Schloss Bellevue: Genosse Steinmeier allein zu Haus

(www.conservo.wordpress.com)

Von Hans S. Mundi

(https://www.journalistenwatch.com/2017/10/05/schloss-bellevue-genosse-steinmeier-allein-zu-haus/)

(Foto: Collage)

Nach der Rede ist vor der Rede. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht: Genosse Steinmeiers Ansprache zum 3. Oktober, der eigentlich ein Nationalfeiertag ist, war blutleer und flach, die Krise des politisch korrekten Mainstreams wurde ungewollt präsentiert – sie ist vor allem eine inhaltliche.

Denn erkennbar wurde, dass die noch von SPD-Sigi Gabriel eingefädelte Personalentscheidung für das Amt eines Gauck-Nachfolgers, nun ohne amtierende Sozialdemokratie im Hintergrund, mehr als fragwürdig wirkt. Frank Walter Steinmeier, dessen Karriere in der bundesdeutschen Parteibuch-Verwaltung einst ihren Lauf nahm, gelangte als mit dem Charme eines eher typischen Spitzenbeamten nach ganz oben, der stets mit seiner Diplomatensprache zu langweilen wußte – eben ein Apparatschik für zeitgemäße Politik ohne Ecken und Kanten in Merkels glatt geschliffener Republik. Er war zwar noch passend für die opportunistische SPD und deren Teilhabe an der Macht imBund und in den Ländern, er wirkt nun aber nach der Bundestagswahl eher unpassend, als letzter Mohikaner einer sterbenden 20-Prozent-Volkspartei, die ihre Identität verloren hat. Genosse Steinmeier ist laut diverser, vorrangig SPD-naher, Medien nun angeblich „angekommen“ im viel zu großen Schloss Bellevue, er ist dort jetzt aber allein zu Haus, denn seine alte Tante SPD spielt im aktuellen deutschen „Jamaika“ nur noch eine Statistenrolle.

Steinmeier – der Sprecher aller schlechten Wahlverlierer

Als Sprecher aller schlechten Wahlverlierer taugt ein Bundespräsident in etwa so viel wie ein Insolvenzverwalter, der die Schuldner zum Tanzen aufs Parkett bittet. In der Aura dieses Bundespräsidentendarstellers liegt ungewollt das Versagen der Berliner Arroganzeliten, eine schmierige Seifenoper mit äußerst schlechten Schauspielern, deren Politikverständnis zunehmend an der Realität abprallt – und das Volk auf immer weitere Distanz bringt. Vom „Polizistenball“ der Mächtigen in Mainz sprachen Beobachter der lauen Inszenierung ohne Volk, aber mit 500 handverlesenen Merkel-Bravo-Klatschern, die man sich jetzt an Tagen wie diesen vor die Bühne stellt. Merkels neue „DDR“ ist ein scheußlicher Ort. Das Volk musste leider draussen bleiben, denn es hatte soeben im Wahlkampf noch der Merkel an allen Marktplätzen der Republik laut pfeifend gezeigt, was es von ihr hält. Insofern sprach Steinmeier im Sinne des Wortes eine wahrlich abgeschottete Rede – er sprach zu sich, zu Spiegel-und Tagesspiegel-Redakteuren, zur seelenlosen Merkel und ihrer noch seelenloseren CDU, zu den überbezahlten Intendanten aus der komfortablen GEZ-Zone, zu sich und seiner klein gewordenen Kleinpartei SPD, man war eben bei dieser schwachen Inszenierung in Mainz unter sich, man sprach mit sich, hielt sich eine Rede – das Volk war woanders, jedenfalls nicht bei Steinmeier und seinen Kolportage-Weisheiten, die ein drittklassiger Redenschreiben im vorgetextet hatte. Armes Deutschland.

Bei Steinmeier dringen die Argumente nicht durch die Mauer

„Die große Mauer quer durch unser Land ist weg. Aber am 24. September wurde deutlich: Es sind andere Mauern entstanden, weniger sichtbare, ohne Stacheldraht und Todesstreifen – aber Mauern, die unserem gemeinsamen „Wir“ im Wege stehen. Ich meine die Mauern zwischen unseren Lebenswelten: zwischen Stadt und Land, online und offline, Arm und Reich, Alt und Jung – Mauern, hinter denen der eine vom anderen kaum noch etwas mitbekommt. Ich meine die Mauern rund um die Echokammern im Internet; wo der Ton immer lauter und schriller wird, und trotzdem Sprachlosigkeit um sich greift, weil wir kaum noch dieselben Nachrichten hören, Zeitungen lesen, Sendungen sehen. Und ich meine die Mauern aus Entfremdung, Enttäuschung oder Wut, die bei manchen so fest geworden sind, dass Argumente nicht mehr hindurchdringen. Hinter diesen Mauern wird tiefes Misstrauen geschürt, gegenüber der Demokratie und ihren Repräsentanten, dem sogenannten „Establishment“, zu dem wahlweise jeder gezählt wird – außer den selbsternannten Kämpfern gegen das Establishment.“ Steinmeiers Rede in Auszügen vom 3. Oktober 2017

Powered by Valium: Steinmeier mit der Dynamik einer fallenden Büroklammer

Ein historisch bedeutsamer Tag der DEUTSCHEN EINHEIT? Ein verlorener Tag für Deutschland. Wer solchen Unsinn à la Steinmeier als sinnstiftend und richtungsweisend für sein Volk betrachtet, der scheint seine Informationen ausschließlich von den GEZ-Medien zu beziehen, der ist ahnungslos und stammelt und stottert einer für ihn und seinesgleichen verlorenen Bundestagswahl hinterher, die er rückwirkend nun möglichst doch noch moralisch gewinnen will.

Die Mauer muss her, um Andersdenkende auszugrenzen, um martialisches Denken anderen zu unterstellen, denn wer die SPD nicht wählt, ist schließlich „Pack“ und „Ossi“ und „Nazi“, da kann es keine Gnade geben. Die AfD wird nicht genannt und ist doch fast in jedem Satz vom Genossen Steinmeier zu finden, als böser Schatten, als deutsche „Vergangenheit“, als Schuld und Holocaust, als irgendwas mit Hitler, den wir niemals vergessen dürfen, denn mit der SPD wird es niemals einen „Schlussstrich“ geben, weil man diese Schuldenlast doch so herrlich im politischen Kampf für die Denunziation Andersdenkender nutzen kann und Kritik an den Eliten damit im Keim erstickt wird.

Das geplapperte Politplatt des obersten Verwaltungsgenossen wurde von den angrenzenden Gefälligkeitsmedien teils in eine „Ruck-Rede“ umgedeutet und insofern als links & gutmenschlich im üblichen Rahmen als Halluzination wahrgenommen. Doch dieser Ruck hatte allenfalls die Dynamik einer fallenden Büroklammer, die sanft auf der Auslegeware in einem Großraumbüro landet. Die nächste Rede von Steinmeier? Powered by Valium….. im Schloss Bellevue wird es ab jetzt reichlich langweilig werden, denn dieser Präsident hat Land und Leuten absolut NICHTS zu sagen. Die Realität ist längst woanders und wesentlich aufregender. Gähn. Gute Nacht, Deutschland.

www.conservo.wordpress.com   6.10.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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2 Antworten zu Schloss Bellevue: Genosse Steinmeier allein zu Haus

  1. greypanter schreibt:

    Steinmeier ist so blind, dass er die dickste und höchste Mauer direkt vor seiner Nase übersah: Die zwischen seiner realitätsfremden Politikerkaste und dem in der Realität lebenden und arbeitenden deutschen Volk.

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  2. francomacorisano schreibt:

    Steinmeier war viel zu sehr Parteipolitiker, als dass zu zum Bundespräsidenten taugt! Entweder wir wählen den Bundespräsidenten künftig direkt, damit auch Persönlichkeiten abseits der Parteizentralen Chancen haben, geben ihm etwas mehr Macht, stärken ihn in einer Vermittlerrolle über den Parteien stehend, ODER wir schaffen den Posten dieses teuren Bundesgrüßaugust einfach ab!

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