„Ehe für alle“: Schlag ins Gesicht der Parteibasis

(www.conservo.wordpress.com) 

CSU-Basisbewegung übt Kritik an Merkel und Seehofer

(Eigener Bericht). Ausgerechnet eine Woche vor dem Ende der aktuellen Legislaturperiode des Deutschen Bundestags entschieden die Vorsitzende der CDU, Angela Merkel und der Vorsitzende der CSU, Horst Seehofer, den Fraktionszwang in der Bundestagsfraktion der CDU/CSU aufzuheben, um eine Abstimmung über die vollständige Umdeutung des Ehebegriffs im Bundestag zu ermöglichen.

Obwohl das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom 17.07.2002 feststellte, dass eine Ehe nicht zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Paaren eingegangen werden kann, trommeln die linken Fraktionen des Bundestags seit Monaten für die verfassungswidrige Einführung einer Ehe zwischen zwei Personen desselben Geschlechts.

Sowohl das aktuelle Grundsatzprogramm der CSU als auch ein verbindlicher Parteitagsbeschluss der CDU vom 16.12.2015 sehen vor, dass die Ehe unbedingt auf eine dauerhafte Verbindung zwischen Mann und Frau beschränkt bleiben soll.

Seit der Entscheidung von Frau Merkel erreichen uns nahezu im Minutentakt Protestschreiben und Beschwerden aus der Parteibasis der CSU. Die Mitglieder der CSU können nicht verstehen, dass sich die parlamentarische Arbeit der Union im Bundestag vor allem darauf zu konzentrieren scheint, die Wunschlisten der politischen Gegner abzuarbeiten, anstatt mutig und geschlossen für die Grundsatzpositionen der Union einzutreten. Die Ehe genießt aus gutem Grund den besonderen Schutz des Grundgesetzes (Art. 6), weil sie als dauerhafte Verbindung zwischen Mann und Frau gegenüber allen anderen Lebensgemeinschaften den menschlichen und sozialen Fortbestand unserer Gesellschaft sichert.

Dazu stellt der Sprecher des Konservativen Aufbruchs – CSU-Basisbewegung für Werte und Freiheit, Dr. Thomas Jahn fest:

„Die besondere Achtung vor der Ehe zwischen Mann und Frau ist ein wesentlicher Kern des CSU-Grundsatzprogramms. Die einsame Entscheidung des CSU-Parteivorsitzenden Horst Seehofer, diese Grundsatzposition über Nacht aufzugeben, ist ein Schlag ins Gesicht aller CSU-Mitglieder, die sich den christlichen Grundsätzen unserer Partei besonders verpflichtet fühlen. Als Konservativer Aufbruch in der CSU werden wir nicht zulassen, dass elementare CSU-Grundsätze, wie das Eintreten für Ehe und Familie geopfert werden, um sich dem Zeitgeist oder linksgrünen Parteien anzubiedern. Wir fordern alle CSU-Mitglieder auf, dem Konservativen Aufbruch in der CSU beizutreten, um ein Zeichen gegen den Ausverkauf der Grundwerte der CSU zu setzen!“

www.konservativeraufbruch.de, info@konservativeraufbruch.de) 
http://www.conservo.wordpress.com    28. Juni 2017
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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 41 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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10 Antworten zu „Ehe für alle“: Schlag ins Gesicht der Parteibasis

  1. karlschippendraht schreibt:

    Welch horrende Hirnrissigkeit ist doch die linksgrüne These , das Geschlecht eines Menschen würde durch gesellschaftliche Verhältnisse bestimmt . Der Mensch ist auch nur ein Lebewesen wie
    jedes andere. Das Geschlecht eines jeden Lebewesens wurde und wird von der Natur vorgegeben . Das war bereits bei den Sauriern so und jetzt kommt eine Horde linksgrüner Psychopaten und will dieses seit Millionen Jahren bestehende Naturprizip außer Kraft setzen . Das Schlimme dabei ist , dass sich große Teile der sogenannten “ Etablierten “ an dieser widernatürlichen Idiotie beteiligen . Ehe für Alle ist nicht nur eine Personenstands-Formalie , ist nicht nur eine gesellschaftliche Angelegenheit sondern ist eine widerwärtige Herabwürdigung und Missachtung aller natürlichen Eltern der Weltgeschichte . Ehe für Alle widerspricht den Naturgesetzen ! Dass auch die Natur mitunter Fehlentwicklungen hervorbringt ist eine Tatsache , aber solche Fehler – wenn sie beim Menschen auftreten – werden meist mit medizinischen Mitteln korrigiert . Jetzt aber sollen Fehler der Natur gesetzlich gefördert werden , was praktisch einen Angriff auf die Natur darstellt . Und solchen Fehlentwicklungen auch noch Kinder anzuvertrauen ist an Verantwortungslosigkeit nicht zu überbieten ! Drehhofer war schon immer ein unzuverlässiger Kandidat und über Merkel erübrigt sich jedes Wort . Von der SPD müssen wir garnicht reden , der Durchschnitts-IQ dieser Partei entschuldigt Alles .

    • Paul schreibt:

      Hallo Karl,
      was kümmern die etablierten Parteien noch Naturgesetze? Klimaerwärmung, Homosexualität – alles Menschen gemacht. Sind SIE noch zu retten? Es fällt schwer das zu glauben. Die Hybris vom Allmächtigen Menschen ist zur Weltanschauung, zur Staatsreligion geworden. Was passiert, wenn der Mensch sich gegen die Natur auflehnt?

      Herzlich, Paul

  2. Einsam, aber entschlossen formt die Caesarin Europas das Schicksal eines ganzen Kontinentes, dabei nur sich und der Vorsehung verantwortlich. Knapp und nüchtern ihre Weisungen an die servilen Satrapen in der Partei- und Staatsführung, die beflissen um Angela die Große herumwuseln, hoffend, vielleicht von einem schmallippigen Lächeln belohnt zu werden. Ein neuer Erdteil ist im Entstehen, eine neue Bevölkerung wird geschaffen und sie dürfen dabei IHR die Tasche tragen!
    Welche Wonnen, welch Entzücken!
    Nur sie ist begnadet, die Vorgaben aus dem Götterolymp zu empfangen, die dann zu einsamen Entscheidungen in ihrem Titaninnenkopf reifen und mit blitzartiger Erleuchtung der (noch) überwiegend deutsch sprechenden Wohnbevölkerung mitgeteilt werden: Ausstieg aus der Wehrpflicht, aus der Kernkraft, aus der Grenzkontrolle.
    Und nun die Institution Ehe. Begründet in der Heiligen Schrift, ihr Ende verkündet in der Frauenzeitschrift „Brigitte“. Denn SIE geruhte, ihr Auge bei einem Lesbenpärchen schweifen zu lassen und befand, dass es gut war. Ängstlich fügen sich die Diätenbezieher aus der Quatschbude, kuschen gewohnt devot vor IHREM unerbittlichen Blick aus stählernem Auge.
    Unheilschwanger hebt sich IHRE Augenbraue…
    Hm, Widerspruch?
    Wer erfrecht sich, IHR zu widersprechen?
    Schnell geduckte Nacken, gesenkte Blicke.
    Na, also…
    Übrigens: Weihnachtslieder müßten wir mal wieder singen.
    Wegen dem „C“ und so…

  3. David schreibt:

    Atemberaubend wieder einmal die Art, wie Merkel das handhabt. Sie völlig prinzipienfrei, fühlt sich auch nicht im geringsten an Recht, Verfassung und Kultur gebunden und entscheidet, wie bei anderen wichtigen Themen, ex cathedra. Demokratie war mal.

    Aus meiner Sicht ist das ein Skandal mit immensen Auswirkungen. Für Merkel ist das aber nur ein weiterer Schritt in ihrem Bestreben, dieses Land zum Verschwinden zu bringen. Das neue Volk (falsch: die neue> Bevölkerung) holt sie ja schon in Massen rein.

  4. greypanter schreibt:

    Mit der Einführung des Begriffs „Ehe für alle“ wird eine maoistische Gehirnwäsche vollzogen. Realistisches Denken wird ausgetilgt und durch realitätsfremde Ideologie ersetzt. Diese Umerziehung eines Volkes führt in den Untergang. Wenn Denken zur Lüge wird, wird ein Volk von der Inkarnation des Bösen regiert.

    • Paul schreibt:

      Werter Herr gebenhoch,
      das ist richtig. „Ehe für Alle“ ist ein falscher Begriff, ebenso wie „Klimaerwärmung“, „Erneuerbare Energie“, „Atomfreie Zone“, „Genfreie Milch“ (gab es in einem Hotel in Bayern).

      Wer die Worthoheit im Land hat, hat schon halb gewonnen

      Es gibt keine „Ehe für Alle“. Dazu müsste es ein Recht auf Ehe geben, oder ein Menschenrecht auf Ehe. Gibt es aber nicht. Jedenfalls hat der EGMR (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte) so entschieden. http://www.regenbogenhochzeit.com/egmr-urteil-kein-recht-auf-ehe-fuer-alle/
      Natürlich ist jedes Land frei bei der Gestaltung eigenen Rechts. Vermute ich mal.

      Es gibt auch noch aus einem anderen Grund keine „Ehe für Alle“. Wer keinen Partner/Partnerin findet, kann nicht heiraten. Niemand kann auf dem Klageweg zur Heirat gezwungen werden, weil es kein Recht auf „Ehe für Alle“ gibt. Das ist auch gut so. Aber vielleicht ändert Merkel das auch noch.

      Herzlich, Paul

  5. gebenhoeh schreibt:

    Wo bleibt dazu der Protest der deutschen Bischöfe? Ich meine die katholischen, denn der gegenderten und „queeren“ EKD passt das Ganze doch ins Programm. Man hatte sich bisher eindeutig positioniert. Lächerlich darum, was hier bisher aktuell von katholischer Seite dazu erschienen ist: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/so-reagiert-die-kirche-auf-die-ehe-fur-alle
    Die Reaktion oder Nichtreaktion unserer „Hirten“ sollte für alle katholischen Noch-Kirchenmitglieder zur Gretchenfrage geraten.

    • Paul schreibt:

      Werter Herr gebenhoeh,
      wir haben in Deutschland die Trennung von Kirche und Staat.

      Die kath. Kirche hat ein eigenes Ehegericht, eigene Gerichtshöfe und Gerichtsverfahren mit mehreren Instanzen. Die letzte Instanz ist das Ehegericht am Vatikan.
      Für die Kirche ist die gültig geschlossene Ehe unauflöslich. Die Kirche erlaubt dem Staat keine Eingriffe in dieses System.

      Der Staat hat eigenes Eherecht in das er sich von der Kirche nicht reinreden lässt.
      Die staatliche Ehe kann geschieden werden.
      Übrigens standesamtlich Verheiratete sind nach Kirchenrecht unverheiratet zusammenlebende Paare. Die staatliche Ehe ist kirchenrechtlich nicht relevant.

      Umgekehrt gilt das genau so. Nur kirchlich getraute Paare sind für den Staat keine Ehepaare.

      Deshalb hat die Katholische Kirche mit dem Firlefanz der „Ehe für Alle“ nichts zu tun. Die Bischöfe sollten sich da raus halte, sonst mischt sich der Staat nächstens auch in das Kirchenrecht ein.

      Herzlich, Paul

      • gebenhoeh schreibt:

        Hallo Paul,
        was Kirche und Staat betrifft haben Sie im Grundsatz recht. Der folgende „offene Brief“ von Beatrix von Storch an Kardinal Marx kann illustrieren, wie die Kirchen in dieser Trennung verfahren:

        Eminenz,

        als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz haben Sie rote Linien zur AfD gezogen, als wir die Einhaltung der deutschen Gesetze und somit auch die Schließung der deutschen Grenzen gegen die illegale Einwanderung forderten.
        Sie haben dadurch die katholische Kirche politisiert und Stimmung gemacht gegen eine junge demokratische Partei, die sich eindeutig zu den Werten des Grundgesetzes bekennt.
        Wenn Sie aber zu Zeiten der Grenzöffnung politisch Stellung bezogen haben, müssen Sie jetzt konsequent sein und dürfen nicht schweigen.
        Vor dem Bundestagswahlkampf bekennen sich nun CDU und CSU zur Homosexuellen-Ehe. Die Ehe von Mann und Frau, ein heiliges Sakrament, soll in unverbindlicher Beliebigkeit aufgelöst werden. Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel ist von der jahrzehntelangen Haltung der C-Parteien abgerückt, dass der Bund der Ehe nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden kann, man muss heute wohl schon ergänzen: zwischen nur einem Mann und nur einer Frau.
        Größer kann die Diskrepanz zwischen den C-Parteien und der katholischen Lehre in einer Kernfrage des gesellschaftlichen Zusammenlebens nicht mehr werden.
        Die Ehe zwischen Mann und Frau zu schützen, das war bis heute das letzte wirklich christliche Element der Christdemokraten. Auch das gibt es nun nicht mehr. Ausgerechnet die C-Parteien höhlen jetzt so elementare Fragen wie Ehe und Familie aus.
        Lieber Kardinal Marx, Sie haben die katholische Kirche Deutschlands bereits unbotmäßig politisiert als es um die AfD ging. Dabei stehen wir uneingeschränkt und ausdrücklich zur Ehe. Wenn Sie im politischen Raum wirklich unparteiisch sein wollen, dann erwarten wir jetzt ein klares Zeichen zum Schutz von Ehe und Familie und eine klare rote Linie zwischen katholischer Lehre und CDU und CSU.

        Mit freundlichen Grüßen

        Beatrix von Storch

        Brüssel, den 28. Juni 2017

        Gruß G.Ebenhöh

        • Paul schreibt:

          Ja, Lieber Herr Ebenhöh,
          da hat sich Kardinal Marx selbst das „Bein gestellt“. Da soll er mal sehen, wie er aus dieser Nummer wieder raus kommt. Die Katholische Kirche sollte sich aus Politik heraus halten. Nur zu Fragen der Moral, der Ethik, kann und muss sie ihre Stimme erheben.

          Frau Storch hat den „Finger in die Wunde“ gelegt.

          Herzlich, Paul

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