„Fachkräftemangel“ – eine neue Sau wird durchs Dorf getrieben

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Waldsterben war gestern, Polarschmelze auch, steigende Meeresspiegel – auch ein Alarm von gestern. Nun also Fachkräftemangel. Und jeder glaubt, mitreden zu können.

Verwundert reibe ich mir beim Hören und Lesen der Tagesmedien die Wahrnehmungsorgane, wie viele „Fachleute für Fachkräftemangel“ das Land zählt. Keine Zeitung verzichtet auf eine „Analyse“ des Fachkräftemangelmarktes, man will ja mit den Herausforderungen der Zeit gehen.

Der Mut zur Wahrheit bleibt da weitgehend auf der Strecke, nämlich zuzugeben: Wir wissen es nicht, wir wissen zu wenig von der Zukunft!

Stattdessen wird spekuliert, räsoniert, indoktriniert, was die Feder oder das Mikrophon hergeben, und selbstverständlich bemüht ein Jeder eine eigene Expertise oder den Hinweis auf „neueste Erkenntnisse“.So meldete das Prognose-Institut „Prognos AG“ gestern, es würden „3,3 Millionen Fachkräfte bis zum Jahr 2040 fehlen“ (dpa/Stephanie Pilick). Wer könnte da widersprechen, aber auch: Wer könnte das bestätigen? Die Zahl klingt bedrohlich und erweckt den Anschein, als habe da jemand ganz genau gerechnet. Tatsächlich fußt sie jedoch lediglich auf Annahmen.

Das Hauptproblem des Arbeitsmarkts der Zukunft liegt aber darin, daß so unklar wie selten zuvor ist, in welchen Branchen und Tätigkeiten künftig mehr Beschäftigte gebraucht werden – und in welchen weniger. Der Saldo läßt sich seriös nicht berechnen.

So bleibt (vorerst) auch unklar, wie viele Jobs durch Roboter und künstliche Intelligenz überflüssig werden, wie viele Beschäftigte sich durch Weiterbildung für neue Aufgaben qualifizieren und wie viele Menschen nach Deutschland einwandern werden.

Ein gewisses „G´schmäckle“ hat die Sache noch dazu: Es liegt auf der Hand, daß Wirtschaft und Politik solche Prognosen heranziehen, um noch mehr Zuwanderung zu fordern. Und das hat einen simplen Hintergrund: Je mehr Arbeitskräfte auf dem Markt zur Verfügung stehen, desto geringer müssen die Löhne steigen.

Keule Digitalisierung

Also Schlagzeile abgehakt, ich bin nicht schlauer geworden.

Einiges allerdings an den Diskussionen darf der gesunde Menschenverstand bestätigen: Wegen des schnellen Takts der Digitalisierung müssten Betriebe wesentlich mehr Zeit und Geld in die Weiterbildung bzw. Umschulung ihres Personals stecken und viel stärker als bisher die Aufgabe der Vorbereitung auf die Zukunft selbst in die Hand nehmen.

Und klar ist auch: Ein Mangel an Fachkräften könnte dazu führen, die (noch sprudelnden) Aufträge nicht mehr zügig abarbeiten zu können – eine wirtschaftliche Katastrophe für jedes Unternehmen.

Klar ist auch: Mit der Keule „Digitalisierung“ kann man drohen (viele tun das), man kann sie (die Dig.) aber auch als Chance begreifen. Das tut im Einzelnen weh, bietet aber auch neue Entwicklungsmöglichkeiten: So werden wohl Berufe wie z. B. Lastwagenfahrer, Lackierer, Buchhalter oder Packer weitestgehend überflüssig werden. IT-Fachleute, die die Automatisierung im Anlagen- und Maschinenbau, bei der Automobil- oder Chemieproduktion steuern, werden aber händeringend gesucht (werden).

Das heißt aber auch: Die Arbeitsmentalität der Deutschen wird sich ändern müssen. Vorbei die Zeiten, in denen man mit Stolz auf (z.B.) vierzig, fünfzig Jahre in ein und demselben Beruf verwies. Lange Jahre der Berufsvorbereitung und -praxis werden schnell veraltet sein. In Zukunft ist bedeutend mehr Flexibilität verlangt – von Arbeitnehmern UND Unternehmen.

Soziale Maßnahmen anpassen

Gerade unsere linksdriftigen Politiker seien vor dem Irrglauben gewarnt, der Fachkräftebedarf sei etwa durch Einwanderung zu lindern. Die Politik sollte sich auf die Aufgaben „zuhause“ konzentrieren: Vor allem eine Familienförderung, die den Namen verdient – flankiert durch flexiblere Arbeitszeiten, auch im Alter (über den Renteneintritt hinaus).

Dringend nötig ist des Weiteren (auch schon heute) eine radikale Verbesserung der Infrastruktur vor allem bei den Schulen, den Universitäten, den Verkehrswegen usw. Daß Berufstätigen ohne bisherige Eingangshürden (z. B. Abitur) auch Universitäten offenstehen sollten, um die Weiterqualifizierung von Berufstätigen zu ermöglichen, ist eine Forderung, die nicht mehr von der Hand zu weisen ist.

Komme mir niemand mit dem Argument, das koste zuviel. Wir schwimmen (noch) im Geld und schmeißen es aus dem Land hinaus – statt es sinnvoll in die Zukunft unseres Vaterlandes zu stecken. Aber Vernunft und Sozialschwärmerei („Willkommenskultur für jeden“) passen nicht zu einander.

www.conservo.wordpress.com   31.08.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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7 Antworten zu „Fachkräftemangel“ – eine neue Sau wird durchs Dorf getrieben

  1. luisman schreibt:

    Der Fachkraeftemangel ist ein Kindermangel, der seit den 70’ern anhaelt und sich verschaerfte. In spaetestens 20 Jahren wird praktisch jeder Rentner arbeiten muessen, weil nur noch eine Mindestrente auf Hartz-Niveau finanzierbar sein wird. Eine Familienfoerderung waere essentiell, aber dieses Resort hat bisher jede Regierung (egal welche Partei) total vergeigt.
    https://luismanblog.wordpress.com/2017/08/31/die-neuen-ausbeuter/

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  2. luisman schreibt:

    Hat dies auf Nicht-Linke Blogs rebloggt.

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  3. David schreibt:

    Eigentlich bin ich immer davon ausgegangen, daß die vielen Facharbeiter aus Syrien etc. genau die mal wieder entdeckte Lücke füllen würden – das haben doch die Blockparteien und die Grünen landauf landab immer wieder behauptet! Und nun das? Hat das vielleicht doch nicht gestimmt?

    In der Tat wird wieder mal eine Sau durchs Dorf getrieben. Und – ganz richtig – heute wird unsere Zukunft verspielt, weil dieses Land das Weltsozialamt geworden ist. Zudem gibt sich Merkel alle Mühe, denen, die schon länger hier leben, eben dieses Leben so schwer wie möglich zu machen. Das bittere Erwachen folgt nach der BTW.

    Noch ein Wort zur Digitalisierung: So lange ich im Beruf gewesen bin, habe ich die Warnungen vor und die Hinweise auf die Chancen der Digitalisierung vernommen. Auch der jetzige Hype leidet daran, daß zwar jeder davon spricht, jeder keiner so recht weiß, was damit gemeint ist. Und natürlich muß die Flexibilität in der Arbeitswelt steigen, aber auch das ist nichts Neues.

    Die entscheidenden Punkte sind doch Schule, Lernen und Ausbildung. Aber gerade hier werden momentan alle Zukunftschancen verspielt. Die Schüler verlernen das Schreiben und Denken, die technischen Berufe gelten als zu schwer, und die Genderisierung mit 250 Lehrsltühlen in Deutschland feiert fröhliche Urständ.

    Und da will dieses Land konkurrenzfähig bleiben?

    Ein entscheidender „Dank“ dafür an Frau Merkel! Wer wählt so etwas?

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  4. karlschippendraht schreibt:

    Zwei Hauptursachen sehe ich hier : Einmal die in den Wohlstandsjahren entstandene egoistische Kinerfeindlichkeit , verbunden mit einer familienfeindlichen Politik . Zum Anderen die Dummheit deutscher Lehrkräfte , die ihre Schüler lieber zu Protest-Demos geführt haben statt ihnen das für`s Berufsleben nötige geistige Rüstzeug zu vermitteln . Sie konnten es aber nicht vermitteln weil sie selbst nur noch mangelhaft damit ausgetattet waren und sind .

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  5. Bauer Anton schreibt:

    Abgesehen davon das man parallel dazu das „Gespenst“ der völligen Mechanisierung durch Roboter warnt (was ja durchaus ein Widerspruch ist), hat man auch bei diesen Meldungen den Zusatz : „…..bezahlbare / billig“ [Fachkräfte] vergessen. Und was ebenfalls Übergang an wird: Qualität/ Qualifizierung hat eben ihren Preis. Die dieser „Preis“ wurde ja durch die Spirale Preisentwicklung – Lebenshaltungskosten – Lohnsteigerungen sehr schön nach oben getrieben. Ein Problem, das man mit dem Import von „Billig Konkurrenz“ zur lösen versucht ????

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  6. Querkopf schreibt:

    Bitte keine Aufregung: Rettung für Deutschlands angeblichen Facharbeitermangel (in Wirklichkeit geht es nur um billige Arbeitskräfte) kommt bald in Form von rd. 390.000 Syrer, die Merkel nun bis 2018 nachziehen lassen will, wie auf dem jüngsten Flüchtlingsgipfel in Frankreich beschlossen. „Darunter sind überwiegend nur sehr gut ausgebildete Facharbeiten, wie z.B. Ingenieure, Architekten, Informatiker, Elektroniker, Schlosser usw.“
    Wer am 24. Sept. noch CDU wählt, der sollte sich dringendst in psychiatrische Behandlung begeben und sich auf den Kopf untersuchen lassen!

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  7. francomacorisano schreibt:

    Es gibt eindeutig einen Fachkräftemangel!
    In der Politik!!!

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