Gibt es eine entkreuzte Ökumene mit dem Islam?

(www.conservo.wordpress.com)

Von altmod*)

Eine Begegnung am Sonntag „Misericordia dominis“ – oder: Fragen an einen evangelischen Bischof

Am Rande eines gemeinsamen Auftritts kultureller Art zu diesem Tag kam ich durch Zufall mit einem pensionierten Bischof und ehemals sehr hohen Repräsentanten der EKD ins Gespräch. Die Ökumene und der interreligiöse Dialog seien in den letzten Amtsjahren quasi sein Lebenswerk gewesen, erzählte er mir. Mit großem Glück erfülle ihn nun die Meldung, die man der Tagesschau entnehmen konnte, dass sich bei seinem Besuch in Ägypten Papst Franziskus und christliche Kleriker mit dem Leiter der Al-Azhar-Universität, dem „Großimam“ der Sunniten, Scheich Ahmed al-Tajjib getroffen haben.

„Endlich, endlich, ein epochaler Durchbruch…“, meinte mein Gesprächspartner. Der Imam habe nun klar geäußert, der Islam sei „keine Religion des Terrorismus, weil eine Minderheit unter seinen Anhängern einige seiner Texte an sich gerissen hat“. Das erfülle ihn mit Glück, denn er kenne doch nur Muslime, die den Frieden durch ihren Glauben betonen. Ich wollte nicht in ein Streitgespräch kommen und uns die Begegnung verderben und äußerte nur, daß mein Blick auf den Islam skeptischer sei. Ich bin ja auch kein Theologe. Ich wollte nicht darauf hinweisen, daß der jetzige Papst bei einem Besuch des Imam im Vatikan im vorigen Jahr über den Schutz der Christen in dessen Land gesprochen habe und man dennoch jüngst an Ostern eines der spektakulärsten Massaker an koptischen Christen in Ägypten erleben musste.

Ĭch wollte ihn nicht nach der Einstellung anderer Koranlehrer z.B. der „Universität“ von Ghom im schiitischen Iran fragen, nicht nach der saudischen Staatsreligion des fundamentalistischen Wahhabismus; oder nach dem Prinzip der Taqīya, der erlaubten Lüge im Sinne des Koran. Ich wollte den ehemaligen Bischof auch nicht fragen, ob auch er bei einem Besuch des Tempelbergs in Jerusalem sein Bischofskreuz abgelegt hätte – und wohin eine „entkreuzte Ökumene“ mit dem Islam führen soll. Das wäre vielleicht bei diesem lauteren und recht sympathischen Gesprächspartner beleidigend gewesen.

Also bitte, man verstehe: keine Feigheit meinerseits und man fällt nicht mit der Tür ins Haus; auch wenn ich andeutete, dass immer noch mein Papst Benedikt heiße. Nein man muss nicht bei der ersten Begegnung und wenn man mit Überzeugung gemeinsam eine Choralversion des „Psalms 23“ und „Aus dem Dankelied zu Gott“ von Josef Haydn singen will, seine kontroversen Sichtweisen zur angeblichen Religion des Friedens gleich angestrengt „diskurrieren“. Meine bisherigen „ökumenischen“ Begegnungen im Lutherjahr sollen mich in meinem katholischen Bewußtsein offensichtlich bestärken.

Das haben wir dann doch gemeinsam gesungen:

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.                                                                                                                          (Psalm 23)

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*) Der Blogger„altmod“ ist Facharzt und regelmäßiger Kolumnist bei conservo (altmod.de)

www.conservo.wordpress.com   29.05.2017

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ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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