EIN LÄNGST ÜBERFÄLLIGER DRAMATISCHER PARADIGMENWECHEL IN DER DEUTSCH-TÜRKISCHEN BEZIEHUNG BAHNT SICH AN

(www.conservo.worddpress.com)

Umfrage-Denkzettel gegen die Bundesregierung: 76 Prozent unzufrieden mit Türkei-Politik

Von Michael Mannheimer *)

Vermutlich waren es diese und andere Umfrage-Ergebnisse, die die deutsche Regierung – und erstaunlicherweise auch so gut wie die gesamte bislang erdoganfeundliche Presse – dazu bewogen haben, einen Paradigmenwechsel in der deutsch-türkischen Politik einzuleiten.

Außenminister Gabriel bestellte gar den türkischen Botschafter in – ein diplomatischer Affront gegenüber der ehemals befreundeten Türkei.

Alle Zeichen der letzten Tage verweisen auf einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel mit dem bisherigen NATO-Partner und EU-Anwärter Türkei. Der CSU-Generalsekretär forderte gar die definitive und endgültige Einstellung der EU-Anwärterschaft mit Erdogans diktatorischem Regime. Ein überfälliger Schritt, den wir Islamkritiker schon seit Jahren fordern.Dieser hatte eine Liste von über 600 deutschen Firmen an das Auswärtige Amt versandt, die der „Spionage“ oder des „Terrorismus“ gegen die Türkei beschuldigt werden.

Wer heute noch als Tourist in die Türkei fährt, ob privat oder als Emissär eines Wirtschaftsunternehmens, ist selbst schuld. Er kann jederzeit in der Türkei verhaftet werden und auf unbestimmte Zeit in den gefürchteten türkischen Gefängnissen verschwinden.

Die Türkei ist eine der gefährlichsten Länder der islamischen Hemisphäre geworden. Selbst das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in dieses Land.

ERDOGAN VERBITTET SICH JEDE EINMISCHUNG DEUTSCHLANDS IN DIE ANGELEGENHEITEN DER TÜRKEI

Im Streit mit Deutschland hat sich der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten seines Landes verbeten.

Die Türkei sei „ein demokratischer, sozialer Rechtsstaat“, sagte er am Sonntag in Istanbul vor seiner Abreise nach Saudi-Arabien. „Niemand hat das Recht, sich in inneren Angelegenheiten der Türkei einzumischen.“

ERDOGAN WILL GEGEN „PROVOKATEURE“ VORGEHEN

Die Türkei werde „alles in ihrer Macht stehende tun“, um gegen „Provokateure“ im Land vorzugehen. Deutschen Politikern warf er vor, auf Kosten der Türkei Wahlkampf zu betreiben. (Quelle: https://www.gmx.net/magazine/politik/tuerkei-erdogan/tuerkei-streit-recep-tayyip-erdogan-verbittet-deutsche-einmischung-32441900)

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HuffPost, veröffentlicht: 23/07/2017

Unzufrieden mit Türkei-Politik: Deutsche verpassen Regierung Umfrage-Denkzettel

◦Eine große Mehrheit der Deutschen zeigt sich unzufrieden mit der Türkei-Politik der Bundesregierung

◦76 Prozent sagten, dass sich die Bundesregierung vom türkischen Präsidenten Erdogan zu viel gefallen lasse

Eine große Mehrheit der Befragten hat sich in einer Umfrage für die „Bild“-Zeitung unzufrieden mit der Türkei-Politik der Bundesregierung gezeigt.

76 Prozent sagten, dass sich die Bundesregierung vom türkischen Präsidenten Erdogan zu viel gefallen lasse. Nur 12 Prozent sehen das nicht so. Die restlichen 12 Prozent machten keine konkrete Angabe.

Nach der jüngsten Eskalation im Streit mit der Türkei hatte das Auswärtige Amt vor wenigen Tagen die Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei verschärft.

Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich für die „Bild“-Zeitung erhebt, bleibt der Abstand zwischen CDU/CSU und der SPD neun Wochen vor der Bundestagswahl derweil unverändert hoch.

(Quelle: http://www.huffingtonpost.de/2017/07/23/unzufrieden-mit-turkei-politik-deutsche-verpassen-regierung-umfrage-denkzettel_n_17563228.html)

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*) Michael Mannheimer („MM“) ist ein überparteilicher deutscher Publizist, Journalist und Blogger, der die halbe Welt bereist hat und sich auch lange in islamischen Ländern aufhielt. Seine Artikel und Essays wurden in mehreren (auch ausländischen) Büchern publiziert. Er gilt als ausgewiesener, kritischer Islam-Experte und hält Vorträge im In- und Ausland zu diversen Themen des Islam. Aufgrund seiner klaren und kompromißlosen Analysen über den Islam wird er seitens unserer System-Medien, der islamophilen Parteien und sonstigen (zumeist linken) Gruppierungen publizistisch und juristisch seit Jahren verfolgt. Viele seiner Artikel erscheinen auch bei conservo. MM betreibt ein eigenes Blog: http://michael-mannheimer.net/ , auf dem Sie auch für Mannheimers Arbeit spenden können.

www.conservo.wordpress.com   24.07.2017
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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 44 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. conservo ist ein überzeugter Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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6 Antworten zu EIN LÄNGST ÜBERFÄLLIGER DRAMATISCHER PARADIGMENWECHEL IN DER DEUTSCH-TÜRKISCHEN BEZIEHUNG BAHNT SICH AN

  1. Querkopf schreibt:

    Solange der ultranationalistische Faschist und Erz-Islamist Erdogan in der Türkei wütet, kann und muß die Devise für den Westen und für Deutschland insbesondere nur heißen: Diesen widerwärtigen Großkotz kaltstellen und fallenlassen!
    Was wäre denn die Türkei ohne die jährliche milliardenschwere Wirtschaftshilfe aus Deutschland und Europa? Was wäre denn die Türkei ohne die Waffenhilfe und die Waffenlieferungen aus dem Westen, insbesondere aus Deutschland? Was wäre denn die Türkei ohne den gewaltigen Technologie – und Wissenstransfer aus Deutschland? Was wäre denn die Türkei ohne die jährlichen milliardenschweren Transfergelder von Türken in Deutschland in die Türkei? Was wäre denn die Türkei ohne die westlichen Touristen und deren üppiger Urlaubskasse, besonders die der deutschen Touristen? Was wäre denn die Türkei ohne die jährlichen Milliarden an Kindergeldzahlungen Deutschlands an die Türkei, für Türkenkinder in der Türkei, die Deutschland nie gesehen haben.
    Antwort: ein Nichts, wäre die Türkei! Die Türkei wäre das, was sie bis weit in die 60er Jahre war: ein bitterarmes Land, ohne Rohstoffe und ohne Industrie, ein ganz bitterarmes Agrarland, in dem noch heute der Eselkarren in den Straßen das Straßenbild prägen würden.

  2. anvo1059 schreibt:

    Paradigmenwechsel ? Oh nein ! Wahlgeplänkel und der Einfluss der s.g. „Türkischen Gemeinde“ oder eher der Türken-Funktionäre in der SPD und bei den „GRÜNEN“ …………..Es wäre viel zu gefährlich den Erdowahn zu erzürnen “ der würde glatt auch „Rache“ zu Putin umschwenken….oder gegebenen Falls auch wieder zurück……Einen wirklichen Startegiewechsel würde es bedeuten, wenn man Erdowahn auf die „Abschussliste“ hinter Hussein, Bin Laden, Gahdaffi und Assad setzen würde….😉 🤓

  3. karlschippendraht schreibt:

    Eigentlich wäre es unter unserer Würde , uns ernsthaft mit diesem Land zu befassen . Aber weil der Neudeutsche keine Würde mehr hat und sein IQ ständig absinkt , bemerkt er in der Masse seinen sittlichen und kulturellen Abstieg garnicht .

  4. floydmasika schreibt:

    Manchmal gibt es Gründe für Protest gegen Erdoğan. Aber die Köterrasse sollte nicht zu laut bellen. Sie braucht Erdoğan als Torwächter für den Europäischen Menschenrechtsschutz. Genauer gesagt für den Schutz Europas vor seinen Menschenrechten. Änderung dieser heiligen Regeln kommt ja nicht in Frage.

  5. Querkopf schreibt:

    Die Türkei unter Erdogan kennt keine Menschenrechte. Die kennt nur noch Unterdrückung und Unfreiheit, streng nach Koran und Islam ausgerichtet. Im Islam aber gibt es keine Freiheiten, keine Menschenrechte und schon gar keine Demokratie. Erdogans Türkei gehört nicht nach Europa, sondern ins Mittelalter.
    Und für den Schutz seiner EU-Aussengrenze muss die EU selbst sorgen, nicht für Milliarden Euro Erdogan. Das schafften und das schaffen andere Länder weltweit auch, und das muß auch eine EU schaffen. Ansonsten brauchen wir keine EU…

  6. Paul schreibt:

    Erdogan verlangt, dass sich niemand in die innertürkischen Angelegenheiten einmischt.

    Umgekehrt haben er und seine Politiker sich immer wieder massiv in innerdeutsche Angelegenheiten eingemischt.

    Es wird Zeit, dass die Kanzlerin und unsere Politiker daraus die notwendigen Schlussfolgerungen ziehe. Und zwar energisch und unmissverständlich.

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