Der „Fall Hollemann“ – in Wahrheit ein Fall System-Medien

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Zur existenziellen Vernichtung freigegeben

Markus Hollemann Quelle: www.markus-hollemann.de

Markus Hollemann
Quelle: http://www.markus-hollemann.de

Kein Zweifel: Markus Hollemann ist ein echtes Opfer der Gutmensch-Medien. Er, ein renommierter Bürgermeister, wagt(e) es doch tatsächlich, sich den Kampf gegen Abtreibung auf die Fahnen zu schreiben. conservo hat mehrfach darüber berichtet.

Der „Fall Hollemann“ ist ein Fall Süddeutsche Zeitung, ein Fall, der unerträglich ist. Da wird ein unbescholtener Bürger und ein erfolgreicher Bürgermeister nicht nur an den Pranger gestellt, sondern in seiner Berufsausübung gefährdet. Hier die bisherigen Berichte:

Nun hat Hollemann selbst über den von ihm eingeklagten Medienprozeß berichtet:

Stellungnahme von Bürgermeister Markus Hollemann vom 15.2. 2017: Heute ist im Landgericht Köln über Bürgermeister Hollemann ./. Süddeutscher Verlag verhandelt worden. Eine Entscheidung gab es nicht.

Hintergrund ist die Berichterstattung in der Süddeutschen Zeitung vom Anfang des Jahres 2015, in der mir u.a. Sympathie für Rechtsradikale unterstellt wurde – ohne daß dies sachlich auch nur im Ansatz gerechtfertigt wäre.

Folgende Grundsatzfrage stand bei Gericht im Mittelpunkt:

Darf ein Medienriese jeden, der eine verfassungskonforme und dem Standpunkt des Bundesverfassungsgerichts entsprechende, aber andere Meinung als die seine vertritt, gleichsam in die „rechtsradikale Ecke“ stellen und damit öffentlich, beruflich und privat massiv schädigen?

Wie weit geht das Recht von Zeitungsgiganten, Aussagen über Menschen zu verbreiten, ohne sachliche Gründe dafür zu haben?

Ich bin in großer Sorge um unsere demokratische Gesellschaft, wenn jede und jeder, jede und jeden alles heißen kann. Denn die aktuelle Rechtsprechung sagt: Jede falsche Tatsachenbehauptung in einer Zeitung kann angegriffen werden (z.B. Gegendarstellung, Unterlassung).

Seit einiger Zeit wird die Bezeichnung als „Rechtsradikaler“ von den Gerichten als Meinungsäußerung und nicht als Tatsachenbehauptung aufgefasst.

Eine Meinungsäußerung ist immer möglich, außer sie überschreitet ausnahmsweise die Grenze zur Schmähkritik. Dem folgend könnte eigentlich jeder als „rechtsradikal“ bezeichnet werden, ohne dass dies irgendwie belegt werden müßte.

Besonders bedenklich ist der Widerspruch zwischen der juristischen Interpretation und dem, was in der breiten Öffentlichkeit verstanden wird: Wenn eine als seriös angesehene Zeitung „rechtsradikal“ verwendet, stellt dies für die Leser aber eine Tatsachenbehauptung dar, von der sie annehmen, dass diese auf recherchierten und geprüften Tatsachen beruht.

Wenn nun ein Zeitungsgigant ganz normale Bürger mit willkürlich gewählten Attributen brandmarken darf, dann sehe ich Dämme brechen.

Meinungsfreiheit und wahrheitsgemäße Berichterstattung sind für unsere demokratische Gesellschaft wesentlich. Wie viele andere bin auch ich immer wieder über “post-faktische” Darstellungen und Vorverurteilungen oder Interpretationen einzelner Journalisten sehr irritiert.

Der Richter hat ebenso die Frage nach der Fairness seitens der SZ gestellt. Das Verfahren geht nun weiter.

Denzlingen, 15.2.2017 Markus Hollemann

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WEITERE INFOS finden Sie in unseren vorherigen 13 Artikeln zur Causa Hollemann: http://www.markus-hollemann.de/buergermeister-markus-hollemann-sueddeutscher-verlag-landgericht-koeln-setzt-neuen-termin-fest/

www.conservo.wordpress.com   20.02.2017
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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 41 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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5 Antworten zu Der „Fall Hollemann“ – in Wahrheit ein Fall System-Medien

  1. karlschippendraht schreibt:

    …….stellt dies für die Leser aber eine Tatsachenbehauptung dar, von der sie annehmen, dass diese auf recherchierten und geprüften Tatsachen beruht…….

    Und mit dieser Mentalität liegt Michel-West meilenweit vor Michel-Ost . Ich habe nun jahrzehntelang in beiden deutschen Staaten gelebt und feststellen müssen dass für Michel-West Folgendes gilt : Je weiter man von Berlin entfernt wohnt , um so dümmer ist man bezüglich politischer Sachverhalte. Da gab es bis 1990 das regelrechte Paradebeispiel : Wenn ein Westberliner auf Urlaub nach Westdeutschland fuhr dann fragten die Westdeutschen immer , ob er aus Westberlin oder Ostberlin käme . Die waren so dumm und haben nicht begriffen dass aus Ostberlin niemand kommen kann . Die glaubten doch , es gäbe eine Stadt Berlin auf dem Gebiet der Bundesrepublik und eine Stadt Berlin auf dem Territorium der DDR , also Westberlin und Ostberlin . Und diese Dummheit hat sich leider bis heute in Teilen Westdeutschlands immer noch gehalten . Daher sind diese Leute in ihrer kritiklosen Unwissenheit auch empfänglich für Medienlüge und Medienhetze aller Art.

  2. wreinerschoene schreibt:

    Das ist doch nichts neues. Auch zu DDR Zeiten mußte man einen unbeliebten Bürger nur anschwärzen in der Vorbereitung einer Republikflucht zu stehen, schon war er weg. Da auch damals, der Staat und die Richter eine Einheit bildeten, konnte der „Angeklagte“ sagen was er wollte, er macht es für sich schlimmer. Das es im heutigen Deutschland inzwischen nicht anders ist, sollte nicht verwundern. Denn auch hier und heute, steht die Politik zusammen mit allen wichtigen Institutionen die wichtig sind einen Staat unter Kontrolle zu halten, sie bilden eine Einheit und so kann es auch heute wieder dazu kommen, das man sich wehren wie man will, man macht es nur noch schlimmer. Aber so kann man mit einem vom Volk gewählten Bürgermeister umgehen, und man sieht wie wichtig das Volk für die Regierungen noch ist, es wird gebraucht, aber nur zur Wahl um den demokratischen Anstrich zu erhalten.

  3. Pingback: Der „Fall Hollemann“ – in Wahrheit ein Fall System-Medien – nachtgespraechblog

  4. diwini schreibt:

    Hat dies auf diwini's blog rebloggt.

  5. Paul schreibt:

    Der Fall Hollemann ist doch kein Einzelfall.

    Wulff wurde ein Opfer der Medien. Keine Zeitung wurde deshalb belangt.
    Die Fälle Hohmann und Jenninger sind inzwischen vergessen. Beide wurden durch die Medien kaputt geschrieben.
    Bei Pirinçci führte die Medienhetze sogar zum Boykott seiner Bücher.

    Köhler und Sarrazin sind mir in diesem Zusammenhang auch noch eingefallen.
    Sicherlich gibt es noch mehr Fälle.

    Mir ist nicht bekannt, dass jemals ein Medium deshalb gerichtlich zur Verantwortung gezogen wurde.

    Die Medien sind die 4.Gewalt in unserem Staat, der sich trotzdem Demokratie nennt.

    Paul

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