Muttersprache

Ob ihr es mögt, ob ungern hört,

ob es euch wohltut oder stört:

ich rede deutsch, wie mich’s gelehrt

die Eltern, die ich hoch verehrt.

Weh denen, die die Sprache morden,

in der einst Deutsche stark geworden.

Weh ihnen, die ihr Volk vergessen,

wenn sie aus fremden Schüsseln essen,

die glauben sich nur dann gelitten,

wenn sie gesckmückt mit fremden Sitten –

weil andere auf uns Deutsche schelten,

soll Deutsch bei ihnen nicht mehr gelten?

O-wüßtet ihr, wie arm ihr seid

in eurer Fremdenseligkeit.

Es ist, solang es Völker gibt,

verachtet, der sein Volk nicht liebt.

Der Muttersprache heil’ger Laut

ist es, der uns die Heimat baut.

Karl von Unruh – genauer: Karl Friedrich Stephan von Unruh
www.conservo.wordpress.com   18.05.2017
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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 43 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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Eine Antwort zu Muttersprache

  1. wreinerschoene schreibt:

    Ein schönes Gedicht. Ja man lernte es noch in den Schulen, auch kannte man den Verfasser und man lernte über ihn. Heute….????

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