Perfides Albion: Großbritannien stürzt sich selbst und die EU in große Zweifel

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Als ob die EU nicht schon genug Probleme hätte (und selbst eins ist)! Jetzt mischt „das Vereinigte Königreich“ die Europäer ebenfalls auf und bereitet ein politisches Chaos. Niemand weiß derzeit, wie es in der EU weitergehen soll.

Da haben wir die „armen“ Südstaaten, die täglich noch ärmer werden, aber fröhlich in den Tag leben. Da gibt es (gottseidank) die mittelosteuropäischen Staaten – das letzte Bollwerk gegen die Islamisierung Europas und gegen eine ausufernde EU-Krake namens Brüssel/Straßburg. Und da bleiben noch die beiden „lieben Kinder“ in der Mitten, Frankreich und Deutschland.

Frankreich geht an Krücken, setzt alle Hoffnung auf die neue Lichtgestalt Macron – und der setzt auf die Hilfe des (blöden) Nachbarn. Darf er! Denn ob Finanzminister,Außenminister oder Bundeskanzlerin – sie alle haben deutlich zu erkennen gegeben, daß sie „die Reform“ Frankreichs unterstützen werden.

Mag sein, daß die EU-Länder in vielen Fragen zerstritten sind, in einer Frage aber nicht: Deutschland soll gefälligst seine „Exportüberschüsse runterfahren“. Klingt harmlos, ist aber EU-Sprache. In Klartext bedeutet es: Deutschland soll mehr zahlen, dann klappt die Chose schon, nämlich nach der Melodie: „Geld her, Geld her, oder wir fallen um!“ Karneval in Euro!

Die einmal vernunftbegabteren Engländer haben derweil den Verstand verloren. Brexit ja, Brexit nein? Konservativ oder tiefensozialistisch? Ein Königreich für ein ratloses Königreich! Gezockt und alles verloren! Niemand blickt durch.

Die Volksabstimmung war ein Votum für den Brexit, die Ergebnisse der Parlamentswahl verunsichern jetzt aber Gegner des Brexit ebenso wie die Befürworter. Die Oberbritin Theresa May hatte gehofft, vergangene Nacht die politische Landkarte ihres Königreiches verändern zu können. Stattdessen wurde sie gedemütigt, und die Tories stehen ohne Mehrheit da.

May hat einen spektakulären Fehler begangen. Obwohl sie bis 2019 hätte regieren und die Verhandlungen zum EU-Austritt beenden können, ist sie der Versuchung erlegen, vorzeitige Wahlen auszuschreiben, um ihre Mehrheit im Parlament zu festigen. Ihr Wahlkampf blieb aber ohne Konzept und vor allem ohne Gefühl für den Wähler. Politische Starre und Stillstand in drängenden nationalen und europäischen Fragen sind die Folge. Jedenfalls ist der aktuelle Brexit-Plan inzwischen Makulatur.

May weiß noch nicht einmal, ob sie noch eine neue Regierung wird bilden können (niemand weiß das heute). Die schmerzhafte Niederlage, die die Wähler ihr bereitet haben, läßt Zweifel an ihrer Regierungsfähigkeit und an den anstehenden Brexitverhandlungen aufkommen. So groß wie die Zweifel an ihrer Person sind bereits heute die Rufe nach ihrem Rücktritt.

www.conservo.wordpress.com   9.6.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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Eine Antwort zu Perfides Albion: Großbritannien stürzt sich selbst und die EU in große Zweifel

  1. karlschippendraht schreibt:

    Persönlich wünsche ich mir dass dieses diktatorische EU-Konstrukt zusammenbricht – lieber heute als morgen ! Lieber May und Orban als Merkel und Macron .

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