Ursula von der Leyens Offenbarungseid

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dieter Farwick, BrigGen a.D. und Publizist

Einsatzbereitschaft der Teilstreitkräfte katastrophal

Wer die Bundeswehr (BW) bald vier Jahre führt, ist für Erfolge und Misserfolge verantwortlich. Nach dieser Zeit kann man eklatante Fehler nicht mehr den Vorgängern in die Schuhe schieben, auch wenn ihre drei Vorgänger keine „gemähte Wiese“ hinterlassen haben.

„Atmende Körper“

VdL (von der Leyen) verweist auf das „gigantische Personalproblem“ der Bundeswehr hin – ohne jede Selbskritik. Sie ist keine Lösung, sondern die Hauptverantwortliche.

Ihr erstes Ziel war es, die Bundeswehr zum attraktivsten Arbeitgeber zu machen. Sie hat viel Geld für die Nachwuchswerbung ausgegeben, die nach ihren eigenen Angaben „kaum Systematik“ aufweist und nachweislich gescheitert ist. Die BW hat den anvisierten Personalumfang weder halten noch erhöhen können – sie spricht jetzt von einem „atmenden Körper“, dessen Stärke variieren soll. Damit sollen die Defizite in der Nachwuchsgewinnung clever vertuscht werden.

Unverständlich sind in dieser Lage Absichten, tausende Soldaten für neue Großverbände und Cyberabwehrzentren in die Bundeswehr zu holen – selbst nicht mit ihrer Idee, europäische Söldner in die Streitkräfte zu locken.

Flachbild und Moppelchen

Die ersten Schlagzeilen brachten ihr Vorschläge wie z.B. Flachbildschirme auf jeder Stube, Teilzeitarbeit auch für Führungspersonal, Einberufung auch von weiblichen Moppelchen für den Sanitätsdienst etc.

Sie stellte mehrere Personalkonzepte vor, die nach ihren eigenen Bekundungen weitgehend ohne Erfolg geblieben sind-

Im Bereich der materiellen Einsatzbereitschaft ist die Lage in den Teilstreitkräften katastrophal, obwohl die Ministerin mit ihrer Superstaatssekretärin alles ändern wollte. Es gab viel Aktionismus, neue Strukturen, Versetzungen und Entlassungen sowie weiterhin unverständliche Verzögerungen bei der Einführung von einsatzwichtigem Gerät.

Es gab und gibt keine Nachhaltigkeit.

Wer dies im Detail nachlesen will, sollte den „Jahresbericht 2016“ des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags lesen – auch der Außenminister Gabriel, der nicht erkennt, warum die Bundeswehr mehr Geld braucht.

Die vielfältigen, schnell aufeinander folgenden Auslandseinsätze und die Defizite beim Personal lassen die Truppe „auf dem Zahnfleisch gehen“.

Noch mehr Auslandseinsätze?

Das hindert die Ministerin nicht, um weitere Auslandseinsätze zu betteln – z.B. Mali. Dieser Einsatzwar ein französischer Alleingang aus rein nationalen Interessen. Es gab keine Konsultationen mit der NATO oder der EU. Als die Niederlage dieses Alleingangs sichtbar wurde, suchte Präsident Hollande nach externer Hilfe. Das schuldbewusste Deutschland sprang ein und ist heute tief verstrickt im gefährlichen Mali.

„Die Bundeswehr darf nicht wie ein verstaubter Klub Gestriger auftreten.“

Dieser Spruch ist ein Schlag in das Gesicht der Soldaten, die noch engagiert ihren Dienst verrichten. Als Ministerin ist sie uneingeschränkt Personalchefin. Sie kann „Gestrige“ im Generalsrang ohne Angabe von Gründen in den vorläufigen Ruhestand versetzen. Sie hätte in den bald vier Jahren alle Zeit der Welt gehabt, die Führung deutlich zu verjüngen. Ob die Jüngeren mutiger geworden wären, ihr zu widersprechen und ihre Vorschläge zu verwerfen – inklusive eines ehrenhaften freiwilligen Rücktritts – bleibt eine offene, mit Skepsis behaftete Frage.

Wo blieb und bleibt in dieser Lage die Regierungschefin?

Sie hat als Kanzlerin und Parteivorsitzende vier unfähige Politiker/Politiker in dieses schwierige Amt geschoben, die die Bundeswehr an die Wand gefahren haben – besonders schlimm war die de facto Abschaffung der Wehrpflicht.

Damit hat die Kanzlerin die Verantwortung für die Misere in der Bundeswehr, da sie auch bei erkennbaren Fehlentwicklungen nicht eingegriffen hat.

Leider bieten die Wahlen im September für die Bundeswehr und ihre Soldaten keine Aussicht auf eine fühlbare Verbesserung – weder bei der politischen Leitung noch bei der militärischen Führung der dann regierenden Parteien.

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Anmerkung conservo: Wer sich noch tiefer mit der Materie, die General a.D. Farwick anspricht, befassen möchte, dem sei auch folgende Lektüre empfohlen: https://conservo.wordpress.com/2016/02/14/das-gutfrisierte-sicherheitsrisiko-treibt-missbrauch-mit-der-bundeswehr/ sowie: https://conservo.wordpress.com/2014/09/30/nicht-nur-die-bundeswehr-ist-krank-auch-die-debatte-daruber-krankt/ und: https://conservo.wordpress.com/2014/03/03/bundeswehr-welkendes-roschen-bluhendes-frauenproblem/

www.conservo.wordpress.com   19. April 2017

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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