Merkels Hybris: Sie will Weltmacht USA „isolieren“

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dieter Farwick, BrigGen a.D. und Publizist

Mit ihren Reisen zu G-20 Mitgliedstaaten versucht sie, eine Koalition gegen die Weltmacht USA zu schmieden, in erster Linie wegen deren Austritts aus dem Pariser Klimaabkommens.

Der „Showdown“ soll auf dem G-20-Gipfel im Juli in Hamburg stattfinden. Merkel hofft auf einen Sieg 19 : 1 gegen „Trump USA“ bei der Abstimmung zu dem Abschlusskommuniquée, das vom Gastgeber weitgehend vorbereitet wird und die Mitgliedstaaten auffordert, sich ausdrücklich zu dem Pariser Klimaabkommen zu bekennen. Eine Herausforderung für die Trump-USA.

Deutsche Politiker aller Parteien, Medien und Kirchenverteter wenden sich enttäuscht von der Führungsmacht des Westens ab und suchen nach neuen Partnern, auf die man sich „ein Stück weit“ verlassen kann. Deutschland will sich den USA „entgegenstellen“ und neue zuverlässige Partner – z.B. Frankreich, China und/oder Russland – suchen. Man will die USA, die unverändert „primus inter pares“ im Bündnis der NATO bleibt, in der gesamten Welt demütigen und „isolieren“. Man stellt nicht die Frage: Soll und kann man eine globale Weltmacht mit weltweiten starken Partnern isolieren? Eine Weltmacht, die in Europa mit Großbritannien und mit Australien, Indien, Japan, Südkorea und Vietnam starke Verbündete in Asien und dem pazifischen Raum hat und trotz einiger Spannungen mit den Nachbarn Kanada und Mexiko keiner unmittelbaren Gefahr ausgesetzt ist. Eine Weltmacht, die als Nuklearmacht mit Vetorecht eines der fünf ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat sitzt.

Natürlich zeigt sich mit Trump ein Politikertyp, der in Europa nahezu ausgestorben ist. Er setzt das um – oder versucht es –, was er im Wahlkampf versprochen hat Und das in einer raubeinigen Manier, die man von konsensorientierten Politikern Europas nicht kennt. Diese machen einen klaren Unterschied in ihrem Verhalten vor und nach einer Wahl.

Bei allem verständlichen Ärger und gekränkter Eitelkeit sollte man auch von der deutschen Regierung trotz des begonnen Wahlkampfes erwarten, dass sie nach für sie ärgerlichen Ereignissen sich erst nach längerem Nachdenken und einer nüchternen Beurteilung der Lage offiziell äußert.

Bei diesem Nachdenken hätte man erkennen müssen, dass die Klage der USA berechtigt ist, dass sich die meisten europäischen NATO-Staaten unter dem Schutzschirm der USA gemütlich eingerichtet haben und als Trittbrettfahrer auf dem amerikanischen Zug viel zig Milliarden gespart und dafür zig Milliarden in die „soziale Gerechtigkeit“ investieren konnten, aber immer wieder auf die hohe Verschuldung der USA belehrend hingewiesen haben. Seit Jahren tragen die USA rd.70 Prozent der NATO-Ausgaben, während die übrigen NATO-Partner rd. 30 Prozent beisteuern. Die Verabredung aller NATO-Staaten von 2014, sich bis 2024 zu bemühen, die abgesprochenen zwei Prozent des Bruttoinlandproduktes zu leisten, die auch von einem sozialdemokratischen Außenminister – jetzt Bundespräsident, wird heute in Deutschland lautstark in Frage gestellt durch Gabriel und Schulz.

In der globalen Klimapolitik gibt es durchaus ernstzunehmende Klimaforscher, die der These mit Fakten widersprechen, der Mensch trage die Hauptschuld an der Erderwärmung. In der Geschichte der Menschheit hat es Klimazyklen gegeben, die von Erwärmungen und Eiszeiten bestimmt waren.

Über die unterschiedlichen Bewertungen sollte man ideologiefrei auf neutralem Boden diskutieren.

Wenn Merkel der Versuchung unterliegt, „Trump USA“ an den Pranger zu stellen und zu „isolieren“, wird sie Probleme bekommen, da es einige G-20-Staaten gibt, die sich aus vitalen nationalen Interessen nicht gegen die Weltmacht USA in Stellung bringen lassen. Dafür gibt es bereits Anzeichen in Großbritannien, Kanada und Japan.

Es gibt andere Staaten, die Merkel als „Führerin der freien Welt“ sehen. Bleibt sie stur, riskiert eine herbe Niederlage als vermeintlich „stärkste Frau der Welt“.

Der Spiegel 24/17 schreibt. „Für Merkel ist das eine Niederlage, nicht nur klimapolitisch. Es ist auch ein Dämpfer für ihren Gestaltungsanspruch auf der Weltbühne. Deutschlands Möglichkeiten in der internationalen Politik, das zeigt der Vorgang, bleiben begrenzt. Wenn es knallhart um Macht, Sicherheit und Interessen geht, ist Deutschland keine Weltmacht, sondern nur ein mittelgroßer Player, dem es noch nicht einmal gelingt, Europa zusammenzuhalten.“

Das ist kein Appell, vor „Trump USA“ einen Kotau zu machen. Deutschland und Europa müssen und dürfen sich nicht alles gefallen lassen, was ihnen von „Trump USA“ zugemutet wird.

Dazu bedarf es einer klugen, mittel- und langfristig angelegten Politik, nicht einer Politik, die auf persönlichen Enttäuschungen und Verletzungen basiert. Frontale Angriffe bringen selten Erfolg.

Eine „indirekte Strategie“ mit dem Spiel über die Bande mit gekonnter Diplomatie wäre erfolgsversprechender.

Leider haben wir in Deutschland wichtige Spieler – wie z.B. Gabriel und Schulz -, die nicht wissen, was vitale deutsche Interessen sind und wie man sie schützt und durchsetzt.

Als Gastgeberin des G-20-Treffens hat es Merkel in der Hand, die große Konfrontation durch kluges Agieren zu verhindern. Es bleibt die Skepsis, dass sie das schafft.

www.conservo.wordpress.com   14. Juni 2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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6 Antworten zu Merkels Hybris: Sie will Weltmacht USA „isolieren“

  1. wreinerschoene schreibt:

    Sehr richtig, so sehe ich das auch. Frau Merkel hat einen Plan und der sieht ganz anders aus als man uns glaubend machen will. Sie sonnt sich zur Zeit auf der von der Presse losgetretenen Welle, Merkel soll die westliche Welt anführen. Diese Frau macht Angst inzwischen und Trump hat vollkommen recht, mit fast allem was er sagte. Nur werden wir sie nicht los, hier muß die CDU handeln, nur traut es sich keiner.

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  2. WEISSE WÖLFE schreibt:

    Hat dies auf Manfred O. rebloggt.

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  3. chrisbrawa schreibt:

    Die Wege der Frau Murksel, m. E. ist sie ein größenwahnsinger Popanz, sind unergründlich, aber eines muss auch klar sein , dass die „Teilvölker“Süd-Korea, -Vietnam und Japan nur Vasallen, sprich Erfüllungsgehilden der USA sind, wogegen das „befreundete “ England und Australien nicht dazu zählen. In allen drei erstgenannten Ländern haben die USA den Versuch unternommen, iIhre „Werte “ durchzusetzen. Dies ist ihnen nicht gelungen, da sich diese erfolgreich widersetzt haben.

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  4. karlschippendraht schreibt:

    Wenn Se mich fragen : Diese ganze Schmutzkampagne gegen Trump hat einen gbewichtigen Grund , nämlich den , dass Trump es nicht nötig hat auf der Gehaltsliste der Ostküsten – Hochfinanz zu stehen und diesen Leiten auch nicht zu Willen sein will . Vermutlich haben diese Leute heute Angst davor , mit Trump so zu verfahren wie mit Kennedy weil sonst ein bestimmter Verdacht entstehen könnte . Also versucht man es mit Rufmord . Dass Merkel auf der Gehaltsliste der Ostküste steht davon bin ich persönlich fest überzeugt. Und dass Trump an guten Beziehungen zu Russland interessiert ist macht der Ostküsten-Hochfinanz starke Bauchschmerzen .

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  5. Querkopf schreibt:

    Ja, Merkel ist zweifelsfrei ein höriger Vasall der Ostküste. Ja, Merkel ist größenwahnsinnig geworden. Ja, Trump hat in sehr vielen Dingen die er sagt und tut vollkommen Recht. Ja, Trump gehört nicht zum verkommenen Polit-Establishment der USA. Aber nein, Trump muß sehr wohl Angst um sein Leben haben, er steht auf der „Abschußliste“, … so oder so.

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  6. Pingback: Verlogen, rechtsbrüchig, alt, fett und häßlich aber dafür größenwahnsinnig: Merkel – AAA

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