Argumentationshilfe Folge VIII: „Todsünde“: Ehe für alle

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dieter Farwick, BrigGen a.D und Publizist

Es war ein „Talk“ mit Angela Merkel im angesehenen Politikjournal „ Brigitte“ am 26.6.2017. (Vorsicht Satire). Zum Schluss wurde ihr völlig überraschend die Frage gestellt, wie sie zu der Ehe zwischen Schwulen oder Lesben stehe,

Zur Freude ihrer „Feinde“ und zum Entsetzen ihrer restlichen konservativen und religiösen „Restfreunde“ trat sie eine Lawine los. Im Gegensatz zu ihren bisherigen Verlautbarungen zeigte sie viel Verständnis für eine liberale Behandlung dieser Frage, der man nicht mit Gesetzen und Parteitagsbeschlüssen gerecht werden könne. Sie sprach sich für eine „Gewissensentscheidung“ der Abgeordneten ohne „Fraktionszwang“ aus.

Die progressiven Abgeordneten im Bundestag ergriffen die große Chance und forderten eine Abstimmung im Bundestag über die Frage der „Ehe für alle“ mit Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Ehepaare. Es waren nur noch wenige Tage bis zum Beginn der parlamentarischen Sommerpause. In selten erlebter Geschwindigkeit und Einigkeit beschlossen die Parteien, den Antrag „Ehe für alle“ noch am Freitag, dem 30.6.2017, zur Abstimmung zu bringen. Selbst der Bundesrat setzte eine Sondersitzung an. Ein historisch bedeutsamer Tag für Deutschland.Ein weiterer „schwarzer Freitag“.

In beiden Sitzungen stimmte eine große Mehrheit dem Antrag zu. Das schlaue Füchslein Angela Merkel stimmte – natürlich – gegen den Antrag, um den Schein zu wahren. Eine perfekte Inszenierung. Wieder einmal der Klau eines Themas der Opposition.

Folgen:

    • Das Echo war überwiegend positiv, obwohl das Grundgesetz und frühere Entscheidungen des Bundesgerichtshofes den Artikel 6 des Grundgesetzes bestätigt haben :“ Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung“. Die Ehe war Mann und Frau vorbehalten und zur Familie gehören Kinder.
    • Der bayerische Ministerpräsident Seehofer brachte eine „ Normenkontrollklage“ ins Gespräch, aber der bayerische Löwe brüllt nur, er beißt nicht. Vor den Wahlen am 24. September geschieht juristisch vermutlich nichts.
    • Nur die katholische Kirche hat sich ablehnend geäußert, die evangelische Kirche war – wie immer – vieldeutig.
  • Die bisher verteidigte Festung „Ehe“ wurde geschleift.
  • Die „Ehe für alle“ mit vollem Adoptionsrecht für die gleichgeschlechtlichen Ehepartneröffnet die Türen weit. Was heißt „alle“? Können auch Geschwister oder mehrere Personen heiraten? Die Auslegung des neuen Rechtes wird noch interessante Varianten bringen.Diesen Fakt können die Kritiker nur zähneknirschend zur Kenntnis nehmen.Frau Merkel, die „auf Sicht“ fährt, hat ein vermeintliches Hindernis vor den Wahlen aus dem Weg geräumt.
  • Dringend notwendige Konsequenzen
  • Traurig, aber wahr: Es gibt keine erfolgsversprechende politische und juristische Gegenmaßnahme.Konservative und gläubige deutsche Staatsbürger und – innen können nur versuchen, in der eigenen Familie Überzeugungsarbeit für die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau sowie für eine Familie mit mindestens einem Kind zu leisten und als Vorbild voranzugehen.
  • Es gibt nur eine politische, individuelle Maßnahme: Die Parteivorsitzende, die schon mehrfach konservative Überzeugungen verraten hat, abzuwählen.

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Anmerkung: In einer lockeren Folge sind bereits Argumentationshilfen für ausgesuchte Themen der deutschen Politik erschienen, weitere werden erscheinen.

Mit Blick auf die Wahlen am 24. September 2017 wird hier eine Bilanz gezogen, die jeder Leser aufgrund seiner Erfahrungen ergänzen kann.

Wenn Sie die einzelnen Folgen kopieren und vielleicht auch weitergeben können, wären wir Ihnen dankbar. Sie haben damit die „gängigsten“ Argumente zum Wahlkampf an der Hand.

Bisher erschienen sind die folgenden Folgen:

www.conservo.wordpress.com   25.08.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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4 Antworten zu Argumentationshilfe Folge VIII: „Todsünde“: Ehe für alle

  1. Querkopf schreibt:

    „Es gibt nur eine politische, individuelle Maßnahme: Die Parteivorsitzende, die schon mehrfach konservative Überzeugungen verraten hat, abzuwählen.“ — Merkel abwählen? Solange Merkel noch fette Abgeordnetengehälter und gute Pöstchen für die CDU/CSU garantieren kann wird das nicht passieren, weil diese moralisch total verkommene Politikerspezies nur ihren eigenen finaziellen Vorteil im Blick hat. Und nicht die des deutschen Volkes!
    Und was wäre die Alternative für CDU/CSU: Rot-ROT-GRÜN etwa? Gott bewahre uns vor dem „Leibhaftigen“!
    Die geschickteste Lösung wäre, wenn Merkel die Wahl im Sept. gewönne und dann nach dem Sieg abserviert würde, – egal wie…

  2. karlschippendraht schreibt:

    Merkel wird aus Übersee gestützt und mit viel finanziellem Aufwand als Kanzlerin gehalten . Die Ostküste braucht dieses Werkzeug noch zur endgültigen Durchsetzung ihres teuflischen Planes . Thomas P.M-Barnett hat es doch eindeutig erläutert . Leider wissen jüngere Generationen mit dem Begriff “ METROPOLIS “ nichts mehr anzufangen , sonst würden sie anders reagieren .

  3. Querkopf schreibt:

    Bitte keinesfalls den „Hooton-Plan“ (USA) von 1940 übersehen. Dort wurde bereits die Vernichtung der Deutschen propagiert und geplant. Heute, 77 Jahre danach, wird er mit Hilfe der bösartigen und verräterischen Ostküsten-Agentin Merkel exekutiert.

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