Kirche: Gott schreibt auf krummen Linien grad! – Gedanken zur Woche

(www.conservo.wordpress.com)

Von Jörgen Bauer *)

Ich beginne mit dem “Kirchlichen Amtsblatt” für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover vom 21. Juli 1944, wo unter der Überschrift

“Dank für die gnädige Errettung des Führers”

folgendes zu lesen ist:

“Tief erschüttert von den heutigen Nachrichten über das auf den Führer verübte Attentat ordnen wir hierdurch an, daß, soweit es nicht bereits am Sonntag, dem 23. Juli, geschehen ist, am Sonntag, dem 30. Juli, im Kirchengebet der Gemeinde etwa in folgender Form gedacht wird:

‘Heiliger barmherziger Gott! Von Grund unseres Herzens danken wir Dir, daß Du unserem Führer bei dem verbrecherischen Anschlag Leben und Gesundheit bewahrt und ihn unserem Volke in einer Stunde höchster Gefahr erhalten hast. In Deine Hände befehlen wir ihn. Nimm ihn in Deinen gnädigen Schutz. Sei und bleibe Du sein starker Helfer und Retter. Walte in Gnaden über den Männern. die in dieser für unser Volk so entscheidungsschweren Zeit an seiner Seite arbeiten.

Sei mit unserem tapferen Heere. Laß unsere Soldaten im Aufblick zur Dir kämpfen; im Ansturm der Feinde sei ihr Schild, im tapferen Vordringen ihr Geleiter. Erhalte unserem Volke in unbeirrter Treue Mut und Opfersinn. Hilf uns durch Deine gnädige Führung auf den Weg des Friedens und laß unserem Volke aus der blutigen Saat des Krieges eine Segensernte erwachsen. Wecke die Herzen auf durch den Ernst der Zeit. Decke zu in Jesus Christus unserm Herrn alles, was wider Dich streitet.

Gib, dass Dein Evangelium treuer gepredigt und williger gehört werde, und daß wir unser Leben in Liebe und Gehorsam tapfer und unverdrossen unter die Zucht Deines Heiligen Geistes stellen.‘ “

Der Landesbischof, D. Marahrens   /   Das Landeskirchenamt, I.V. Stalmann

Ganz anders die Ausschnitte aus dem Kirchentagsprogramm 2017:

Zentrum Regenbogen

Schwul, lesbisch, bisexuell, transsexuell, transgender, intersexuell, queer – die Vielfalt der sexuellen Orientierungen ist groß. Der Gesprächsbedarf ebenso. Das Zentrum soll Anlaufpunkt für Interessierte, Neugierige, Expertinnen und Experten sein. Es bietet neben Begegnung und Dialog auch persönliche Beratung.

Coming-Out-Workshop für lesbische Mädchen und Frauen. Ein Angebot von: Sarah-Luise Weßler, Grundschullehrerin, Netzwerk Labrystheia, Espelkamp

Workshop: Und wo bleibt die Lust? – Austausch für Frauen* zur Sexualität Ausschließlich für Frauen

Zentrum Regenbogen

Lesbisch-schwule Glaubensbiografien Dr. Gregor Schorberger, Lehrsupervisor,

Frankfurt/Main, Workshop: Auch Lesben und Schwule werden älter. Michael Feitel,

Ökum. Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) Berlin, Ria Pigorsch, Netzwerk kath. Lesben, Altenpflegerin, Bergisch Gladbach

Queere Geflüchtete kommen an Zentrum für Migranten, Lesben und Schwule,

Berlin Gender-Zentrum Genderversagen? Wer von der aktuellen Genderpolitik profitiert.

Podium: Dr. Michael Diener, Präses Ev. Gnadauer Gemeinschaftsverband, Kassel

„Oversexed and Underfucked“? (I. Osswald-Rinner) Lust und Sexualität – Mythen und Realitäten.

Ökumenischer Arbeitskreis Sadomasochismus (SM) und Christsein, Kraichtal, Wiederkehr des völkischen Denkens – Neue Rechte – braune Esoterik – Neugermanen, Die Neue Rechte, Einprozent und die Identitäre Bewegung, Braune Esoterik und die Reichsbürger

Breiten Raum nimmt auch das Thema Asyl auf dem Kirchentag ein.

Ebenso sind zahlreiche Veranstaltungen mit Muslimen im Programm zu finden.

Zentrum Muslime und Christen: Wie hältst du es mit der Religion? Religion- und Islamfeindlichkeit in Deutschland

Podienreihe Flucht, Migration, Integration Mahl mal anders: Feierabendmahl in der Flüchtlingskirche

Gender-Zentrum Feierabendmahl von und für (nicht nur) Männer. Gestaltung: Ev. Zentrum Frauen und Männer, Hannover

Zentrum Regenbogen, Feierabendmahl unterm Regenbogen. Gestaltung: Ev.Pfingstgemeinde, Berlin Ökum. Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche,

Berlin, Zentrum Regenbogen und Gender-Zentrum, Berlin

Zentrum Kirchenmusik Hören und Schmecken. Ein Fest der Verschiedenheit

Juden, Christen und Muslime feiern Mahl – Mit Juden den Sabbat begrüßen – mit Muslimen den Vorabend des Ramadan begehen – als Christen Abendmahl feiern. Zentrum Regenbogen Für eine sanfte Revolution der Sprache Einladende Impulse für die Genderdebatte Podium Gesine Agena, Frauenpolitische Sprecherin

Bündnis 90/Die Grünen.

Erfahrungen mit der Bibel in gerechter Sprache

Zentrum Gottesdienst: Gottesdienst als Skandal, Ausgeblendetes sichtbar machen Christina Brudereck, Theologin, Essen Vorbereitung und Feier eines Gottesdienstes in skandalöser Sprache

Pavillon Dialog der Kulturen Ein Begegnungsort für Berlins Religions- und Glaubensgemeinschaften. Mit dem Dialog der Kulturen eröffnet die IGA einen besonderen Begegnungsort der Religions- und Glaubensgemeinschaften Berlins.

Gemeinschaftlich von christlichen, buddhistischen, hinduistischen, jüdischen und muslimischen Gemeinden geplant, werden hier Andachten, Gebete und Einkehr gehalten.

Ver-Queeres Willkommen LSBTTIQ* im Kontext von Flucht und Vertreibung  Zur Situation von LSBTTIQ-Geflüchteten und deren Forderungen Jouanna Hassoun, Leiterin Zentrum Migranten,Lesben und Schwule, Berlin. Zur Verantwortung in Zeiten rechtspopulistischer Verführungsversuche Podium mit den Vortragenden und Volker Beck, Sprecher für Migrationspolitik Bündnis 90/Die Grünen, Berlin

Zentrum Jugend Workshop: Rechtspopulismus und Ausgrenzung in Kirchengemeinden – was tun? Dr. Petra Schickert, SprecherInnenrätin Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus, Berlin

Wie beide Beispiele zeigen, die ich von christgläubigen Mailpartnern erhalten habe, befindet sich die Amtskirche immer auf der Höhe des Zeitgeistes, wobei vom Heiligen Geist, der die Kirche eigentlich treiben sollte, nichts zu spüren ist.

Sollen wir uns darüber aufregen und empören?

Ich denke nicht, weil es noch gar nie anders war und es schon immer “noch nie so schlimm, wie heute war”.

Der Abfall von Gott und vom Glauben hat eine lange Tradition und beginnt schon bei den ersten Menschen. Das Alte Testament ist voll von Berichten über Glaubensabfall und Götzendienst.

Geklagt wird über falsche Propheten und Hirten, die sich selbst weiden und über Ungerechtigkeiten und Rechtsbrüche aller Art.

Wie die Propheten des Alten Testaments, war auch die junge Christenheit anfangs schwerer Verfolgung ausgesetzt. Das änderte sich aber in dem Augenblick, als das Christentum zur Staatsreligion wurde und die bislang Verfolgten nach und nach selbst zu Verfolgern wurden.

Die Verbrechen, die im Namen des Christentums begangen wurden, sind nicht zu zählen und stehen denen des IS in keiner Weise nach. Ebenso wenig wie die Verirrungen und Verwirrungen durch Irrlehren, Sektierertum, bigotte Gesetzlichkeit, Zwang, Unterdrückung, Vermischung mit heidnischen Bräuchen, Machtgier, Gewinnsucht und Heuchelei.

Ich erspare es mir hier, die Untaten aufzulisten. Vielleicht nur soviel, dass sich nicht nur die mittelalterliche Papstkirche mitsamt der Inquisition unrühmlich hervortat, sondern dass der Protestantismus dem nicht nachstand, ist doch die Gehirnwäsche eine protestantische Erfindung, bei der es darum ging, Menschen zum “rechten Glauben zu bringen”, oder besser: “zu zwingen” .

Bei allen Untugenden, wie man sie von späteren Diktaturen kennt: Die Kirche war hier immer ihrer Zeit voraus. Und wenn man sich mit diesen Dingen befasst könnte man in Anfechtung und Glaubenszweifel kommen und sich dafür schämen, dass man ein Christ ist.

Der Gedanke, dass dies alles nichts mit dem wirklichen Christentum zu tun habe, konnte mich nicht überzeugen, behaupten die Muslime doch genau dasselbe, wenn es um den Islam geht.

Weil die Liste der Verfehlungen schier unendlich ist, kann man es niemandem verdenken, wenn er, auf den Glauben angesprochen, ablehnend auf die Kirche weist, die mit dem Glauben gleichgesetzt wird, weil es hier besonders auffällt, wenn Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen.

Aber wie ist das alles zu bewerten, was soll man von der Kirche halten, kann man ihr überhaupt noch angehören?

Beim Schreiben dieses Beitrages bin ich mehr und mehr ins Nachdenken gekommen, weshalb ich die Überschrift, das Betreff, mehrfach geändert habe.

Angefangen hatte ich mit “Kirche auf Abwegen”.

Sonderbarerweise hatte sich meine anfangs sehr kritische Einstellung in Freude und Dankbarkeit gegenüber Gott verwandelt. Nicht dass ich auf einmal gutheißen könnte, was auf dem Kirchentag so alles thematisiert werden soll und was eine verweltlichte Kirche sonst noch alles tut, sondern weil ich auf einmal deutlich spürte, dass Gott auch der Herr dieser Kirche ist, in der nichts geschieht, was Gott nicht will.

Denn auf dem Kirchentag findet auch der “Christustag der lebendigen Gemeinde Württemberg – Christus-Bewegung Württemberg” – statt und zudem ist eine große Zahl evangelikaler Werke vertreten. Es wird also nicht nur gegendert, islamophiliert, gutmenschelnd politisiert und dabei die Grundlagen des christlichen Glaubens bis zur Unkenntlichkeit relativiert.

Am Ende konnte ich Gott für diese Kirche sogar danken, weil diese Kirche, ob sie es nun will oder nicht, selbst dann Wegweiser auf Jesus Christus sein muss, wenn es in ihr Kreise gibt, die ihn entstellt wiedergeben. Selbst als “Verein zur Pflege religiösen Brauchtums”, wie ich immer sage, erfüllt sie noch eine Mission und wenn diese nur darin besteht, dass die Tatsache, dass es einen christlichen Glauben und einen Jesus gibt, nicht vergessen wird.

Selbst Kirchengebäude und Sakralbauten mit ihrer Innenausstattung sind ein Zeugnis für den christlichen Glauben. Hier können es die Steine sein, die schreien.

Es ist nur so, dass sich der Fürst dieser Welt allenthalben laut und aufdringlich präsentiert und in den Vordergrund drängt, so dass das Positive, was im Stillen wächst, übersehen wird, wobei der vom Widersacher beabsichtigte Eindruck entsteht, dass die Kirche außer linksgrünen Sprüchen nichts zu bieten hat und sich damit selbst überflüssig macht.

Der Fürst dieser Welt hat hier freies Spiel. Infolge der Zusammensetzung von Synoden bzw. Kirchenparlamenten werden immer solche Leute in maßgebliche Leitungsämter gehievt, die sich durch politisch gefärbte philosophische Betrachtungen mit christlichem Anstrich hervortun. Diese prägen dann das Bild, das man von der Kirche hat.

Die vielen Glaubenszeugen, Märtyrer, Männer und Frauen, die Großartiges leisten durften und Wegweiser auf den wahren Heiland Jesus Christus, als dem Licht der Welt, waren und die es auch weiter geben wird, gäbe es nicht ohne eine Kirche, in der sich die Wahrheit des Evangeliums, allen Widerständen zum Trotz, immer wieder Bahn bricht.

Das Wort Gottes ist wie ein Löwe, der sich selbst verteidigt und wie ein Fels in der Brandung, hinter dem Gott selbst steht, der dafür sorgt, dass sein Wort erhalten bleibt und weiterhin wirkt. Und daran, dass Jesus Christus der einzige Weg zu Gott und er der auferstandene und wiederkommende Herr ist, können auch Irrlehrer und Wohlfühlevangelisten nichts ändern, selbst wenn sie in großer Zahl auftreten.

Deshalb können durch Gottes Kraft auch unter all dem Unkraut weiterhin Glaubensfrüchte wachsen. Das ist das eigentliche Wunder, das der Heilige Geist wirkt. Jesus kennt zudem die Seinen, die sich, als die eigentliche Kirche, durch alle Konfessionen und Denominationen zieht und als Salz und Licht der Fäulnis entgegenwirkt.

Von daher wäre es auch möglich, bezüglich der Kirche eine Erfolgsgeschichte zu schreiben, in dem Sinn, wie auch die Bibel eine Erfolgsgeschichte ist, gerade weil hier sehr viel und sehr deutlich von Versagen, Sünde und Gericht Gottes geschrieben steht, wobei uns die Gewissheit vermittelt wird, dass es so, wie es ist, nicht bleiben wird, sondern dass uns ein großartiger Neubeginn bevorsteht.

Auch wenn wir hinsichtlich der Kirche für vieles dankbar sein können – Gott hat sie dazu gebraucht, um das Flämmchen des Glaubens über die Generationen hinweg am Leben zu halten – dürfen wir keinesfalls bei allem mitmachen, sondern müssen rote Linien aufzeigen und um sich greifenden Irrlehren ganz energisch widersprechen.

Wir dürfen uns nicht mit Dingen gemein machen, die Gott nicht gefallen können, auch wenn er sie zulässt. Hier sind bekennende Christen regelrecht zum Widerstand verpflichtet.

Was kann vom Wort Gottes dazu gesagt werden?

„Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das war voll lästerlicher Namen und hatte sieben Häupter und zehn Hörner. Und die Frau war bekleidet mit Purpur und Scharlach und geschmückt mit Gold und Edelsteinen und Perlen und hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll von Gräuel und Unreinheit ihrer Hurerei, und auf ihrer Stirn war geschrieben ein Name, ein Geheimnis: Das große Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Gräuel auf Erden. Und ich sah die Frau, betrunken von dem Blut der Heiligen und von dem Blut der Zeugen Jesu.“                 (Offenbarung 17, Verse 3 bis 6)

Die Offenbarung des Johannes ist sehr bildhaft, weshalb viele Deutungen möglich sind. In bibeltreuen Kreisen wird in der Hure Babel bevorzugt die “endzeitliche Hurenkirche” gesehen.

Wenn man bedenkt, dass diejenigen, die Gott die Treue halten bzw. unbeirrt ihren Glauben zu Jesus Christus bekennen, seit alters her verfolgt und auch getötet werden, ist die Hure Babel seit jeher trunken vom Blut der Heiligen und der Zeugen Jesu.

Demnach hat es die Hure Babel, in unterschiedlichen Konstellationen und in unterschiedlicher Ausprägung, schon immer gegeben, wobei sie in der Endzeit ihre Hochform erreicht.

Die Bildsprache der Offenbarung besagt, dass sie reich, mächtig und im irdischen Sinne auch klug und geschickt ist. Sie sonnt sich selbstgefällig in ihrer Pracht, trägt auf allen Mühlen Wasser und macht bei allem mit, wenn sie darin einen Vorteil sieht.

Die Hure Babel steht für das Widergöttliche. Für eine Kultur, die auf einem riesengroßen Treuebruch errichtet ist, dem ausgereiften, bewusst vollzogenen Bruch mit Gott.

Dementsprechend können dann auch ihre Früchte nur so sein, wie sie in der Offenbarung beschrieben werden: Nur Dreck, Müll und Unrat. Lässt man die Verse über die Hure Babel auf sich wirken, wird klar was gemeint ist. Ein gottloses, möglicherweise weltumspannendes, nicht nur religiöses, sondern auch wirtschaftliches und kulturelles System, in dem sich der diesseitig orientierte Mensch der Gesetzlosigkeit auslebt.

Ich bin mir nicht sicher, ob man die Hure Babel mit der als solchen bezeichneten “Hurenkirche” gleichsetzen kann, die ich eher als angepasst, leichtgläubig, blauäugig und naiv bezeichnen möchte. Die “Hurenkirche” könnte allenfalls ein an die Welt angepasster Ableger der Hure Babel sein.

Die Tage der Hure Babel sind gezählt, und sie wird ein plötzliches und überraschendes Ende nehmen. Wenn man an die Opfer denkt, die dieser Zusammenbruch mit sich bringen wird, ist das kein Grund zur (Schaden)Freude.

Wir Christen wollen deshalb Gott bitten, dass er seinen Geist nicht zurücknimmt, sondern weiter in der Welt wehen lässt, damit die Verirrten und Verwirrten auf den Weg des Lebens finden. Und dazu wolle uns Gott in seinen Dienst nehmen.

* (Nachlesbar in den FCDI Christlichen Impulsen (www.christliche-impulse.de)

www.conservo.wordpress.com   3.6.17

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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2 Antworten zu Kirche: Gott schreibt auf krummen Linien grad! – Gedanken zur Woche

  1. Querkopf schreibt:

    „Wes Brot ich ess, dess Lied ich sing!“ Denn schließlich werden „die selbsternannten Vertreter Gottes auf Erden“ ja vom Staat bzw. aus den Einkommenssteuern (nicht aus den Kirchensteuern!) äußerst konfortabel besoldet, wie Staatsbeamte. Deshalb haben die fetten Pfaffen seit Jahrhunderten schon immer die Gläubigen getäuscht, belogen und hintergangen. Haben den Gläubigen Wasser gepredigt und selbst Wein mit der jeweiligen Obrigkeit getrunken. Und alles angeblich (!) im Namen Jesus Christus. Sie sind nichts anderes als widerwärtige erbärmliche Heuchler in ihrem luxuriösen Diesseits.

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  2. karlschippendraht schreibt:

    „……Die Verbrechen, die im Namen des Christentums begangen wurden, sind nicht zu zählen und stehen denen des IS in keiner Weise nach…….“

    Diesen Satz unterschreibe ich !!! Und genau deshalb bin ich humanistischer Atheist und werde in dieser meiner Grundeinstellung täglich mehr bestärkt .

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