Köln: Beten gegen Rechts. Kirchen machen mit bei Gewaltdemos gegen AfD

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Mit Gebet und Gewalt – Hauptsache: Es geht gegen die AfD

Man faßt es nicht! Es ist grotesk! Ausgerechnet die christlichen Kirchen rufen auf zur Demo gegen den Parteitag der AfD am Wochenende in Köln – wohlwissend, daß es dort mit Gewalt zugehen wird. Dies ist die Meldung, die mich alarmiert hat:

Neben den Gewalthorden der Antifa und zahlreichen linksbunten Bündnissen wider Demokratie und gesunden Menschenverstand machen auch die Kirchen mobil gegen die AfD. Unter dem Motto „Unser Kreuz hat keine Haken“ wollen sich christliche Gemeinden, vereint in der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ (ACK), einreihen in die antidemokratischen, meinungsdiktatorischen Aktionen gegen den Bundesparteitag der AfD am Wochenende in Köln. Mit der Begründung, es sei wichtig, dass die Kirche ihre Haltung deutlich mache: „Nächstenliebe und Fremdenliebe sind kein Gutmenschentum“, wird sich die ACK an einer Demonstration von „Köln stellt sich quer“ beteiligen.

Der evangelische Stadtsuperintendent Rolf Domning sagt, die Kirche wolle so ein Zeichen für die Flüchtlingshilfe setzen. Auch eine Mahnwache und ein „Politisches Nachtgebet“ sind geplant. Beten für die Invasion und gegen die AfD, statt für Deutschland und die Christen.“

(Quelle: https://www.pi-news.net/2017/04/koeln-beten-gegen-rechts/#more-564027)

Wer hierzu seine Meinung äußern möchte (bitte höflich und sachlich!), hier die Kontaktdaten: ACK, Ludolfusstraße 2-4, 60487 Frankfurt am Main, Geschäftsführerin Dr. theol. Elisabeth Dieckmann, Tel.: 069/247027-11, E-Mail: elisabeth.dieckmann@ack-oec.de

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Mein christlicher Glaube gebietet u.a. Einsatz für Frieden und nicht Aufwiegeln gegen „rechts“

Die Meldungen zu den ernsten Warnungen der Polizei sind eindeutig:

Mit „Sitz- und Stehblockaden“ solle nicht nur gegen die AfD demonstriert, sondern der Parteitag verhindert werden. Dass im Windschatten dieses Kölner Antifa-Bündnisses gewaltbereite Linksextremisten aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland in die Stadt strömen werden, ist ebenfalls kein Geheimnis und aus ähnlichen Konstellationen in der Vergangenheit gut bekannt.

Die Warnung des Kölner Polizeipräsidenten Matthies vor gewaltsamen Ausschreitungen ist also mehr als begründet. Und die dreiste Ankündigung von „Köln gegen rechts“, man werde störende Polizeiabsperrungen überwinden, aber vom Bündnis selbst würde keine „Eskalation“ gegenüber der Polizei ausgehen, darf als die Provokation gegen den Rechtstaat verstanden werden, die sie ist. Weiter erschwerend kommt eine aktuell feststellbare Mobilisierung in der teilweise linken Kölner Fußball- und Ultraszene hinzu. So ruft seit Dienstag eine große FC-Fanseite unter dem Motto „Steht auf, wenn Ihr Kölner seid“ ebenfalls zu den Protesten auf. Die dabei benutzte Wortwahl lässt genügend Interpretationsspielraum in Richtung Blockade- und sonstige Nötigungshandlungen…

Insgesamt werden am Samstag bis zu 50.000 Gegendemonstranten erwartet…“

(Quelle: https://www.pi-news.net/2017/04/afd-parteitag-linkes-blockadebuendnis-darf-auf-dem-koelner-heumarkt-demonstrieren/)

Vorgestern betonte die Polizeiehörde erneut, es lägen Erkenntnisse vor über Mobilisierungen der linken Szene, auch über die Grenzen von NRW hinaus. Man rechne mit gewaltbereiten Personen. „Wir bereiten uns intensiv vor und werden alles daran setzen, Gewalt durch niedrigschwelliges, konsequentes Einschreiten mit starken Kräften frühzeitig zu unterbinden.“

„Positiver“ Nebeneffekt: Es bleibt immer was (an der AfD) hängen

Eines dürften die Protestler schon einkalkuliert haben: Man wird von Krawallen reden, „verursacht durch den AfD-Parteitag“. Das Muster kennen wir schon:

“Am Rande des AfD-Parteitages kam es in Köln zu schweren Ausschreitungen, bei denen Polizisten und Gegendemonstranten verletzt wurden.

Den anliegenden Ladenbesitzern ist durch den AfD-Parteitag schwerer Schaden entstanden.”

Bundesweite Mobilisierung. Die aktuelle Einschätzung der Polizei

„Köln | Die Polizei Köln gab heute eine erste Lageeinschätzung für das Wochenende des AfD-Bundesparteitages am 22. und 23. April ab. Das Bild ist differenziert. Die Anmelder der Gegendemonstrationen erwarten rund 50.000 Menschen. Das sind „Köln stellt sich quer“, „Köln gegen rechts“ und das Festkomitee und angeschlossene Karnevalsgesellschaften. Sorge bereitet der Polizei die bundesweite Mobilisierung der „linksextremen Szene“. Über 4.000 Beamte sollen rund um die Uhr für Sicherheit in der Stadt und für einen reibungslosen Ablauf des AfD-Bundesparteitags sorgen. Diskussionen gibt es um den Aufstellungsort von „Köln gegen Rechts“, die eine erste schriftliche Stellungnahme zu der Lagebeurteilung der Kölner Polizei abgaben.

Polizeipräsident Jürgen Mathies stellt klar, dass das Gesetz die Kölner Polizei verpflichtet den Bundesparteitag der AfD nicht nur zu schützen, sondern auch zu ermöglichen und erteilte damit Versuchen diesen zu blockieren eine klare Absage (…)

Mathies sagt, die linksextreme Szene mobilisiere bundesweit gegen den AfD-Bundesparteitag. Es gebe sogar eine Mobilisierungstour durch mehrere Städte. Die Unterstellung von Gewalt eines Teils der Gegendemonstranten kritisiert Köln gegen Rechts. Die Kölner Polizei beurteilt die Lage als gefährlich, weil aus dem linksextremen Spektrum der Aufruf komme den Bundesparteitag zum Desaster für die AfD zu machen. Mathies machte klar, dass Gewalt nicht geduldet werde und etwa Wasserwerfer zum Einsatz bereit stehen. Ein Bereichsbetretungsverbot für Demonstranten, die bereits in Stuttgart oder Frankfurt auffällig geworden seien, werde geprüft…“ (Quelle: https://www.report-k.de/Koeln-Nachrichten/Koeln-Nachrichten/AfD-Bundesparteitag-in-Koeln-erste-Lageeinschaetzung-der-Polizei-74507)

Und viele nicht mit den Gepflogenheiten vertraute Bürger werden schlußfolgern:

AfD=Krawall=nicht demokratisch=nicht wählbar!

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Da stellen sich mir wie Gläubigen und Nichtgläubigen drängende Fragen:

  • Was ist das für eine Kirche, die sich christlich nennt und dem Islam die Pforten weit öffnet, aber das Kreuz versteckt?
  • Was ist das für eine Kirche, die dem Zeitgeist huldigt und den Heiligen Geist vergißt?
  • Was ist das für eine Kirche, die zuläßt – ja vielleicht mitmacht –, daß eine demokratische Partei (in elf Landesparlamenten vertreten) an der Ausübung ihrer (friedlichen) Arbeit gehindert wird?
  • Was ist das für eine „christliche“ Kirche“, die statt Seelsorge eher Wahlkampf betreibt?
  • Was ist das für eine christliche Kirche, deren aus der Religion gebotene „Nächstenliebe“ offenbar nur Linken und nichtchristlichen Migranten gilt?

Das Verhalten dieser Kirchenmenschen erinnert mich fatal an das sogenannte „Sympathieumfeld“, das in den ´68er und ´70er Jahren (APO, RAF) vor allem aus der protestantischen Kirche genährt wurde – von der Rolle etlicher Kirchenleute bei den Nazis ganz zu schweigen.

Blasphemische Fürbitten: Gebete gegen die AfD

Die vorgeblichen Kirchenrepräsentanten repräsentieren mich und viele andere gewiß nicht, was sie aber nicht hindert, tief in die Kiste zeitgeistlicher Verlockungen zu greifen, um die „Gläubigen um sich zu scharen. Zu diesem Stilmittel kirchlicher Indoktrinierung gehören seit einigen Jahren die „Fürbitten“, die heute zu absoluten Linkspropaganda-Instrumenten verkommen sind.

Für die am Sonntag vorzutragenden „Fürbitten“ (gegen die AfD, na klar) haben sich die Oberfrommen von antifa- bis Frühsexualisierungs-Fetischisten einen besonderen Text einfallen lassen:

(Auszug:) „Barmherziger Gott, wir leben aus deiner Zusage, daß jeder Mensch kostbar ist. Der Regenbogen, den du in die Wolken gesetzt hast, der österliche Bund des Friedens und der Versöhnung kennen keine Grenzen. Und doch erleben wir Menschenverachtung, Nationalismus und Intoleranz. Menschen werden als ‘Fremde’ ausgegrenzt. Gib uns Kraft, die Würde jedes Einzelnen zu achten. Erneuere und stärke uns alle durch den österlichen Blick des Friedens aufeinander.“

Dazu auch ein Zwischenruf

von Michael Stein

Oh, oh! Kirchen in Köln beteiligen sich an den gewalttätigen Demos gegen die AfD am Sonntag!

Begründung: „Aufgrund unseres Glaubens treten wir ein für Nächstenliebe, Toleranz und ein solidarisches Miteinander.“ Ha,ha,ha!

Also liebe linke Glaubensbrüder! Zeigt Eure Nächstenliebe, Toleranz und solidarisches Miteinander! Holt Eure Keulen raus und knüppelt die Untermenschen der AfD nieder! (siehe: http://www.katholisch.de/…/kirchen-rufen-zu-anti-afd-demos-…)

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Hier der Kommentar eines ev. Pastors a.D.:

Zwischen Lachen und Zornigwerden

Herrn Stadtdechant der Katholischen Kirche Köln, Robert Kleine, Herrn Stadtsuperintendent der Evangelischen Kirche Köln, Rolf Domming

Sehr geehrte Herren.

Beim Lesen Ihrer Stellungnahmen und dem entsprechenden Aufruf zum Protest gegen den AfD-Parteitag am 22.und 23. April in Köln konnte ich mich zwischen Lachen und Zornigwerden nicht definitiv entscheiden.

Selten ist mir in wenigen Sätzen eine solch massive Mischung an Dummdreistigkeit und Heuchelei‎ begegnet, wie in den Ihren.

Sie werfen den in Ihren Augen durch und durch bösen AfDlern‎ Hass, Polarisierung und Abwertung vor und übersehen dabei, dass gerade Sie diese Eigenschaften selbst massiv in Anspruch nehmen.

Sicher haben Sie das Christuswort : „Was siehst du den Splitter im Auge des Anderen und erkennst den Balken im eigenen Auge nicht“ genauso in die geistig-geistliche Besenkammer verbannt wie die Gedanken der Feindesliebe, der Vergebung und vor allem auch der Erkenntnis der eigenen Unzulänglichkeit.

Die Mühe, Ihre Pauschalurteile mir konkreten Argumenten zu begründen, machen Sie sich ohnehin nicht.

Am verwerflichsten aber fand ich den Hinweis, Ihr Kreuz habe keine Haken.

Sind Sie sich bei der Geschichte der Kirchen da so sicher? Waren die Kirchen und ihre Repräsentanten wirklich stets so ganz hakenfrei???

(Natürlich zweifle ich nicht daran, daß Sie persönlich stets auf der Seite der Lupenreinen gewesen wären!)

Doch wer oder was gibt Ihnen das Recht, anderen dieses besondere Kreuz zu unterstellen?

Von Christen, und besonders‎ von ihren Repräsentanten, sollte man mehr als diese von Ihnen gebotene dumme Scheinheiligkeit erwarten.

Natürlich werden Sie mit zahlreichen Gutmenschen gemeinsam am Wochenende gegen das inkarnierte Böse in Gestalt der AfD in Köln protestierend auftreten.

Als evangelischer Pfarrer schäme ich mich allerdings für Ihre Verlautbarungen und bitte unseren gemeinsamen Herren, er möge Ihnen zukünftig doch ein wenig mehr Weisheit, Bescheidenheit und vor allem auch die Fähigkeit zu mehr Differenzierung schenken.

Dr. Heiner Kappel, Bad Soden am Taunus

www.conservo.wordpress.com   20. April 2017

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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 41 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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Eine Antwort zu Köln: Beten gegen Rechts. Kirchen machen mit bei Gewaltdemos gegen AfD

  1. Paul schreibt:

    „Unser Kreuz hat keinen Haken.“

    Das stimmt nicht!

    Dieses Kreuz hat einen ganz großen Haken.

    Es versucht die grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit zu verhindern.

    Das ist ein ganz übler Haken!

    Paul

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