich in der heutigen Zeit aus Gewissensgründen gegen die Durchführung von Abtreibungen auszusprechen, zeugt von großer innerer Reife, wahrer Menschlichkeit und echtem christlichen Glauben.

Ihre Klinik wirbt mit dem Slogan: „Bei CAPIO ist ihre Gesundheit in besten Händen“.

Ist Ihnen eigentlich nicht bewußt, dass dieser Spruch in Bezug auf die Ungeborenen der reinste Hohn ist? Deren Gesundheit „existiert“ überhaupt nicht mehr, nachdem sie in die „besten Hände“ geraten sind.

Ganz abgesehen davon, dass auch viele Frauen durch eine Abtreibung ihre Gesundheit einbüßen (Post-Abortion-Syndrom).

Schwangerschaft ist keine Krankheit! Die vorgeburtliche Tötung eines Kindes im Mutterleib dient nicht der Wiederherstellung der Gesundheit.

Ich danke diesem Gynäkologen und dem Klinikleiter ausdrücklich dafür, dass durch ihre Aussagen endlich eine längst fällige Diskussion über das Wesen der Abtreibung in Gang gesetzt wurde.

Ihrer Klinik würde – und davon bin ich fest überzeugt – für eine große Zahl von Menschen zur ersten Wahl, wenn bekannt wird, dass hier keine Tötungen vorgenommen werden. Und was für den Beginn des Lebens gelten würde, könnte vielen älteren Bürgerinnen und Bürgern auch die Sicherheit geben, in ihrem Hause wirklich immer und mit jeder Krankheit in den „besten Händen“ zu sein.

Überdenken Sie die Situation noch einmal – und bitte trennen Sie sich nicht von diesen beiden weitsichtigen und couragierten Mitarbeitern, denen ich Gottes reichen Segen wünsche, damit sie ihrer Entscheidung treu bleiben, keinen Menschen vor der Geburt zu töten.

Mit freundlichem Gruß, E. B. – Berlin

******************

(Von Klaus Hildebrandt An: info.cejk@de.capio.com)

Betreff: Abtreibung; Fw: Dr. Thomas Börner

Sehr geehrter Herr Reitz,

es gibt anständige und mutige Menschen in unserem Lande, wie diese Dame aus Berlin (s.o.). Wie könnte man ihr in auch nur einem einzigen Punkt widersprechen? Politisch und im wirtschaftlichen Interesse über jemanden – das Leben eines Menschen – zu befinden, der sich selbst nicht verteidigen kann, widerspricht allen Grundsätzen der guten Moral, Demokratie und Juristik. Wie ich soeben aus erster Hand erfahre, wird Herr Dr. Börner Ihre Klinik – „wohl auf eigenen Wunsch“ – verlassen, was ich sehr bedauere.

Wer in Deutschland nicht schwanger werden möchte, die muss es auch nicht, denn es gibt etliche Alternativen, angefangen beim besseren Umgang mit dem eigenen Körper und Partner, worüber in unserem hochsexualisiertem Deutschland leider niemand redet. Etwas weniger Spaß und mehr Eigenverantwortung täte gerade der jungen Generation gut. Ein Land, das es schon schwangeren Mädchen ermöglicht, durch die Einnahme der „Pille danach“ eine Schwangerschaft zu unterbrechen oder auch nur vorzubeugen, setzt nur noch auf Medizin und Technik und nicht den Menschen selbst. Tatsächlich kann man in diesem Zusammenhang auch nicht mehr von einer gesunden Familienpolitik reden. Jemanden wie Herrn Dr. Börner zu nötigen, die Tötung von Menschen, ob jung oder alt, vorzunehmen, oder als Vorgesetzter dem wider seiner fundierten Überzeugung als Arzt zustimmen zu müssen, ist menschenunwürdig und riecht stark nach Geld und Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes.

Herr Börner hat mit seinem Weggang ein Beispiel statuiert, das in Deutschland hoffentlich Schule machen wird, denn er folgte seinem Gewissen und Anstand. Darin etwas anderes oder gar Böses zu sehen, wäre falsch. Wer sich für eine Abtreibung entscheidet, sollte besser nach Schweden gehen, wo es immer weniger Menschen gibt, die sich heute noch ernsthaft mit Fragen der Ethik beschäftigen und nur noch den persönlichen Vorteil in Form von Freiheit, Spaß und Wohlstand im Auge haben.

Abschließend möchte ich Ihnen noch Kenntnis von einer aktuellen petition gegen-abtreibung-in-der-capio-elbe-jeetzel-klinik geben, die ich Sie bitte, an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihrer Klinik sowie an die schwedische Regierung weiterzugeben. Ich tue es auch.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Hildebrandt (Rheinland-Pfalz) *)

*****************

*) Klaus Hildebrandt ist bekennender, streitbarer Katholik und seit langer Zeit Autor bei conservo
www.conservo.wordpress.com   13.02.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, APO/68er, Christen, Kultur, Medien, Politik Deutschland abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.