Krankenversicherung: M. Schulz SPD wirbt mit Milchmädchenrechnung

(www.conservo.wordpress.com)

Von Verfolgter **)

Die Sozialversicherungsbeiträge werden bei sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen zu 100% vom Arbeitgeber automatisch abgeführt. Der Arbeitgeber ist auch für die An – und Abmeldung dort zuständig. Dabei ist völlig unerheblich, wie das Ganze dann auf dem so genannten Lohnzettel dargestellt wird. Das Arbeitgeberbrutto und damit auch das Arbeitnehmernetto bleibt in jedem Fall gleich, weil es faktisch egal ist, wie die Sozialabgaben zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf dem Papier aufgeteilt werden.

Nach dem Vorschlag von Martin Schulz – der will, daß zukünftig 50% der Zusatzbeiträge anstatt 100 % vom Arbeitnehmer übernommen werden –  sinkt somit  auf dem Lohnzettel lediglich der Arbeitnehmerbruttolohn, um dem Arbeitnehmer weniger Sozialabzüge beim Nettolohn vorzugaukeln. Der Arbeitgeber berechnet die Kosten für Mitarbeiter  immer nach seinem Arbeitgeberbrutto und führt genau die gleichen Sozialabgaben wie immer für diesen ab, nämlich 100%. Er wird also nach dem Vorschlag von Martin Schulz zukünftig für den Arbeitnehmer die gleichen Sozialbeiträge (100%) abführen müssen, und präsentiert diesem dann auf dem Lohnzettel als Milchmädchenrechnung, daß er nur 50% – die Hälfte – abführen musste. Was für ein Humbug!

Demnach hat der Lohnbezieher von dem SPD-Vorschlag genau das, was er bislang von der SPD in den letzten 2 Jahrzehnten im besten Fall immer hatte – keinen Cent netto mehr – nix.

Das hält die SPD und ihren Kanzlerkandidaten aber nicht davon ab, bei Facebook auf Dummenfang zu gehen:

Es kann allerdings auch sein, daß die SPD und ihr Fake-Kandidat ohne Abitur tatsächlich nicht  weiß, wie die Wirtschaft und unser Steuer- und Sozialabgabensystem funktioniert.

Wir zeigten bereits hier und hier auf, daß die SPD in Sachen Steuern und Sozialversicherung mit wirren Anschauungen daherkommt.  Demnach ziehen sich unsinnige Vorschläge, die nur zur Verdummung der Bevölkerung führen können, wie ein roter Faden durch die Schriften und Publikationen der SPD. Der letzte Kanzler von der Sozis der den Diplom-Volkswirt  machte und 1949 erfolgreich abgeschlossen hatte, war Helmut Schmidt.

Es liegt  auf der Hand: Der Nettolohn für Arbeitnehmer kann nur dann ohne Lohnerhöhung  steigen, wenn – wie wir geschrieben haben – die Sozialversicherungsbeiträge und Steuern tatsächlich sinken.  Nur dann steigt das Arbeitnehmernetto.  Und der Arbeitnehmer hat auch nur dann viel vom „Netto“ , wenn er beim Einkaufen weniger Steuern bezahlen muss.

Genau das aber will die SPD nicht. Ihr Vorschlag, das Arbeitslosengeld für bis zu 4 Jahre zu zahlen, bedeuten in der Regel Beitragssteigerungen bei den Sozialversicherungen. Und schon jetzt sind Beitragssteigerungen auf breiter Front abzusehen. Laut Medienberichten soll der Zusatzbeitrag bei Krankenkassen um ein, oder sogar mehrere Prozentpunkte steigen. Hierin wird wieder von der verwirrten Presse suggeriert, der Zusatzbeitrag zahle der Arbeitnehmer, faktisch jedoch führt der Arbeitgeber hundert Prozent der Kosten für die Krankenversicherung ab.

Dies kann man daher auch hier, beispielsweise bei dieser Krankenversicherung nachlesen:

Sie als Arbeitgeber sind für die gesonderte Abführung dieser Zusatzbeiträge an die jeweilige Kasse zuständig.

Was für ein unsinniges System! Warum muss der Arbeitgeber erst zu 100% den allgemeinen Krankenversicherungsbeitrag abführen, und dann nochmal gesondert zu 100% den  Zusatzbeitrag? Doch nur, damit die sozialistische Milchmädchenrechnung weiter aufrechterhalten werden kann und man weiter auf Dummenfang gehen kann.

Und deshalb berichtet die Presse fleißig weiter von  „geteilt getragenen allgemeinen Beitragssätzen“ , bzw. sie tun so, als ob nur beim Zusatzbeitrag die  Bürger „ungerechterweise“ alles zu tragen hätten. N-TV schreibt daher:

Der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent, der gesetzlich fixiert ist, wird je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Dazu kommt der Zusatzbeitragssatz, den allein die 55 Millionen Kassenmitglieder zahlen.

Und so wird der  einfache Fakt – und damit wahrscheinlich „rechtspopulistisch“ –  eben weiter verschleiert, daß der Arbeitnehmer zu 100% diese Sozialbeiträge zahlt, und zu 100% der Arbeitgeber diese für IHN abführt.

Und je mehr die SPD das humanitärfrömmlerische Sozialsystem ausbauen will, desto mehr werden die Sozialbeiträge steigen. Und die zahlt zu 100% der Bürger, egal was die SPD und deren Milchmädchenrechnungs-Presse einem vorrechnen will.

Anhang

Fiskalpolitische Debatte

* Auch ein FAZ-Kommentator zeigt auf, daß der SPD-Vorschlag „Dummenfang“ ist. Eine Schwalbe macht aber noch keinen Sommer. Qualitätsmedien schreiben konsistent von „Aufteilung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer“ und erwecken dabei den Eindruck, der Arbeitnehmer würde durch solche Sprachkonstrukte faktisch entlastet.

* Die Deutschen seien Weltmeister im Steuernzahlen und zugleich sei Steuerhinterziehung (oder zumindest -meidung) zur „höchsten Form des zivilen Ungehorsams“ avanciert, lehrt ein Steuerexperte.

* Bei der Alternative für Deutschland – AFD – ist am Parteitag nach unserer Berichterstattung und den darin enthaltenden Vorschlägen überraschend ein Antrag eingegangen, nachdem die Mehrwertsteuer um 7% gesenkt werden soll. Statt 19% wären dann nur noch 12% Steuern fällig. Ein Vorschlag, der an der EU-Gesetzgebung scheitern könnte. Der Regelsatz muss nach neuesten Steuerharmonisierungsrichtlinien mindestens 15% betragen. Somit kann die AFD ohne EU-Ausstieg die Mehrwertsteuersätze nur um 4, bzw. 2% senken. Allerdings plant die EU, die Mehrwertsteuersätze in der EU weiter zu harmonisieren, das bedeutet, daß die Mindeststeuern weiter nach oben angepasst werden, und für Parteien die für alle Bürger etwas Gutes tun wollen, noch weniger Spielraum bleibt. Der AFD-Vorschlag ist daher nur bei einem Ausstieg oder einer (durch Austrittsdrohung angestoßenen) radikalen Reform der EU realisierbar.

Postsozialistische Plastikkandidaten

* Servus-TV veranstaltet eine Diskussion über eine Politik der leeren Inszenierungen von Kern bis Macron, die für desorientierte, von Bürgerinteressen weit entfernte Sozialdemokratie-Epigonen charakteristisch ist:

* Émmanuel Macron erweist sich noch mehr als andere als eine leere Projektionsfläche für linksliberale Befindlichkeiten mit besonders geringer Affinität zu Bürgerinteressen und hoher, womöglich geradezu marionettenhafte Abhängigkeit von mächtigen globalistischen Finanzeliten, wobei besonders der für Kern, Schulz und Trudeau ebenfalls wichtige George Soros ins Auge springt.   Daraus ergeben sich Losungen wie  „Marine statt Marionette“.

* Justin Trudeau lebt vom Rennommé seines Vaters Pierre Trudeau, der Kanada 1968-84 auf linksliberale, antiwestliche Wege führte aber im Gegensatz zum Sohn ein energischer und geistig kraftvoller Analyst und Politiker war. Der Sohn erweist sich als dekadentes Söhnchen, das bis in seine 30er Jahre 90 Länder mit Rucksack bereiste, nichts lernte, und auch jetzt abseits der vorbereiteten Teleprompterskripte nur alte unverarbeitete Reminiszenzen an die Rhetorik des Vaters als geistige Basis vorweisen kann. Auch er ist ein abgehobenes Kunstprodukt mit großer Nähe zu George Soros und zu Muslimbrüdern. Er nennt Kanada den „ersten postnationalen“ Staat und lädt noch zielstrebiger als Angela Merkel illegale Einwanderer ein. Eine Flüchtlingspolitik, die gezielt den überall verfolgten und bedrohten nahöstlichen Christen hilft, findet er „ekelhaft“.

** (Original: https://bayernistfrei.com/2017/05/02/dummenfang-sozialisten/#more-42572)

www.conservo.wordpress.com   4. Mai 2017

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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