Linksgrüne Diktatur – Die Herrschaft der (linken) Minderheiten über die (träge) Mehrheit

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Aufwachen: Das „neue“ Deutschland steht in der Tür!

„Die ´68er“ – unter diesem Begriff darf man die deutsche (und in weiten Teilen auch europäische) linksgrüne Revolution seit „1968“ und besonders ab 1980 (12./13. Jan. ´80 Gründung der Partei DIE GRÜNEN in Karlsruhe) zusammenfassen – sind für das Schicksal Deutschlands von verheerenderem Einfluß, als deren „friedensliebende“ Fassade es vermuten läßt. Diese gesellschafts- und (deutsche) Identität zerstörende Ideologie vernichtet letztlich die genetische und kulturelle Wesensart, die bis heute Deutschland ausmacht – und vernichtet damit seine Existenz. Es soll eine „neue“ Gesellschaft über alle Grenzen hinweg („Multikulti“) entstehen.

Auf diesem Weg der verbrannten nationalen Erde (und Ehre) werden die ´68er („APO“) zu den Totengräbern eines jahrtausendalten stolzen Volkes, welches Europa und der Welt weit mehr gebracht hat als Krieg und Elend. Kaum ein Volk hat unseren Planeten in den Bereichen Wissenschaft, Technik, Kunst, Musik, Literatur und Philosophie mehr bereichert als unser Volk – in der Mitte Europas, dem Kern des Abendlandes. Der Austausch dieses Volkes gegen eine „Neue Gesellschaft“, die in ihrem Gleichheitswahn einen „Neuen Menschen“ schaffen will, steht kurz bevor. Die Warnuhr steht auf 1 Minute vor zwölf.

Der wahre Hintergrund bleibt (noch) verborgen: Sie wollen Deutschland abschaffen, sie wollen eine andere Politik, eine andere Gesellschaft. Willfährige Medien, Politiker und „gesellschaftsrelevante“ Kräfte unterstützen sie beim Kampf gegen unser Vaterland. Sie rauben uns unsere Sprache und nehmen uns unsere nationale Identität.

Den Neuen Menschen schaffen, und die Menschheit gleichschalten!

Die Eroberung der geistigen und faktischen Hoheit über den politischen Diskurs, den die ´68er – also die „Frankfurter Schule“ – eingeläutet haben, hat eine neue Gesellschaft geschaffen – zumindest vorbereitet: den Neuen Menschen! Dahinter steht der alte Ansatz von Habermas, Adorno, Horkheimer und Genossen, die Erde, die Menschheit, gleichzuschalten. Der Frage allerdings, daß diese neue Gesellschaft mit den “Neuen Menschen“ dann von einigen wenigen „Auserwählten“ ge- bzw. verführt werden wird, weichen die Apologeten der Frankfurter Schule bis heute aus.

Die „neue Gesellschaft“

Schlimm ist, daß ihnen – den Marcuses, Adornos oder Habermas´ – niemand zugehört bzw. die „Botschaft“ nicht verstanden hat: die „neue Gesellschaft“. Sie nivelliert, sie eliminiert die Widerständler, kujoniert die Andersdenkenden und traktiert die Bürger mit ihrer Ideologie. Aber: Ihnen war es gelungen, die „Hoheit über die Bildung“ zu erlangen.

Fortan kamen Lehrer, Erzieher, Richter und ihre Professoren in die Schaltstellen der Bildungs- und Justizpolitik – dem Zukunfts- und Schlüsselelement der Gesellschaft. Sie haben früh – und richtig – erkannt: Wer die Bildung bestimmt, bestimmt die Zukunft eines Volkes. Und: Wer die Begriffe bestimmt, bestimmt die Sprache – und damit das wichtigste Instrument der Macht in einem Land.

Sie legten fest, was „politisch korrekt“, was rechts und was links ist. Und da wir alle unter dem Auschwitzkomplex leiden, brachten sie der Bevölkerung widerstandslos bei, daß „rechts“ = faschistisch und „links“ = gut ist. Hinfort gibt es in unserem Land nur noch die „Guten“ von links, und alles, was nicht links ist, ist böse.

Wir haben diese teuflische Strategie verschlafen und wachten erst auf, als es zu spät war. Schlimmer noch, aufgewacht und erkennend, wohin der Gesellschaftszug fuhr, hechelten viele Bürgerliche und Konservative hinterher und riefen „Wir sind auch… politisch korrekt!“ etc.

Verrat unserer Werte und Kotau vor dem Zeitgeist/Islam

Dieser Kotau vor dem von ihnen beherrschten neuen „Zeitgeist“ läßt sich ganz plastisch besonders an den christlichen Kirchen festmachen: In einem unglaublichen Abfall von ihren eigenen tradierten Werten biedern sich die geistlichen Führer der katholischen und evangelischen Kirche dem Zeitgeist an, betreiben „Appeasement“ mit dem Islam – der schlimmsten Bedrohung unserer Kultur – und verraten bewährte konservative Werte unter dem Schlachtruf: „Wir müssen uns öffnen…“

Sie öffneten fortan ihre Tore für alles Fremde und schlossen sie vor den alten Gläubigen. Sie unterstützen blind eine Öffnung unseres Landes für Menschen (Flüchtlinge???), die unsere Kultur nicht akzeptieren und schon gar nicht übernehmen wollen. (Allerdings nehmen sie gerne die Segnungen unseres Sozialstaates in Anspruch.)

Dieser Verrat an den europäischen Werten, die die europäischen Länder bisher verband, hat die europäischen Nationen entfremdet – in solche, die die christlich-abendländische Kultur bewahren wollen, und in die, die sich „der Öffnung“ widmen. Logische Konsequenz: Das „christlich-abendländische“ Vaterland ist obsolet und hat als Klammer ausgedient. Die „neue Gesellschaft“ mit Millionen von Neuankömmlingen wird unsere alte Gesellschaft usurpieren.

Dabei bleiben „Deutsch“ und „der Deutsche“ auf der Strecke – in Sprache, Kultur und Religion. Sie werden ersetzt durch eine Mischung von Sprachen, Ethnien und Kulturen. Europa als einigende Klammer ist tot. GOTT ist tot, Allah ist groß – Inshallah!

Nur wenigen Menschen unseres Landes ist bewußt, was sich hier tut: Der Bevölkerungsanteil der Urdeutschen („Autochthone“) schmilzt unerbittlich, die Zahl der Menschen mit ausländischen Wurzeln steigt rapide – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. In zwanzig, dreißig Jahren ist Deutschland „ausländisch“.

„Die Auschwitzbrille“

Es ist gewiß nicht die Angst vor Fremdem oder Fremden, die uns umtreibt, sondern es ist die Sorge um das Aussterben eines großen Volkes und einer großen Kultur. Wir haben uns jahrzehntelang, insbesondere von der APO und den Linksgrünen, einreden lassen, daß die großartige, tausendjährige Geschichte Deutschlands ausschließlich durch die „Zwölf-Jahre-Brille“ (der „Auschwitzblick“) gesehen werden darf. Ja, in diesen zwölf Jahren hat Deutschland Schuld auf sich geladen. Wir tun Buße, zählen Israel zu unseren Freundesstaaten und versuchen, die Schuld nach Kräften abzutragen.

Der erst kürzlich verstorbene große deutsche Historiker Prof. Sieferle schrieb zur „Umvolkung“ unseres Vaterlandes u.a.:

„Zurzeit überschwemmt eine Migrationswelle von präzedenzlosem Umfang Europa. […] Die Europäer müßten angesichts dieser Entwicklung erstarrt sein vor Schrecken.“

(Quelle: Rolf Peter Sieferle: Deutschland, Schlaraffenland. In: Tumult, Heft Winter 2015/16, S. 23-28.)

Bei diesem Prozess hätten wir es „offenbar mit einer gezielten Selbstzerstörung der deutschen, europäischen, westlichen Kultur zu tun“. Er halte es „für fast ausgeschlossen, daß dieser Prozess aufgehalten oder gar umgekehrt werden kann.“ (Quelle: Rolf Peter Sieferle am 14. September 2016 [E-mail], abgedruckt in: Tumult, Heft Winter 2016/17, S. 1).

Ein „Volk von Geisterfahrern“

Zur Haltung Deutschlands in der Flüchtlingskrise ab 2015 schrieb er dabei:

„Wie konnte ein ganzes Land (nicht zum ersten Mal in seiner Geschichte) jede politische Vernunft, jeden Pragmatismus und jeden Common Sense über Bord werfen? Wie konnte dieses Volk von Geisterfahrern zugleich meinen, es vertrete die einzig legitime Position, während der Rest der westlichen Staaten im Irrtum oder in der Unmoral befangen bleibt?“ (Quelle: Alexander Meschnig: Willkommenskultur: „Die Eitelkeit des Guten“, Achse des Guten, 11. April 2017.)

Deutschland sei auf dem Weg in eine multitribale Gesellschaft (Viel-Stammes-Gesellschaft), resümierte Sieferle.

„Aktiver Widerstand“?

Vor einigen Jahren hat der hochangesehene Islamexperte Michael Mannheimer auf seinem Blog (https://michael-mannheimer.net/) zum „aktiven Widerstand“ aufgerufen. Er erntete viel Zustimmung, aber auch viel juristischen Ärger. Nicht klargeworden ist, wie dieser „aktive Widerstand“ aussehen soll. Da gibt es im Wesentlichen nur eine Alternativkonstellation: entweder innerhalb dieser Gesellschaft, also systemkonform, oder außerhalb: durch Widerstand mit Gewalt.

Wir, die wir diese Gesellschaftszerstörung nicht hinnehmen wollen, müssen also zuerst die Kernfrage beantworten: In welchem System bzw. wie kann die derzeitige Entwicklung verhindert werden? Innerhalb – oder eben außerhalb der Demokratie. Für mich ist die Antwort klar, weil meinem Lebenslauf und meinem Selbstverständnis geschuldet: Es geht nur demokratisch. Aber es ist die Gewissensfrage eines jeden einzelnen.

Die Folgefrage liegt auf der Hand: Warum habt Ihr denn zugelassen, daß unsere Demokratie diese Verformungen mitmacht? Die Antwort ist bekannt: Wir haben geschlafen, verniedlicht, „lieb Kind“ gemacht usw. Als wir die linksgrüne Revolution begriffen haben, war „die Situation schon da“. Wir Bürgerlichen haben dann zum genau falschen Gegeninstrument gegriffen: Wir haben in Scharen die demokratischen Parteien verlassen, sind in die Motz-Ecke gekrochen oder sind Kleinstparteien nachgelaufen oder, oder… Schlicht: Wir haben resigniert.

Genau das Gegenteil wäre nötig und nötig gewesen: Rein in die Parteien – in Scharen – und deren Programme und Funktionäre „umstürzen“! Dazu braucht man Mehrheiten. Und da sieht es finster aus, wenig erfolgversprechend: Die gesamte deutsche Bevölkerung ist nur zu 3 % politisch engagiert. Kein Wunder, daß die extrem Eifrigen – also die Rotrotgrünen – die Vorreiter spielen können, derweil wir fett und satt auf dem Sofa hocken und uns über die Grünen rot ärgern. Nur: Zum Widerstand müßten wir den Allerwertesten heben!

Die Welt, in der wir leben, ist verrückt. Und niemand merkt es, so scheint´s. „Grün“ und „Rot“ ist, kein Zweifel, als Parteibewegung seit Bestehen eine Minderheit. Die Grünen haben es uns aber vorgemacht, wie auch eine Minderheit Einfluß nehmen, ja die Mehrheit manipulieren kann:

Wir werden täglich gegängelt, an die Hand genommen („manipulieren“/“Manipulation“ = gezielte und verdeckte Einflussnahme, also sämtliche Prozesse, welche auf eine Steuerung des Erlebens und Verhaltens von Einzelnen und Gruppen zielen und diesen verborgen bleiben sollen) und vorgeführt – von einer rot/grünen Minderheit. Warum? Die Mehrheit ist träge, sogar zum Denken zu faul. Und manchmal auch vorwitzig: „Ist ja ganz lustig, was da die eine oder andere Minderheit so treibt. Stört mich doch nicht…“ So etwa sieht´s im Kopf von Maria und Josef Normalo aus. Daß die Grünen vor rd. vierzig Jahren auch so als „verrückte Minderheit“ angefangen haben – längst vergessen. Heute diktieren sie uns, was Moral ist, was wir essen dürfen, wie wir leben und wen wir lieben sollen. Eine Minderheit! Und so wird Deutschland heute im Grunde von Minderheiten ge- und verführt.

2,8 % Lesben und Schwule (Zahl aus deren Verband) in Deutschland sagen, was wir zu tun und zu lassen haben. 10% Linke und 10 % Grüne erklären uns, was demokratisch, was richtig und falsch, was also politisch korrekt ist. Auf der anderen Seite versuchen rd. 10% Moslems, uns zu diktieren, daß Deutschland künftig „richtig halal“ leben soll. Allesamt Minderheiten!

Das Ende der Aufklärung

Allen voran unsere gutmenschlichen Vorreiter. Zum Beispiel die Frontfrau Renate Künast: “Integration fängt damit an, daß Sie als Deutscher mal türkisch lernen!” (Quelle: “Beckmann” vom 30.8.2010). Das, was wir derzeit erleben, ist das Ende der Aufklärung, das Ende des „mündigen Bürgers“ und der Anfang vom Ende der Demokratie. Dieser anachronistische Zustand ist längst Alltag in Deutschland und Europa. Nochmals Künast, jetzt aber in Klartext: Lernt gefälligst Türkisch! Also, Ihr lieben Deutschen, integriert Euch! Und als Begleitmusik dieses Lernprozesses werden Islam und Koran seitens der Medien und der Politik glorifiziert.

Daß Minderheiten wie die Grünen für Bevormundung stehen, ist schon ein Gemeinplatz. Daß deren Unsinn Methode hat, beweist sich täglich neu. Sie sind Technik- und Wissenschafts-feindlich und legen fest, was geforscht werden darf. Wer am falschen Objekt forscht, z. B. Gentechnik, wird verjagt, und sei er auch ein noch so talentierter Wissenschaftler. Wir waren weltweit führend in der Reaktortechnik. Nun hat uns eine Minderheit eingeredet, das sei Teufelszeug – und stattdessen mehr als 100 neue Lehrstühle für Genderwissenschaften geschaffen.

Gender Mainstreaming – Abschied von der Heterosexualität als Norm

Eine unsägliche Koalition aller staatstragenden Gutmenschen aus CDUCSUSPDFDPGRÜNELINKEDGB und aus sonstigen „gesellschaftlichen Gruppierungen“ inkl. Der Kirchen hat den „neuen Menschen“ entdeckt, den Gendermenschen. Nicht Fisch, nicht Fleisch, nicht Mann, nicht Frau – sondern ein „neues Wesen“, geschlechterenthoben sozusagen.

Federführend für die Umgestaltung der Gesellschaft nach den Prinzipien des Gender Mainstreaming ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Auf der Homepage dieses Bundesministeriums entdeckt man unter den Begriffen „Gleichstellung“, „Gender Mainstreaming“, „GenderkompetenzZentrum“ das eigentliche Ziel der Familienministerin:

Die Geschlechtsdifferenzierung von Mann und Frau und die Heterosexualität als Norm sollen aufgehoben und durch „Gender“ ersetzt werden. Gender, die neue Ideologie!

Die Umwandlung der Gesellschaft ist raffiniert angelegt: durch Unterlaufen der demokratischen Strukturen ohne jede öffentliche Debatte. Schaltstelle ist die „Interministerielle Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming (IMA GM), die dem Bundesfamilienministerium untersteht. Dort werden die Strategien erarbeitet, wie über „Gesetzesfolgenabschätzung“ und „Implementierung in die Arbeit der Bundesregierung“, durch „Gender Budgeting“, das heißt die Umlenkung der Staatsfinanzen, in Zusammenarbeit mit dem vom Familienministerium finanzierten „GenderkompetenzZentrum“ der geschlechtsvariable Mensch geschaffen wird.

Bildung und Sprache – Schutz vor Manipulation

Minderheiten, wie Lehrergewerkschaften und grünrote Funktionäre, wollen einen anderen Bürger erziehen, das deutsche Bildungswesen dem Zeitgeist anpassen (Humboldt, Goethe, Schiller usw. – Steinzeitkultur!). Man dürfe die Schüler nicht überfordern und mit Wissen überfrachten, heißt es.

Für weniger Blinde lautet der Klartext: „Entbildete“ Schüler sind eben besser manipulierbar. Also wird unsere Sprache verhunzt, wird unsere Bildung, die Grundlage unserer Kultur, „abgewählt“, werden Schrift (!) und Sprache „vereinfacht“. Google statt Goethe, Twitter statt Literatur, Beat statt Beethoven, soap opera statt Oper. Die deutsche Sprachkultur schmilzt auf 160 Zeichen (twitter, sms).

Minderheiten beweisen oft zerstörerischen Charakter, zumindest wollen sie Mehrheiten ändern, bisweilen zerstören. So auch in diesem Falle. Was steckt hinter der Mißachtung unserer Kultur und Sprache? Der Philosoph Harald Seubert gibt eine Antwort: „Wer die Macht der Sprache und die Stringenz tieferer Gedanken gekostet hat, wird geradezu allergisch gegen Manipulationen aller Art.“

Die Sprache, stellte Erwin Chargaff (1905 – 2002) fest, müsse „als der hauptsächliche Faktor in der Bestimmung der nationalen Identität betrachtet werden“. Und weiter: …Die Menschen, „verlassen in einer Welt ödester Massenmedien, sind gleichsam abgeschnitten davon, was ihre einstmalige Sprache an großen Werken hervorgebracht hat“ (Quelle FAZ vom 10. August 1991).

Ist mensch erst einmal seiner Bildung beraubt, wird er leichter – weil ohne Widerstand – ein Opfer grünroter Umerziehung. Allgemeinbildung stört da nur

Hauptsache, er lernt, was „Buntheit ist, was „Toleranz“ und Weltoffenheit. Die Quintessenz dieses Lehrstoffes: Rechts ist intolerant, verschlossen und böse. Das reicht fürs Leben. Und deshalb sind offenbar Analphabeten bei uns besonders willkommen. Und „Toleranz“ reduziert sich aufs Sexualverhalten und (angeblich) 60 verschiedene „Geschlechter“. (Nur an Opas und Omas: Da hatten wir es früher leichter: „mann“ wußte, was frau will und wie´s geht – und umgekehrt. Heute muß gender erst fragen, wer /was bist Du geschlechtlich.)

Da gibt´s dann noch eine besondere Spezies von Minderheiten: Rothemden bei den DGB-Gewerkschaften verkünden uns die Lehre vom bösen Unternehmer und armen Arbeitnehmer, und die Gelbhemden von Verdi zeigen uns, wie man – „wenn mein starker Arm es will“ – das öffentliche Leben lahmlegt.

Gewerkschaften sind Minderheit

Dabei handelt es sich bei den Gewerkschaftern auch nur um eine Minderheit: Der Organisationsgrad der Gewerkschaften steht im umgekehrten Verhältnis zu ihrem Barrikadengeschrei. Nicht ´mal ein Fünftel aller Arbeitnehmer ist noch gewerkschaftlich organisiert: Deutschland 1960: 34,2 %, 1980: 33,6 %, 2000: 21,6 %, 2010: 18 %.

Der durchschnittliche Anteil der Gewerkschaftsmitglieder in der EU insgesamt, gewichtet nach den Arbeitnehmerzahlen in den einzelnen Mitgliedstaaten, beträgt 23 %. Dabei ist zu beachten, daß der relativ geringe gewerkschaftliche Organisationsgrad in einigen der größeren EU-Mitgliedstaaten wie Deutschland (18 %), Frankreich (8 %) sowie Spanien mit 19 % und Polen mit 12 % diesen Durchschnitt drückt. Die drei kleinsten Staaten hingegen – Zypern, Luxemburg und Malta – verzeichnen hier Anteile, die weit über dem Durchschnitt liegen. (Quelle: worker-participation.eu/Nationale-Arbeitsbeziehungen/Quer-durch-Europa/Gewerkschaften)

Libertäres „Zentralkomitee der Deutschen Katholiken“

Oder nehmen wir unverdächtigerweise (???) die katholische Kirche in Deutschland bzw. deren „geheime“ Gutmensch-Organisation „Zentralkomitee“. Das „ZK der Deutschen Katholiken“ sollte eigentlich die Interessenvertretung der Gläubigen gegenüber dem Klerus sein. Aber es produziert lieber (en masse) Papiere und gefällt sich darin, den katholischen Glauben auf eigene Weise zu definieren, auf Deutsch: auf den Kopf zu stellen, selbst wenn das dem Naturrecht widerspricht. Übrigens immer recht hübsch begleitet von einem interessierten Medienpulk; denn Medienmenschen lieben Störer wie das ZK, das sich gerne bisherigen Glaubensregeln zum Trotz „den Herausforderungen der Zeit“ – siehe LSBTTIQ – verschrieben hat.

Hohe kirchliche „Würdenträger“ beeilen sich, ihnen nachzueifern. So steht der Vormann des deutschen Klerus, der Münchner Kardinal Karl Reinhard Marx (nomen est omen), an der Spitze einer Gruppierung, die sich im vertraulichen Kreis Gleichgesinnter in Hinterzimmertreffen Gedanken um eine notwendige „Liberalisierung“ der Kirche macht.

Angesichts des weltweiten Katholizismus eine winzige Minderheit! Aber Traditionalisten und Reformfreudige unter den Kardinälen spielen Mikado. Wer umfällt, hat verloren. Und Katholiken in Deutschland? Sie lassen sich öffentlich vorführen und sich fragen, ob ihre Lebenswirklichkeit die richtige ist. Die deutsche katholische Amtskirche sieht sich als Nabel der katholischen Weltkirche. Eine (im wörtlichen Sinne) verschwindende Minderheit, der eine – vor allem in Afrika und Südamerika – immer größer werdende Mehrheit gegenübersteht. Aber in Deutschland wird definiert, was „moderne Lebenswirklichkeit“ ist.

Minderheiten, so lernt Hannes Bravbürger schon früh, sind der Schwanz, der mit dem Hund wedelt; er lernt, wie eine Minderheit eine Mehrheit bevormundet. Nun lernt mal schön!

Der gesellschaftspolitische Wandel bedeutet: Links ist „gut“, rechts ist „böse“

Das alles wäre vielleicht noch zu ertragen, wenn mit diesen minderheitlichen Diktatversuchen nicht zugleich eine Verteufelung all derer einherginge, die diese Meinungen nicht teilen, die also bewußt politisch inkorrekt sind. Wären diese Inkorrekten nur die Doofen, ginge das ja noch. Aber sie werden nicht als doof hingestellt, sondern als gefährlich. Und alles, was in unserer Gesellschaft gefährlich ist, ist selbstverständlich „rechts“. Tugenden sind links, Untugenden rechts. Und im hast-Du-nicht-Gesehen sind links die „Guten“, geführt von den Gutmenschen, und rechts die Bösen, die Gesellschaftszerstörer. Unser tradiertes Paradigma ist einem kompletten Paradigmenwechsel zum Opfer gefallen.

Somit wird auch deutlich, daß der von Gutfrau und Familienministerin Manutrulla Schwesig kräftig finanzierte „Kampf gegen rechts“ genau diesem neuen Paradigma folgt: Da „rechts“ böse ist, ist „links“ gut, also staatlich zu fördern. Und genau entsprechend diesem Paradigma braucht man „links“ bzw. Linksradikale nicht mehr zu beobachten, sie brauchen auch kein Bekenntnis zur „freiheitlich-demokratischen Ordnung“ mehr abzuleisten; denn wenn jemand „gut“ ist, ist er ja nicht böse. Alles klar?

Auf was warten wir? Auf die Selbstentmachtung der Parteien und der Interessengruppen? Auf das Aufhören der ewigen Bevormundung durch Bessermenschen? Auf eine neue Weltordnung? Da können wir lange warten. Jedenfalls solange „der Staat“ – also Parteien und Interessengruppen – sich am von uns Bürgern Erarbeiteten mästet, und solange erklärte Gegner dieses Staates von eben diesem Staat gefördert und finanziert werden, wird die Diktatur der Minderheiten weiter voranschreiten. Irgendwann bricht das System dann zwar ´mal zusammen. Aber bis dahin herrscht offensichtlich: „nach uns die Sintflut!“

www.conservo.wordpress.com   1. Juni 2017
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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 41 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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Eine Antwort zu Linksgrüne Diktatur – Die Herrschaft der (linken) Minderheiten über die (träge) Mehrheit

  1. karlschippendraht schreibt:

    Während in den 60ern die mitteldeutsche Nachwuchsgeneration voll damit beschäftigt war , die alttäglichen diktatorischen Auswirkungen einer linken Ideologie nach besten Kräften abzufedern und zu mildern , bahnte sich im Westen eine völlig andere Entwicklung an . Aufgrund zunehmenden Wohlstandes und bürgerlicher Freiheiten wurde gewissen Teilen der Nachwuchsgeneration das Leben zu langweilig . Die Mehrheit der mitteldeutschen Nachwuchsgeneration hatte in klares Feindbild – die SED und die STASI . Dem westlichen Wohlstandsnachwuchs fehlte ein solches Feindbild , weil es ja aufgrund der damals noch vorhandenen Demokratie real keinen wirklichen Feind gab . Um aber nun nicht ständig unter wohlstandsbedingter Langweile leiden zu müssen hat irgend jemand aus der linken Studentenschaft ein Feindbild erfunden . Dass es damals den Schah von Perien traf , war reiner Zufall , es hätte auch jemand Anderes sein können . Die Hauptsache für diese linke Wohlstandsschickeria war , dass man überhaupt endlich ein Feindbild hatte .
    Und dass die große Mehrheit von Michel-West nicht erkannte und nicht begriff was sich da wirklich anbahnte und was im Laufe der folgenden Jahrzehnte noch schmerzlich ausufern sollte , ist absolut der zunehmenden wohlstandsbedingten Trägheit von Michel-West anzulasten . der hat sich die heutigen Zustände redlich verdient . ( Ausnahmen bestätigen die Regel ) Hochgradig bedauerlich ist nur , dass eine vernünftige Minderheit unschuldigerweise unter der Wohlstandsverblödung mitleiden muss.

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