Soldatenehre – Ministerin von der Leyen unter Druck

(www.conservo.wordpress.com)

Von Herbert Gassen

Leopold von Ranke, ein bedeutender Historiker des Deutschen Reiches, schrieb einmal:

„Den Charakter eines Volkes erkennt man daran, wie es seine Soldaten nach einem verlorenen Krieg behandelt.“

Ich erlaube mir, mich den Worten eines großen Mannes in aller Bescheidenheit anzuschließen. Das Verhalten einer Nation insbesondere ihrer Toten, der Gefallenen gegenüber, gleichgültig aus welcher Geschichtsperiode, ist eine Frage des kulturellen Niveaus, eine Frage, die nur nach dem christlichen Gebot der Nächstenliebe und der Vergebung gelöst werden kann. Jeder der die Souveränität eines Volkes vorgibt zu repräsentieren, unterliegt dieser sittlichen Pflicht.

Ehrenerklärung von Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer

vor dem Deutschen Bundestag am 3. Dezember 1952, für die deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg.

Bundeskanzler Dr. Adenauer: „Ich möchte heute vor diesem Hohen Hause im Namen der Bundesregierung erklären, dass wir alle Waffenträger unseres Volkes, die im Namen der hohen soldatischen Überlieferung ehrenhaft zu Lande, auf dem Wasser und in der Luft gekämpft haben, anerkennen. (Beifall bei den Regierungsparteien.).

Es muss unsere gemeinsame Aufgabe sein, und ich bin sicher, wir werden sie lösen, die sittlichen Werte des deutschen Soldatentums mit der Demokratie zu verschmelzen. Der kommende deutsche Soldat wird nur dann seiner deutschen und europäischen Aufgabe gerecht werden, wenn er von den Grundprinzipien erfüllt ist, auf denen die Ordnung unseres Staates ruht. (Beifall bei den Regierungsparteien.).

Diese Ordnung sichert zugleich die ethischen Werte des Soldaten vor erneutem Missbrauch.“

Nach dieser Erklärung war aus den Kreisen der ehemaligen Waffen-SS an den Bundeskanzler die Frage gestellt worden, ob er auch die Angehörigen der Waffen-SS einbeziehe. Der Bundeskanzler hat dem Sprecher der Angehörigen der Waffen-SS, Oberst Gruppenführer (Generaloberst) a. D. Hausser, am 17. Dezember 1952 eine klare Antwort gegeben, diese hier nachfolgend ebenfalls im Wortlaut:

„Sehr geehrter Herr Generaloberst! Einer Anregung nachkommend, teile ich mit, dass die von mir in meiner Rede vom 3. Dezember 1952 vor dem Deutschen Bundestag abgegebene Ehrenerklärung für die Soldaten der früheren deutschen Wehrmacht auch die Angehörigen der Waffen-SS umfasst, soweit sie ausschließlich als Soldaten ehrenvoll für Deutschland gekämpft haben.

Mit dem Ausdruck vorzüglicher Hochachtung bin ich Ihr

gez. Adenauer“

Ursula von der Leyen: „Die Wehrmacht hat nichts mit der Bundeswehr gemein“

Angela Merkel: Deutschland will Saudi-Arabien künftig verstärkt „sicherheitspolitisch“ unterstützen, meldet Reuters. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag in der Stadt Dschidda angekündigt. Die Unterstützungserklärung ist bemerkenswert, weil die Saudis sowohl in Syrien als auch im Jemen die Kämpfe aktiv angefacht hat: In Syrien zählen die Saudis bei mehreren islamistischen Terror-Gruppen zu den wichtigsten Financiers.

Den völkerrechtswidrigen Krieg im Jemen haben die Saudis entfesselt und kämpfen dort ohne Rücksicht auf zivile Opfer mit Unterstützung der Briten und Amerikaner. In beiden Kriegen geht es darum, die Vorherrschaft der Saudis über den Iran zu sichern. Die Juristen des Weißen Hauses hatten den damaligen US-Präsidenten Barack Obama gewarnt, er könne sich mit seiner Unterstützung der Beteiligung an Kriegsverbrechen schuldig machen. Obamas Nachfolger Donald Trump will eine breite Militär-Koalition gegen den Iran errichten, in der Saudi-Arabien eine Schüsselrolle zugedacht ist.

Die Bundesregierung war bereits vor Jahren vom Auslandsgeheimdienst BND vor dem Treiben der Saudis gewarnt worden. Der im Jahr 2016 in den einstweiligen Ruhestand versetzte BND-Chef Gerhard Schindler hatte der Königsfamilie im Jahr 2015 eine impulsive Interventionspolitik vorgeworfen. Er sah Saudi-Arabien als Urheber der Konflikte im Nahen Osten.

Der Weg von Ranke über Adenauer bis heute war ein Leichtes. Er führte nämlich tief nach unten. War da nicht etwas mit einer ‚Leitkultur‘? BMI de Maizière sagte dazu: ‚Wir sind Erben unserer Geschichte, mit all ihren Höhen und Tiefen. Unsere Vergangenheit prägt unsere Gegenwart und unsere Kultur. Wir sind Erben unserer deutschen Geschichte‘. Von welcher?

Ich sehe nur Chaos.

*) Herbert Gassen ist Dipl. Volkswirt, Bankkaufmann und regelmäßig Kolumnist auf conservo
www.conservo.wordpress.com  5.5.2017
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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 43 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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3 Antworten zu Soldatenehre – Ministerin von der Leyen unter Druck

  1. widukind1 schreibt:

    Danke für die Information!

    Heute ohne Kommentar.

  2. karlschippendraht schreibt:

    Mal unmissverständlich gesagt : Unsere Väter waren keine Mörder sondern Soldaten wie die Soldaten eines jeden anderen Landes auch . Wer die wirklichen Kriegsgründe kennt – aber das sind leider erschreckend Wenige im heutigen Deutschland – der weiß dass sich der einfache Landser absolut nicht für Irgendwas schämen muss sondern mit Recht stolz sein kann auf seine soldatischen Leistungen ! Und Negativbeispiele gab und gibt es auch bei jeder anderen Armee dieser Welt . Das Gefasel vom “ Wehrmachtsgeist “ den man bekämpfen müsse ist unwiderlegbarer Beweis dafür dass Frau von der Leyen in einer solchen Position hochgradig fehl am Platz ist. Die heutige Bundeswehr ist ohnehin nur noch eine Lachnummer , man scheint 1990 tatsächlich die falsche Armee aufgelöst zu haben .

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