Herr Tauber, was sagen Sie dazu?

(www.conservo.wordpress.com)

Von altmod *)

Klatsche für die Tauber-CDU im Main-Kinzig-Kreis

Peter Tauber

Natürlich hat ein „General“ der CDU vorderhand Wichtigeres zu kommentieren, als eine Landratswahl in der Provinz. Auch wenn es um den Heimatlandkreis, seine primäre politische Operationsbasis geht.

Die Heimat-CDU von Peter Tauber hat wieder eine ordentliche Watsche erhalten. Der sympathische, aber eigentlich irgendwie blasse SPD-Kandidat und Bürgermeister von Gelnhausen, Thorsten Stolz hat mit 58% der Stimmen bei insgesamt 6 Kandidaten einen nicht zu erwartenden direkten Erfolg bereits im ersten Wahlgang erzielt. Die von Peter Tauber in die Kandidatur gehievte CDU-Kandidatin kam auf schwache 21 %. (Nebenbei: Der mutig angetretene AfD-Kandidat landete mit 10,4 % der Stimmen auf dem dritten Platz.)

Für Peter Taubers Main-Kinzig-CDU sind mit dieser Wahl zwei prekäre Resultateverbunden: Zum einen das miserable Abschneiden der Kandidatin und zum anderen eine indiskutabel niedrige Wahlbeteiligung von 33,9 %. Letzteres muss sich natürlich auch ein Wahlsieger anlasten lassen.

Der Generalsekretär der CDU ist aber nach meiner Kenntnis der Verhältnisse im Main-Kinzig-Kreis jedoch der Hauptverantwortliche. Zum einen ist auf seinen Druck eine von vornherein chancenlose (Quoten-)Frau nominiert worden. Damit verbunden erinnert sich bis jetzt gewiss jeder in der Region an die seinerzeitige Mobbing-Affäre mit Peter Tauber als Verantwortlichen. Die Wähler im größten hessischen Landkreis haben gewiss die „Kaninchen-Jagd“, die Peter Tauber in seinem CDU-Kreis angezettelt hatte, nicht vergessen – aus der die jetzt unterlegene CDU-Kandidatin erst einmal als Nutznießerin hervorging.

In dem Zusammenhang wird auch nicht vergessen, dass er innerparteiliche Kritiker und auch lästige „Twitter-Follower“ schon mal als „Arschlöcher“ bezeichnete. Der MK-Kreisverband stellte sich damals hinter Peter Tauber, gab ihm Rückendeckung und so verschwand die Affäre wie auch immer aus den Schlagzeilen. Das Gedächtnis der Wähler wirkt aber gelegentlich durchaus nachhaltig.

Die niedrige Wahlbeteiligung ist nur durch die zunehmende Politik- und Demokratieverdrossenheit zu erklären, für die Typen wie Tauber verantwortlich zeichnen. Die eigentlich bedauernswerte CDU-Kandidatin war durch den Tauber-Bohei von vornherein geschwächt. Für die Main-Kinzig-CDU mit ihren Tauber-Paladinen wird das gewiss nicht das letzte Ungemach bedeuten.

*) Der Blogger„altmod“ ist Facharzt und regelmäßiger Kolumnist bei conservo (altmod.de)
www.conservo.wordpress.com   9.3.2017
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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 44 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. conservo ist ein überzeugter Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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4 Antworten zu Herr Tauber, was sagen Sie dazu?

  1. karlschippendraht schreibt:

    Ich kann es nur nochmal wiederholen : Da hat ein Richard Tauber unserem Volk doch mehr gegeben als ein Peter Tauber .

  2. francomacorisano schreibt:

    Tauber ist nur Merkels Bettvorleger.

    • gebenhoeh schreibt:

      Tatsächlich ein von Tauber selbst gern verwendeter Spruch: Als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet!

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