Der katastrophale und sträfliche Missbrauch der Bedeutung von Rassismus.

(www.conservo.wordpress.com)

Von Michael Dunkel *)

Kaum ein Wort wurde in den letzten zwei Jahren so oft als Totschlag-Argument eingesetzt wie Rassismus.

Es soll implizieren, dass Menschen, die Bedenken vor einem Miteinander verschiedenster Kulturen und Religionen auf engstem Raum haben, als inhuman und als fremdenfeindlich gelten sollen.

Es mag tatsächlich solche Menschen geben, die Berührungsängste haben, die sich schon fremd fühlen, wenn sie von Hamburg nach Bayern reisen. Die sich als etwas Besseres ansehen, nur weil sie vielleicht blond sind.

Wenn ich allerdings von mir ausgehe. und ich bin mir sicher, sehr viele denken genau so, sind berechtigte Überlegungen und auch Befürchtungen im Zusammenhang der aktuellen Lage in Europa nicht nur legitim, sondern zwingend.

Fast jeder von uns kennt einen Muslim in seiner Nachbarschaft und in seinem Freundes- oder Bekanntenkreis. Jeder von uns hat seine Tankstelle oder seinen Arzt oder seinen Döner-Laden, wo er hingeht.

Da würde auch niemand auf die Idee kommen, sich darüber zu beschweren.

Das darf allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass wir ohne Vorbereitung, von beiden Seiten, auf Menschen mit einer vollkommen anderen Kultur und Lebensweise treffen. Auf Menschen, welche andere Wertvorstellungen haben und anderen Gesetzen folgen. Auf Menschen, die politisch vollkommen anders erzogen wurden.

Es wird gerade in Deutschland sträflich unterschlagen, dass ja geflüchtete Muslime die eigentlichen Ursachen ihrer Misere in Europa sehen. Das wurde und wird ihnen auch täglich in ihren Ländern gesagt.

Uns wird hier versucht zu verkaufen, ein Flüchtling brauche nur unsere Sprache zu lernen, nur einen Job zu finden und schon wäre er glücklich.

Das ist fatal und absolut falsch.

Viele Deutsche haben schon Heimweh, wenn sie drei Wochen in einem anderen Land leben.

Was glaubt Ihr, wie sich ein Flüchtling fühlt, wenn er mit unserem Leben konfrontiert wird?

Die ständigen Beteuerungen, alles ist gut und schön, sind geschönt. Wer würde schon zu seinem Retter sagen, alles ist Mist?

Obwohl es dies ja auch jetzt schon gibt.

Menschen, die nicht freiwillig in ein Land kommen, weil sie von der Lebensart überzeugt sind, und mit dem Willen, diese Lebensart selbst zu leben, werden diese Art auch niemals akzeptieren.

Die vordergründige Versorgung mag zwar für sehr viele auch reizvoll sein, geht allerdings nicht in die Tiefe und wird dabei unser Leben zerstören.

Die Illusion, wir könnten das gleiche Multi-Kulti aus den ´70ern wiederholen, bleibt eine gefährliche Illusion.

Wer hier genau dieser Kritik Rassismus-Hintergrund vorwirft, der negiert bewusst und sträflich alle oben angeführten Bedenken.

Der fördert sogar die zwangsläufigen Auseinandersetzungen – und Schlimmeres. Wer nachzuvollziehende Bedenken billig Rassismus verwirft, der fördert zu dem noch Kultur-Kriege im eigenen Land.

Die ganz große Frage bleibt, warum wird das von vielen in Kauf genommen, und warum, setzt unsere Regierung Deutschland solchen vorprogrammierten Situationen aus?

Menschen wie ich, die differenziert Denken und offene Diskussionen wollen, werden dabei vollkommen im Stich gelassen.

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Diskussion hierzu:

Kiefer Gabriele:

Das stimmt schon nicht vom Begriff her. Islam ist keine Rasse. Rassist ist außerdem jemand, der einen Menschen wegen seiner Herkunft als minderwertig betrachtet. Und die Probleme bestehen seit Jahrzehnten, da gab es noch keine Flüchtlinge. Ich betrachte Menschen wie Türken, Ägypter etc. nicht als Flüchtlinge. Die einen kamen nur aus finanziellen Gründen, andere kamen, weil sie sich in ihren Ländern nicht mehr wohl fühlten, andere kamen, um ihren Kindern eine bessere Zukunft bieten zu können. Selbst die Menschen, die in den letzten drei Jahren kamen, davon waren die wenigsten syrische Flüchtlinge. Und bei den Syrern war ein Teil auch nicht Kriegsflüchtling oder verfolgt, sonst könnte ja nicht einige jetzt in Urlaub nach Hause fliegen.

Probleme gibt es ja fast nur mit Menschen islamischen Glaubens. Und hierunter finden wir auch viele Rassisten, nämlich diejenigen, die nur aus finanziellen oder kriminellen Gründen gekommen sind und unsere Gesellschaft verachten, weil wir in ihren Augen Andersgläubige bzw. Ungläubige sind. Sie hatten nie vor, sich hier zu integrieren und sie lehnen das auch noch nach Generationen ab. Kinder dürften da auch Deutsche heiraten, und wenn man erlaubte, muss die Person auch noch konvertieren. Religionsfreiheit, die sie ständig einfordern, praktizieren sie selbst nicht.

Mein Friseur hat zwei Syrer beschäftigt, die haben sich wunderbar hier eingelebt, praktizieren ihren erlernten Beruf und sind auch nicht unglücklich. Wir dürfen nicht vergessen, dass viele hierher kamen, weil sie aufgrund ihres Extremismus verfolgt wurden. Und nicht jeder Syrer ist Syrer, sondern wurde z.B. in der Türkei oder hier mit falschen Pässen ausgestattet. Das ist die eine große Problematik und dann kommt die von Dir beschriebene Problematik. Ich könnte mich ja nie Saudi-Arabien z.B. integrieren. Ich würde auch nicht dahin gehen, wäre es auch früher nicht, selbst wenn ich ein Jobangebot mit sehr viel Geld erhalten hätte.

Michael, die Probleme sind schon über 20 Jahre bekannt, obwohl man einen Teil schon 1961 hätte wissen können, wenn man sich ein wenig Mühe gegeben hätte, aber man hat nichts getan. Keine Regierung übrigens. Schröder / Fischer haben es sogar noch ganz bewusste gefördert. Gut wir sind das Jahr 2017, und vielleicht ist es noch nicht zu spät zu handeln. Aber ich kann kein Handeln erkennen. Zunächst einmal könnte man die Sozialhilfe-Gesetze ändern.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass wir über Jahre (bei vielen Türken sind es ja schon Jahrzehnte) Menschen mit einem anderen Pass alimentieren müssen. Würde man die Menschen, die sich rechtswidrig hier aufhalten, endlich ausweisen, wäre ja auch schon Teil weg. Ausgewiesen werden scheint´s nur die einfachen Fälle, d.h. Menschen, die arbeiten, einen festen Wohnsitz haben, also eigentlich die Integrierten. Die anderen werden ja nicht mal von ihren Heimatländern angenommen. Gut, auch dafür gibt es Lösungen. Nur all diese Handlungen sind natürlich nicht angenehm. Das wird der Grund sein. Niemand will sich die Hände schmutzig machen.

Michael Dunkel:

Das ist richtig, deshalb schrieb ich ja MISSBRAUCH: Ich hoffe, Du kannst meinem Artikel zustimmen? All Deine Erkenntnisse, welche ich ja auch schon sehr lange habe, sind ja meine Intention jetzt gewesen, das zu schreiben.

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*) Michael Dunkel ist ein rheinischer, polyglotter Liberalkonservativer sowie ständiger Teilnehmer des pol. Stammtisches von Peter Helmes u.a.
www.conservo.wordpress.com   21.08.20117
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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 44 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. conservo ist ein überzeugter Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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4 Antworten zu Der katastrophale und sträfliche Missbrauch der Bedeutung von Rassismus.

  1. karlschippendraht schreibt:

    Der Gebrauch solcher inflationierten Worthülsen wie NAZI oder RASSIST ist doch heute nichts Anderes mehr als eine Offenbarung des persönlichen IQ . Und weil der IQ so gering ist begreift der Betreffende diesen Zusammenhang nicht .

  2. Internetzel schreibt:

    Hat dies auf 👽 INTERNETZEL rebloggt.

  3. Querkopf schreibt:

    Zwei Anmerkungen dazu: Wenn man/wir die völlig sinnentleerten Worthülsen „NAZI“ oder „Rassist“ inflationär verwenden, dann verlieren sie zunehmend ihre spezielle diskriminierende und beleidigende Wirkung und wirken nur noch albern und beschämend durch den linken Benutzer. Absurde Beispiele: „das ist ja ein Nazi-Schnitzel“; „ein Nazi-Auto“; „ein Rassisten-Fahrrad“ usw.
    Eine tolle Wirkung hat es auch, wenn man Linke, Antifas oder Gutmenschen quasi „präventiv“ selbst als Nazi oder Rassist beschimpft. Die Verwirrung, die Sprachlosigkeit, die Verunsicherung dieser Worte auf diese Typen ist köstlich zu erleben (aus eigener reichlichen Erfahrung).
    Die dümmlichen Worthülsen „NAZI“ oder „Rassist“ sind nämlich „moralisierende Erstschlagsargumente“ , und derjenige, der sie zu erst verwendet, hat die erster Runde in der absurden Diskussion gewonnen. Klappt sehr gut gegen Linke, Antifas, Gutmenschen und anderem bunten Gesockse. Reaktion ist einfach köstlich zu erleben…

  4. floydmasika schreibt:

    Wie weit „Rassismus“ ausgelegt wird, zeigt Amnesty International https://vk.com/wall-113930409_338 mit einer Antirassismus-Broschuere. Oder auch die UNO mit ihrem schwarzen Anti-Rassismus: https://bayernistfrei.com/2017/03/15/un-anti-rassisten/. Aber schon die engere Originalbedeutung des Worts ist unklar und für den Missbrauch geschaffen. Rassismus ist prinzipiell heute als Abweichung von einem egalitärbigotten Weltbild zu verstehen, in dem alle Menschen und Menschengruppen gleich sind und Gene keine Bedeutung haben.

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