Weilers Wahrheit: Welche „Werte“ meinen Sie, Herr Schulz?

(www.conservo.wordpress.com)

Von Michael Weilers *)

„Ein feiger Anschlag auf unsere Werte“

Offener Brief an Herrn Martin Schulz, Kanzlerkandidat der SPD

Sehr geehrter Herr Schulz,

nachdem es gestern in Barcelona einen islamischen Terrorangriff gab, twitterten Sie Folgendes:

„Ein feiger Anschlag auf unsere Werte“

Da mich diese Aussage irritierte, und ich absolut nicht weiß, wie ich sie einordnen soll, schreibe ich Ihnen in der Hoffnung auf Klärung diesen Brief.

Wissen Sie, ich pflege sowohl beruflich als auch privat eher einen freundschaftlichen und kollegialen Umgangston, d.h. ich lege nicht jedes Wort auf die Goldwaage und vermute auch nicht gleich hinter jedem falsch gewählten Begriff eine böse Absicht, jedoch sehe ich das bei schriftlichen Äußerungen völlig anders.

In schriftlichen Äußerungen gleich welcher Art, ob beruflich oder privat, lege ich großen Wert auf begriffliche Genauigkeit, alleine schon um Fehlinterpretationen möglichst auszuschießen und Missverständnisse zu vermeiden.

Sie Herr Schulz, als Berufspolitiker, können mir das sicher bestens nachempfinden, besteht doch Ihre berufliche Tätigkeit in großen Teilen darin, Verträge und Vereinbarungen schriftlich zu fixieren, wobei ich annehme, dass Begriffsgenauigkeit hierbei eine wichtige Rolle spielt.Ihre gestrige Aussage auf Twitter: „Ein feiger Anschlag auf unsere Werte“ lässt meines Erachtens eine Menge Raum für Interpretationen, weswegen ich Sie fragen möchte, wie diese Aussage zu verstehen ist.

Hätten sie getwittert, dass es ein feiger Anschlag auf Europäer, auf Christen, Touristen oder Menschen gewesen war, hätte ich Ihnen natürlich sofort zugestimmt weil dies ja nun mal zutreffend ist, aber ein feiger Anschlag auf Werte?

Welche Werte meinen Sie?

Werte wie die in einem Fuhrpark?

Produktionsmittel?

Inventar?

Oder weil Sie ja auch ein großer Fußballfan sind:

Wie Fußballspieler als Wertanlage bei einem Fußballclub?

„Ein feiger Anschlag auf unsere Werte“

Wie soll ich diese Aussage verstehen?

Es war doch ein Anschlag auf Menschen.

Ich verstehe es nicht, deshalb frage ich ja nach.

Herr Schulz, vor nicht allzu langer Zeit äußerten Sie den Satz: „Was die Flüchtlinge zu uns bringen, ist wertvoller als Gold“.

Da Sie auch hierbei nicht eindeutig definiert hatten, was eigentlich genau damit gemeint war, hinterließ schon dieser Satz bei mir den Eindruck, dass Sie den sog. Flüchtlingen irgendeinen materiellen Wert zuordnen, genauso wie das jetzt auch der Fall ist.

Natürlich kann ich mich hier irren, vermutlich irre ich mich auch tatsächlich, allerdings haben Sie den Spielraum für Interpretationen gelassen, nicht ich.

Da es ja geradezu Mode geworden ist, bei Tweets , Facebookpostings oder dem Parteiprogramm der AfD willkürlich hineinzuinterpretieren, was einem gerade in den Sinn kommt, frage ich Sie lieber persönlich, anstatt mich wilden Spekulationen hinzugeben.

Verehrter Herr Schulz, ich möchte ehrlich zu Ihnen sein und Ihnen somit die Entscheidung darüber zu erleichtern, ob Sie meine Frage bzgl. Ihrer Aussagen beantworten oder nicht.

Ich wähle Sie am 24. September nicht. Ich wähle weder Sie, noch die SPD, und ich gebe sogar zu, dass es mir recht wäre, wenn die SPD ihre Talfahrt fortsetzen und in der Bedeutungslosigkeit verschwinden würde. Die unsoziale Agenda2010 und die zuwanderungsaffine Migrationspolitik sollen hier als Stichpunkte genügen.

Natürlich bin ich mir auch dessen bewusst, dass meine Frage durch Ihre Anhänger verrissen und zertrampelt werden wird, genauso wie sie durch Ihre Anhängerschaft beantwortet werden wird.

Dies ist für mich aber nicht maßgeblich, denn Ihre Wähler können Ihren Tweet auch nur interpretieren, meine Frage beantworten können nur Sie selbst.

Vielleicht nehmen Sie sich ja kurz die Zeit dazu.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weilers

Eingestellt auf der Facebookseite von Martin Schulz

*********

*) Michael Weilers ist seit Jahren Kolumnist auf conservo
www.conservo.wordpress.com   18.08.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
Dieser Beitrag wurde unter AfD, Allgemein, Außenpolitik, Christen, Dritte Welt, Flüchtlinge, Kultur, Politik, SPD abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Weilers Wahrheit: Welche „Werte“ meinen Sie, Herr Schulz?

  1. Querkopf schreibt:

    Welche Werte diese Schulze meint? Nun, er meint natürlich die „soziale Gerechtigkeit“ …, aber nicht zu Gunsten des Deutschen Volkes, nein, sondern zu Gunsten von Millionen völlig ungebildeten, arbeitsscheuen und hochaggressiven Flüchtlingen. Er meint die Umverteilung des über Jahrzehnte mühsam angesparten deutschen Vermögens an die 6 Milliarden Armen dieser Welt. – Schulz ist ein heuchlerischer Wirrkopf, kann man absolut nicht wählen ..!

    Liken

  2. karlschippendraht schreibt:

    Statt rundumm und zu jeder Zeit die AfD zu verleumden sollte man sich mal ernsthaft mit dem IQ der SPD-Wähler befassen . Das können allerdings nur Leute , die deutlich über dem IQ der SPD stehen !
    Die SPD ist entstanden als eine parlamentarische Vertretung der nicht nur materiellen sondern auch intellektuellen Unterschicht . Zumindest zweiter Aspekt hat sich bis heute nicht geändert.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.